Diamantbestattung als Erinnerung für die Ewigkeit

Bestattung im Diamant ist die Erinnerung für die Ewigkeit copyright: pixabay.com
Bestattung im Diamant ist die Erinnerung für die Ewigkeit
copyright: pixabay.com

Die Diamantbestattung ist eine Möglichkeit die Liebsten als Erinnerung für die Ewigkeit zu behalten. CityNEWS erklärt was dahinter steckt! „Ein Diamant ist unvergänglich!“ Der Marketingslogan einer der weltweit größten Diamantenproduzenten hat nichts an seiner Aussagekraft verloren. Ebenso unvergänglich wird ein Diamant, wenn er aus der Asche oder den Haaren der Liebsten hervorgeht. Auf diese Weise werden ewige Erinnerungsstücke gefertigt, die Sie überall hin begleiten.

Der Beginn ist eine extreme Vorgehensweise. Aus einer zweidrittel gefüllten Tasse mit der Asche des Verstorbenen oder einer zur Hälfte mit Haaren gefüllten Tasse entsteht im Labor der Diamant. Dazu wird aus den eingesandten Proben der Kohlenstoff extrahiert. Gemeinsam mit der Wachstumsbasis entsteht innerhalb weniger Wochen ein echter Diamant. Ein Unikat, das auch aus einer Mixtur aus Haaren und Asche bestehen kann. Extrem wirkt einerseits ein Druck von 60.000 Atmosphären – das entspricht 60.795.000 Hektopascal – auf den Diamanten ein. Dieser simuliert den gleichen Druck, dem Diamanten in ihrer natürlichen Umgebung ausgesetzt sind. Andererseits wird es extrem heiß – mit 2.000 Grad Celsius wird eine Hitze erzeugt, die für die Entstehung des Schmuckstücks unabdingbar ist. Beide Prozesse finden gemeinsam statt. Dafür kommt eine Hochdruck-Hochtemperaturmaschine zum Einsatz, kurz als HPHT bezeichnet.

Unzählige Varianten sorgen für eine riesige Auswahl

Die „Reifezeit“ beträgt entweder 70 oder 120 Tage. Danach wird die Preziose poliert und geschnitten und entspricht denselben Standards, die die Branche auch an natürlich gewachsene Diamanten vergibt. Das bedeutet, Farbe, Klarheit, Schnitt und Karat machen die Wertigkeit aus. Für den Kunden heißt das aber zugleich eine äußerst große Auswahl. Fünf Farben, drei Schnitte und zehn Gewichtsoptionen lassen unzählige Varianten zu.

Dabei ist der ganz persönlich geschaffene Diamant noch nicht einmal auf menschliche Überreste in Form von Asche angewiesen. Tierfreunde können Haare oder Asche ihres Hundes beispielsweise jederzeit zu einem Diamanten verarbeiten lassen. Und wenn nicht ausreichend Substanz vorhanden ist, so stellt das kein Problem dar. Durch das Hinzufügen weiteren Kohlenstoffs erhält der Edelstein die georderte Größe.

Wunsch nach Diamantbestattung in einer Verfügung präzise formulieren

Bei der Diamantbestattung wird nur ein Teil der Asche des Verstorbenen benötigt. Der größere Rest kann etwa im Rahmen einer Urnenbeisetzung durch einen Bestatter feierlich verabschiedet werden.<br /> copyright: pixabay.com
Bei der Diamantbestattung wird nur ein Teil der Asche des Verstorbenen benötigt. Der größere Rest kann etwa im Rahmen einer Urnenbeisetzung durch einen Bestatter feierlich verabschiedet werden.
copyright: pixabay.com

Auf eine Trauerzeremonie muss bei einer Diamantbestattung keineswegs verzichtet werden. Denn die Diamantenhersteller benötigen nur einen Teil der Asche des Verstorbenen. Der größere Rest kann etwa im Rahmen einer Urnenbeisetzung feierlich verabschiedet werden. Wer eine Diamantenbestattung für sich selbst wünscht, sollte dies in einer so genannten Bestattungsverfügung präzise formulieren. Dann können die Personen, die sich um die Bestattung kümmern, den Wünschen auch möglichst exakt entsprechen.

In Deutschland ist die Diamantbestattung eigentlich nicht erlaubt. Allerdings kennen erfahrene Bestatter Mittel und (Um)wege über das Ausland, um eine Diamantbestattung auch bei uns möglich zu machen. Sie kooperieren mit den ausländischen Kollegen, die deutschen Behörden dulden diesen Weg, der sicherlich in nicht allzu ferner Zukunft auch bei uns legal werden wird.

Print Friendly