Sonnenstudios / Solarien und Nagelstudios in NRW dürfen wieder öffnen

Sonnenstudios und Nagelstudios dürfen in NRW wieder öffnen copyright: Envato / nd3000
Sonnenstudios und Nagelstudios dürfen in NRW wieder öffnen
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Ab 11. Mai 2020 dürfen nun endlich auch wieder Sonnenstudios / Solarien und Nagelstudios in NRW öffnen. Wochenlang waren die Dienstleister wegen der aktuellen Coronavirus-Lage geschlossen, nun kommt die Entscheidung der Landesregierung NRW zur Öffnung. Jedoch müssen die Betreiber strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zur Öffnung ihrer Betriebe beachten.

Sonnenstudios / Solarien müssen Corona-Schutzmaßnahmen treffen

Sonnenstudios / Solarien müssen Corona-Schutzmaßnahmen treffen copyright: Envato / AntonioGravante
Sonnenstudios / Solarien müssen Corona-Schutzmaßnahmen treffen
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Neben strikter Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln sollen die Sonnenstudios / Solarien auf eine möglichst kontaktarme Erbringung der Dienstleistung achten. In der aktuellen Coronaschutz-Verordnung steht unter Paragraf 11:

“Alle Handelseinrichtungen haben geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen (auch in Warteschlangen) und zur Umsetzung einer Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung (§ 2 Absatz 3) zu treffen.”

Ergänzend dazu ist in Paragraf 12 der Coronaschutz-Verordnung folgendes aufgelistet:

“Bei anderen Handwerker- und Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sowie bei körperbezogenen Dienstleistungen (z.B. Sonnenstudios) ist neben strikter Beachtung der allgemeinen Hygiene- und Infektionsschutzregeln auf eine möglichst kontaktarme Erbringung zu achten.”

Allgemeiner Maßstab für die durchzuführende Zugangskontrolle soll 1 Kunde pro 10 Quadratmeter sein. Zudem müssen Auflagen zur Vermeidung vom Warteschlangen beachtet werden. Die Schutzmaskenpflicht gilt für Kunden, Nutzer, Inhaber und Beschäftigte gleichermaßen.

Auch Massagestudios, Kosmetiker, Beauty-Salons und Nagelstudios dürfen wieder öffnen

Auch Nagelstudios dürfen wieder öffnen und Maniküre anbieten copyright: Envato / microgen
Auch Nagelstudios dürfen wieder öffnen und Maniküre anbieten
copyright: Envato / microgen

Ab dem 11. Mai 2020 dürfen nach Friseuren und Fußpflegern u. a. auch Massagestudios, Beauty-Salons, Kosmetiker und Nagelstudios wieder Kunden z. B. für die Maniküre empfangen. Hier gelten ebenfalls die strengen Hygiene- und Coronaschutz-Regeln. Tattoostudios und Piercingstudios dürfen ebenfalls zum 20.05.2020 wieder öffnen.

Vorschriften für Nagelstudios und Kosmetikbetriebe

Grundsätzlich ist die Verordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten (Hygiene-Verordnung) des Landes NRW zu beachten. Folgende Maßnahmen gelten zusätzlich:

  1. Kunden sowie Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion ist der Zutritt zu den Geschäftsräumen zu verweigern. Ausnahmen bei Beschäftigten sind nach ärztlicher Abklärung möglich. Ausnahmen für Kunden sind nur bei zwingenden medizinischen Gründen und unter Beachtung besonderer zusätzlicher Schutzmaßnahmen zulässig.
  2. Die Kunden müssen sich nach Betreten des Kosmetikstudios die Hände waschen oder desinfizieren (Desinfektionsmittel mind. “begrenzt viruzid”). Auf nicht kontaktfreie Begrüßungsrituale (Händeschütteln etc.) ist zu verzichten. Kunden, die nicht zur Einhaltung der nachfolgenden Regeln bereit sind, ist im Rahmen des Hausrechtes der Zutritt zu verwehren.
  3. Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Kosmetikstudios bzw. der Geschäftsräume sind nach Einholen des Einverständnisses zur Ermöglichung einer Kontaktpersonennachverfolgung zu dokumentieren.
  4. In Sanitär- und Gemeinschafts- und Pausenräumen sind Händedesinfektionsmittel, Flüssigseife und Einmalhandtücher zur Verfügung zu stellen. Die Räume sind in kurzen Intervallen (mind. 2 x täglich) zu reinigen. Es gilt hier ebenso der Mindestabstand untereinander.
  5. Kosmetiker und Kunden müssen in den Geschäftsräumen – soweit keine medizinischen Gründe entgegenstehen – eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Die Leistungserbringer müssen die Mund-Nase-Bedeckung nach dem Abschluss einer Dienstleistung an einem Kunden wechseln. Bei ausnahmsweise paralleler Kundenbetreuung und generell muss eine Maske bei Durchfeuchtung gewechselt werden, mind. aber alle 60 Minuten. Wiederverwendbare Mund-Nase-Bedeckungen müssen vor der nächsten Benutzung bei mind. 60 Grad Celsius oder mit geeignetem Waschmittel (mind. “begrenzt viruzid”) gewaschen werden.
  6. Kontaktpunkte zur Kleidung des Kunden sind während der Behandlung abzudecken.
  7. Bei gesichtsnahen Dienstleistungen und nicht einhaltbaren Schutzabständen müssen Kosmetiker während der Behandlung mindestens eine FFP2-, eine KN95- oder N95-Maske tragen, ergänzt von einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild.
  8. Der Abstand zwischen 2 gleichzeitig mit Kunden besetzten Behandlungsplätzen muss mindestens 2,5 Meter betragen (gesicherter Mindestabstand 1,5 Meter zzgl. Bewegungsraum).
  9. Die Bewegungsräume zur Einhaltung des 1,5 Meter Abstandes sollen markiert oder abgesperrt werden.
  10. Die gleichzeitige Anwesenheit von Kunden in Wartebereichen ist zu vermeiden und die Mindestabstände von 1,5 Meter zwischen Kunden sind einzuhalten. Durch Terminvereinbarung ist ein Rückstau von Kunden in Wartebereichen zu vermeiden.
  11. Zeitschriftenauslagen, Bewirtung usw. für die Kunden sind unzulässig.
  12. Kosmetiker müssen vor jedem Kundenwechsel die Hände waschen oder desinfizieren. Das Tragen von Einweghandschuhen ist vom Beginn der Dienstleistung bis nach Abschluss der Behandlung obligatorisch. Die Handschuhe sind nach jedem Kunden zu wechseln. Das gilt auch während einer möglichen parallelen Betreuung mehrerer Kunden.
  13. Für die Behandlung genutzte Tücher und ähnliches, sofern es sich nicht um Einmalartikel handelt, dürfen erst nach einer 60 Grad-Wäsche oder einer Wäsche mit desinfizierendem Waschmittel bei 40 Grad erneut benutzt werden.
  14. Alle Kontaktflächen wie Stühle, Liegen und Ablagen sind nach jedem Gebrauch mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen oder mit einem geeigneten (mind. “begrenzt viruziden”) Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Bei der Behandlung entstandene Abfälle sind nach jeder Leistungserbringung ordnungsgemäß zu entsorgen. Türklinken, Handläufe usw. müssen regelmäßig gereinigt werden.
  15. Alle Materialien und Arbeitsgeräte sind nach jedem Kunden ordnungsgemäß zu reinigen bzw. zu desinfizieren.
  16. Die Geschäftsräume müssen ausreichend belüftet sein.
  17. Das Personal wird zu den genannten Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (inkl. allg. Regeln des Infektionsschutzes wie “Niesetikette”, Einordnung von Erkältungssymptomen etc.) unterwiesen. Kunden werden durch Hinweisschilder, Aushänge etc. über die einzuhaltenden Regeln informiert.

Vorschriften für Massagestudios

Grundsätzlich ist die Verordnung zur Verhütung übertragbarer Krankheiten (Hygiene-Verordnung) des Landes NRW zu beachten. Folgende Maßnahmen gelten zusätzlich:

  1. Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Gesichtsmassagen und ähnliche Behandlungen dürfen derzeit nicht ausgeführt werden. Ausschließlich medizinisch notwendige gesichtsnahe Behandlungen sind möglich.
  2. Kunden sowie Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion ist der Zutritt zu den Geschäftsräumen zu verweigern. Ausnahmen bei Beschäftigten sind nach ärztlicher Abklärung möglich. Ausnahmen für Kunden sind nur bei zwingenden medizinischen Gründen und unter Beachtung besonderer zusätzlicher Schutzmaßnahmen zulässig.
  3. Kunden müssen sich nach Betreten des Massagestudios die Hände waschen oder desinfizieren (Desinfektionsmittel mind. “begrenzt viruzid”). Auf nicht kontaktfreie Begrüßungsrituale (Händeschütteln etc.) ist zu verzichten. Kunden, die nicht zur Einhaltung der nachfolgenden Regeln bereit sind, ist im Rahmen des Hausrechtes der Zutritt zu verwehren.
  4. Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Massagestudios bzw. der Geschäftsräume sind nach Einholen des Einverständnisses zur Ermöglichung einer Kontaktpersonennachverfolgung zu dokumentieren.
  5. Beschäftigte und Kunden müssen in den Geschäftsräumen – soweit keine medizinischen Gründe entgegenstehen – eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Die Beschäftigten müssen die Mund-Nase-Bedeckung nach dem Abschluss einer Dienstleistung an einem Kunden wechseln. Bei ausnahmsweise paralleler Kundenbetreuung und generell muss eine Maske bei Durchfeuchtung gewechselt werden, mind. aber alle 60 Minuten. Wiederverwendbare Mund-Nase-Masken müssen vor der nächsten Benutzung bei mind. 60 Grad oder mit einem desinfizierenden Waschmittel bei 40 Grad gewaschen werden.
  6. In Sanitärräumen sind Händedesinfektionsmittel, Flüssigseife und Einmalhandtücher zur Verfügung zu stellen. Sanitärräume sind in kurzen Intervallen (mind. 2 x täglich) zu reinigen.
  7. Die Beschäftigten müssen vor jedem Kundenwechsel die Hände waschen oder desinfizieren. Das gilt auch während einer möglichen parallelen Betreuung mehrerer Kunden.
  8. Für die Behandlung genutzte Textilien und ähnliches, sofern es sich nicht um Einmalartikel handelt, dürfen erst nach einer 60 Grad-Wäsche oder einer Wäsche mit desinfizierendem Waschmittel bei 40 Grad erneut benutzt werden.
  9. Der Abstand zwischen 2 gleichzeitig mit Kunden besetzten Arbeitsplätzen muss grds. mindestens 3 Meter betragen (gesicherter Mindestabstand 1,5 Meter zzgl. Bewegungsraum).
  10. Die Bewegungsräume zur Einhaltung des 1,5 Meter – Abstandes sollen markiert oder abgesperrt werden.
  11. Die gleichzeitige Anwesenheit von Kunden in Wartebereichen ist zu vermeiden. Die  Mindestabstände von 1,5 Meter zwischen Kunden sind einzuhalten. Durch Terminvereinbarung ist ein Rückstau von Kunden in Wartebereichen zu vermeiden.
  12. Zeitschriftenauslagen, Bewirtung etc. für die Kunden sind unzulässig.
  13. Alle Kontaktflächen wie Stühle, Liegen und Ablagen sind nach jedem Gebrauch mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen oder mit einem geeigneten (mind. “begrenzt viruziden”) Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Bei der Behandlung entstandene Abfälle sind nach jeder Leistungserbringung ordnungsgemäß zu entfernen.
  14. Alle Materialien und Arbeitsgeräte sind nach jedem Kunden ordnungsgemäß zu reinigen und zu desinfizieren.
  15. Die Geschäftsräume müssen ausreichend belüftet sein. Abfälle sind mind. 2 x täglich zu entsorgen.
  16. Das Personal wird zu den vorgenannten Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (inkl. allg. Regeln des Infektionsschutzes wie “Niesetikette”, Einordnung von Erkältungssymptomen etc.) unterwiesen. Kunden werden durch Hinweisschilder, Aushänge usw. über die einzuhaltenden Regeln informiert.

Weitere wichtige Informationen zur Coronavirus

Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet. copyright: Envato / dolgachov
Für Fragen rund um den Corona-Virus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet.
copyright: Envato / dolgachov

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen, Zahlen, Daten, Statistiken und Neuigkeiten rund um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln.

Welche Maßnahmen, Regeln und Verbote in Köln genau gelten, haben wir in einer aktuellen Übersicht zusammengefasst.

Weitere Infos und Antworten auf 20 aktuelle Fragen rund um den Coronavirus, haben wir bei CityNEWS hier für Sie zusammengestellt.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um Corona eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr zu erreichen.