Coronavirus: Diese Maßnahmen und Regeln gelten in Köln

Coronavirus: Diese Maßnahmen gelten ab sofort in Köln copyright: Envato / tommyandone
Coronavirus: Diese Maßnahmen gelten ab sofort in Köln
copyright: Envato / tommyandone

Aktualisiert am 16.04.2020 um 18:30 Uhr: In seiner Sitzung am Montag, 16.03.2020 hat sich der Krisenstab in Köln mit dem Erlass des Landes NRW von Sonntag, 15.03.2020, befasst. Für Köln wurden zahlreiche weitere Maßnahmen (hier als Download) beschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus in der Domstadt einzudämmen.

UPDATE 16.04.2020: Am Mittwoch, 15.04.2020 hat die Bundesregierung zusammen mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer Lockerungen und neue Regelungen sowie Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Diese können Sie hier kostenlos downloaden.

Überblick: Was hat geöffnet? Was muss schließen? Was ist verboten?

Die Stadt Köln hat weitere Maßnahmen im Einzelhandel beschlossen. copyright: Envato / seventyfourimages
Die Stadt Köln hat weitere Maßnahmen im Einzelhandel beschlossen.
copyright: Envato / seventyfourimages

CityNEWS gibt hier eine Übersicht zu den aktuell geltenden Maßnahmen und Regeln in Zeiten der Coronavirus-Krise. Wir aktualisieren diese Übersicht immer sobald weitere oder aktuellere Informationen vorliegen. Die aufgeführten Regelungen können je nach Bundesland und auch je nach Stadt / Kommune minimal abweichen, wir haben hier (sofern nicht anders angegeben) die allgemein gültigen Richtlinien zusammengefasst. Die hier aufgezeigten Regelungen gelten vorerst bis einschließlich 3. Mai 2020.

Das darf öffnen

  • Allgemeine Geschäfte bis 800 Quadratmeter
  • Apotheken
  • Autohändler
  • Banken
  • Babyfachmärkte
  • Baumärkte
  • Buchhandlungen
  • Drogerien
  • Einrichtungshäuser
  • Gartenmärkte
  • Getränkemärkte
  • Handwerksbetriebe
  • Kiosk
  • Postfilialen
  • Reinigungen
  • Sanitätshäuser
  • Supermärkte
  • Tankstellen
  • Therapeutische Praxen
  • Tierfachmärkte
  • Waschsalons
  • Wochenmärkte
  • Zeitungsverkauf

Für die Öffnung gilt die Beachtung der strengen Hygiene-, Infektionsschutz- und Abstands-Richtlinien.

Das bleibt geschlossen

  • Bars
  • Bordelle und Prostitutionsstätten
  • Clubs
  • Diskotheken
  • Fitness-Studios
  • Freizeitparks
  • Friseure
  • Kinos
  • Kneipen
  • Konzerthallen
  • Messen
  • Museen
  • Opern
  • Restaurants (Ausnahme: Außer-Haus-Verkauf)
  • Schulen und Kindergärten (mit Ausnahmen)
  • Schwimm- und Spaßbäder
  • Spielhallen, Spielbanken, Wettbüros
  • Spielplätze
  • Sportanlagen
  • Theater
  • Tierparks
  • Zoos

Das ist verboten

  • Alle Großveranstaltungen (bis mindestens 31.08.2020)
  • Angebote von Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich
  • Treffen in Sporteinrichtungen und Vereinen
  • Übernachtungen in Hotels / Pensionen zu touristischen Zwecken
  • Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als 2 Personen. Ausgenommen davon sind sind:
    • Verwandte in gerader Linie,
    • Ehegatten, Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen,
    • die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen,
    • zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen,
    • bei der bestimmungsgemäßen Verwendung zulässiger Einrichtungen unvermeidliche Ansammlungen (insbesondere bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs).

Maßnahmen

  • Jegliche Veranstaltungen von Messen über Konzerte bis Aufführungen oder Vorträge – unabhängig ihrer Teilnehmerzahl – sind verboten
  • Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen
  • Besucher in Einrichtungen für Geflüchtete sind verboten
  • Training in Sportvereinen oder Gruppen (Ausnahme Profi-Sport ohne Zuschauer) ist untersagt
  • Versammlungen unter freiem Himmel (dazu zählen auch politische Demonstrationen) sind verboten
  • Krankenhaus- oder Altenheimbesuche (mit Ausnahme von sehr engen Verwandten und unter bestimmten Auflagen) sind nicht erlaubt
  • Bei Beerdigungen oder Trauungen darf nur noch der engste Verwandtenkreis teilnehmen
  • Die Busse und Bahnen der KVB fahren nach einem Sonderfahrplan
  • Das Grillen ist untersagt, ebenso das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) auf allen öffentlichen Flächen und Grillplätzen
  • Straßenstrich und Wohnungsprostitution ist untersagt
  • Für alle Reiserückkehrer, die sich mehr als 72 Stunden außerhalb Deutschlands aufgehalten haben, gilt nun die Verpflichtung, sich sofort nach der Einreise für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben

Stand: 16.04.2020

Weitere Maßnahmen und Regelungen in Köln

  • Betretungsverbot für Rückkehrer aus den Risikogebieten für bestimmte Einrichtungen, wie z. B. Kitas, Schulen und Krankenhäuser
  • Reduzierung von Krankenbesuchen, um Patienten und Personal zu schützen
  • Untersagung des Betriebs sämtlicher Vergnügungsstätten, insbesondere Bars, Clubs oder Diskotheken sowie Theater, Musicals, Kinos und Museen
  • Verbot von Gastronomiebetrieben, insbesondere Restaurants, Cafés, Kneipen und Gaststätten. Ausgenommen davon bleiben der Außer-Haus-Verkauf sowie die Lieferung von vorbestellten Speisen und Getränken
  • Einschränkung des Hotelbetriebes
  • Untersagung des Betriebes sämtlicher Sporteinrichtungen, insbesondere Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen und sogenannte “Spaßbäder”
  • Verbot von Spielhallen, Spielbanken und ähnliche Unternehmen sowie Wettbüros
  • Untersagung des Prostitutionsbetriebes
  • Untersagung aller Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen
  • Verbot von Zusammenkünften in Sportvereinen sowie sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Ausgenommen ist der Trainingsbetrieb des Profi-Sports, sofern er unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet
  • Beschränkung des Betriebs von Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, “Shopping-Malls”, “Factory Outlets” und vergleichbaren Einrichtungen, die mehr als 15 einzelne Geschäftsbetriebe umfassen
  • Untersagung jeglicher Veranstaltungen. Dies schließt grundsätzlich Verbote von Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein

Alle vorgenannten Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus gelten bis 19.04.2020. Die neuen Regeungen und Maßnahmen vom 15.04.2020 haben wir hier für Sie zusammengefasst!

Stadt Köln beschließt weitere Maßnahmen (11.04.2020)

  • Besuche in den Kliniken der Stadt Köln sind bis auf weiteres nicht mehr möglich. Ausnahmen gelten nur bei Kindern sowie nach einer Geburt (nur die engste Bezugsperson), in lebensbedrohlichen Situationen oder auf der Palliativstation.
  • Ab 19.03.2020 dürfen nur noch Supermärkte, Drogerien, Friseure, Reinigungen, Wochenmärkte, Baumärkte und Tierläden geöffnet bleiben. Alle anderen Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Eine genaue Liste soll in Kürze folgen.
  • Auf den Wochenmärkten wird es nur noch Stände geben, die Lebensmittel verkaufen.
  • Die Busse und Bahnen der KVB fahren ab sofort nach einem Sonderfahrplan.
  • Ab 19.03.2020 bleiben alle Dienststellen der Stadt Köln grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen und sind nur noch per E-Mail oder telefonisch erreichbar. Die bisher vereinbarten oder online gebuchten Termine mit Ämtern und Dienststellen sind ab sofort nicht mehr gültig.
  • Der Betrieb von Hotels oder Beherbergungsstätten ist untersagt. Ausgenommen sind Übernachtungen und Unterbringungen von Schlüsselpersonen sowie sonstige Unterbringungen auf gesonderte behördliche Anordnung.
  • In Köln ist auf allen öffentlichen Flächen, auch auf Grillplätzen, das Grillen untersagt, ebenso das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas).
  • Kosmetikstudios, Nagel- und Fußpflegestudios, Solarien- und Sonnenstudios, Tattoo-Studios, Massagestudios und Beauty-Salons dürfen nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen hiervon sind medizinische oder therapeutische Berufe oder Dienstleistungen, die einer staatlichen Anerkennung oder Erlaubnis bedürfen.
  • Das Verbot von Prostitution wird auf den Straßenstrich und Wohnungsprostitution ausgeweitet.
  • Besucher in allen städtischen Unterkünften für Geflüchtete sind untersagt.
  • Spiel- und Sportplätze sind geschlossen.
  • Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen außerhalb der engeren Familie.
  • Für alle Reiserückkehrer, die sich mehr als 72 Stunden außerhalb Deutschlands aufgehalten haben, gilt nun die Verpflichtung, sich sofort nach der Einreise für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.

Auch diese genannten zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten zunächst bis einschließlich 19.04.2020. Die neuen Regelungen und Maßnahmen vom 15.04.2020 haben wir hier zusammengefasst!

Zusätzliche Regelungen gegen die Coronavirus-Ausbreitung in Köln

Bei Hochzeiten in Köln sind ab sofort nur noch die engsten Zeugen zugelassen. copyright: Envato / aetb
Bei Hochzeiten in Köln sind ab sofort nur noch die engsten Zeugen zugelassen.
copyright: Envato / aetb

Um Menschenansammlungen auch im Freien möglichst zu vermeiden, bleiben vorerst auch der Botanische Garten, der Forstbotanische Garten, der Lindenthaler Tierpark und Finkens Garten geschlossen.

Des Weiteren hat sich der Kölner Krisenstab damit beschäftigt, wie innerhalb der Stadtverwaltung persönliche Kontakte reduziert werden können, um die Ausbreitungsdynamik des Coronavirus zu bremsen. Am Dienstag und Mittwoch, 17. und 18.03.2020, bleiben alle Bereiche der Kölner Stadtverwaltung für den Publikumsverkehr geschlossen, mit Ausnahmen von bestätigten Terminen und Notfällen. Die Mitarbeiter sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. Die beiden Tage werden genutzt, um einen an die aktuelle Situation angepassten Kundenservice zu entwickeln. Unter www.stadt-koeln.de/service finden Bürger einen Überblick über das Online-Angebot des städtischen Bürgerservices.

Darüber hinaus hat der Krisenstab beschlossen, dass für standesamtliche Trauungen in Köln ab Dienstag, 17.03.2020, gilt, dass neben dem Brautpaar nur die Trauzeugen anwesend sein dürfen. Für Beisetzungen im Kölner Stadtgebiet gibt es die Beschränkung, dass nur der engste Familienkreis (in der Regel Verwandte ersten Grades) teilnehmen darf. Die Trauerhallen bleiben ab sofort geschlossen.

Bereits seit Montag, 16.03.2020, sind Schulen, Kitas und andere Einrichtungen für Kinderbetreuung geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Das Kölner Gesundheitsamt ruft erneut dazu auf, soziale Kontakte auf das Nötigste zu beschränken. Zudem weist es noch einmal darauf hin, dass im Kölner Gesundheitsamt keine Tests und Untersuchungen bezüglichdes Coronavirus stattfinden. Patienten mit einem Corona-Verdacht wenden sich bitte an ihren niedergelassen Hausarzt oder finden sich mit einer entsprechenden Überweisung im Infektionszentrum an der Uniklinik Köln ein.

Weitere wichtige Informationen

Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet. copyright: Envato / dolgachov
Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet.
copyright: Envato / dolgachov

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen und Neuigkeiten rund um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln.

Weitere Infos und Antworten auf 20 aktuelle Fragen rund um den Coronavirus, haben wir bei CityNEWS hier für Sie zusammengestellt.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe ändern wegen des Coronavirus ihre Fahrpläne für Busse und Bahnen. Hier finden Sie eine Übersicht aller Fahrplan-Änderungen.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um das Coronavirus eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline der Stadt Köln ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr zu erreichen.

Aktualisiert am 16.04.2020