20 Fragen und Antworten zum Corona-Virus in Köln

20 Fragen und Antworten zum Corona-Virus in Köln copyright: Envato / Vladdeep
20 Fragen und Antworten zum Corona-Virus in Köln
copyright: Envato / Vladdeep

Letzte Aktualisierung am Freitag, 03.04.2020 um 13:30 Uhr: CityNEWS gibt hier Antworten auf alle wichtigen und aktuellen Fragen rund um das neuartige Corona-Virus Covid-19 in Köln. Das Kölner Gesundheitsamt, die Krankenhäuser, Ärzte, die Feuerwehr sowie der Rettungsdienste stehen in engem Kontakt miteinander, um die Ausbreitung des Corona-Virus in Köln zu verhindern bzw. einzudämmen, so die Stadt Köln.

Die aktuellen deutschlandweiten und internationalen Fallzahlen können über die Seite des Robert-Koch-Instituts abgerufen werden, die aktuellen Daten für Köln haben wir hier bei CityNEWS, sowie in unserem ständig aktualsierten Live-Ticker. Eine Übersicht mit den aktuellen Fallzahlen in NRW gibt es hier.

Bürger, die sich Sorgen machen, möglicherweise mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert sein zu können, haben die Möglichkeit sich rund um die Uhr an die ambulante Versorgung der kassenärztlichen Vereinigung in Köln zu wenden. Ob ein Labortest auf eine Infektion mit dem Corona-Virus durchgeführt werden muss, entscheidet dann der behandelnde Arzt. Immer, wenn notwendig, wird das Gesundheitsamt hinzugezogen, welches ebenfalls rund um die Uhr zur Verfügung steht. Der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung ist unter der Telefonnummer 116 117 zu erreichen.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um das Corona-Virus eingerichtet: 0221 – 221 335 00. Die Telefon-Hotline der Stadt Köln ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am kommenden Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar.

Fragen und Antworten zum Corona-Virus

  1. Was sind Corona-Viren?
  2. Wie wird das Corona-Virus übertragen?
  3. Wie lange dauert es, bis man nach einer Infektion krank wird?
  4. Welche Symptome werden durch Corona-Viren ausgelöst?
  5. Wie gefährlich ist das Corona-Virus?
  6. Gibt es Medikamente oder Impfstoffe gegen das Corona-Virus?
  7. Wie viele Corona-Virus-Fälle gibt es aktuell in Köln?
  8. Werden Veranstaltungen in Köln abgesagt?
  9. Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?
  10. Wie verhalte ich mich im Verdachtsfall?
  11. Sind Hausärzte, Krankenhäuser und Co. vorbereitet?
  12. Was ist das Infektionsschutz-Zentrum Köln?
  13. Warum müssen Personen in Quarantäne und was bedeutet dies genau?
  14. Wie läuft eine Quarantäne ab?
  15. Sind Auslandsreisen derzeit noch sicher?
  16. Was muss beachtet werden, bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet?
  17. Ist das Virus über Lebensmittel übertragen werden?
  18. Kann man sich über Oberflächen oder Gegenstände anstecken?
  19. Kann man sich beim Haustier infizieren oder sein Haustier anstecken?
  20. Welche Vorsorgemaßnahmen sollten Firmen beachten?

Was sind Corona-Viren?

Corona-Viren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie das Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder das Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

Man nimmt laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung an, dass der Vorläufer des neuartigen Corona-Virus von Wildtieren stammt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich die ersten Patienten Anfang Dezember auf einem Markt in Wuhan, in der Provinz Hubei, China, angesteckt haben, der am 01.01.2020 geschlossen wurde. Das neuartige Corona-Virus erhielt den offiziellen Namen “SARS-CoV-2”, die Atemwegserkrankung, die es auslöst, wird als “COVID-19” bezeichnet.

Wie wird das Corona-Virus übertragen?

Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist möglich. Anstecken kann man sich über Tröpfcheninfektion, also z.B. durch Husten, Niesen oder Sprechen. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Die Corona-Viren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob das neuartige Corona-Virus auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

Wie lange dauert es, bis man nach einer Infektion krank wird?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass erste Symptome innerhalb von 2 bis 14 Tagen auftreten.

Welche Symptome werden durch Corona-Viren ausgelöst?

Das neuartige Corona-Virus verursacht Atemwegsbeschwerden, vorrangig Husten. In den meisten Fällen ist auch Fieber beschrieben. Häufig trat bei den diagnostizierten Fällen auch eine Lungenentzündung auf. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Wie gefährlich ist das Corona-Virus?

Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Erkrankungsfällen verliefen vier von fünf Erkrankungen mild. Das Virus kann sowohl leichte, grippeähnliche Symptome verursachen, als auch zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Personen mit chronischen Erkrankungen haben ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Besonders betrifft dies Personen mit Bluthochdruck, Diabetes, Erkrankungen der Leber und anderen chronischen Atemwegserkrankungen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und /oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten (Hintergrundinformationen zur Schätzung der Sterblichkeit).

In Deutschland sind laut unterschiedlichen Quellen und Medienangaben bisher über 850 Todesfälle aufgetreten und insgesamt geht man deutschlandweit von rund 70.000 Infizierten aus. Weltweit ist die Zahl der Corona-Infizierten auf über 930.000 Personen in 205 Ländern gestiegen. Insgesamt gibt es weltweit über 46.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus. (Stand 03.04.2020 – 13:30 Uhr)

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Infos und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Auf globaler Ebene handelt es sich um eine sich sehr dynamisch entwickelnde und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Mit weiteren Fällen, Infektionsketten und Ausbrüchen muss in Deutschland gerechnet werden.

Gibt es Medikamente oder Impfstoffe gegen das Corona-Virus?

Die Symptome können bisher nur symptomatisch behandelt werden. Ein spezifisches Medikament gegen das Virus gibt es bis dato nicht. Es gibt Fortschritte bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Corona-Viren, insbesondere MERS-CoV Impfstoffe, die momentan in klinischen Studien erprobt werden. In China soll Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Diese stehen aber noch nicht für die Anwendung zur Verfügung. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar. 

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf eher mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen deswegen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes.

Wie viele Corona-Virus-Fälle gibt es aktuell in Köln?

UPDATE am 02.04.2020: Mit Stand von Donnerstag, 02.04.2020 um 18:30 Uhr gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln insgesamt 1.666 bestätigte Coronavirus-Fälle. 130 dieser Coronavirus-Infizierten befinden sich derzeit in stationärer Quarantäne, davon 42 Personen auf der Intensivstation. Für rund 850 Kontaktpersonen hat das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet. Bisher starben im Zusammenhang mit dem Coronvirus in Köln 23 Personen.

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen und Neugigkeiten rund um die Ausbreitung des Corona-Virus in Köln.

Werden Veranstaltungen in Köln durch das Gesundheitsamt abgesagt?

UPDATE am 17.03.2020: Der Krisenstab der Stadt Köln hat beschlossen, dass die städtischen Museen, die städtischen Bürgerhäuser, die Volkshochschule VHS, die Stadtbibliothek sowie die Rheinische Musikschule ab Samstag, 14. März 2020 bis einschließlich 19. April 2020 schließen. Damit finden auch alle Veranstaltungen in den Einrichtungen bis auf weiteres nicht statt. Auch jegliche Veranstaltungen in Köln sind mittlerweile untersagt. Zudem wurden am Montag, 16.03.2020 zahlreiche weitere Maßnahmen vom Krisenstab der Stadt Köln beschlossen. Bei CityNEWS haben wir hier in einer Übersicht alle Maßnahmen, Regeln und Verbote zusammengefasst haben.

Aufgrund der steigenden Zahl von Corona-Virus-Infektionen hat das Land NRW am Dienstag, 10.03.2020, einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums an die örtlichen Behörden vorgestellt. Danach sollen die örtlichen Behörden mit sofortiger Wirkung alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern unabhängig von ihrem Veranstaltungsort grundsätzlich absagen. Dieser Erlass wurde am Sonntag, 15.03.2020 nochmals verschärft. Die genauen Maßnahmen haben wir hier bei CityNEWS zusammengefasst.

Die Stadt Köln hat den Erlass am 14.03.2020 unverzüglich umgesetzt und diese Anordnung sogar wie bereits erwähnt ausgeweitet auf jegliche Veranstaltungen, unabhängig ihrer Besucherzahl. So werden ab Dienstag, 17.03.2020 alle Restaurants und Gastronomiebetriebe in der Domstadt schließen. Die Veranstalter wie z.B. die Philharmonie, der Musical Dome oder die LANXESS arena in Köln sind bereits informiert. Die Stadt hat sich entschieden, das Verbot zunächst bis zum 10. April 2020 (Karfreitag) zu befristen.

Welche Veranstaltungen in Köln genau abgesagt wurden finden Sie in unserem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS.

Welche Maßnahmen, Regeln und Verbote in Köln gelten, haben wir in einer aktuellen Übersicht zusammengefasst.

Wie kann man sich vor einer Infektion schützen?

  • Waschen Sie sich häufig und gründlich die Hände mit ausreichend Wasser und Seife.
  • Verzichten Sie darauf, sich die Hände zu geben.
  • Vermeiden Sie es, mit den Händen das Gesicht zu berühren.
  • Halten Sie sich an die Husten- und Nies-Etikette (Husten und Niesen in die Ellenbeuge).
  • Nutzen Sie Papiertaschentücher zum Naseputzen und verwenden Sie diese nur einmalig.
  • Entsorgen Sie diese so bald wie möglich in einem Abfalleimer und waschen Sie zeitnah Ihre Hände.
  • Halten Sie einen Mindestabstand (1 bis 2 Meter) zu anderen Personen, insbesondere zu Personen mit Atemwegsbeschwerden.
  • Diese Maßnahmen schützen auch vor der Influenza (Grippe) und anderen Atemwegserkrankungen.
  • Eine Händedesinfektion ist nicht erforderlich.

Mundschutzmasken: Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) lt. BZgA durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz).

Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz korrekt sitzt. Dieser muss enganliegend getragen werden und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Während des Tragens sollte er nicht (auch nicht unbewusst) verschoben werden.

Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.

Wie verhalte ich mich im Verdachtsfall?

Wenn Sie aus einem betroffenen Gebiet zurückkehren oder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten und unter Fieber, Husten oder Atemnot leiden, vermeiden Sie engen Kontakt zu anderen Menschen. Tragen Sie einen Mundschutz und waschen Sie sich häufig die Hände. Suchen sie nach telefonischer Ankündigung einen Arzt beziehungsweise die Ärztliche Notaufnahme eines Krankenhauses auf, um sich untersuchen zu lassen. Vor bzw. bei der Kontaktaufnahme sollte man den Verdachtsfall eines möglichen Corona-Virus mitteilen.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um das Corona-Virus eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline der Stadt Köln ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117rund um die Uhr zu erreichen.

Sind Hausärzte, Krankenhäuser und Co. vorbereitet?

Nach Klärung, ob es sich bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten mit typischen Symptomen oder Kontaktpersonen zu einem Erkrankten um einen Verdachtsfall handelt, werden die medizinischen Einrichtungen sensibilisiert, wie sie sich im Verdachtsfall zu verhalten haben (Schutzkleidung, Mundschutz sowie Isolierung des Verdachtsfalles durch Einzelunterkunft).

Grundsätzlich sind alle Krankenhäuser in Köln darauf vorbereitet, Erkrankte mit hochpathogenen Erregern versorgen zu können. Ob eine Behandlung auf einer Isolierstation erfolgt, wird je nach Schwere der Erkrankung entschieden.

Was ist das Infektionsschutz-Zentrum in Köln?

Das Infektionsschutz-Zentrum ist ein vom Gesundheitsamt der Stadt Köln, der Uniklinik Köln und der Kassenärztlichen Vereinigung in Köln eingerichtetes Kompetenzzentrum für das neuartige Corona-Virus für Ärzte sowie Krankenhäuser.

Wer Sorge oder begründeten Verdacht hat, durch den Corona-Virus erkrankt zu sein, wendet sich zunächst an den Hausarzt, an den hausärztlichen Notdienst (Telefonnummer: 116 117) oder an eine Krankenhaus-Notfallaufnahme in der Nähe. Die Stadt Köln hat außerdem ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um das Corona-Virus eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline der Stadt Köln ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am kommenden Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar.

Bevor eine Arztpraxis oder Notaufnahme aufgesucht wird, sollte sich der Betroffene vorher telefonisch mit dem Hinweis auf den Verdacht bezgl. des Corona-Virus ankündigen. Den Anweisungen, wann man in die Praxis oder Notaufnahme kommen soll, sowie wo und wie man sich dann Ort ankündigt, müssen unbedingt befolgt werden. Die Ärzte können sich bei Bedarf und Rückfragen an das Infektionsschutz-Zentrum werden.

Warum müssen Personen in Quarantäne und was bedeutet dies genau?

Um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in Deutschland so weit wie möglich zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen, ist es lt. BZgA notwendig, die Personen, die Kontakt zu Menschen hatten, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde, möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Zeit, die zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten von Krankheitszeichen (14 Tage) liegt, in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Krankheitszeichen auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Wie läuft eine Quarantäne ab?

Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest. Zu den Empfehlungen kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten sowie auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände wie beispielsweise Geschirr und Wäsche nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich wie üblich gewaschen werden. Das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, die Benutzung von Einwegtaschentüchern beim Naseputzen und regelmäßige Händehygiene sind wichtig, damit die Viren im Falle einer tatsächlichen Ansteckung nicht unnötig in der Umgebung verteilt werden.

Eine Isolation bedeutet, dass die betroffene Person zu Hause bleiben muss und nicht am öffentlichen Leben teilnehmen, nicht zur Arbeit, zur Schule etc. gehen und keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen kann. Das Gesundheitsamt entscheidet, wie lange die Isolation erforderlich ist und wird telefonisch mit Kontakt halten.

Das Gesundheitsamt stellt auch eine Ordnungsverfügung aus, aus der hervorhergeht, dass eine Isolationszeit angeordnet wurde. Diese Vorlage dient auch zur Vorlage beim Arbeitgeber.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag zum Bespiel durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Oberflächen, mit der die betroffene Person in Berührung kommt, wie bspw. Tische oder Türklinken, sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Personen die unter Quarantäne stehen sollten:

  • keinen Besuch empfangen, vor allem nicht von älteren Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • Abstand zu anderen Personen im Haushalt halten, vor allem zu älteren Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • anderen Personen nicht die Hand geben, sie nicht küssen und nicht umarmen
  • nicht mit anderen Personen in einem Bett schlafen
  • wenn möglich, einen eigenen Schlafraum und ein eigenes Badezimmer / Toilette benutzen
  • Mahlzeiten nicht gemeinsam mit anderen Personen einnehmen
  • regelmäßig Hände waschen und die Husten-Nies-Etikette beachten
  • Einmal-Taschentücher benutzen
  • Haushaltsgegenstände wie Geschirr wie üblich waschen, ehe sie von anderen Personen benutzt werden
  • Wäsche regelmäßig und gründlich mit üblichen Verfahren waschen
  • Hygieneartikel nicht mit anderen Personen teilen.

Personen die unter Quarantäne stehen dürfen die Wohnung verlassen, z.B. zu Spaziergängen im Freien oder um mit dem Hund Gassi zu gehen. Dabei muss aber mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Menschen eingehalten werden. Auch die Benutzung des eigenen Autos ist erlaubt, ebenso darf z.B. man in einem Mehrfamilienhaus eine Gemeinschaftswaschküche benutzen oder in den Keller gehen, solange man dabei nicht mit anderen Personen zusammentrifft.

Sind Auslandsreisen derzeit noch sicher?

Über aktuelle Reisewarnungen informiert das Auswärtige Amt.

Was muss beachtet werden, bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet?

Grundsätzlich gelten nur Personen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben oder Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten, als Risikopersonen. Diese sollten beim Auftreten von Symptomen engen Kontakt zu anderen Menschen vermeiden, einen Mundschutz tragen und sich häufig die Hände waschen. Ein Arzt oder Krankenhaus sollte nach telefonischer Ankündigung aufgesucht werden, um sich untersuchen zu lassen. Vor bzw. bei der Kontaktaufnahme sollte unbedingt der Verdachtsfall eines möglichen neuartigen Corona-Virus geäußert werden.

Kann das Virus über Lebensmittel übertragen werden?

Nach der derzeitigen Wissens- und Informationslage gibt es keine Hinweise auf eine mögliche Übertragung des Corona-Virus durch Lebensmittel. Die Übertragung erfolgt vom Tier auf den Menschen und von Mensch zu Mensch. Es gibt bisher auch keine Warnung vor dem Verzehr von Lebensmitteln aus China.

Kann man sich über Oberflächen oder Gegenstände anstecken?

Nach der derzeitigen Wissens- und Informationslage erscheint eine Infektion mit dem Corona-Virus über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Post oder Gepäck, unwahrscheinlich.

Kann man sich beim Haustier infizieren oder sein Haustier anstecken?

Aktuelle Informationen hierzu gibt es auf der Seite des Friedrich-Loeffler-Instituts.

Welche Vorsorgemaßnahmen sollten Firmen beachten?

Grundsätzlich gelten die gleichen Empfehlungen wie für Privatpersonen. Von Dienstreisen in Risikogebiete wird abgeraten. Bei Rückkehrern aus Risikogebieten, die gesund sind, ist nichts weiter zu veranlassen. Rückkehrende aus Risikogebieten, die erkrankt sind bzw. die erkranken, sollten sich nach vorheriger telefonischer Ankündigung bei ihrem Arzt vorstellen.

Aktuelle Informationen zur Ausbreitung des Corona-Virus in Köln haben hier bei CityNEWS in einem Live-Ticker für Sie zusammengestellt!

Welche Maßnahmen, Regeln und Verbote in Köln genau gelten, haben wir in einer aktuellen Übersicht zusammengefasst.

Letzte Aktualisierung: 03.04.2020 – 13:30 Uhr