"Zweimal täglich nach dem Essen – Zähne putzen nicht vergessen!"

Die richtige Prophylaxe sorgt für eine gute Zahngesundheit. / copyright: Jana Lumley - Fotolia.com
Die richtige Prophylaxe sorgt für eine gute Zahngesundheit.
copyright: Jana Lumley – Fotolia.com

Wer dieser bekannten Aufforderung gründlich und mit der richtigen Technik nachkommt, hat für seine Zahngesundheit schon einiges getan. Reinigt man jetzt noch täglich die Zahnzwischenräume und die Zunge, dann ist das Pflichtprogramm für zuhause sicher erfüllt.

Aber um Zähne und Zahnfleisch dauerhaft gesund zu halten, reicht das nicht aus. Wer sicher
sein will, dass seine Zähne gesund sind, der sollte zweimal im Jahr zur
Prophylaxe gehen.

“Die Prophylaxe, inklusive einer Professionellen Zahnreinigung, ist der
regelmäßige und wichtige Check-Up für die Mundgesundheit. Speziell
ausgebildete Fachkräfte erheben Befunde nach klar definierten
medizinischen Standards. Sie bestimmen dabei das individuelle Risiko des
Patienten für Erkrankungen wie Karies und Parodontitis und können bei
Bedarf rechtzeitig handeln”, informiert Dr. Dagmar Kraus, Zahnärztin aus
Troisdorf.

Parodontitis ist gefährlicher als man glaubt


Zu einer guten Prophylaxe gehört beispielsweise das Messen der
sogenannten Taschentiefe. Hier wird mit einer Sonde geprüft, ob der
Zahnfleischsaum, der jeden Zahn umgibt, intakt ist. Bereiche, die tiefer
als drei Millimeter sind, werden als Zahnfleischtaschen bezeichnet und
deuten auf eine Parodontitis hin. Über 70 Prozent aller Erwachsenen
leiden an dieser chronischen Entzündung des Zahnhalteapparates. Auslöser
der Parodontitis ist der bakterielle Zahnbelag – auch Plaque oder
Biofilm genannt. Eine Parodontitis kann zu Zahnverlust und weiteren
erheblichen Beeinträchtigungen der Gesundheit führen.

Risiken für
Diabetes, Herzinfarkt, rheumatische Arthritis und für Frühgeburten
können steigen – so der aktuelle Stand der Wissenschaft.

Karies und Co. vorbeugen

Kinder und Erwachsene lieben Süßes. Damit die Zähne gesund bleiben sind einige
wichtige Tipps im Umgang mit den zuckerhaltigen Leckereien zu beachten.
Krankheiten wie Karies – das berühmte Loch
im Zahn – werden durch Bakterien ausgelöst, die sich vor allem von
Zucker ernähren. Dabei produzieren sie Säuren, die ihrerseits den
Zahnschmelz angreifen. Je häufiger Zucker zugeführt wird, umso munterer
vermehren sich die Mikroorganismen in unserem Mund.

“Wir sollen Süßigkeiten nicht verbieten, aber auf einen zahngesunden
Umgang mit zuckerhaltigen Speisen achten”, informiert Dr. Dagmar Kraus.
“Süßes sollte nicht über den ganzen Tag verteilt gegessen werden, denn
so liefern wir den Bakterien ständig neue Nahrung. Es ist besser, nur
eine oder zwei größere Portionen Schokolade am Tag zu naschen und
sich anschließend die Zähne zu putzen”, ergänzt die Zahnärztin aus
Troisdorf. Nach sauren Speisen und Getränken kann es übrigens ratsam
sein, mit dem Zähneputzen eine halbe Stunde zu warten. Durch die Säure
ist der Zahnschmelz angegriffen und geschwächt. Zu heftiges Putzen kann
hier zu Schäden führen.

Putzen ja – schrubben nein

Zweimal am Tag sollten Zähne und Zahnzwischenräume mit Zahnbürste und
Zahnseide oder Interdentalbürstchen gründlich gereinigt werden.
Fluoridhaltige Zahnpasten haben sich in der Kariesprophylaxe bewährt.
Der Zahnschmelz wird widerstandsfähiger gegen Säureeinflüsse aus der
Nahrung. Empfindlichkeiten der Zahnhälse werden reduziert und der
Zahnschmelz remineralisiert. Kinderzahncreme sollte nicht mehr als 500
ppm Fluorid und Erwachsenenzahncreme mindestens 1.500 ppm enthalten.

Putzen ja – schrubben nein: Zuviel Druck kann die Zähne und die
Mundschleimhaut schädigen. Viele elektrische Zahnbürsten haben den
Vorteil, dass sie bei zu festem Druck automatisch anhalten oder durch
Signale warnen.


Wer also immer gründlich und regelmäßig putzt, der hilft nicht nur
seinen Zähnen und handelt nach dem Motto: “Gesund beginnt im Mund!”


Informationen zur professionellen Prophylaxe gibt es auf: www.zahnaerztin-dr-kraus.de

Autor: Redaktion / Dr. Dagmar Kraus