Übersicht: Die neuen Corona-Regelungen für Schulen und Kitas in NRW

Übersicht: Die neuen Corona-Regelungen für Schulen und Kitas in NRW!
Übersicht: Die neuen Corona-Regelungen für Schulen und Kitas in NRW
copyright: Envato / halfpoint

Das Land NRW hat Maßnahmen in Bezug auf den Schulbetrieb und der Kinderbetreuung während des Lockdowns in NRW bis 31.01.2021 beschlossen. Über die genauen Regelungen gaben NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und Kinder- und Familienminister Joachim Stamp (beide FDP) nun Auskunft.

Bei CityNEWS geben wir hier eine aktuelle Übersicht zu allen bestehenden Corona-Regelungen in Schulen, Kitas und Co.! Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen und auch kurzfristig geändert werden könnten. Weitere Infos finden Sie auch auf den Internetseiten des Schulministeriums NRW.

Das gilt jetzt an den Schulen in NRW

Das gilt jetzt an Schulen in NRW
Das gilt jetzt an Schulen in NRW
copyright: Envato / halfpoint
  • Die Schulpflicht bleibt für alle Schüler grundsätzlich bestehen.
  • Die Präsenzpflicht ist bis mindestens 31.01.2021 an allen Schulformen und Klassen aufgehoben. Diese Regelung gilt grundsätzlich auch für alle Abschlussklassen.
  • Der Unterricht erfolgt bis mindestens 31.01.2021 auf Distanz (Home-Schooling).
  • Soweit die Umstellung auf Distanzunterricht weitere Vorbereitungszeit in den Schulen erfordert, sind bis zu zwei Organisationstage möglich, so dass der Distanzunterricht spätestens ab dem 13.01.2021 stattfindet. Über die Notwendigkeit der Organisationstage entscheiden die Schulen vor Ort.
  • Alle Schulen bieten ab 11.01.2021 in den Klassen 1 – 6 eine Notbetreuung für Schüler an, die nicht am Distanzunterricht teilnehmen können. Die Schulen sind grundsätzlich nicht geschlossen. Ein normaler Unterricht wird dort aber nicht stattfinden. Für die Betreuung sind die Lehrer bzw. Schulpersonal verantwortlich. Die Betreuungsangebote dienen dazu, jenen Schülern, die beim Distanzlernen im häuslichen Umfeld ohne Betreuung Probleme bekämen, die Erledigung ihrer Aufgaben in der Schule unter Aufsicht zu ermöglichen.
  • In allen Schulen werden im Januar 2021 keine Prüfungen, Klausuren oder Klassenarbeiten geschrieben. Ausnahmen gelten für in diesem Halbjahr noch zwingend zu schreibende Klausuren und Prüfungen in den Jahrgangsstufen Q1, Q2 und Abschlussklassen der Berufskollegs. Sie können im Einzelfall unter Einhaltung der Corona-Betreuungsverordnung stattfinden.
  • Schüler der Berufskollegs in Abschlussklassen können bei besonderem pädagogischem Bedarf ausnahmsweise unter Berücksichtigung der Corona-Betreuungsverordnung im erforderlichen Umfang im Präsenzunterricht beschult werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Schulleitung.
  • Für Schüler mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in Förderschulen oder in Schulen des Gemeinsamen Lernens, die eine besondere Betreuung erfordert, muss diese in Absprache mit den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten auch in höheren Altersstufen sichergestellt werden.
  • Die Lehrkräfte an Schulen und Angestellten in der Kinderbetreuung können sich bis Ostern kostenlos sechsmal auf das Coronavirus testen lassen.

Zusätzliche unterrichtsfreie Tage

Am 7. und 8. Januar 2021 wird an öffentlichen Schulen kein Unterricht stattfinden. Diese Tage liegen unmittelbar vor bzw. nach den regulären Weihnachtsferien. Die zusätzlichen unterrichtsfreien Tage am 7. und 8. Januar 2021 zählen offiziell nicht zu den Ferien und Lehrer müssen an diesen Tagen arbeiten.

Angesichts des eingeschränkten Schulunterrichts bis 31.01.2021 hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer empfohlen, dass die Schulen auf die Ferien an Karneval verzichten sollten. Als Begründung nannte die Ministerin, dass viele Schulen die vier “beweglichen Ferientage” in der Regel dafür nutzen würden, um den Schülern in den Karnevalstagen rund um Rosenmontag frei zu geben. Da der Karneval aber wegen der aktuellen Corona-Lage dieses Jahr ausfallen wird, könnten die Tage dafür genutzt werden, um die Unterrichtsinhalte aus dem Januar 2021 nachzuholen.

Notbetreuung für Schüler

Bis 31.01.2021 findet in den Schulen eine Notbetreuung statt. Teilnehmen können Schüler der Klassen 1 bis 6, deren Eltern die Notbetreuung bei der Schule beantragen. Der zeitliche Umfang der Notbetreuung richtet sich nach der ursprünglichen allgemeinen Unterrichtszeit an den Tagen und danach, ob Schüler grundsätzlich am Ganztagsangebot teilnehmen. Weitere Infos dazu geben die Schulen direkt an die Eltern.

Das gilt jetzt für die Kinderbetreuung in NRW

Das gilt jetzt für die Kinderbetreuung in NRW
Das gilt jetzt für die Kinderbetreuung in NRW
copyright: Envato / Pressmaster

Bis 31.01.2021 wird es einen “eingeschränkten Pandemie-Betrieb” für die Kinderbetreuung in NRW geben. Die Betreuungszeiten sind um 10 Stunden gekürzt. Sprich von 35 auf 25 Stunden, von 25 auf 15 und von 15 auf 5 Stunden. Die NRW-Landesregierung appelliert erneut, das Betreuungsangebot für die Kinder nur zu nutzen, wenn es absolut notwendig ist. Folgende Regeln gelten ab 11.01.2021:

Kindertageseinrichtungen:

  • Die Kindertageseinrichtungen bleiben grundsätzlich geöffnet. Ob Eltern das Angebot in Anspruch nehmen, entscheiden Eltern eigenverantwortlich. Die Einforderung von Arbeitergeberbescheinigungen als Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist unzulässig.
  • Aspekte des Kindeswohles sind besonders zu berücksichtigen, d.h. konkret, dass die Betreuungsangebote Familien auch individuell ansprechen und einladen sollen, wenn sie aus ihrer fachlichen Sicht die Betreuung des Kindes für unverzichtbar halten.
  • Kinder, die aus Gründen des Kinderschutzes betreut werden, sowie Kinder, die aus besonderen Härten betreut werden müssen, sind zu betreuen. In diesen Fällen ist der Betreuungsumfang von der Jugendamtsleitung oder einer von ihr benannten Person in Abstimmung mit der Leitung der Kindertageseinrichtung festzulegen.
  • Es gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung, das heißt, zwischen den Erwachsenen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist von Erwachsenen eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Geeignete Vorkehrungen zur Hygiene sind zu treffen und die Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen.
  • Es sind landesweit Gruppentrennungen umzusetzen, d.h. fest zugeordnete Räumlichkeiten, eine feste Zusammensetzung (immer dieselben Kinder) und in der Regel ein fester Personalstamm. Die verschiedenen Gruppen sollen keinen unmittelbaren Kontakt zueinander haben. Das gilt für den gesamten pädagogischen Alltag, die Bring- und Abholsituation, in der Randzeitenbetreuung, für die Nutzung der Räume, bei den Schlafzeiten und Verpflegungssituationen. Die maximale Größe der einzelnen Gruppen entspricht den jeweiligen max. Gruppengrößen nach der Anlage zu § 33 KiBiz. Geschwisterkinder sollen in der Regel in einer Gruppe betreut werden. (Teil-)Offene Konzepte dürfen nicht umgesetzt werden.
  • Um die Gruppentrennung umsetzen zu können, wird landesweit der Betreuungsumfang in Kindertageseinrichtungen für jedes Kind um 10 Wochenstunden eingeschränkt. Soweit die jeweiligen Personalressourcen dies zulassen eine Überlastung der Gesamtsituation in der Einrichtung ausgeschlossen werden kann, sind auch höhere Betreuungsumfänge möglich. Über die jeweilige Ausgestaltung entscheidet die Einrichtung bzw. der Träger.
  • Es gelten die Personalstandards des KiBiz in Verbindung mit der Personalverordnung.

Kindertagespflege:

  • Es wird der dringende Appell aufrechterhalten, dass Eltern ihre Kinder, im Sinne der Kontaktvermeidung, wann immer möglich, selber betreuen.
  • Es gelten die Vorgaben der Coronabetreuungsverordnung, das heißt, zwischen den Erwachsenen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, ist von Erwachsenen eine Schutzmaske zu tragen. Geeignete Vorkehrungen zur Hygiene sind zu treffen und die Rückverfolgbarkeit ist sicherzustellen.
  • In der Kindertagespflege erfolgt die Betreuung der Kinder grundsätzlich im zeitlichen Umfang der Betreuungsverträge. In der Großtagespflege sollte nach Möglichkeit eine räumliche Trennung der Kindertagespflegepersonen mit den ihnen zugeordneten Kindern für die gesamte tägliche Betreuungszeit eingehalten werden.

Eltern sollen entlastet werden

Angesichts der Coronavirus-Pandemie kann der bestehende Anspruch in manchen Fällen nicht ausreichen. Deshalb wird gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil bzw. 20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende gewährt wird. Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt bzw. der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt ist.

Minister Dr. Stamp hat sich mit dem Finanzminister Lienenkämper darauf verständigt, dass im Monat Januar die Elternbeiträge landesweit ausgesetzt werden sollen. Die Form der Erstattung/Art der Abrechnung kann von Kommune zu Kommune unterschiedlich sein. Die Verfahren werden aktuell geklärt, dies kann jedoch etwas Zeit in Anspruch nehmen

Weitere wichtige Informationen zum Coronavirus

Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet. copyright: Envato / dolgachov
Für Fragen rund um den Corona-Virus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet.
copyright: Envato / dolgachov

ACHTUNG: Bis mindestens 31.01.2020 gibt es einen bundesweiten Lockdown in Deutschland. Alle Infos und die neuen Maßnahmen haben wir hier in einer Übersicht bei CityNEWS für Sie zusammengestellt! Bitte beachten Sie, dass Sie Informationen zu den aktuell in NRW geltenden Regelungen hier finden! Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellsten Stand entsprechen und es auch zu lokalen Abweichungen wie z. B. in Köln kommen kann.

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen, Zahlen, Daten, Statistiken und Neuigkeiten rund um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um Corona eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr zu erreichen.