Coronavirus: So geht es jetzt mit Lockerungen, neuen Maßnahmen und Regeln weiter

Coronavirus: So geht es jetzt mit Lockerungen, neuen Maßnahmen und Regeln weiter copyright: Envato / halfpoint
Coronavirus: So geht es jetzt mit Lockerungen, neuen Maßnahmen und Regeln weiter
copyright: Envato / halfpoint

Letzte Aktualisierung am Freitag, 05.06.2020: Die deutsche Bundesregierung unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zusammen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer weitere Lockerungen und neue Regelungen sowie Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Ein weiterer Schritt aus dem sogenannten Shut-Down, der das öffentliche Leben nicht nur in Köln fast völlig zum Stillstand gebracht hatte.

Die Wirtschaft in der Region brauchte dringend einen Hoffnungsschimmer, wann ein wenig Normalität in den Bereichen Handel, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Dienstleistungen zurückkehren wird. Und auch die Bürger benötigten einen Exit-Plan, um wieder mit Familien und Freunden gemeinsam zusammenkommen zu können. Ebenso brauchte es Strategien für die Kinder, Schüler und Studenten wie und wann es in den Kindergärten, Schulen sowie  Universitäten weitergeht.

Alle bereits beschlossenen Maßnahmen und Regeln bleiben insofern weiterhin bestehen und werden durch die folgenden Änderungen ergänzt bzw. angepasst.

Übersicht: Neue Maßnahmen und Regeln

Letzte Aktualisierung am Freitag, 05.06.2020: Mit den beschlossenen neuen Regelungen, ist ein weiterer Schritt für das Hochfahren angestoßen, der sich allerdings jederzeit wieder ändern könnte. CityNEWS gibt hier eine Übersicht zu den neuen Lockerungen und den aktuell geltenden Maßnahmen und Regeln in Zeiten der Corona-Krise. Wir aktualisieren diese Übersicht immer sobald weitere oder aktuellere Informationen vorliegen. Die aufgeführten Regelungen können je nach Bundesland und auch je nach Stadt / Kommune abweichen, wir haben hier die allgemein gültigen Richtlinien für Köln / NRW zusammengefasst.

Beschlossen wurde u. a., dass wenn in einem Landkreis mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten 7 Tage registriert werden, erneut lokale Beschränkungen gelten. Zudem wurden die Kontaktbeschränkungen zwar ein wenig gelockert, dafür aber auch verlängert.

Zum 30. Mai 2020 sind weitere neue Lockerungen und Regelungen in Kraft getreten. Diese haben wir hier bei CityNEWS gesondert auch noch einmal aufgelistet.

Das darf öffnen

  • Ärzte
  • Apotheken
  • Ausstellungen
  • Autohändler
  • Bäckereien
  • Bahnhöfe
  • Banken
  • Babyfachmärkte
  • Baumärkte
  • Beauty-Salons / Kosmetiker
  • Bibliotheken
  • Buchhandlungen
  • Burgen und Schlösser
  • Campingplätze
  • Drogerien
  • Einkufszentren
  • Einrichtungshäuser
  • Fahrschulen
  • Fitnessstudios
  • Floristen
  • Freibäder und Naturbäder
  • Freizeitparks
  • Friseure
  • Friedhöfe
  • Fußpfleger
  • Galerien
  • Gartenmärkte
  • Gastronomie / Gaststätten
  • Gedenkstätten
  • Gerichte
  • Geschäfte / Einzelhandel
  • Getränkemärkte
  • Großmärkte für den Handel
  • Handwerksbetriebe
  • Hotels und Übernachtungsbetriebe
  • Kindergärten und -Betreuungen (mit Ausnahmen)
  • Kinos (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Kirchen und religiöse Einrichtungen (für Gottesdienste)
  • Kiosks
  • Konzerthallen (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Kneipen und Brauhäuser (mit Ausnahmen)
  • Lebensmittelgeschäfte
  • Massage-Studios
  • Museen
  • Musicals (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Musikschulen
  • Nagelstudios / Maniküre
  • Opernhäuser (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Parks
  • Piercing-Studios
  • Pensionen
  • Postfilialen
  • Reinigungen
  • Restaurants
  • Sanitärgeschäfte
  • Sanitätshäuser
  • Saunen (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Schulen und Bildungseinrichtungen (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Schwimm-, Hallen- und Spaßbäder (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Sonnenstudios / Solarien
  • Spielhallen
  • Spielplätze und Bolzplätze
  • Sportanlagen (mit Ausnahmen)
  • Stadtbibliotheken
  • Stadtverwaltung (nur mit Terminvereinbarung)
  • Standesamt (nur mit Terminvereinbarung)
  • Supermärkte
  • Tankstellen
  • Tattoo-Studios
  • Theater (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Therapeutische Praxen
  • Thermen (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Tierärzte
  • Tierfachmärkte
  • Tierparks
  • Universitäten / Hochschulen (mit verschiedenen Maßnahmen)
  • Volkshochschulen
  • Waschsalons
  • Wertstoff-Center
  • Wettbüros
  • Wochenmärkte
  • Zeitungsverkauf
  • Zoos

Für die Öffnung gilt die Beachtung der strengen Hygiene-, Infektionsschutz- und Abstands-Richtlinien. So sind alle Einrichtungen verpflichtet, Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Eintritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen.

Das bleibt geschlossen

Das ist verboten

Das ist eingeschränkt

  • Besuche in Krankenhäusern
  • Besuche in Altenheime und Pflegeeinrichtungen
  • Diverse Kultur- und Freizeit-Einrichtungen
  • Gottesdienste und Veranstaltungen für Gläubige
  • Grenzübertritte / Reisen (bis 15.06.2020)
  • Kinderbetreuung
  • Kontaktbeschränkungen
  • Schulen und Bildungseinrichtungen
  • Sportliche Aktivitäten
  • Termine und Besuche bei städtischen Einrichtungen
  • Versammlungen und Demonstrationen

Stand: 05.06.2020

Das gilt jetzt in Köln (05.06.2020)

Die wichtigsten Infos, die insbesondere in Köln seit dem 27. April 2020 bzw. zusätzlich ab 4. Mai 2020 und mit Ergänzungen vom 6. Mai bzw. 30. Mai 2020 gelten, haben wir hier für Sie zusammengefasst. Die rechtlich verbindlichen Details finden Sie in der aktuellen Rechtsvorschrift des Landes NRW sowie hier in unserer zusammengefassten Übersicht.

Einzelhandel

Geschäfte jeglicher Größe dürfen wieder öffnen, seit 11. Mai 2020 ist die zuvor geltende Größenbeschränkung aufgehoben. Die strikte Einhaltung der Hygieneregeln, die Steuerung des Zutritts zur Vermeidung von Warteschlangen und eine Begrenzung der Personenzahl in den Geschäften sind aber in jedem Fall sicherzustellen. Dabei darf sich nur 1 Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche im Laden befinden. Seit Montag, 27. April 2020 gilt eine Masken-Pflicht in Geschäften zum Schutz vor Corona.

Seit 4. Mai 2020 dürfen zudem Friesure und Fußpfleger wieder ihre Dienstleistungen anbieten. Seit 11. Mai 2020 dürfen auch Nagelstudios, Beauty-Salons / Kosmetiker und Massagestudio öffnen, wenn dabei strenge Hygiene- und Infektionsstandards eingehalten werden. Sonnenstudios / Solarien dürfen ebenfalls ab 11. Mai 2020 wieder öffnen. Auch hier gelten strenge Hygiene- und Schutzvorschriften, zudem muss auf eine möglichst kontaktarme Erbringung der Dienstleistung geachtet werden. Die genauen Schutzmaßnahmen finden sich in der aktuellen Coronaschutz-Verordnung. Tattoo-Studios und Piercing-Studios dürfen ebenfalls ab 20.05.2020 wieder öffnen. 

Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Geschäfte des Großhandels dürfen über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus weiter an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen. Apotheken dürfen an Sonn- und Feiertagen generell öffnen.

Fahrschulen

Bei Fahrschulen gilt laut NRW-Gesundheitsminister Laumann, dass der theorethische Unterricht – soweit wie möglich – über die digitalen Kanäle erfolgen soll. Ist dies nicht möglich, müssen die geltenden Abstands- und Hygienerichtlinien eingehalten werden. Bei den Praxisstunden gilt, dass Fahrlehrer und Schüler einen Maskenschutz tragen müssen und sich auch nur max. 2 Personen (Fahrlehrer und Schüler) im Fahrzeug befinden dürfen.

Friedhöfe

In der neuen Coronaschutzverordnung lässt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales nun wieder Erd- und Urnenbestattungen ohne Begrenzung des Teilnehmerkreises zu, wenn die Vorkehrungen zur Hygiene und zum Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Dementsprechend werden auch auf den Kölner Friedhöfen wieder größere Trauergemeinden zugelassen. Die Mindestabstände sind aber in jedem Fall unbedingt einzuhalten.

Die 46 Kölner Trauerhallen auf den städtischen Friedhöfen sind seit Montag, 27.04.2020, wieder geöffnet. Pro 10 Quadratmeter Trauerhallenfläche darf 1 Person teilnehmen. Ein Abstand von 2 Metern ist bei der Bestuhlung sicherzustellen. Alle Anwesenden müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.  

Friseure

Seit dem 4. Mai 2020 dürfen auch Friseure wieder öffnen. Diese müssen allerdings eine persönliche Schutzausrüstung nachweisen.

Bei Friseuren gelten folgende Auflagen zur Öffnung ihrer Geschäfte seit dem 4. Mai 2020:

  • Dienstleistungen, bei denen Friseure dem Gesicht des Kunden besonders nah kommen, bleiben bis auf weiteres verboten, z.B. Augenbrauen- und Wimpernfärben, Augenbrauenzupfen, Gesichtskosmetik, Rasieren oder Bartpflege.
  • Kunden und Angestellte mit Symptomen einer Atemwegsinfektion dürfen Friseursalons nicht betreten.
  • Die Kontaktdaten der Kunden müssen dokumentiert werden.
  • Kunden und Friseure müssen einen Mund-Nase-Schutz tragen.
  • Friseure müssen Einweghandschuhe tragen und diese bei jedem neuen Kunden wechseln.
  • Materialien und Geräte wie Scheren und Kämme sind nach jedem Kunden mit einem fettlösenden Reiniger zu säubern.

Seit dem 11. Mai 2020 dürfen auch Nagelstudios, Beauty-Salons / Kosmetiker und Massagestudio öffnen, wenn dabei strenge Hygiene- und Infektionsstandards eingehalten werden. Friseure und Fußpfleger dürfen ihrer Tätigkeit bereits seit 4. Mai 2020 wieder nachgehen. Sonnenstudios / Solarien dürfen ebenfalls ab 11. Mai 2020 wieder öffnen. Auch hier gelten strenge Hygiene- und Schutzvorschriften, zudem muss auf eine möglichst kontaktarme Erbringung der Dienstleistung geachtet werden. Die genauen Schutzmaßnahmen finden sich in der aktuellen Coronaschutz-Verordnung. Tattoo-Studios und Pericing-Studios dürfen zum 20.05.2020 ebenfalls wieder öffnen. 

Fußball-Bundesliga

Die Fußball-Bundesliga soll ab dem 16. Mai 2020 wieder ohne Zuschauer in den Stadien starten können. Die Saison wird in beiden Ligen mit dem 26. Spieltag fortgesetzt, die weiteren Spieltage folgen in der ursprünglich vorgesehenen Reihenfolge. Es ist geplant, dass der jeweils letzte Spieltag von Bundesliga bzw. 2. Bundesliga am 27. beziehungsweise 28. Juni 2020 ausgetragen wird.

Hier haben wir für Sie die Spielpläne der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga zum kostenlosen Download.

Im Zuge der Anpassungen des Rahmenterminkalenders für den Spielbetrieb der Frauen und Männer hat der DFB auch die Termine der verbliebenen Spiele in den DFB-Pokalwettbewerben festgelegt. Als Datum für das DFB-Pokalfinale der Männer ist der 4. Juli 2020 vorgesehen, die Halbfinalspiele sollen am 9. und 10. Juni 2020 ausgetragen werden. Im DFB-Pokal der Frauen sollen die Viertelfinalpartien am 3. Juni 2020 stattfinden, die Halbfinalspiele sind für den 10. und 11. Juni 2020 vorgesehen, das Endspiel soll wie bei den Männern am 4. Juli 2020 durchgeführt werden.

Die Fußball-Fans können die Wiederaufnahme der Fußball-Bundesliga in der Konferenz-Schaltung mindestens an zwei Spieltagen live und kostenlos im Free-TV sehen. Pay-TV-Sender Sky teilte bereits mit, dass die Konferenz-Schaltung der 1. Bundesliga am Samstag und der 2. Bundesliga am Sonntag des 26. sowie 27. Spieltags auf dem frei empfangbaren Kanal Sky Sport News HD zu sehen sein wird. Ob auch Anbieter DAZN dieses Angebot den Fans machen wird ist bis dato nicht bekannt.

Fußpflege

Die Fußpflege ist seit dem 4. Mai 2020 unter strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder erlaubt. Die genauen Schutzmaßnahmen finden sich in der aktuellen Coronaschutz-Verordnung.

Gastronomiebetriebe

Seit 11. Mai 2020 dürfen alle Gastronomien im Sinne von Speisegaststätten wieder – unter Beachtung der Schutz- und Hygiene-Maßnahmen sowie Kontaktbeschränkungen im Innen- und Außenbereich  – öffnen. Ausgenommen bleiben jedoch Selbstbedienungsangebote z.B. an Buffetangeboten mit offenen Speisen. Die Gäste müssen namentlich registriert werden (um eine eventuelle Nachverfolgung gewährleisten zu können) und zum Platz gewiesen werden. Zudem muss ein Mindestabstand zwischen den einzelnen Tischen von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein. Eine Begrenzung der Personenzahl (unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen) oder Reservierungspflicht ist dabei nicht vorgesehen, solange die geltenden Bestimmungen nicht verletzt werden. Eine maximale Verweildauer der Gäste oder Begrenzung von Öffnungszeiten ist nicht vorgesehen.

In gastronomischen Betrieben sind weiterhin nur nach der Verordnung zulässige Veranstaltungen, Versammlungen und Zusammenkünfte möglich (z. B. Gremien- oder Parteisitzungen) – also bis auf weiteres keine mit geselligem Charakter (z.B. Hochzeitspartys, runde Geburtstage). Dies gilt ebenfalls für die Vermietung von Räumlichkeiten ohne gastronomischen Service (Catering oder Selbstverpflegung).

Kneipen und Brauhäuser dürfen nur dann öffnen, wenn die o. g. Regelungen eingehalten werden können.

Ausgenommen von jeglichen Öffnungen bleiben bis auf Weiteres explizit Bars, Clubs und Diskotheken sowie andere gastronomische Einrichtungen ohne Sitzgelegenheiten.

Gottesdienste und religöse Einrichtungen

In NRW dürfen Gottesdienste mit Gläubigen seit 1. Mai 2020 wieder stattfinden. Darauf hat sich das Land NRW mit den Kirchen und unterschiedlichen Religionsgemeinschaften verständigt. Eine Begrenzung der Besucher von Gottesdiensten gibt es demnach nicht. Die Kirchen haben im Gegenzug bereits zugesagt, Vorkehrungen zur Sicherung der Hygiene- und Abstandsregelungen umzusetzen.

So muss zwischen den Gottesdienstbesuchern ein Mindestabstand von zwei Metern nach allen Seiten eingehalten werden, die Besucherzahl wird entsprechend begrenzt. Auch auf die Einhaltung der geltenden hygienischen Vorsichtmaßnahmen soll strengstens geachtet werden.

“Wann weitere kirchliche Feiern wie Erstkommunionfeiern, Trauungen und Firmungen wieder normal stattfinden können, befindet sich derzeit noch in Klärung und wird zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt”, so das Erzbistum Köln.

In der neuen Coronaschutzverordnung lässt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales nun wieder Erd- und Urnenbestattungen ohne Begrenzung des Teilnehmerkreises zu, wenn die Vorkehrungen zur Hygiene und zum Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Dementsprechend werden auch auf den Kölner Friedhöfen wieder größere Trauergemeinden zugelassen. Die Mindestabstände sind aber in jedem Fall unbedingt einzuhalten.

Die 46 Trauerhallen auf den städtischen Friedhöfen sind seit 27.04.2020 wieder für Trauerfeiern geöffnet. Pro 10 Quadratmeter Trauerhallenfläche darf 1 Person teilnehmen. Ein Abstand von 2 Metern ist bei der Bestuhlung sicherzustellen. Alle Anwesenden müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.  

Großveranstaltungen

Großveranstaltungen wie z.B. Konzerte, Messen, Festivals, Weinfeste, Jahrmärkte oder Schützenfeste bleiben bis 31. August 2020 grundsätzlich untersagt. Dabei definieren die einzelnen Bundesländer selbst, ab welcher konkreten Personenzahl diese Bestimmung gilt.

Mit Zieldatum ab 30. Mai 2020 sollen Fachmessen und Fachkongresse mit Schutzkonzepten und unter Beschränkung der Besucher- und Teilnehmerzahlen wieder stattfinden können.

Bundesweit fallen somit zahlreiche Musik-Festivals wie Rock am Ring, Wacken oder Rock im Park aus, ebenso sind Publikums-Hotspots wie die Kölner Computerspielemesse gamescom mit tausenden Besuchern oder der ColognePride / CSD in Köln betroffen.

Handwerk und Dienstleistungen

Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen, soweit in den folgenden Absätzen nichts anderes bestimmt ist.

Augenoptikern, Hörgeräteakustikern, orthopädischen Schuhmachern und anderen Handwerkern mit Geschäftslokal ist dort der Verkauf von nicht mit handwerklichen Leistungen verbundenen Waren untersagt; ausgenommen ist notwendiges Zubehör. In den Geschäftslokalen sind die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zu treffen.

Seit 11. Mai 2020 dürfen auch Nagelstudios, Beauty-Salons / Kosmetiker und Massagestudio öffnen, wenn dabei strenge Hygiene- und Infektionsstandards eingehalten werden. Friseure und Fußpfleger dürfen ihrer Tätigkeit bereits seit 4. Mai 2020 wieder nachgehen. Sonnenstudios / Solarien dürfen ebenfalls seit 11. Mai 2020 wieder öffnen. Auch hier gelten strenge Hygiene- und Schutzvorschriften, zudem muss auf eine möglichst kontaktarme Erbringung der Dienstleistung geachtet werden. Die genauen Schutzmaßnahmen finden sich in der aktuellen Coronaschutz-Verordnung. Tattoo-Studios und Piercing-Studios dürfen ab dem 20.05.2020 ebenfalls wieder öffnen.

Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden. Das gleiche gilt für gesundheitsorientierte Handwerksleistungen (Hörgeräteakustiker, Optiker, orthopädischen Schuhmacher etc.), die zur Versorgung der betreffenden Person dringend geboten sind.

Hotels und Übernachtungsbetriebe

Ab 11. Mai 2020

Zum 11. Mai 2020 können Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Campingplätze (unter Wahrung der Kontaktbeschränkungen) zur touristischen Nutzung und Aufenthalt wieder öffnen.

Ab 18. Mai 2020

Ab dem 18. Mai 2020 dürfen zudem Hotels und ähnliche Einrichtungen wieder für touristische Zwecke öffnen. Dafür gelten strenge Auflagen analog zur Gastronomie mit einem verpflichtenden Hygieneschutzkonzept sowie der Gewährleistung von Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen. Der ursprünglche Starttermin der Hotels sei vom 21.05.2020 auf den 18. Mai 2020 vorverlegt worden, damit sich die Übernachtungsbetriebe auf Gäste am Himmelfahrtswochenende vorbereiten könnten, so NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart. Auch gastronomische Angebote solle es dann wieder in Hotels geben.

Ab 30. Mai 2020

Ab dem 30. Mai 2020 sind auch touristische Führungen sowie kleine Gruppen- und Busreisen wieder möglich.

Kindergärten und Kinderbetreuung

NRW-Familienminister Joachim Stamp hat einen Zeitplan zur Betreuung von Kindern in NRW vorgestellt. Die älteren Kita-Beschäftigten (Ü60) mit Vorerkrankungen werden vorerst nicht bei der Kinderbetreuung eingesetzt. “Man wolle weitere wissenschaftliche Erkenntnisse über die Übertragung von Corona-Infektionen von Kinder auf Erwachsene abwarten”, so Joachim Stamp.

Ab dem 28. Mai 2020 sollen alle Vorschulkinder wieder in die Kitas gehen können und ab dem 8. Juni 2020 soll in NRW wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb für Kitas und bei Tageseltern starten. Die neuen Regelungen gelten zunächst bis zum 31. August 2020.

Ab 14. Mai 2020

Zum 14. Mai 2020 können die Kindergärten wieder mehr Kinder betreuen. Zugang bekommen zuerst Vorschulkinder, die einen Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben, sprich Kinder mit einem besonderen Förderbedarf. Außerdem sollen alle Kinder mit Behinderungen wieder betreut werden. Die Kindertagespflege steht ab dem 14. Mai 2020 wieder allen 2-jährigen offen. Auch privat organisierte Kinderbetreuung, z. B. durch Eltern wird nun wieder erlaubt. Alle Sozialkontakte müssen entsprechend dokumentiert werden.

Ab 28. Mai 2020

Ab dem 28. Mai 2020 dürfen alle Vorschulkinder wieder die Kindertagesstätten besuchen.

Ab 8. Juni 2020

Ab dem 8. Juni 2020 sollen alle Kinder in NRW mindestensin einem eingeschränkten Regelbetrieb in die Kindertagesstätten und zu Tagespflege zurückkehren können.

Ab September 2020

Ab September 2020 ist geplant, dass möglichst alle Kinder in NRW wieder in einem zumindest eingeschränkten Regelbetrieb in die Kitas gehen können. Ob Eltern im Juni wieder Kita-Gebühren, ist noch offen. “Wir fahren auf Sicht”, sagte Stamp.

Auf der städtischen Internetseite werden Fragen und Antworten laufend an den neuen Stand der Regelungen angepasst. Hier können sich Eltern informieren und auch eine aktuell gültige Arbeitgeberbescheinigung für die Notbetreuung herunterladen. Auf der städtischen Internetseite informiert die Stadt Köln auch darüber, wie die in Planung befindliche, nochmalige Erweiterung der Notbetreuung in der Praxis umgesetzt wird.

Kirchen und religöse Einrichtungen

Allgemein bleiben Kirchen, Moscheen, Synagogen und andere religiöse Einrichtungen für den normalen Publikumsverkehr bis aus weiteres geschlossen. Ausnahmen sind hier Gottesdienste für Gläubige, Trauerfeiern und Beerdigungen unter bestimmten Auflagen und Voraussetzungen.

Die 46 Trauerhallen auf den Kölner Friedhöfen sind seit 27.04.2020 wieder geöffnet. Pro 10 Quadratmeter Trauerhallenfläche darf 1 Person teilnehmen. Ein Abstand von 2 Metern ist bei der Bestuhlung sicherzustellen. Alle Anwesenden müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.  

Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB)

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) fahren in Abstimmung mit dem städtischen Krisenstab wieder ihren regulären Fahrplan. Die KVB weist daraufhin, dass zur Prävention vor Corona ein Maskenschutz getragen werden muss und man auf genügend Abstand achtet.

Die KVB öffnet ihre KundenCenter in Köln seit 4. Mai 2020 wieder nach und nach. Dabei wird das KundenCenter am Wiener Platz zuerst öffnen, gefolgt von den weiteren Einrichtungen im Wochenrythmus.

Kontaktbeschränkung

Weiterhin sind Kontakte weiterhin auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Kontaktbeschränkung bleibt weiterhin bis zum 5. Juni 2020 bestehen, allerdings gilt diese nicht mehr nur allein oder mit dem eigenen Hausstand, sondern ist es nun auch möglich mit einem weiteren fremden Haushalt wieder Zeit zu verbringen, bspw. dürfen Nachbarn nun gemeinsam ins Restaurant.

Seit dem 11. Mai 2020 sind die bestehenden Kontaktbeschränkungen so weiterentwickelt, dass die Angehörigen zweier Haushalte sich im öffentlichen Raum treffen dürfen. Die allgemeine Abstandsregelung von 1,5 Metern gilt weiterhin, auch die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in bestimmten Bereichen.

Ab dem 30. Mai 2020 werden entsprechend dem Beschluss zwischen Bund und Ländern vom 26. Mai 2020 die Kontaktbeschränkungen gelockert, so dass sich neben den bisher möglichen Konstellationen (Familie oder 2 Hausstände) eine Gruppe von bis zu 10 Personen im öffentlichen Raum treffen darf. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass eine Rückverfolgbarkeit der am Treffen beteiligten Personen sichergestellt ist. Weiterhin gilt aber die allgemeine Abstandsregel von 1,5 Metern und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung in bestimmten Bereichen.

Zur Umsetzung des Verbots können die zuständigen Behörden generelle Betretungsverbote für bestimmte öffentliche Orte aussprechen. Durch gemeinsame Aktivitäten bspw. in Grünanlagen besteht eine große Gefahr weiterer vermeidbarer Übertragungen von Corona. Aus diesem Grund ist sowohl das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) untersagt. Picknicken soll laut der Landesregierung wieder erlaubt sein.

Konzerte

In geschlossenen Räumen sind Konzerte und Aufführungen von Theatern, Opern- und Konzerthäusern und ähnlichen Einrichtungen bis zum 30. Mai 2020 untersagt. Ab dem 30. Mai 2020 sind diese Einrichtungen wieder geöffnet. Allerdings nur mit bis zu einem Viertel der regulären Zuschauerkapazität, höchstens 100 Zuschauern. Darüber hinaus sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sowie zur Rückverfolgbarkeit zu treffen. Gegebenenfalls gilt die Maskenpflicht. Mehr als 100 Zuschauer sind nur unter Einhaltung eines besonderen Hygiene- und Infektionsschutzkonzepts zulässig. Die Detailregelungen, auch für Proben, sind in den Hygiene- und Infektionsschutzstandards geregelt.

Musikfeste, Festivals und ähnliche Kulturveranstaltungen sind bis mindestens zum 31. August 2020 untersagt.

Für Proben gelten die Hygieneregeln und der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen. Bei atmungsaktiven Proben (insbesondere Sprechtheater, Gesang, Blasinstrumente) ist eine Raumgröße von mindestens 10 Quadratmetern pro 1 Person vorzusehen.

Krankenhäuser

Seit dem 20. Mai 2020 sind Besuche in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen wieder zulässig. Voraussetzung dafür sind individuelle, einrichtungsbezogene Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte, um Patienten, Bewohner und Personal vor dem Coronavirus zu schützen. Es ist maximal 1 Besuch pro Tag und Patient von maximal zwei Personen zulässig. Besucher werden registriert und einem Kurzscreening unterzogen. Wenn das Infektionsgeschehen es erfordert, können die Einrichtungen Besuchsverbote für die gesamte Einrichtung oder einzelne Abteilungen erlassen.

Planbare Operationen sollen in Abstimmung mit den aktuellen Coronavirus-Zahlen wieder möglich sein.

Kultur- und Freizeit-Einrichtungen

Kultur- und bestimmte Freizeit-Einrichtungen wie z. B. Bibliotheken und botanische Gärten dürfen wieder – unter den strengen Voraussetzungen der Hygiene- und Abstandsregelungen – öffnen. Weitere Einrichtungen dürfen zum 30. Mai 2020 wieder öffnen.

Ab 4. Mai 2020

In einem nächsten Schritt dürfen seit 4. Mai 2020 erste Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie der Kölner Zoo, der Botanische und Forstbotanische Garten, Burgen, Schlösser, Gedankstätten, Tierparks, Galerien, Ausstellungen und Museen wieder öffnen. Es gilt eine Maskenpflicht für den Besuch von geschlossenen Räumen der Einrichtungen.

Ab 5. Mai 2020

Die Stadtverwaltung teilt mit, dass die städtischen Museen in Köln seit 5. Mai 2020 wieder öffnen. Eine Ausnahme bilden vorerst die Museen im Kulturzentrum am Neumarkt, die erst öffnen können, wenn das dort eingerichtete Infektionsschutzzentrum den Komplex verlassen hat.

Ab 11. Mai 2020

Zum 11. Mai 2020 dürfen Freizeitparks, Ausflugsschiffe, Touristeninformationen, Fahrrad- und Bootsverleihe wieder öffnen. Auch kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen sind unter freiem Himmel wieder zulässig – oder mit strengen Regelungen, Mund-Nase-Bedeckung und einem von der örtlichen Behörde abgestimmten Konzept auch in Gebäuden. In Musikschulen sind ab dem Datum auch Ensembles mit max. 6 Teilnehmern möglich. Der Probenbetrieb in Kultureinrichtungen ist unter Schutzauflagen zulässig, für Chöre und Orchester gelten erweiterte Abstandsregeln. Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen in großen Räumen sind unter Auflagen wieder möglich.

Ab 30. Mai 2020

Ab 30. Mai 2020 dürfen in NRW Kinos, Konzerthäusern, Theater, Opern und ähnliche Einrichtungen wieder öffnen, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern gewährleistet ist und es ein Zutrittskonzept gibt. Zudem dürfen die verfügbaren Plätze maximal zu einem Viertel, höchstens 100 Personen, besetzt sein. Durch den Einsatz von Ordnern sind Personenansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern. Thermen, Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Einrichtungen dürfen mit entsprechenden Infektionsschutzkonzepten ebenfalls öffnen.

Ab 1. September 2020

Bei den großen Theatern, Opern und Konzerthäusern, bei denen die Anpassung an die Bedingungen der Pandemie eine etwas längere Vorbereitungszeit erfordert, ist wie bei Großveranstaltungen eine Wiederaufnahme ab 1. September 2020 realistisch.

Ausgenommen von den Öffnungen bleiben Bars, Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe.

Maskenpflicht

Seit Montag, 27. April 2020 gilt in Köln beim Einkaufen, Behördengängen und beim Fahren mit Bus und Bahn eine Maskenpflicht! Dafür können entweder sogenannte Community- bzw. Alltags-Masken getragen oder auch ein Schal oder Tuch genutzt werden, um andere und sich selbst vor Corona zu schützen. Auch Kinder ab 6 Jahren sollen eine Schutzmaske tragen. Ebenso hat die Stadt Köln beschlossen, dass eine eine Mund-Nasen-Bedeckung zur Grundausstattung aller Schüler gehört. Für die Grundausstattung tragen die Erziehungsberechtigten die Verantwortung. Für besondere Situationen stellt der Schulträger den Schulen ein Notfallkontingent an Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung. Wer gegen die Maskenpflicht in Köln verstößt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 150 Euro rechnen. Die Maskenpflicht gilt mindestens vorerst bis 15. Juni 2020.

Für Beschäftigte, Kunden und Besucher in folgenden Bereichen ist eine Schutzmaske / Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend:

  • geschlossene Räumlichkeiten bei Konzerten und Aufführungen (außer am Sitzplatz),
  • Innenbereiche von Ausflugsschiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen,
  • geschlossene Räumlichkeiten von Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen,
  • sämtliche Verkaufsstellen und Handelsgeschäften,
  • auf Wochenmärkten,
  • Einkaufszentren,
  • Wettvermittlungsstellen,
  • geschlossene Räumlichkeiten von Tierparks, zoologischen und botanischen Gärten, Garten- und Landschaftsparks,
  • beim praktischen Fahrunterricht sowie der Fahrprüfung,
  • auf Messen und Kongressen (außer am Sitzplatz),
  • sämtliche Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern,
  • sowie wenn bei Handwerks- und Dienstleistungen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann,
  • geschlossene Räumlichkeiten von gastronomischen Einrichtungen außer am Sitzplatz,
  • Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens,
  • Personenverkehr und seinen Einrichtungen – also in Bussen und Bahnen, auch des Fernverkehrs sowie in Schulbussen, an Haltestellen, Bahnhöfen und in Taxis,
  • und Warteschlangen vor den genannten Einrichtungen.

Die Maskenpflicht gilt für Kunden, Nutzer, Inhaber und Beschäftigte gleichermaßen – es sei denn, Beschäftigte werden durch andere Schutzmaßnahmen wie Abtrennungen durch Plexiglas etc. geschützt. Ebenfalls dürfen Beschäftigte hilfsweise – falls das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung zu Beeinträchtigungen führt – ein das Gesicht vollständig bedeckendes Visier nutzen.

CityNEWS hat hier eine Übersicht zusammengestellt, wo nun überall eine Schutzmasken-Pflicht besteht und welche Ausnahmen es gibt.

Nagelstudios

Seit 11. Mai 2020 dürfen Nagelstudios unter Beachtung von strengen Hygiene- sowie Schutzmaßnahmen wieder öffnen und Dienstleistungen wie Maniküre und Co. anbieten. Die genauen Schutzmaßnahmen finden sich in der aktuellen Coronaschutz-Verordnung.

Piercing-Studios

Piercing-Studios dürfen seit dem 20.05.2020 wieder öffnen. Auch hier gelten die strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Pflegeeinrichtungen und Altenheime

Seit Samstag, 09. Mai 2020, sind Besuche in stationären Altenheimen und Pflegeeinrichtungen in NRW wieder möglich. Ursprünglich waren in einem ersten Konzept Besuche in den Einrichtungen erst ab Sonntag, 10. Mai 2020 geplant. Die Verordnung wurde kurzfristig geändert, um den Heimen zu ermöglichen, die erwarteten Besucherströme am Wochenende besser steuern zu können.

Konkret sehen die Neuregelungen für die stationären Pflegeeinrichtungen vor, dass Besuche in separaten Arealen oder Raumeinheiten im Außenbereich erfolgen können. Bei Vorliegen entsprechender Schutzmaßnahmen und Schutzkleidung können die Besuche auch innerhalb der Einrichtung, z.B. in separaten Räumen oder bei bettlägerigen Personen im Bewohnerzimmer stattfinden. Möglich sind Besuche von bis zu 2 Personen in den separat eingerichteten Räumen. Direkt auf dem Bewohnerzimmer kann der Besuch durch 1 Person erfolgen. Die Dauer ist je Bewohner auf höchstens 2 Stunden pro Besuch und Tag begrenzt.

Alle Besucher sollen registriert und einem Kurz-Screening unterzogen werden, bei dem unter anderem auch Fragen zum eigenen Gesundheitszustand und zu möglichen Covid-19-Kontakten innerhalb der letzten 14 Tage beantwortet werden müssen. Damit soll das Risiko des Besuchs von Infizierten, Kontaktpersonen und von Personen mit Erkältungszeichen auf ein Minimum begrenzt werden. Auch müssen Besucher die erforderlichen Schutzmaßnahmen erklärt und sie gegebenenfalls begleitet werden. Bei allen Maßnahmen müssen die aktuellen Empfehlungen des RKI berücksichtigt werden.

In den tagesstrukturierenden Einrichtungen der Eingliederungshilfe sind seit dem 10. Mai 2020 ebenfalls Lockerungen vorgesehen.

Auch die Werkstätten für behinderte Menschen sollen wieder mehr Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. Hier müssen ebenfalls die notwendigen Schutzvorkehrungen getroffen werden. Die Einrichtungen können nun beginnen, Öffnungskonzepte zu erarbeiten, die sich im Rahmen der Empfehlungen des RKI zu den Wohn- und Pflegeeinrichtungen sowie zu den besonders gefährdeten Personengruppen und der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards bewegen und die Gegebenheiten in der Region, der jeweiligen Werkstatt und ihre Beschäftigten, aber z.B. auch die Arbeitsumgebung berücksichtigen.

Reisen und Grenzkontrollen

Das Bundeskabinett hat entschieden, dass nicht notwendige Reisen zu vermeiden sind, also Einreisen nach Deutschland durch nicht in Deutschland wohnhafte Personen nur aus triftigen Gründen erfolgen sollen. Bei in Deutschland wohnhaften Personen soll nach der Einreise ein ausreichender Infektionsschutz gewährleistet werden. Alle Bundesländer – so auch NRW – haben vor diesem Hintergrund Verordnungen zum Ein- und Rückreiseverkehr erlassen.

Die Kontrollen an den Grenze sind seit Samstag, 16. Mai 2020 gelockert und werden nur noch stichprobenartige Grenzkontrollen durchgeführt. Ab dem 15. Juni 2020 sollen die Grenzkontrollen an allen Abschnitten beendet werden. Dazu gibt es einen Stufenplan:

  • Frankreich, Österreich und Schweiz: Alle Grenzübergänge sollen ab 15. Juni 2020 geöffnet werden.
  • Luxemburg: Die Grenzkontrollen laufen zum 15. Mai 2020 aus.
  • Dänemark: Auch hier wird eine Einstellung der Grenzkontrollen angestrebt. Dänemark ist allerdings noch dabei mit seinen Nachbarländern eine gemeinsame Lösung zu finden.
  • Italien und Spanien: Hier sind keine Grenzöffnungen bis dato vorgesehen. Aus Italien und Spanien lässt Deutschland bis auf weiteres keine Einreise (z. B. per Flugzeug) zu.
  • Belgien, Niederlande, Polen und Tschechien: Hier wird es keine Änderungen an den Grenzen geben. Deutschland führt an den Grenzen sowieso bis dato keine Kontrollen durch, somit liegt es an den Nachbarländern selbst, ihre eigenen Kontrollen einzustellen. Polen hat bspw. bereits bekanntgegeben, dass das Land seine Einreisebeschränkungen bis zum 12. Juni 2020 beibehalten wird.

Innenminister Horst Seehofer betonte bei der Verkündung: “Ein Grenzübertritt ist nur mit triftigem Grund möglich, z. B. weil die Arbeit es verlange oder man Familie jenseits der Grenze habe.” Dies bedeutet, dass Urlaubsreisen vorerst weiterhin nicht möglich sind.

Die in NRW geltenden Grundregeln lauten:

NRW hat seit dem 15. Mai 2020 Einreisende und Rückreisende aus EU- und Schengen-assoziierten Staaten (neben EU-Ländern auch Island, Norwegen, Liechtenstein und Schweiz) sowie aus Großbritannien von der Pflicht ausgenommen, sich zunächst für 2 Wochen in häusliche Quarantäne zu begeben.

Mit den Änderungen werden nicht nur die Rückkehrer aus der EU und den Schengen-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz sowie aus Großbritannien von den Beschränkungen befreit. Zukünftig wird auch insgesamt das Infektionsgeschehen im Ausland stärker berücksichtigt. So werden auch Rückkehrer aus anderen Staaten dann befreit, wenn das Robert Koch-Institut für diese Staaten feststellt, dass eine Quarantäne entbehrlich ist. Umgekehrt kann eine negative Entwicklung der Pandemie in Mitgliedstaaten der EU und Schengen-Staaten dazu führen, dass es auch in Bezug auf diese Staaten wieder zu Schutzmaßnahmen kommt.

Schulen und Bildungseinrichtungen

Die Kultusminister der Länder haben eine schrittweise Öffnung der Schulen beschlossen. Den Start für einen regulären Unterricht machen die Schüler der 4. Klasse ab 7. Mai 2020. Alle anderen Schüler der Grundschulen und weiterführenden Schulen in NRW werden ab 11. Mai 2020 wieder tagesweise in einem rotierendem System in die Schule zu einem Präsenzunterricht gehen. Ab dann sollen die Schüler aller Stufen in einem tageweise wechselndem System unterrichtet werden. An jedem Tag soll ein anderer Jahrgang die Schule besuchen. Die Klassen werden entsprechend verkleinert und auf die verschiedenen Wochentage aufgeteilt. Ein “normaler” Unterricht, wie vor der Coronavirus-Zeit wird es vorerst nicht geben. Die einzelnen Schulen informieren die Schüler und Eltern wie diese Maßnahmen genau umgesetzt werden.

Der NRW-Landtag hat das “Gesetz zur Sicherung von Schul- und Bildungslaufbahnen im Jahr 2020” verabschiedet, in dem u. a. sichergestellt wird, dass niemand am Ende des laufenden Schuljahres sitzenbleiben kann. Prüfungstermine können verschoben und Prüfverfahren für Schüler unn auch angehende Lehrer angepasst werden. Auf Abschlussprüfungen mit einheitlichen Aufgaben nach der 10. Klasse (ZP 10) wird verzichtet. Stattdessen soll eine Klassenarbeit geschrieben werden, die sich stärker mit den tatsächlich erteilten Unterricht beschäftigt. Zudem werden alle Schüler des laufenden Schuljahrs generell in die nächste Klasse versetzt werden – sofern damit nicht die Erlangung eines Schulabschlusses verbunden ist.

Für Köln gilt: Die Stadt Köln hat beschlossen, dass eine Mund-Nasen-Bedeckung zur Grundausstattung aller Schüler gehört.

Grundschulen und weiterführende Schulen

  • Für die Schüler der 4. Klasse gibt es ab 7. Mai 2020 wieder Präsenzunterricht.
  • Ab 11. Mai 2020 werden die Jahrgangsstufen 1 bis 4 im tageweisen Wechsel wieder unterrichtet.
  • Ebenfalls ab 11. Mai 2020 kehren zunächst die Schüler an die Schulen zurück, die im nächsten Schuljahr 2020/21 ihr Abitur ablegen.
  • Auch am 11. Mai 2020 kehren die Schüler der Jahrgänge 5 bis 9 in den Schulformen der Sekundarstufe I (z.B. Haupt-, Real-, Sekundar-, PRIMUS- und Gemeinschaftsschulen) in einem tageweise rollierenden System zurück.
  • Ab dem 26. Mai 2020 beginnt der Präsenzunterricht an Gesamtschulen und Gymnasien für die Jahrgänge 5 bis hin zu den Schülern der Einführungsphase nach dem Haupttermin der Abiturprüfungen –  ebenfalls in einem tageweise rollierenden System.
  • Der Unterrichtsbetrieb an den Grundschulen und an den anderen Schulen mit Primarstufe wird in NRW ab Montag, dem 15. Juni 2020, wieder regulär aufgenommen. So werden wieder alle Kinder im Grundschulalter bis zu den Sommerferien an allen Wochentagen die Schule besuchen. Der notwendige Infektionsschutz an Schulen der Primarstufe wird insbesondere durch das Prinzip konstanter Lerngruppen erfüllt. Die Schüler werden bei Einhaltung der geltenden Anforderungen an Hygiene und Infektionsschutz ohne Teilung der Lerngruppen wieder im Klassenverband vom Klassenlehrer unterrichtet. Um eine Durchmischung von Lerngruppen auf dem Schulgelände oder in den Gebäuden zu vermeiden, bedarf es an den Schulen gestaffelter Anfangs- und Pausenzeiten für alle Klassen. Zudem müssen weiterhin die Anwesenheit und jeweilige Gruppenzusammensetzung dokumentiert werden, um im Infektionsfall eine sofortige effektive Rückverfolgung durch die Gesundheitsbehörden zu unterstützen.
  • Unter den genannten Voraussetzungen wird auch der Betrieb im Offenen Ganztag und in der Übermittagsbetreuung ab dem 15. Juni 2020 wiederaufgenommen.
  • Zugleich endet mit der Rückkehr ab dem 15. Juni 2020 zu einem regulären Schulbetrieb in den Schulen der Primarstufe das Angebot der schulischen Notbetreuung, da Kinder wieder ein tägliches Unterrichtsangebot erhalten.

Hochschulen

  • Für den Lehr- und Prüfungsbetrieb wird ab dem 11. Mai 2020 die Einschränkung der Zulässigkeit von Präsenzveranstaltungen auf besondere Räumlichkeiten, Ausstattungen oder sonstige besondere Rahmenbedingungen” aufgehoben.
  • Der Lehr- und Prüfungsbetrieb an den Schulen des Gesundheitswesens und an den der Berufsausbildung im Öffentlichen Dienst dienenden Schulen, Instituten und ähnlichen Einrichtungen ist weiter unter Auflagen zulässig.
  • Die Hochschulen führen den Vorlesungsbetrieb im Sommersemester prinizipiell digital durch.

Außerschulische Bildungseinrichtungen

  • Ab 11. Mai 2020 sind Veranstaltungen unter 100 Teilnehmern in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen inkl. Prüfungswesen auch in großen Räumen zulässig, wenn es zusätzlich Abstands- und Hygieneauflagen gibt.
  • Ebenfalls wieder möglich sind sportliche Angebote der Kinder- und Jugendarbeit.
  • Ab dem 30. Mai 2020 sind auch Angebote der Gesundheitsbildung in Volkshochschulen und sonstigen öffentlichen, behördlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen zulässig.
  • Ebenso ab dem 30. Mai 2020 sind ein einschränkter Regelbetrieb der Jugendarbeit, Jugendkulturarbeit, Jugendsozialarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz möglich.
  • Ferienmaßnahmen können wieder aufgenommen werden, ebenso Gruppenfahrten (z.B. der Jugendverbände).

Sonnenstudios / Solarien

Seit 11. Mai 2020 dürfen Sonnenstudios / Solarien wieder öffnen. Neben strikter Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln ist auf eine möglichst kontaktarme Erbringung der Dienstleistung zu achten. Die genauen Schutzmaßnahmen finden sich in der aktuellen Coronaschutz-Verordnung.

Spielhallen und Wettbüros

Spielhallen, Wettbüros und ähnliche Einrichtungen sowie (nur) das Automatenspiel in Spielbanken dürfen seit 11. Mai 2020 wieder betrieben werden – unter den strikten Auflagen zur Hygiene und des Mindestabstands (auch in Warteschlangen).

Spielplätze und Bolzplätze

Das Betreten sowie die Nutzung von Spielplätzen und Bolzplätzen in Köln ist seit 7. Mai 2020 wieder erlaubt. Alle 710 Kölner Spiel- und Bolzplätze öffnen und sollen so den Familien die Möglichkeit geben, auf eigene Verantwortung ihre Kinder wieder im Freien spielen zu lassen.

Sport

Erlaubt ist bereits die sportliche Betätigung, wie bspw. Joggen, sofern die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Weitere Lockerungen erfolgen nach einem Zeitplan. Ausgenommen von diesen Regelungen ist der Trainingsbetrieb in den Bundesleistungszentren sowie der Profisport. Dieser gilt als Berufsausübung und ist als solche – ohne Besucher – zulässig. Zum 16. Mai 2020 startet zudem die Fußball-Bundesliga wieder. Beim Sport in der Halle besteht keine Maskenpflicht.

Ab 7. Mai 2020

Seit 7. Mai 2020 ist kontaktfreier (Breiten-) Sport und der Trainingsbetrieb unter freien Himmel wieder möglich, sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet. Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume dürfen nicht genutzt werden. Zudem sind Zuschauerbesuche vorerst untersagt. Bei Kindern unter 12 Jahren ist jedoch das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig. Der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen zulässig.

Ab 11. Mai 2020

Zum 11. Mai 2020 dürfen Tanzschulen, Fitnessstudios, Sporthallen, Kursräume und ähnliche Einrichtungen von z.B. Sportvereinen öffnen. Voraussetzung ist hier ein entsprechendes Hygiene- und Schutz-Konzept. Der Zutritt zum Fitnessstudio ist so zu regeln, dass nicht mehr Kunden in das Studio gelangen als Plätze in den Kursräumen und Geräte nach den folgenden Regeln nutzbar sind. Ersatzweise ist als Maßstab pro 7 Quadratmeter Fläche im Fitnessstudio nicht mehr als 1 Kunde zuzulassen. Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Fitnessstudios bzw. der Geschäftsräume sowie die Teilnahme an bestimmten Kursen sind zur Ermöglichung einer Kontaktpersonennachverfolgung zu dokumentieren und durch den Inhaber für 4 Wochen aufzubewahren und anschließend sicher zu vernichten. Beschäftigte in Fitnessstudios müssen grundsätzlich eine Schutzmaske tragen. Kunden wird das Tragen einer entsprechenden Maske außer bei Ausdauersportarten empfohlen. Das Ausüben von Sportarten mit unvermeidbarem Körperkontakt ist unzulässig. Ebenso unzulässig ist aufgrund der Aerosolbelastung jedes hochintensive Ausdauertraining (Indoor-Cycling, HIIT und anaerobes Schwellentraining).

Ab 20. Mai 2020

Freibäder und Naturbäder (ausgenommen reine Spaßbäder) dürfen zum 20. Mai 2020 wieder öffnen. Dagegen bleiben Hallenschwimmbäder, Spaßbäder, Saunen und ähnliche Einrichtungen vorerst noch bis 30. Mai 2020 geschlossen.

Ab 30. Mai 2020

Ab dem 30. Mai 2020 ist der Kontakt-Sport – auch in geschlossenen Räumen – wieder möglich. Auch Thermen, Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Einrichtungen können unter passgenauen Infektionsschutzkonzepten ab dann wieder öffnen. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind dann ebenfalls zulässig – die Nutzung von Umkleide- und Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

Stadtbibliotheken

Die ersten Einrichtungen der Stadtbibliothek haben wieder geöffnet. Den Anfang machen die Zentralbibliothek am Neumarkt sowie die Stadtteilbibliotheken in Mülheim und Nippes. Dort können zunächst Medien entliehen und zurückgegeben werden, weitere Serviceleistungen wie Kurzberatung, Verlängerung oder Ausstellen von Ausweisen folgen seit Montag, 4. Mai 2020. Dann öffnen auch alle anderen Stadtteilbibliotheken wieder ihre Türen.

Die Besucher müssen mit vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Einlasskontrollen rechnen. So ist die max. Personenanzahl in den Gebäuden begrenzt und die bekannten Vorsichtsmaßnahmen wie Mindestabstände und Hygieneregeln müssen in Zeiten der Corona-Krise zwingend eingehalten werden. In allen Einrichtungen ist bargeldlose Zahlung möglich und erwünscht. Der Aufenthalt in der Bibliothek sollte in der Regel 20 Minuten nicht überschreiten, damit möglichst viele Kölner die Bibliothek nutzen können.

Für Besucher stehen wieder Arbeits- und Leseplätze in der Zentralbibliothek und den Stadtteilbibliotheken zur Verfügung. Auch einzelne Internetplätze oder das W-LAN können wieder genutzt werden. Weitere Angebote wie der 3-D-Drucker und die Digitalisierungsstationen oder das Klavierzimmer und der Makerspace der Zentralbibliothek sind aus Gründen der Hygiene noch nicht wieder verfügbar.

Wegen des Infektionsschutzes müssen die Bibliotheken darauf achten, dass die Arbeitsplätze nur einzeln genutzt werden und dass das Mobiliar nicht verstellt wird. Daher kann noch nicht die gewohnte Menge an Plätzen angeboten werden. Bei größerer Nachfrage kann es eine zeitliche Beschränkung für die Nutzung der Arbeitsplätze geben. Besucher müssen auf den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen achten.

In dringenden Fällen, vor allem für Ausbildungszwecke und zur Prüfungsvorbereitung, kann ein Nutzerausweis per E-Mail an den Kundenservice beantragt und per Post zugestellt werden.

Alle Rückgabefristen für vor der Schließung entliehene Medien werden automatisch bis 1. Juni 2020, verlängert, Mahngebühren werden bis dahin nicht fällig.

Stadtverwaltung

Die Kölner Stadtverwaltung weitet derzeit schrittweise ihr Serviceangebot wieder aus und öffnet die Dienststellen für einen termingesteuerten Publikumsbetrieb. Einen aktuellen Überblick über das Angebot gibt es im Internet.

Seit Montag, 27. April 2020, öffnen die Kundenzentren in den Stadtbezirken wieder für den Publikumsverkehr – bis auf weiteres ist für persönliche Anliegen in den neun Kundenzentren der Stadt Köln allerdings eine vorherige Terminvereinbarung notwendig. Beim Behördengang ist das Tragen einer Schutzmaske in Köln Pflicht. Um die Gefahr einer Ansteckung mit Corona zu minimieren ist es zudem erforderlich, die Anzahl der Wartenden zu reduzieren sowie die Dauer des Aufenthaltes in den Wartebereichen der Kölner Kundenzentren zu verkürzen. Dies kann nur durch eine Terminvergabe erreicht werden. So können Termine:

  • mit längerer Vorlaufzeit online oder telefonisch unter 0221 – 221 – 0 und der Behördennummer 115 vereinbart werden.
  • für den aktuellen Tag können ab 8 Uhr (dienstags ab 9:30 Uhr) online oder telefonisch unter der Rufnummer des jeweiligen Kundenzentrums (s. u.) vereinbart werden.
  • zur Abholung von Dokumenten ausschließlich telefonisch unter der Rufnummer des Kundenzentrums (s. u.), in dem die Dokumente bestellt wurden, vereinbart vereinbaren.

Termine können für folgende Zeiten vereinbart werden:

  • Montags und mittwochs von 7:30 Uhr bis 15 Uhr
  • Dienstags von 9:30 Uhr bis 18 Uhr
  • Donnerstags von 7:30 Uhr bis 16 Uhr
  • Freitags von 7:30 Uhr bis 12 Uhr

Telefonische Terminvereinbarung für kurzfristige Angelegenheiten und  Dokumenten-Abholung

Eine telefonische Terminvereibarung für kurzfristige und dringende Angelegenheiten sowie zur Dokumenten-Abholung ist montags, mittwochs, donnerstags und freitags ab 8 Uhr und dienstags ab 9:30 Uhr unter folgenden Rufnummern der Kundenzentren möglich:

  • Chorweiler:
    Tel.: 0221 – 221 – 97 488
  • Ehrenfeld:
    Tel.: 0221 – 221 – 97 486
  • Innenstadt:
    Tel.: 0221 – 221 – 97 483
  • Kalk:
    Tel.: 0221 – 221 – 974 90
  • Lindenthal:
    Tel.: 0221 – 221 – 974 85
  • Mülheim:
    Tel.: 0221 – 221 – 974 94
  • Nippes:
    Tel.: 0221 – 221 – 974 87
  • Porz:
    Tel.: 0221 – 221 – 974 89
  • Rodenkirchen:
    Tel.: 0221 – 221 – 974 84

Seit 4. Mai 2020 werden nach vorheriger Terminvereinbarung auch wieder folgende städtischen Einrichtungen den Publikumsbetrieb wieder aufnehmen:

  • Berufsfeuerwehr (Bewerberinfos und Vorbeugender Brandschutz)
  • Zusatzversorgungskasse
  • Ausländeramt (Einbürgerungen, Ausweise)
  • Liegenschaftsamt (Geobasisdaten und Katasterauskünfte)
  • Jugendamt (Adoptionsvermittlung, Familienbüro, Kindertagespflege, Allgemeiner Sozialer
  • Dienst sowie wirtschaftliche Jugendhilfe in den Bezirksjugendämtern)
  • Sozialamt (Grundsicherung im Alter und für Erwerbstätige, Leistungen nach
  • Asylbewerberleistungsgesetz, Leistungen aus Bildungs- und Teilhabepaket)
  • Amt für Wohnungswesen (Neubauförderung und Wohngeldstelle)

Standesamt

Für die Vorsprachen im Kölner Standesamt ist eine vorherige Terminabsprache unter der Rufnummer 0221 – 221 – 281 35 erforderlich. Ausgenommen von dieser Regelung sind Boten der Geburtskliniken zwecks Beurkundung von Neugeborenen und Bestattungsunternehmen zur Beurkundung von Sterbefällen.

Ab sofort sind bei Trauungen wieder Gäste, die nicht direkt zum Haushalt oder engen Familienkreis zählen, zugelassen. Es gelten die üblichen Abstandsregeln – sowohl im Rathaus als auch davor. Des Weiteren gilt wie bei allen Behördengängen der Appell, eine Schutzmaske zu tragen. Das Brautpaar kann die Mund-Nasen-Bedeckung während der Trauungszeremonie abnehmen. Gäste mit Symptomen, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen, werden dringend aufgefordert, der Trauung fernzubleiben. Um bei einer späteren Covid-Positiv-Testung alle Kontaktpersonen nachverfolgen zu können, müssen die Hochzeitspaare bei der Anmeldung zur Eheschließung vor der Trauung eine Liste aller an der Zeremonie Teilnehmenden mit Kontaktdaten abgeben.

Unter Beachtung dieser Regelung umfasst die Zulässigkeit sowohl die Trauzeremonie als auch das Zusammentreffen unmittelbar vor dem Ort der Trauung.

Trautermine und Termine für die Anmeldung der Eheschließung können ab sofort wieder online reserviert werden. Aktuelle Informationen erhalten Sie auch über die Service-Hotline des Bürgertelefons 0221 – 221 – 0 sowie unter der Behördennummer 115.

Tattoo-Studios

Tattoo-Studios dürfen seit dem 20.05.2020 wieder öffnen. Auch hier gelten die strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen.

Umzüge

Für das Kölner Stadtgebiet gilt, dass ein Umzug grundsätzlich durchgeführt werden darf, wenn dieser dringend notwendig und zeitlich unaufschiebbar ist. Sollten man aus Köln wegziehen bzw. von außerhalb in die Domstadt ziehen, informieren Sie sich bitte vorher in der jeweiligen Kommune, ob es dort Einschränkungen für Umzüge gibt. Für eine Entscheidung ist das dortige Gesundheitsamt zuständig.

Auch bei einem Umzug sind die Regelungen der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit Corona (CoronaSchVO) zwingend zu beachten. Dies betrifft speziell die Abstandsregeln von zwei Metern sowie das Aufenthaltsverbot von mehr als 2 Personen in der Öffentlichkeit nach § 12 I CoronaSchVO.

Halten Sie Nachweise über den Wechsel des Wohnortes, für eine Kontrolle durch unseren Ordnungsdienst oder die Polizei, zur Verfügung (z.B. den Mietvertrag). Weiterhin sollten Sie Vorkehrungen dafür treffen, dass der Kontakt eventueller Umzugshelfer untereinander vermieden wird.

Verkaufsoffene Sonntage

Die ursprünglich geplanten näher anstehenden verkaufsoffenen Sonntage finden bis einschließlich 31. August 2020 nicht statt. Die Antragstellenden der bereits vor der Coronavirus-Pandemie genehmigten Sonntagsöffnungen haben nach Gesprächen mit der Stadt Köln von sich aus ihre jeweiligen Anträge zurückgezogen.

Die verkaufsoffenen Sonntage Ende April in der Südstadt und in Rodenkirchen sowie Anfang Mai in Porz fanden bereits nicht statt. In den Terminkalender standen folgende bereits genehmigte Sonntagsöffnungen bis Ende August 2020:

  • in Lindenthal (17. Mai 2020 “Lindenthaler Frühlingsfest” und 30. August 2020 “Lindenthaler Flair”)
  • Rath / Heumar (24. Mai 2020 “Traditionelles Musikfest”)
  • Kalk (28. Juni 2020 Straßenfest)
  • Deutz (2. August 2020 Familienfest und Stadtteilfest) und in der
  • Innenstadt (23. August 2020 “NRW-Tag”).

Das Land NRW und die Stadt Köln haben den “NRW-Tag” bereits abgesagt. Damit war der Anlass für die Sonntagsöffnung des Einzelhandels in der Innenstadt entfallen. Stadtmarketing Köln e.V. hat nun seinen Antrag auf Sonntagsöffnung für die City zurückgezogen, ebenso wie die Antragstellenden aus Lindenthal, Rath/Heumar, Kalk und Deutz.

Die Stadt Köln bittet die Veranstalter, über mögliche Ersatztermine nachzudenken. Stehen mögliche Ersatztermine für die Zukunft fest, bereitet die Stadt eine neue Verordnung vor, die sie dem Kölner Rat zur Abstimmung vorlegt.

Versammlungen und Demonstrationen

Die Stadt Köln und Polizei Köln haben sich zum Umgang mit Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen abgestimmt und die zulässige Teilnehmerzahl auf 100 Personen erhöht. Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob begrüßt, dass der gemeinsame Beschluss vom 22. April 2020 dazu geführt habe, dass bis bisher rund55 Versammlungen mit bis zu 20 Teilnehmern bestätigt werden konnten.

Zur Begrenzung der Teilnehmerzahl auf 100 Personen machte der Polizeipräsident deutlich, dass auch unter den vereinbarten Bedingungen rund 70 Prozent der 900 bei der Polizei Köln angemeldeten Versammlungen des Jahres 2019 durchführbar wären.

Die Auflage an Versammlungsanmelder, eine Liste der Teilnehmer für die Dauer von zwei Monaten vorzuhalten, entfällt. Auch der geforderte Korridor von 3,5 Metern für Ordner, Passanten und Einsatzkräfte wird auf 1,5 Meter reduziert und orientiert sich damit an dem vorgeschriebenen Abstand zwischen den Versammlungsteilnehmern.

Aus Gründen des Infektionsschutzes werden weiterhin nur Standkundgebungen ohne Zelte und Pavillions, aber keine Aufzüge ermöglicht. Auch die Verteilung von Flyern oder Informationsmaterial bleibt aus Gründen des Infektionsrisikos untersagt. Das Material darf zur Mitnahme bereitgestellt werden. Die Dauer der Versammlungen soll auf max. 2 Stunden, die Anzahl gleichzeitig stattfindender Versammlungen auf 10 im Kölner Stadtgebiet begrenzt werden.

Verweilverbot

Für die Bereiche am Rheinboulevard und Brüsseler Platz gelten derzeit Zugangsbeschränkungen. Das Betreten und der Aufenthalt auf dem Rheinboulevard, Panoramaweg und Kennedy-Ufer in Köln-Deutz sowie im Bereich Brüsseler Platz sind täglich in der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr untersagt. Der Bereich des Kinderspielplatzes sowie die genehmigten Außengastronomieflächen sind von diesem Verweilverbot ausgenommen.

Die Stadt Köln hat die Regelung für den Brüsseler Platz bis vorerst 21. Juni 2020 festgelegt. Hier hatten sich wiederholt so viele Menschen gesammelt, dass es kaum möglich war, die geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Wertstoff-Center

Die Wertstoff-Center in Köln-Gremberghoven und Köln-Ossendorf haben wieder jeweils montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr geöffnet. Hier gibt es allerdings spezielle Auflagen der Stadt Köln:

  • An geraden Kalendertagen können ausschließlich Fahrzeuge mit geraden Kfz-Kennzeichen vorfahren, an ungeraden Daten nur Fahrzeuge mit ungeraden Kennzeichen.
  • In jedem der Fahrzeuge dürfen sich max. 2 Personen befinden.
  • Der eingeschränkte Betrieb steht nur für dringend erforderliche, unvermeidliche Entsorgungen zur Verfügung. Zu entsorgende Gegenstände, Altkleider und Grünschnitt sollten zwischengelagert werden, bis die Wertstoff-Center wieder vollumfänglich geöffnet sind.
  • Auf die Abgabe von Einzelteilen oder etwa Kleingeräten sollte nach wie vor verzichtet werden.
  • Zudem ist die Nutzung der Wertstoff-Center Menschen mit Wohnsitz in Köln vorbehalten, daher sollte der Personalausweis mitgeführt werden.
  • Der Sicherheitsabstand von 2 Metern zu Beschäftigten und anderen Personen muss eingehalten werden, Kinder sollen das Fahrzeug nicht verlassen.
  • Fahrzeuge, in denen mehr als 2 Personen sitzen oder deren Kennzeichen nicht zum Datum passen, werden abgewiesen. Dies gilt auch, wenn die genannten Vorgaben nicht eingehalten werden.

Stand: 05.06.2020

Ausblick: Wie geht es in der Corona-Krise weiter?

Ausblick: Wie geht es in der Corona-Krise weiter? copyright: Envato / tommyandone
Ausblick: Wie geht es in der Corona-Krise weiter?
copyright: Envato / tommyandone

Die Beratungen der Regierung zu Maßnahmen und Regelungen wegen Corona gehen fortlaufend weiter. Bund und in erster Linie die Ländern entscheiden je nach Lage, wie es mit den Corona-Beschränkungen weitergeht und ob weitere Lockerungen möglich sind.

Aktuelle Coronavirus-Fälle in Köln

Weitere wichtige Informationen zur Coronavirus

Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet. copyright: Envato / dolgachov
Für Fragen rund um den Corona-Virus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet.
copyright: Envato / dolgachov

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen, Zahlen, Daten, Statistiken und Neuigkeiten rund um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln.

Welche Maßnahmen, Regeln und Verbote in Köln genau gelten, haben wir in einer aktuellen Übersicht zusammengefasst.

Weitere Infos und Antworten auf 20 aktuelle Fragen rund um den Coronavirus, haben wir bei CityNEWS hier für Sie zusammengestellt.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um Corona eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr für Fragen zu Corona zu erreichen.

Letzte Aktualisierung: 05.06.2020