Coronavirus: So geht es jetzt mit Lockerungen, neuen Maßnahmen und Regeln weiter

Coronavirus: So geht es jetzt mit Lockerungen, neuen Maßnahmen und Regeln weiter copyright: Envato / halfpoint
Coronavirus: So geht es jetzt mit Lockerungen, neuen Maßnahmen und Regeln weiter
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Letzte Aktualisierung am 20.06.2021: Die NRW-Landesregierung hat die Coronaschutz-Verordnung aktualisiert. Die neuen Regeln sollen im Zusammenwirken mit dem fortschreitenden Schutz der Bevölkerung durch das Impfen Rahmenbedingungen für das öffentliche und private Leben setzen, die einerseits eine schrittweise größtmögliche Normalisierung aller Lebensbereiche ermöglichen und andererseits einen Wiederanstieg der Infektionszahlen und daraus resultierende gesundheitliche Gefahren und neuerliche Einschränkungen nachhaltig vermeiden. CityNEWS erklärt hier was dies nun bedeutet und welche Corona-Regeln in NRW gelten.

Mit vorsichtigen Öffnungsschritten für Kreise und kreisfreie Städte mit stabilen 7-Tage-Inzidenzen von unter 100 und weiteren Öffnungsschritten bei stabilen 7-Tages-Inzidenzen von 50 oder weniger bzw. von 35 oder weniger geht es in NRW nun in der Corona-Pandemie weiter. Auch für besonders infektionsrelevante Angebote wie Großveranstaltungen und Diskotheken wird bei nachhaltig niedrigen Infektionszahlen eine zeitliche Perspektive eröffnet (ab 01.09.2021). Die Öffnungsschritte werden weiterhin durch grundsätzliche Schutzmaßnahmen wie die Abstandsregeln, die Maskenpflicht und die Vorlage eines Testnachweises abgesichert

ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen und es zu lokalen Abweichungen kommen kann. In Köln gelten z.B. weitere zusätzliche Sonderregelungen. Diese lokalen Maßnahmen haben wir für Sie hier zusammengefasst!

Neue Corona-Regeln ab 21.06.2021

Das Land NRW passt die Corona-Schutzregeln an und hebt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in weiten Teilen auf. Das gilt auch für Schulhöfe beziehungsweise das Außenschulgelände. Die neuen Regelungen treten zum Montag, 21. Juni 2021, in Kraft. Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen und es zu lokalen Abweichungen kommen kann. In Köln gelten z.B. weitere zusätzliche Sonderregelungen. Diese lokalen Maßnahmen in Köln haben wir für Sie hier zusammengefasst!

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: “Ab Montag gilt die Grundregel: Draußen muss in der Regel keine Maske getragen werden, es sei denn, man kann die Abstände nicht einhalten. Die weiterhin stark sinkenden Inzidenzen erlauben es uns, diesen Schritt zu gehen. Ab Montag werden wir voraussichtlich in allen Kreisen und kreisfreien Städten die Inzidenzstufe 1 erreichen. Das ist sehr erfreulich. Da wo viele Menschen zusammenkommen, ist die Maskenpflicht aber weiterhin das Gebot der Stunde. Die Zweitimpfungs-Quote steigt zwar rasant, aber noch haben wir keine Herdenimmunität erreicht. Solange heißt es: Wachsam sein.”

Ab dem 21. Juni 2021 gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien in Regionen der Inzidenzstufe 1 nur noch da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:

  • in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern.
  • bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes.
  • dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen.

In den Fällen, in denen weiterhin Masken getragen werden müssen, ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend.

Weitere Regel-Anpassungen ab 21.06.2021 in NRW

Darüber hinaus ergeben sich für die Inzidenzstufe 1 aufgrund der weiter positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens die folgenden Erleichterungen:

  • Bei Angeboten wie Fahrschulen etc. ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Es ist keine FFP2-Maske mehr erforderlich.
  • Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, sofern negative Testnachweise vorliegen. Somit sind auch Gruppenangebote (z.B. Aerobic-Kurse) wieder mit mehr Personen und geringeren Abständen zulässig.
  • Freizeitangebote im Freien (insbesondere Zoos) können wieder ohne Terminbuchung und Kontaktdatenerfassung wahrgenommen werden.
  • Sitzungen, Tagungen und Kongresse können mit mehr als 1.000 Teilnehmern im Freien stattfinden. In Innenräumen sind Veranstaltungen dieser Größenordnung ab dem 1. September 2021 mit Hygienekonzept wieder erlaubt.

Die Verpflichtungen zum Tragen einer Schutzmaske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich weiterhin bestehen, wobei aber die Maske bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung an festen Sitz- oder Stehplätzen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen abgenommen werden darf, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden.

Corona-Lockerungen auch an Schulen in NRW

Darüber hinaus wird ab 21. Juni 2021 auch für Schulen die Verpflichtung zum Tragen einer Maske im Freien aufgehoben. Damit entfällt insbesondere für Schüler in den Pausen auf dem Schulhof die Maskenpflicht. NRW-Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer: “Die Landesregierung hat versprochen, Infektionsschutzmaßnahmen zurückzunehmen, sobald es das Infektionsgeschehen zulässt. Mit zwei verpflichtenden Corona-Tests pro Woche, strengen Vorgaben für die Hygiene und der weiter fortschreitenden Impfung von Lehrerinnen und Lehrern gehören unsere Schulen zu den am besten geschützten Orten. Bei den aktuell niedrigen Infektionszahlen und der geringen Ansteckungsgefahr an der frischen Luft ist die Aufhebung der Maskenpflicht draußen auf dem Schulgelände verantwortungsvoll und angemessen.”

Im Schulgebäude und im Klassenzimmer gilt die Maskenpflicht unverändert fort. Diese Regelung gilt vorerst bis zu den Sommerferien. Ministerin Gebauer: “Die Landesregierung wird das Infektionsgeschehen weiter genau beobachten und die Maßnahmen für die Hygiene und den Infektionsschutz kontinuierlich daraufhin überprüfen, ob sie angemessen und wirksam sind. Wir bleiben vorsichtig. Die Infektionszahlen gehen zurück, das ist sehr positiv, aber die Pandemie ist noch nicht vorbei.”

Fragen und Antworten zu den neuen Corona-Regeln

Gibt es Ausnahmen von den neuen Corona-Regelungen?

Ja, in bestimmten Kommunen können die neuen Corona-Regelungen in NRW abweichen, wie z.B. in Köln. Bitte informieren Sie sich bei den lokalen zuständigen Behörden vor Ort diesbezüglich.

Welche Kontaktbeschränkungen gelten nun?

Erlaubt sind Treffen zwischen beliebig vielen Personen des eigenen Haushalts und vier weiteren Haushalten. Außerdem können sich bis zu 100 Personen mit negativen Test aus beliebigen Haushalten treffen. Geimpfte oder Genesene können auch aus weiteren Haushalten dazukommen. Sind alle zusammenkommenden Personen nach den dafür geltenden Vorschriften als geimpft oder genesen anzusehen, so besteht für diese Zusammenkunft keine Begrenzung der Personenzahl oder Haushalte.

Wo muss ich in Inzidenzstufe 1 im Freien noch eine Maske tragen?

Ab dem 21. Juni 2021 gilt: Für Kreise und kreisfreie Städte der Inzidenzstufe 1 (stabile 7-Tages-Inzidenz von höchstens 35) gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske im Freien nur noch da, wo typischerweise wegen hoher Personendichte das Einhalten von Abständen schwerfällt:

  • in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern.
  • bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes.
  • dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen.

In den Fällen, in denen weiterhin Masken getragen werden müssen, ist das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Die Verpflichtungen zum Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen bleiben grundsätzlich auch in Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 weiterhin bestehen.

Ab 21. Juni 2021 gilt hier jedoch für Bildungs-, Kultur-, Sport- und anderen Veranstaltungen: Bei ausreichender Lüftung oder Luftfilterung darf die Maske an festen Sitz- oder Stehplätzen abgenommen werden, wenn näher bestimmte weitere Schutzmaßnahmen (zu Testnachweisen, Abstand und Rückverfolgbarkeit) eingehalten werden.

Was gilt für den Einzelhandel?

Im Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient (Supermärkte, Lebensmittelläden etc.) fällt das Prinzip des “click & meet” weg. Auch ein Test ist vor dem Besuch des Geschäfts nicht mehr nötig. Für Geschäfte mit einer Fläche über 800 Quadratmeter ist nun eine Person je 10 Quadratmeter anstelle von 20 Quadratmetern erlaubt.

Ab dem 1. September 2021 sind auf Jahrmärkten und Spezialmärkten Negativtest-Nachweise nicht mehr erforderlich.

Was gilt für Kultureinrichtungen?

Veranstaltungen außen und innen sind mit maximal 1.000 Personen möglich. Die Besucherinnen und Besucher müssen über ein negatives Testergebnis verfügen. Die Mindestabstände müssen eingehalten werden.

Ab 1. September 2021 sind Musikfestivals mit bis zu 1.000 Zuschauern mit Test und genehmigtem Konzept wieder möglich. Nicht-berufsmäßiger Probenbetrieb ist innen mit 30 bzw. 50 Personen mit Test und mit Gesang und Blasinstrumenten erlaubt.

Welche weiteren Erleichterungen gelten für Bildungsangebote?

Eine Maske am Sitzplatz ist bei ausreichender Belüftung und Luftfilterung nicht mehr erforderlich. Wenn die Inzidenz im ganzen Land unter 35 sinkt, sind auch Tests nicht mehr notwendig.

Welche Angebote sind für Kinder und Jugendliche möglich?

Gruppenangebote können innen mit maximal 30 jungen Menschen stattfinden, außen mit 50 jungen Menschen und ohne Test. Auch innen kann hier auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden.

Welche Änderungen gibt es für den Sportbereich?

Kontaktsport ist mit bis zu 100 Personen möglich. Voraussetzung ist ein negativer Test. Über 1.000 Zuschauer, höchstens aber ein Drittel der regelmäßigen Zuschauerkapazität sind auf Sportanlagen ohne Test wieder erlaubt. Innen sind bis zu 1.000 Zuschauer, höchstens aber ein Drittel der regelmäßigen Zuschauerkapazität mit Test und Sitzplan erlaubt.

Ab dem 21. Juni 2021 gilt: Bei kontaktfreien Sportangeboten in geschlossenen Räumen können Mindestabstände aufgehoben werden, sofern negative Testnachweise vorliegen. Somit sind auch Gruppenangebote (beispielsweise Aerobic-Kurse) wieder mit mehr Personen und geringeren Abständen zulässig.

Zum 1. September 2021 sind dann auch Sportfeste mit genehmigtem Konzept und Testpflicht ohne Personenbegrenzungen wieder möglich.

Welche Änderungen gibt es bei den Freizeiteinrichtungen?

Freibäder können wieder ohne Tests besucht werden. Bordelle und ähnliche Einrichtungen dürfen wieder öffnen. Eine Testpflicht ist notwendig. Clubs und Diskotheken dürfen ihre Außenbereiche für bis zu 100 Personen wieder öffnen. Ein negativer Test ist aber erforderlich.

Ab dem 1. September 2021 und wenn die Landesinzidenz bei 35 oder darunter liegt, dürfen Clubs und Diskotheken ihre Innenbereiche ohne Personenbegrenzung öffnen. Ein genehmigtes Konzept und ein negativer Test sind hier aber weiterhin notwendig.

Was gilt für Märkte und Messen?

Ab dem 1. September 2021 können Jahr- und Spezialmärkte ohne negativen Test wieder besucht werden.

Was gilt für Fahrschulen?

Der Betrieb von Fahrschulen, Flugschulen und Bootsschulen ist zulässig. Das Erfordernis des Mindestabstands gilt nicht für den praktischen Unterricht, wobei sich im Fahrzeug oder im Cockpit des Flugzeugs nur Schüler, Lehrer, Lehreranwärter sowie Prüfungspersonen aufhalten dürfen und diese eine Maske tragen müssen.

Ab 21. Juni 2021 ist dabei in Kreisen und kreisfreien Städten der Inzidenzstufe 1 das Tragen einer medizinischen Maske ausreichend. Es ist keine FFP2-Maske mehr erforderlich.

Was gilt für die Gastronomie?

Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Kneipen, Cafés, Kantinen, Mensen und anderen gastronomischen Einrichtungen ist im Außenbereich ohne Test möglich. Der Innenbereich darf bei einer Landesinzidenz von 35 oder darunter wieder ohne Negativtest-Nachweis genutzt werden.

Was gilt für Hotels?

Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gäste mit negativem Testergebnis beherbergen. Hotels können für Gäste mit Negativtest-Nachweis ohne Kapazitätsbegrenzung öffnen. Die gastronomische Versorgung der Gäste ist uneingeschränkt möglich.

Dürfen wieder große Volksfeste stattfinden?

Ja, ab dem 1. September 2021. Dann sind Volksfeste, Schützenfeste, Stadtfeste usw. bis zu 1.000 Besucher mit Negativtest-Nachweis und genehmigtem Konzept erlaubt. Liegt die Landesinzidenz bei 35 oder darunter, fällt auch die Besucherbegrenzung.

Was gilt für Gensene und vollständig geimpfte Personen?

Wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, stehen Geimpfte und Genesene negativ Getesteten gleich. Soweit für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Hausstände festgesetzt ist, werden Geimpfte und Genesene nicht mitgerechnet.

Voraussetzung ist bei Geimpften ein vollständiger Impfschutz, bei den meisten Impfstoffen also der Erhalt von zwei Impfungen. Außerdem muss die abschließende Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen (damit sich die Immunisierung voll herausgebildet hat).

Bei Genesenen ist Voraussetzung, dass die Erkrankung mindestens 28 Tage zurückliegt (damit keine Ansteckungsgefahr mehr besteht), aber höchstens 6 Monate zurückliegt (da danach möglicherweise keine hinreichende Immunisierung mehr gegeben ist). Hat der Genesene allerdings zusätzlich auch mindestens eine Impfung erhalten, fällt die Begrenzung auf 6 Monate weg.

Sind private Feiern wieder erlaubt?

Ja, private Veranstaltungen sind auch in Form von Partys und vergleichbaren Feiern ohne Mindestabstand mit bis zu 100 Gästen im Freien und mit bis zu 50 Gästen in Innenräumen mit Negativtest-Nachweis zulässig.

Sind Sitzungen, Tagungen und Kongresse möglich?

In geschlossenen Räumlichkeiten sind Sitzungen, Tagungen und Kongresse mit bis zu 1.000 Teilnehmern möglich. Voraussetzung sind ein negativer Corona-Test und sichergestellte besondere Rückverfolgbarkeit.

Im Freien können Sitzungen, Tagungen und Kongresse mit mehr als 1.000 Teilnehmern (höchstens aber einem Drittel der regulären Kapazität des Veranstaltungsortes) im Freien stattfinden. Eine einfache Rückverfolgbarkeit ist erforderlich, ein negativer Corona-Test ist nicht erforderlich.

Ab dem 1. September 2021 sind (in der Inzidenzstufe 1) auch in Innenräumen wieder Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern erlaubt (mit Hygienekonzept).

Neue Corona-Regelungen in NRW mit drei Inzidenzstufen

Bei Inzidenzwerten von über 100, gelten wie bisher auch die Regelungen der Notbremse. Bei Inzidenzwerten in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt von stabil unter 100 bis 50,1 gelten bereits seit dem 15.05.2021 zahlreiche Öffnungsschritte; diese werden in der nun erfolgten Überarbeitung der Coronaschutzverordnung der Stufe 3 zugeordnet und an einigen Stellen erweitert. Die neue Stufe 2 gilt für Kreise und kreisfreie Städte mit Inzidenzwerten von 50 bis 35,1. Die neue Stufe 1 gilt für Kreise und kreisfreie Städte mit Inzidenzwerten von 35 oder weniger.

In allen drei Stufen sind die Öffnungsschritte weiterhin an Schutzvorkehrungen geknüpft, um Sicherheit zu schaffen und um den Schutzwall vor einer unerkannten Neuausbreitung von (Mutations-)Infektionen zu festigen. Wie im Bundesinfektionsschutzgesetz festgelegt, stehen Geimpfte und Genesene (Immunisierte) negativ Getesteten gleich. Soweit für Zusammenkünfte und Veranstaltungen eine Höchstzahl zulässiger Personen oder Haushalte festgesetzt ist, werden immunisierte Personen nicht eingerechnet. Auch für Geimpfte und Genesene gelten jedoch weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen, etwa die Maskenpflicht.

CityNEWS gibt hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund zu den neuen Regelungen für Geimpfte und Corona-Genesenen!

Übersicht: Was gilt bei welchen Inzidenzen in NRW?

Liegen die Inzidenzwerte in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt stabil unter 100, erfolgen gemäß der Coronaschutz-Verordnung des Landes NRW Öffnungsschritte in einem dreistufigen Verfahren. Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von über 100 gelten in Kreisen und kreisfreien Städten weiterhin die Regelungen der sogenannten Bundesnotbremse. Folgende drei Stufen sieht die Coronaschutz-Verordnung in NRW vor:

ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen und es zu lokalen Abweichungen kommen kann. In Köln gelten z.B. weitere zusätzliche Sonderregelungen. Diese lokalen Maßnahmen haben wir für Sie hier zusammengefasst!

ACHTUNG: Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen und es zu lokalen Abweichungen kommen kann. In Köln gelten z.B. weitere zusätzliche Sonderregelungen. Diese lokalen Maßnahmen haben wir für Sie hier zusammengefasst!

Abschlussfeiern dürfen wieder in Schulen stattfinden

Zum Ende dieses Schuljahres sind in NRW Abschlussfeiern wieder in der Schule erlaubt. Das Ministerium für Schule und Bildung hat die Schulen darüber informiert, dass die aktuellen Regelungen der Coronaschutz-Verordnung und der Coronabetreuungs-Verordnung die Möglichkeit bieten, Veranstaltungen zur Zeugnisübergabe für Abschlussjahrgänge sowie Abschiedsfeiern für Grundschüler durchzuführen. Eltern können bei allen Veranstaltungen dabei sein. Darüber hinaus können die Grundschulen bereits jetzt Einschulungsfeiern zum kommenden Schuljahr planen.

Die Durchführung der Abschlussfeiern richtet sich nach der 7-Tage-Inzidenz im Kreisgebiet bzw. in der kreisfreien Stadt:

  • 7-Tages-Inzidenz bis 35: in geschlossenen Räumen bis zu 1.000 Teilnehmern; im Freien auch mehr
  • 7-Tages-Inzidenz von über 35 bis 50: in geschlossenen Räumen und im Freien bis zu 500 Teilnehmern
  • 7-Tages-Inzidenz über 50: in geschlossenen Räumen bis zu 250 Teilnehmer; im Freien bis zu 500

Bei allen Veranstaltungen sind zwei erwachsene Begleitpersonen ausdrücklich zugelassen. Es sind die bekannten Infektionsschutzmaßnahmen einzuhalten, wie das Tragen von Masken, die Einhaltung von Mindestabständen und die Vorlage eines negativen Corona-Testergebnisses. Veranstaltungen wie Abibälle, die von Schülern in Eigenregie organisiert werden, sind keine schulischen Veranstaltungen und fallen nicht unter die beschriebenen Regelungen, sondern liegen in der Verantwortung der jeweiligen Veranstalter. Weitere Infos finden sich in der Schulmail vom 9. Juni 2021.

Aufhebung der Corona-Impf-Priorisierung

Mit Blick auf die Aufhebung der Priorisierung bei Corona-Impfungen zum Montag, 7. Juni 2021, weist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium darauf hin, dass in den Impfzentren bis mindestens Mitte Juni 2021 keine Termine für Erstimpfungen zur Verfügung stehen.

Daher werden auch ab dem 7. Juni 2021 zunächst keine Terminfenster in den Buchungsportalen der Kassenärztlichen Vereinigungen zur Verfügung gestellt. Sobald wieder neue Terminfenster freigegeben werden können, wird das Ministerium dies frühzeitig kommunizieren.

Grundsätzlich ist die Impfkampagne ab dem 7. Juni 2021 in einem Dreiklang organisiert:

Impfzentren

Das Land NRW ist für die Impfzentren zuständig und stellt diesen fortlaufend Impfdosen zur Verfügung. Der Bund beschafft den Impfstoff. Die Länder erhalten im Juni pro Woche vom Bund für Erst- und Zweitimpfungen fortlaufend rund 2,5 Millionen Impfdosen der Firmen BioNTech, AstraZeneca und Moderna und bislang in geringeren Mengen auch Johnson & Johnson. Nordrhein-Westfalen erhält davon etwa 530.000 Impfdosen pro Woche.

Arztpraxen

Die nordrhein-westfälischen Arztpraxen (ab 7. Juni 2021 auch privatärztliche Praxen) werden vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen versorgt. Zuständig für die Verteilung ist der Bund. Sie können grundsätzlich – je nach Verfügbarkeit – Impfdosen von BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson direkt über dieses System bestellen.

Ab dem 7. Juni 2021 werden auch die Kinder- und Jugendärzte in die Impforganisation einbezogen. Sie können ab diesem Zeitpunkt ebenfalls Impfdosen für Kinder- und Jugendliche ab 12 Jahren bestellen. Dafür steht der Impfstoff der Firma BioNTech zur Verfügung, der in der letzten Woche von der Europäischen Arzneimittelbehörde für diese Altergruppe zugelassen wurde.

Grundsätzlich erfolgen die Impfungen in Arztpraxen in eigener Verantwortung. Daher bleibt es auch ab dem 7. Juni 2021 den jeweiligen Arztpraxen überlassen, in welcher Reihenfolge und an welche Patienten Impftermine auf Grundlage der zur Verfügung stehenden Impfdosen vergeben werden.

Betriebsärzte

Betriebsärzte werden ab dem 7. Juni 2021 neu in die Impforganisation mit einbezogen. Sie werden ebenfalls vom Bund über die Apotheken und den pharmazeutischen Großhandel mit Impfdosen beliefert. Zuständig für die Verteilung ist demnach der Bund. Betriebsärzte impfen grundsätzlich in eigener Verantwortung.

Seitens des Landes wird den Betriebsärzten ermöglicht, ihr Impfstoffkontingent an ein Impfzentrum nach Wahl liefern zu lassen. In Absprache zwischen Betriebsarzt und Impfzentrum können im Vorfeld Termine oder Zeitfenster für die Impfung der jeweiligen Betriebsangehörigen vereinbart werden, die sodann aus dem Impfstoffkontingent des Betriebsarztes im Impfzentrum geimpft werden.

Die Durchführung der Impfungen erfolgt in Kooperation zwischen den Impfzentren und den jeweiligen Betriebsärzten. Reguläre Impfungen in den Impfzentren werden dadurch nicht beeinträchtigt. Auf diese Weise wird den Betriebsärzten ermöglicht, trotz fehlender räumlicher und personeller Ressourcen die Impfungen für “ihre” Betriebe ohne großen Aufwand sicherzustellen. Damit sollen insbesondere kleinere und mittlere Betriebe unterstützt werden.

Kinderbetreuung kehrt in den Regelbetrieb zurück

Ab dem 07.06.2021 kehrt die Kindertagesbetreuung in NRW landesweit in den Regelbetrieb zurück. Im Regelbetrieb sind die rechtlichen Regelungen wieder gültig, d.h. alle Kinder haben einen uneingeschränkten Betreuungsanspruch im vertraglich vereinbarten Betreuungsumfang, pädagogische Konzepte können vollumfänglich umgesetzt werden. Die verbindliche Gruppentrennung ist aufgehoben. Es gelten weiterhin die Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen der Coronabetreuungs-Verordnung.

Der Schritt zurück zum Regelbetrieb wird weiter von einem umfangreichen Testangebot begleitet. Das freiwillige Testangebot für Kinder und Beschäftigte sowie Kindertagesbetreuungspersonen wird fortgesetzt. Allen Kindern und Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung sowie den Kindertagespflegepersonen werden landesseitig weiterhin pro Woche jeweils 2 Tests zur Verfügung gestellt. Ab sofort erhalten die Einrichtungen und Kindertagespflegepersonen die kindgerechteren Lolli-Tests zur Eigenanwendung durch die Eltern.

Das landesweite Infektionsgeschehen und dessen Auswirkungen auf die Kindertagesbetreuung wird weiterhin genau beobachtet, und auf Entwicklungen wird reagiert, wenn dies erforderlich ist. Dies kann auch eine erneute Einschränkung der Betreuungszeiten beinhalten.

Die Regelungen der Notbremse für Einrichtungen der Kinderbetreuung gelten weiter, das heißt über einer 7-Tage-Inzidenz von 165 an 3 aufeinanderfolgenden Tagen gilt ab dem übernächsten Tag die bedarfsorientierte Notbetreuung.

Stand: 20.06.2021

Downloads der aktuellen Verordnungen

Weitere wichtige Informationen zum Coronavirus

Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet. copyright: Envato / dolgachov
Für Fragen rund um den Corona-Virus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet.
copyright: Envato / dolgachov

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen, Zahlen, Daten, Statistiken und Neuigkeiten rund um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln.

Bitte beachten Sie, dass durch die dynamische Lage möglicherweise bestimmte Passagen nicht unbedingt dem aktuellen Stand entsprechen. Auch kann es zu lokalen Abweichungen wie z. B. in Köln kommen.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um Corona eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, sowie samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr für Fragen zu Corona zu erreichen.