Demonstration für den Frieden statt Kölner Rosenmontagszug 2022

In Köln wird es 2022 eine Demonstration für den Frieden geben statt eines Rosenmontagszugs. (Archivbild)
In Köln wird es 2022 eine Demonstration für den Frieden geben statt eines Rosenmontagszugs. (Archivbild)
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Aufgrund der aktuellen Ereignisse in der Ukraine hat das Festkomitee Kölner Karneval am 25.02.2022 entschieden, das Rosenmontagsfest nicht wie geplant im RheinEnergie-Stadion stattfinden zu lassen. Stattdessen wird an Rosenmontag (28.02.2022) in Köln eine Demonstration für den Frieden stattfinden, um ein deutliches Signal gegen die Kampfhandlungen in der Ukraine zu setzen. Das Motto der Demo lautet “Kölner Karneval für Frieden in Europa” und es werden mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet. Unterstützt wird das Festkomitee bei der Organisation bereits von vielen Kölner Künstlern und Vereinen, darunter Arsch Huh e.V., das Bündnis Köln stellt sich quer, Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. (KLuST) und Brings. Auch der 1. FC Köln rief dazu auf, sich an der Demo zu beteiligen. 

Redebeiträge sind geplant von Christoph Kuckelkorn (Präsident Festkomitee Kölner Karneval), Henriette Reker (Oberbürgermeisterin der Stadt Köln) Peter Brings (Kölner Musiker) und Holger Kirsch (Zugleiter Festkomitee und Demonstrationsleiter). Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst hat angekündigt an der Demonstration teilzunehmen.

“Der Kölner Karneval kann mehr als feiern und schunkeln. Er lebt vor allem von der Solidarität und der Gemeinschaft, Werte wie Freiheit und Gleichheit sind unser oberstes Gut. Alles hät sing Zick – und jetzt ist es an der Zeit, sich solidarisch mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen”, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees.

Demonstration von der Kölner Südstadt durch die Innenstadt

Die Strecke der Demonstration an Rosenmontag 2022 in Köln.
Die Strecke der Demonstration an Rosenmontag 2022 in Köln. (hier zum Download)
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Die Demonstration startet um 10:00 Uhr auf dem Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt mit einer kurzen Kundgebung und Redebeiträgen. Die Strecke der Demo führt über die Severinstraße, den Neumarkt, den Rudolfplatz und die Kölner Ringe in Richtung Mohrenstraße. Die Gesamtlänge beträgt etwa 4,5 Kilometern. Über die Dauer lässt sich keine Aussage treffen, da diese abhängig von der Anzahl der Demonstranten ist. Bei der Demo ist jeder Teilnehmer willkommen. Eine Anmeldung vorab ist nicht erforderlich. Mitglieder von Karnevalsgesellschaften können sich einfach unter die anderen Demonstranten mischen. Für die gesamte Dauer der Demonstration gelten die Corona-Regelungen von 3G sowie die Maskenpflicht.

Die Blauen Funken, die bei einem Rosenmontagszug normalerweise als erste Gruppe gehen würden, bilden auch bei der Demonstration die Spitze. Damit soll es ein für alle Teilnehmer gut sichtbares Zeichen geben, dass sich der Demonstrationszug durch Köln in Bewegung gesetzt hat.

“Wir freuen uns über jeden Teilnehmer, gerne im Kostüm, gerne bunt und laut”, betont Christoph Kuckelkorn. “Aber wir machen eine Demonstration, keinen Rosenmontagszug, das sollte jeder Jeck berücksichtigen.” Dementsprechend werden keine Festwagen oder Kutschen mitgenommen und keine Kamelle geworfen. Das Festkomitee nimmt auch keine Musikkapellen aus dem Rosenmontagszug mit, aber jedes selbst mitgebrachte Trömmelche ist willkommen. Lediglich dem Demonstrationszug vorangestellt wird ein Persiflagewagen zur Situation in der Ukraine.

Persiflagewagen am Streckenrand

Die Persiflagewagen werden am Montagmorgen vor Beginn der Demonstration an ihre Aufstellplätze gebracht.
Die Persiflagewagen werden am Montagmorgen vor Beginn der Demonstration an ihre Aufstellplätze gebracht.
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Bereits im Vorfeld war geplant, die Persiflagewagen als wichtigstes Mittel des Narren, um auf gesellschaftliche und politische Missstände aufmerksam zu machen, von Montag auf Dienstag entlang der regulären Zugstrecke des Rosenmontagszuges aufzustellen. Die Route der Demonstration überschneidet sich in großen Teilen mit der Strecke des Rosenmontagszugs und führt die Demonstranten dementsprechend an den meisten politischen und gesellschaftskritischen Wagen vorbei.

Die Persiflagewagen werden bereits Montagmorgen vor Beginn der Demonstration an ihre Aufstellplätze gebracht. Die Ausstellung der Persiflagenwagen dauert bis Dienstag (12:00 Uhr), damit möglichst viele Menschen die Gelegenheit bekommen, diese aus der Nähe zu betrachten. Die Persiflagen sind durchgehend bewacht und nachts beleuchtet.

Sperrungen und Verkehrseinschränkungen wegen Demo am Rosenmontag

Sperrungen und Verkehrseinschränkungen wegen Demo am Rosenmontag (Symbolbild)
Sperrungen und Verkehrseinschränkungen wegen Demo am Rosenmontag (Symbolbild)
copyright: romelia / pixelio.de

Im Zeitraum von 7 Uhr bis 17 Uhr ist infolge der erforderlichen Straßensperren mit erheblichen Beeinträchtigungen auf den Straßen sowie im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen. Die Polizei Köln wird frühzeitig vor Ort sein, um sowohl den Schutz der Versammlung zu gewährleisten, als auch die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten.

Folgender Streckenverlauf ist angemeldet und nach einem Kooperationsgespräch mit den Veranstaltern bestätigt:

  • Chlodwigplatz
  • Severinstraße
  • Löwengasse
  • Follerstraße
  • Mühlenbach
  • Hohe Pforte
  • Cäcilienstraße
  • Schleife um den Neumarkt
  • Hahnenstraße
  • Rudolfplatz
  • Hohenzollernring
  • Magnusstraße
  • Burgmauer und
  • Mohrenstraße

Die Polizei bittet Autofahrer, den Aufzugsweg bereits ab 7 Uhr weiträumig zu umfahren und die Straßen für die Versammlungsteilnehmer freizuhalten. Die Polizei schaltet ein Bürgertelefon am Sonntag, 27.02.2022 von 10 Uhr bis 15 Uhr sowie am Rosenmontag (28.02.2022) von 8 Uhr bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 0221 – 22 97 77 7.

Die Kölner Verkersbetriebe (KVB) informieren, dass es wegen der Demonstration am 28.02.2022 ab ca. 7:30 Uhr im Bereich der Haltestelle Chlodwigplatz und ab ca. 10:00 Uhr im Bereich der Haltestellen Neumarkt und Rudolfplatz zu Einschränkungen, Änderungen und Fahrplanunregelmäßigkeiten bei den Bussen und Bahnen kommen kann. Die KVB wird über die aktuelle Situation auf den Laufbändern an den Haltestellen sowie u.a. über ihre Webseite www.kvb.koeln und Twitter informieren.

An Rosenmontag informiert die Polizei auf koeln.polizei.nrw und über die sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook.

LKW-Fahrverbot zur Demo in der Kölner Innenstadt

LKW-Fahrverbot zur Demo in der Kölner Innenstadt (Symbolbild)
LKW-Fahrverbot zur Demo in der Kölner Innenstadt (Symbolbild)
copyright: Tim Reckmann / pixelio.de

Auf Antrag der Polizei Köln ordnet die Stadt Köln ein LKW-Fahrverbot für Rosenmontag, 28.02.2022, von 0 Uhr bis 24 Uhr in der Innenstadt an. In diesem Zeitraum ist das Fahren von Lastkraftwagen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t sowie Anhänger hinter LKWs untersagt.

Betroffen sind die folgenden Straßen in der Kölner Innenstadt:

  • Goldgasse
  • Maximinenstraße
  • Turiner Straße
  • Ursulastraße
  • Victoriastraße
  • Kyotostraße
  • Kümpchenshof
  • Hansaring
  • Kaiser-Wilhelm-Ring
  • Hohenzollernring
  • Habsburgerring
  • Hohenstaufenring
  • Salierring
  • Sachsenring
  • Karolingerring
  • Merowingerstraße
  • Rolandstraße
  • Teutoburger Straße
  • Trajanstraße
  • Ubierring
  • Am Bayenturm
  • Bayenstraße
  • Holzmarkt
  • Am Leystapel
  • Konrad-Adenauer-Ufer
  • Rheinuferstraße sowie die Zufahrten über die Deutzer Brücke und
  • Severinsbrücke vom Rechtsrheinischen ins Linksrheinische.

Das Freihalten des Weges ist für den Versammlungszug erforderlich. Der vormittägliche Lieferverkehr würde zu immensen Störungen und für Verzögerungen im Ablauf des Demo führen. Vorbereitende Maßnahmen wie Parkverbotszonen konnten in der Kürze der Zeit nicht umgesetzt werden.

Eine Karte zum Bereich des LKW-Fahrverbots ist abrufbar unter: www.stadt-koeln.de

Letzte Aktualisierung: 28.02.2022