Kasalla feiern mit 12.000 Fans Album-Release-Konzert von „Mir Sin Eins“ im Tanzbrunnen Köln – Hier gibt´s die Fotos und Videos dazu!

Kasalla feiern mit 12.000 Fans kölsche Album-Release-Party im Tanzbrunnen - copyright: CityNEWS / Alex Weis
Kasalla feiern mit 12.000 Fans kölsche Album-Release-Party im Tanzbrunnen
copyright: CityNEWS / Alex Weis

Das nennt man eine Album-Release-Party op Kölsch! Kasalla feierten mit rund 12.000 Fans im Kölner Tanzbrunnen ein riesiges Open-Air-Konzert. Genau ein Jahr nach der fulminanten Geburtstagsfeier in der LANXESS arena mit 26.000 jecken Gratulanten stellten die fünf Jungs am Samstag, dem 09.09.2017 zahlreiche Titel ihres neuen und mittlerweile vierten Albums „Mer Sin Eins“ vor. Das buntgemischte Publikum sang als riesiger Chor textsicher auch die neuen Lieder mit. Auffallend waren die vielen jungen Besucher, die sich am Veranstaltungsgelände direkt am Rheinpark tummelten. Das mag zum einen daran gelegen haben, dass Kids bis einschließlich sechs Jahren freien Eintritt hatten, zum anderen ist die Band vor allem beim jungen Publikum äußerst beliebt.

Ausverkauftes Haus beim Kasalla Open Air Konzert im Tanzbrunnen Köln. - copyright: CityNEWS / Alex Weis
Ausverkauftes Haus beim Kasalla Open Air Konzert im Tanzbrunnen Köln!
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Doch direkt zu Konzertbeginn um 18:30 Uhr war Front-Sänger Basti Campmann kurz sprachlos. Das Publikum feierte ihn und seine Bandkollegen dermaßen laut, dass der gebürtige Kölner kurz nach Fassung rang, lachte und mit den Fans „Alle Jläser Huh“ anstimmte. Dazu knallten Konfettikanonen in den Farben des Kölner Stadtwappens und ein rot-weißer Regen aus Papierflittern überzog den Tanzbrunnen.

95 Dezibel und Vollgas zum kölschen Open-Air-Event

Front-Sänger Basti Campmann gab beim Open-Ait-Konzert im Tanzbrunnen Köln alles.
copyright: CItyNEWS / Alex Weis

Apropos Regen: Am Morgen sah das Wetter alles andere als Open-Air-tauglich aus. Gewitter und stürmische Winde zogen über das Rheinland und die Domstadt. Doch nahezu überpünktlich zum Konzert klarte der Himmel auf der Schäl Sick in Köln-Deutz auf. Wieder einmal bewies Petrus, dass er eigentlich ne kölsche Jung ist. Die ganz auf „Kasalla“ – mit eigens gestalteten T-Shirts und anderen Band-Devotionalien – geschmückten Besucher schunkelten, tanzten und waren ganz raderdoll.

Bis in die letzten Reihen des Geländes konnte man die Show mitverfolgen, dank aufgebauter Leinwände, die das Spektakel von der Bühne übertrugen. Und zu sehen (und natürlich auch zu hören) gab es einiges, ganz unter dem bandeigenen Motto: „Alles kann – Kölsch muss!“. Gleich 14 Songs aus dem neuen Album wurden präsentiert, samt Pyrotechnik und allem was zu einem großartigen Live-Erlebnis dazugehört.

Es knallten Konfettikanonen in den Farben des Kölner Stadtwappens und ein rot-weißer Regen aus Papierflittern überzog den Tanzbrunnen. - copyright: CityNEWS / Alex Weis
Es knallten Konfettikanonen und ein rot-weißer Regen aus Papierflittern überzog den Tanzbrunnen.
copyright: CityNEWS / Alex Weis

Und den Besuchern wurde mächtig viel geboten. Kasalla gab auf der Bühne Vollgas. Das konnte mitunter auch mal sehr laut sein: Warnungen am Tanzbrunnen wiesen die Besucher auf höhere Lautstärken von bis zu 95 Dezibel hin. Doch auch hierauf waren die etwas zarteren Gäste (und natürlich auch die Pänz) vorbereitet. Mit Gehörschutz wurde lauthals mitgesungen und die neuen (und selbstverständlich auch die älteren) Songs bis in den späten Abend nahezu abgefeiert. So, als ob Kasalla bereits seit Urzeiten zur festen Riege der kölschen Mundart-Bands gehören.

Große Foto-Galerie zum Kasalla-Konzert

copyright: CityNEWS / Alex Weis

Kasalla enterten piratenhaft die Bühnen

Kasalla eroberten in Windeseile die Bühnen in Köln und der Region - copyright: Nancy Ebert
Kasalla eroberten in Windeseile die Bühnen in Köln und der Region
copyright: Nancy Ebert

Erst 2011 wurde die Band von Sänger und Songwriter Bastian Campmann zusammen mit Ex-Peilomat-Gitarrist Florian Peil ins Leben gerufen. Campmann und Peil fiel die Entscheidung, nach jahrelangen Erfahrungen im Bereich Rock bzw. Punkrock, eine Band mit stark lokalem, inhaltlichen Bezug zu gründen, nicht weiter schwer. Bastians Vater war sein Leben lang eine feste Größe in der Musikszene der Domstadt, Florian schrieb bereits u.a. Songs für die kölschen Legenden Bläck Fööss. Der raketenmäßige Durchbruch ihres allerersten Songs „Pirate“ – der zu einem der meistgespielten Songs der Karnevalssession 2011/2012 wurde – bewies das richtige Gespür der Bandgründer. In Handumdrehen enterten sie die Bühnen der Domstadt und weit über die Rheinmetropole hinaus.

Aus der „Stadt mit K“ in die Welt

Trotz, oder vielleicht sogar wegen ihres Mottos „Alles kann – Kölsch muss“ spielen die Jungs auch viele hundert Kilometer von ihrer Heimat entfernt vor ausverkauften Häusern. copyright: Torben Köster / www.torbenkoester.de
Trotz, oder vielleicht sogar wegen ihres Mottos „Alles kann – Kölsch muss“ spielen die Jungs auch viele hundert Kilometer von ihrer Heimat entfernt vor ausverkauften Häusern.
copyright: Torben Köster / www.torbenkoester.de

Kasalla zählen nicht nur während des Karnevals zu den meistgebuchten Acts – das komplette Jahr hindurch geben die fünf Musiker in der Region nahezu jedes Wochenende (ausverkaufte) Konzerte. Nachdem die Kölner bei ihrem ersten „Ausflug nach weiter weg“ noch in kleineren Clubs und Kneipen vor 100 bis 200 Zuschauern auftraten, kratzte die Band im Frühling 2016 im Rahmen ihrer Deutschlandtour, die sie u.a. nach Berlin, München und Hamburg führte, nicht selten an der Tausender-Kapazitätsgrenze. Dass es dabei nicht (mehr) nur um versprengte Exil-Kölner handeln kann, liegt auf der Hand.

„Es gibt natürlich überall rheinländische Enklaven“, meint Bastian Campmann, „aber es hat sich so entwickelt, dass mittlerweile sechzig bis siebzig Prozent der Leute nicht mit dem Rheinland verbandelt sind. Warum das so ist, weiß ich auch nicht, aber ich finde das natürlich geil.“

Auftritte in TV-Sendungen wie bei Ina Müllers Late-Night-Show „Inas Nacht“ (bei der sie übrigens als erste kölsche Band überhaupt auftreten durften), Hits wie „Alle Jläser huh“, innovative Auftritte wie beim Rosenmontagszug im 360 Grad-Live-Stream oder ihr stetes Engagement bei sozialen Projekten (wie Arsch Huh oder Kinder-Benefiz-Konzerten) trugen zum überregionalen Boom der Band aus „der Stadt mit K“ bei.

Alles kann – Kölsch muss!

Bei Kasalla gilt: Alles kann - Kölsch muss! - copyright: CityNEWS / Alex Weis
Bei Kasalla gilt: Alles kann – Kölsch muss!
copyright: CityNEWS / Alex Weis

Dass die Band in zunehmendem Maße vor Publikum spielt, das den Texten nicht vollumfänglich zu folgen im Stande ist, sieht Sänger Basti Campmann wenig problematisch. „Ich bin mir auch nicht sicher, dass alle 25- bis 30-jährigen alles verstehen, wenn ein Englisch sprachiger Künstler zu Gast ist, von den 40-jährigen mal ganz zu schweigen“, mutmaßt er. „Musik definiert sich nicht nur immer über das Verständnis des Textes. Natürlich ist es hilfreich, aber ich denke mal, dass ein hochdeutsch sprechender Mensch wenigstens Teile des Textes und die wichtigen Aussagen im Refrain versteht.“

Anfragen nach Übersetzungen der Texte, die Campmann zusammen mit Florian Peil verfasst, werden tatsächlich wesentlich seltener an die Band herangetragen als man vermuten möchte. „Eigentlich wird nur ab und zu einmal nach einzelnen Worten gefragt, die nicht verstanden werden“, bestätigt Campmann, „aber wir haben auch schon einmal einen kompletten Song ins Hochdeutsche übersetzt. Doch die Anfragen halten sich wirklich sehr in Grenzen.“ „Wir möchten den Menschen zeigen, dass der Dialekt keine Einschränkung der Musik auf Ufftata aufzwingt – sondern die Möglichkeiten Musik zu machen noch erweitert“, ergänzt Gitarrist Flo Peil. „Wir sind sehr gespannt, wir spielen in vielen Städten, die wir noch nie besucht haben“, so Bassist Sebi Wagner.

Kasalla auf große „Mer Sin Eins“-Tour durch´s Dreiländereck

Kasalla auf große "Mer Sin Eins"-Tour durch´s Dreiländereck - copyright: PR
Kasalla auf große „Mer Sin Eins“-Tour durch´s Dreiländereck
copyright: PR

Und so geht es nun nach dem Release-Konzert im ausverkauften Tanzbrunnen quer durch die Republik und erstmals auch in die Schweiz und nach Österreich. Insgesamt neunzehn Stationen stehen im Herbst auf dem Reiseplan. Im Gepäck haben die bodenständigen Musiker ihr neues Album „Mer Sin Eins“. Dies ist das dabei bis dato längste und umfangreichste Werk – stolze achtzehn Songs umfasst die Trackliste. „Mehr passt nicht auf eine CD“, schmunzelt Basti. Der Grund ist durchaus naheliegend: „Wir haben in den letzten zwei Jahren intensiv gearbeitet und wollten so viele Songs wie möglich auf das Album packen.“

Wie bereits bei den Vorgängern steht auch beim neuen Album einmal mehr die musikalische Vielfalt im Fokus. Souverän und mit spielerischer Leichtigkeit bewegt sich die Band zwischen den Genres Chanson, Folk, Elektro und Funk. „Unser Kerngeschäft ist und bleibt aber natürlich auch bei dieser Platte Rock“, betont Keyboarder Ena Schwiers. Und natürlich die kölsche Sprache, die sich wie ein roter Faden durch die Kasalla-Story zieht. Ein Dialekt der bei den Jungs alles zusammenhält.

MER SIN EINS – TOUR 2017

Kasalla auf "Mer Sin Eins" Tour 2017 - copyright: PR
Kasalla auf „Mer Sin Eins“ Tour 2017
copyright: PR
  • 08.10.2017 – Koblenz, Rhein Mosel Halle
  • 09.10.2017 – Leipzig, Täubchenthal
  • 10.10.2017 – Berlin, Astra Kulturhaus
  • 11.10.2017 – Hamburg, Gruenspan
  • 12.10.2017 – Bremen, Modernes
  • 13.10.2017 – Bielefeld, Ringlokschuppen
  • 15.10.2017 – Hannover, Capitol
  • 16.10.2017 – Dortmund, FZW
  • 17.10.2017 – Krefeld, Kulturfabrik
  • 18.10.2017 – Karlsruhe, Tollhaus
  • 20.10.2017 – Stuttgart, Im Wizemann (Halle)
  • 21.10.2017 – Wien (AT), Chelsea
  • 22.10.2017 – München, Backstage Werk
  • 23.10.2017 – Zürich (CH), Papiersaal
  • 24.10.2017 – Saarbrücken, Garage
  • 27.11.2017 – Aachen, Eurogress
  • 28.11.2017 – Frankfurt, Batschkapp
  • 29.11.2017 – Freiburg, Jazzhaus
  • 30.11.2017 – Bergisch Gladbach, Gaffel am Bock

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Weitere Infos gibt es hier hier: http://kasallamusik.de

Irrtümer und Änderungen nicht ausgenommen.