Coronavirus: Diese Maßnahmen und Regeln gelten in Köln

Coronavirus: Diese Maßnahmen gelten ab sofort in Köln copyright: Envato / tommyandone
Coronavirus: Diese Maßnahmen gelten ab sofort in Köln
copyright: Envato / tommyandone

Aktualisiert am 03.04.2020 um 13:45 Uhr: In seiner Sitzung am Montag, 16.03.2020 hat sich der Krisenstab in Köln mit dem Erlass des Landes NRW von Sonntag, 15.03.2020, befasst. Für Köln wurden zahlreiche weitere Maßnahmen (hier als Download) beschlossen, um die Verbreitung des Coronavirus in der Domstadt einzudämmen, die ab Dienstag, 17.03.2020, gelten:

  • Betretungsverbot für Rückkehrer aus den Risikogebieten für bestimmte Einrichtungen, wie z. B. Kitas, Schulen und Krankenhäuser
  • Reduzierung von Krankenbesuchen, um Patienten und Personal zu schützen
  • Untersagung des Betriebs sämtlicher Vergnügungsstätten, insbesondere Bars, Clubs oder Diskotheken sowie Theater, Musicals, Kinos und Museen
  • Verbot von Gastronomiebetrieben, insbesondere Restaurants, Cafés, Kneipen und Gaststätten. Ausgenommen davon bleiben der Außer-Haus-Verkauf sowie die Lieferung von vorbestellten Speisen und Getränken
  • Einschränkung des Hotelbetriebes
  • Untersagung des Betriebes sämtlicher Sporteinrichtungen, insbesondere Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen und sogenannte “Spaßbäder”
  • Verbot von Spielhallen, Spielbanken und ähnliche Unternehmen sowie die gewerbliche Annahme von Wetten
  • Untersagung des Prostitutionsbetriebes
  • Untersagung aller Angebote in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten außerschulischen Bildungseinrichtungen
  • Verbot von Zusammenkünften in Sportvereinen sowie sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Ausgenommen ist der Trainingsbetrieb des Profi-Sports, sofern er unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet
  • Eingeschränkter Bibliotheksbetrieb
  • Beschränkung des Betriebs von Einrichtungshäusern und Einkaufszentren, “Shopping-Malls”, “Factory Outlets” und vergleichbaren Einrichtungen, die mehr als 15 einzelne Geschäftsbetriebe umfassen
  • Untersagung jeglicher Veranstaltungen. Dies schließt grundsätzlich Verbote von Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen ein

Alle vorgenannten Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus gelten zunächst bis 19.04.2020.

Stadt Köln beschließt weitere Maßnahmen (03.04.2020)

  • Besuche in den Kliniken der Stadt Köln sind bis auf weiteres nicht mehr möglich. Ausnahmen gelten nur bei Kindern sowie nach einer Geburt (nur die engste Bezugsperson), in lebensbedrohlichen Situationen oder auf der Palliativstation.
  • Ab 19.03.2020 dürfen nur noch Supermärkte, Drogerien, Friseure, Reinigungen, Wochenmärkte, Baumärkte und Tierläden geöffnet bleiben. Alle anderen Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Eine genaue Liste soll in Kürze folgen.
  • Auf den Wochenmärkten wird es nur noch Stände geben, die Lebensmittel verkaufen. Alle anderen Verkaufsstände müssen geschlossen bleiben, damit ein Abstand von zwei Metern gewährleistet werden könne.
  • Die Busse und Bahnen der KVB fahren ab sofort nach einem Sonderfahrplan.
  • Ab 19.03.2020 bleiben alle Dienststellen der Stadt Köln grundsätzlich für den Publikumsverkehr geschlossen und sind nur noch per E-Mail oder telefonisch erreichbar. Die bisher vereinbarten oder online gebuchten Termine mit Ämtern und Dienststellen sind ab sofort nicht mehr gültig. Nur wenn ein Notfall gegeben ist, können sich Bürger telefonisch melden, um einen Termin für eine persönliche Vorsprache zu vereinbaren.
  • Der Betrieb von Hotels oder Beherbergungsstätten ist untersagt. Ausgenommen hiervon sind Übernachtungen und Unterbringungen von Schlüsselpersonen sowie sonstige Unterbringungen auf gesonderte behördliche Anordnung.
  • In Köln ist auf allen öffentlichen Flächen, auch auf Grillplätzen, das Grillen untersagt, ebenso das Rauchen von Wasserpfeifen (Shisha).
  • Kosmetikstudios, Nagel- und Fußpflegestudios, Solarien- und Sonnenstudios, Tattoo-Studios, Massagestudios und Beauty-Salons dürfen nicht mehr betrieben werden. Ausgenommen hiervon sind medizinische oder therapeutische Berufe oder Dienstleistungen, die einer staatlichen Anerkennung oder Erlaubnis bedürfen.
  • Das Verbot von Prostitution wird auf den Straßenstrich und Wohnungsprostitution ausgeweitet.
  • Besucher in allen städtischen Unterkünften für Geflüchtete sind untersagt.
  • Spiel- und Sportplätze sind geschlossen.
  • Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen außerhalb der engeren Familie werden konsequent unterbunden.
  • Die Stadt Köln hat einen Aufnahmestopp für Senioren- und Pflegeeinrichtungen beschlossen.

Auch diese genannten zusätzlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gelten zunächst bis einschließlich 19.04.2020.

Überblick: Was hat geöffnet? Was muss schließen? Was ist verboten?

Die Stadt Köln hat weitere Maßnahmen im Einzelhandel beschlossen. copyright: Envato / seventyfourimages
Die Stadt Köln hat weitere Maßnahmen im Einzelhandel beschlossen.
copyright: Envato / seventyfourimages

Geöffnet

  • Supermärkte
  • Apotheken
  • Drogerien
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Tankstellen
  • Wochenmärkte (nur für reine Lebensmittel-Stände)
  • Baumärkte
  • Tierläden
  • Banken und Sparkassen
  • Sanitätshäuser
  • Posstellen
  • Großhandel
  • Zeitungsverkauf
  • Bestimmte Handwerker
  • Medizinische oder therapeutische Angebote oder Dienstleistungen, die einer staatlichen Anerkennung oder Erlaubnis bedürfen.

Für alle Verkaufsstellen gilt, dass sie die erforderlichen Maßnahmen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlagen treffen müssen. Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Apotheken sowie Geschäfte des Großhandels dürfen bis auf Weiteres auch an Sonntagen und Feiertagen von 13 Uhr bis 18 Uhr öffnen. Dies gilt jedoch nicht für Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.

Geschlossen

  • Alle Schulen, Kitas und Betreuungseinrichtungen für Kinder
  • Restaurants und Gaststätten, die ein Sitzplatzangebot bieten
  • Alle Geschäfte, die nicht für den täglichen Bedarf nötig sind
  • Alle Einkaufszentren, Shopping-Malls und Factory-Outlets mit mehr als 15 Geschäften
  • Kneipen, Bars, Clubs, Diskos, Mussen, Theater, Musicals und Kinos
  • Alle Kirchen und religiösen Einrichtungen, wie u.a. auch der Kölner Dom (mit Ausnahme für reine Gebete)
  • Alle Spiel- und Sportplätze
  • Kölner Zoo, Botanischer Garten, Forstbotanischer Garten, Lindenthaler Tierpark und Finkens Garten
  • Volkshochschulen (VHS), Stadtbüchereien, Stadtbiliothek, Musikschulen und andere Bildungseinrichtungen
  • Alle Sporteinrichtungen wie Schwimmbäder, Saunen, Spaßbäder und Fitness-Studios
  • Spielhallen, Spielbanken und Wettbüros
  • Bordelle
  • Alle Dienststellen der Stadt Köln (nur in Ausnahmen ist eine persönliche Vorsprache mehr möglich)
  • Hotels oder Beherbergungsstätten
  • Kosmetikstudios, Nagel- und Fußpflegestudios, Solarien- und Sonnenstudios, Tattoo-Studios, Massagestudios und Beauty-Salons

Teilweise geöffnet

  • Es dürfen nur Restaurants und Gaststätten öffnen, die einen reinen Außer-Haus-Verkauf oder Lieferservices anbieten

Maßnahmen

  • Jegliche Veranstaltungen von Messen über Konzerte bis Aufführungen oder Vorträge – unabhängig ihrer Teilnehmerzahl – sind verboten
  • Menschenansammlungen von mehr als zwei Personen
  • Besucher in Einrichtungen für Geflüchtete
  • Training in Sportvereinen oder Gruppen (Ausnahme Profi-Sport ohne Zuschauer) ist untersagt
  • Aufnahmestopp für Senioren- und Pflegeeinrichtungen
  • Versammlungen unter freiem Himmel (dazu zählen auch politische Demonstrationen) sind verboten
  • Krankenhaus- oder Altenheimbesuche (mit Ausnahme von sehr engen Verwandten und unter bestimmten Auflagen) sind nicht erlaubt
  • Bei Beerdigungen oder Trauungen darf nur noch der engste Verwandtenkreis teilnehmen
  • Die Busse und Bahnen der KVB fahren nach einem Sonderfahrplan
  • Das Grillen ist untersagt, ebenso das Rauchen von Wasserpfeifen (Shishas) auf allen öffentlichen Flächen und Grillplätzen
  • Straßenstrich und Wohnungsprostitution ist untersagt

Zusätzliche Regelungen gegen die Coronavirus-Ausbreitung in Köln

Bei Hochzeiten in Köln sind ab sofort nur noch die engsten Zeugen zugelassen. copyright: Envato / aetb
Bei Hochzeiten in Köln sind ab sofort nur noch die engsten Zeugen zugelassen.
copyright: Envato / aetb

Um Menschenansammlungen auch im Freien möglichst zu vermeiden, bleiben vorerst auch der Botanische Garten, der Forstbotanische Garten, der Lindenthaler Tierpark und Finkens Garten geschlossen.

Des Weiteren hat sich der Kölner Krisenstab damit beschäftigt, wie innerhalb der Stadtverwaltung persönliche Kontakte reduziert werden können, um die Ausbreitungsdynamik des Coronavirus zu bremsen. Am Dienstag und Mittwoch, 17. und 18.03.2020, bleiben alle Bereiche der Kölner Stadtverwaltung für den Publikumsverkehr geschlossen, mit Ausnahmen von bestätigten Terminen und Notfällen. Die Mitarbeiter sind telefonisch und per E-Mail erreichbar. Die beiden Tage werden genutzt, um einen an die aktuelle Situation angepassten Kundenservice zu entwickeln. Unter www.stadt-koeln.de/service finden Bürger einen Überblick über das Online-Angebot des städtischen Bürgerservices.

Darüber hinaus hat der Krisenstab beschlossen, dass für standesamtliche Trauungen in Köln ab Dienstag, 17.03.2020, gilt, dass neben dem Brautpaar nur die Trauzeugen anwesend sein dürfen. Für Beisetzungen im Kölner Stadtgebiet gibt es die Beschränkung, dass nur der engste Familienkreis (in der Regel Verwandte ersten Grades) teilnehmen darf. Die Trauerhallen bleiben ab sofort geschlossen.

Bereits seit Montag, 16.03.2020, sind Schulen, Kitas und andere Einrichtungen für Kinderbetreuung geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Das Kölner Gesundheitsamt ruft erneut dazu auf, soziale Kontakte auf das Nötigste zu beschränken. Zudem weist es noch einmal darauf hin, dass im Kölner Gesundheitsamt keine Tests und Untersuchungen bezüglichdes Coronavirus stattfinden. Patienten mit einem Corona-Verdacht wenden sich bitte an ihren niedergelassen Hausarzt oder finden sich mit einer entsprechenden Überweisung im Infektionszentrum an der Uniklinik Köln ein.

Weitere wichtige Informationen

Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet. copyright: Envato / dolgachov
Für Fragen rund um den Coronavirus in Köln, hat die Stadt eine Telefon-Hotline eingerichtet.
copyright: Envato / dolgachov

In einem aktuellen Live-Ticker hier bei CityNEWS informieren wir Sie ständig über die genauen Entwicklungen und Neuigkeiten rund um die Ausbreitung des Coronavirus in Köln.

Weitere Infos und Antworten auf 20 aktuelle Fragen rund um den Coronavirus, haben wir bei CityNEWS hier für Sie zusammengestellt.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe ändern wegen des Coronavirus ihre Fahrpläne für Busse und Bahnen. Hier finden Sie eine Übersicht aller Fahrplan-Änderungen.

Die Stadt Köln hat ein Bürgertelefon für alle Fragen rund um das Coronavirus eingerichtet: 0221 – 221 – 335 00. Die Telefon-Hotline der Stadt Köln ist montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 9 bis 15 Uhr erreichbar. Ebenso ist der Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Telefonnummer 116 117 rund um die Uhr zu erreichen.

Aktualisiert am 03.04.2020