Kölle Alaaf: 50 kölsche Karnevals-Lieder als kostenlose YouTube-Playlist

Kölle Alaaf: 50 kölsche Karnevals-Lieder als kostenlose YouTube-Playlist copyright: karepa - stock.adobe.com
Kölle Alaaf: 50 kölsche Karnevals-Lieder als kostenlose YouTube-Playlist
copyright: karepa – stock.adobe.com

Zur jecken Einstimmung auf die Karnevalstage haben wir hier bei CityNEWS für Euch eine kostenlose Playlist mit 50 kölschen Karnevals-Hits! Für alle die Zuhause, im Büro, zur spontanen Party an Weiberfastnacht, auf dem Weg zum Rosenmontagszug oder gerade nicht in der Domstadt sind, um den Kölner Karneval zu feiern, bieten die Karnevals-Lieder das perfekte musikalische Rahmenprogramm! Jetzt müsst Ihr nur noch für Kölsch, Kamelle und Co. sorgen …

Mit der Playlist könnt Ihr die Karnevals-Lieder – wo auch immer – einfach Mitsingen und dazu Feiern, Schunkeln oder die Songs auch “nur” anhören. Von Brings, Kasalla, Cat Ballou, Miljö, Bläck Fööss bis zu Höhner, Domstürmer und vielen mehr ist alles vertreten was Rang und Namen im kölschen Fasteleer hat. Von neueren Hits bis zu Evergreens: “Wolkeplatz”, “Sulang beim Lommi die Leechter noch brenne”, “Pirate”, “Schenk mir dein Herz”, Viva Colonia oder “Halleluja” – hier findet Ihr auch Euren Lieblingssong zum Karneval in Köln!

Das komplette CityNEWS-Team wünscht Euch viel Spaß, eine wunderbare jecke Zeit, feiert schön und kommt gesund durch die Karnevalstage! KÖLLE ALAAF!

50 kölsche Karnevals-Lieder als kostenlose Video-Playlist

Karneval in Köln – Die Highlights an den jecken Tagen

Karneval in Köln - Die Highlights an den jecken Tagen copyright: rcfotostock - stock.adobe.com
Karneval in Köln – Die Highlights an den jecken Tagen
copyright: rcfotostock – stock.adobe.com

Ab Weiberfastnacht herrscht in Köln der Ausnahmezustand und die Jecken übernehmen das Regiment der Domstadt. Hier geben wir Euch einen Überblick über die Highlights an den jecken Tagen in der Domstadt!

Weiberfastnacht

Weiberfastnacht 2019 in Köln: Hier alle Infos und das komplette Programm! copyright: CityNEWS / TomPe
Weiberfastnacht 2019 in Köln: Hier alle Infos und das komplette Programm!
copyright: CityNEWS / TomPe

An Weiberfastnacht (Wieverfastelovend) führen offiziell die Frauen das Regiment. Am Donnerstag vor Rosenmontag, dem ersten der sechs Straßenkarnevalstage, ist der Kölner Karneval in seiner ursprünglichen Form zu erleben. Frühmorgens füllen sich die Straßen mit kostümierten Jecken, die ins Büro, an die Arbeitsstelle oder ins Geschäft gehen, überall hört man Karnevals-Lieder durch die Gassen schallen und es ziehen Menschenmassen zum Alter Markt in die Kölner Altstadt, zum Tanzbrunnen nach Deutz oder ins Belgische Viertel.

Um 11:11 Uhr wird am Alter Markt dann der Straßenkarneval von der Oberbürgermeisterin und dem Kölner Dreigestirn eröffnet. Es gilt, früh genug da zu sein, sonst kommt man nicht nahe genug an die Bühne heran, auf der Mundartgruppen ihre Karnevals-Lieder und verschiedene Redner ihr Programm zum Besten geben. Das komplette Programm an Weiberfastnacht haben wir hier für Euch!

Jan und Griet

An der Severinstorburg findet das Historienspiel Jan und Griet statt. copyright: Festkomitee Kölner Karneval
An der Severinstorburg findet das Historienspiel Jan und Griet statt.
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Jedes Jahr an Weiberfastnacht veranstaltet der Reiter-Korps “Jan von Werth” ein Historienspiel am Severinstor (Chlodwigplatz) mit anschließendem Zug durch die Kölner Südstadt. Erzählt wird die Legende um Jan un Griet. Jan war ein einfacher Knecht, der sich in Griet, eine ebenso einfache Magd verliebt und sie heiraten möchte. Ihr aber ist Jan nicht gut genug. Jan ist so enttäuscht, dass er den Bauernhof verlässt und in den Krieg zieht.

Als hoch dekorierter General kehrt er 1637 hoch zu Ross nach Köln zurück. Als er durch die Severinstorburg einzieht, trifft er auf Griet, die dort Äpfel und Kastanien verkauft. Sie erkennt ihn nicht, aber er hält ein und sagt zu ihr den Satz (in hochdeutscher Übersetzung): “Griet, wenn du es doch getan hättest!” Sie antwortet: “Wenn ich es gewusst hätte!” Die Legende gehört zu Köln wie der Dom, das Kölsch und der Rhein und so ist es immer wieder ein Erlebnis, die Straßenumzüge mit dem traditionellen Spiel um Jan un Griet zu eröffnen.

Karnevalsfreitag

Karnevalsfreitag gilt im Kölner Karneval eher als "Ruhetag". copyright: CityNEWS
Karnevalsfreitag gilt im Kölner Karneval eher als “Ruhetag”.
copyright: CityNEWS

Dieser Tag gilt eigentlich als ‚Ruhetag‘. Trotzdem trifft man hier und da noch Überlebende der Weiberfastnacht und abends finden zahlreiche Sitzungen und Bälle statt. In der Kölner Altstadt findet zudem ein besonderes Event statt: Der Sternmarsch.

Um den vielen Jecken der Veedelsvereine und Stammtische für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken wird auf dem Alter Markt in der Altstadt an Karnevalsfreitag eine große Open-Air-Party gefeiert. Vom Eisenmarkt, Heumarkt, Laurenzplatz und dem Bollwerk aus ziehen über 1.500 Jecke aus rund 45 Stammtischen und Karnevalsgruppen in ihren Kostümen der letzten Session (die neuen werden natürlich erst am Sonntag präsentiert) mit Musik und Gesang sternförmig zum Alter Markt.

Traditionell wird das Fest gegen 18 Uhr mit dem Aufzug des Kölner Dreigestirns und Kinderdreigestirns eröffnet und das Tanzpaar der Session ausgezeichnet. Im Anschluss beginnt ein buntes Bühnenprogramm für die ganze Familie und mit vielen bekannten Karnevalskünstlern, zu dem die Jecken sich warmschunkeln und tanzen.

Karnevalssamstag: Zwischen Funken und Geistern

Der Funkenbiwak auf dem Kölner Neumarkt ist äußerst beliebt. copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Der Funkenbiwak auf dem Kölner Neumarkt ist äußerst beliebt.
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Nach einem kölschen Frühschoppen geht es zum Funkenbiwak auf den Neumarkt. Jedes Jahr schlagen die Roten Funken hier, wo 1823 der erste Kölner Rosenmontagszug stattfand, ihr Zeltlager (Biwak) auf. Zu Ähzezupp (Erbsensuppe) und Kölsch wird ein tolles Bühnenprogramm geboten. Die Musikzüge der anderen Korpsgesellschaften marschieren auf, das Kölner Dreigestirn kommt zu Besuch, bevor “et beste kölsche Leed”  der Karnevals-Lieder ausgezeichnet wird. Traditioneller Höhepunkt ist der Stippeföttche-Tanz der Roten Funken. An dem Nachmittag ist die Stadt wieder von Jecken überschwemmt.

Geisterzug

Karnevalssamstag: Zwischen Funken und Geistern copyright: CityNEWS - Christian Esser
Karnevalssamstag: Zwischen Funken und Geistern
copyright: CityNEWS – Christian Esser

Abends findet der Geisterzug statt. 1992 zu Zeiten des Golfkrieges als Anti-Karnevalszug ins Leben gerufen, ist er seitdem Treffpunkt von großen und kleinen Geistern, Teufeln, Monstern und anderen Gruselgestalten, die zu Paukenschlägen, Trillerpfeifen und Samba-Rhythmen durch einen dunklen Stadtteil ziehen. Im Geisterzug darf jeder mitgehen, auch wenn nicht politische Demonstration, sondern einfach Spaß an der Freud’ sein Motiv ist. Spontanität ist gewollt, denn der Geisterzug ist wohl der einzige Zug, in dem Mitgehende ausdrücklich erwünscht, Zuschauer jedoch nur “geduldet” werden. Auch gibt es hier weder Strüßjer noch Kamelle, höchstens mal ein Bützje. Autos sind verboten und Musik wird ausschließlich von Zugteilnehmern gemacht.

Karnevalssonntag ganz im Zeichen der Veedel

Karnevalssonntag ganz im Zeichen der Veedel copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Karnevalssonntag ganz im Zeichen der Veedel
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Am Karnevalssonntag kommt der “kleinere” Vorbote des großen Highlights am Rosenmontag. Ab 11:11 Uhr ziehen jedes Jahr die Schull- un Veedelszöch (Schul- und Stadtteil-Zug) durch die Kölner Innenstadt. Unter der Schirmherrschaft der Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums sind sie ein fester Bestandteil des Kölner Karnevals. Mit über 8.000 aktiven Teilnehmern ziehen sie auf dem Zugweg des Rosenmontagszuges durch die Stadt – und mehr als 250.000 Jecke am Straßenrand sind jedes Jahr dabei.

Das Markenzeichen der Schull- un Veedelszöch sind die ausgefallenen, bunten, selbstgemachten Kostüme der Gruppen und die oftmals (gesellschafts-)kritischen Themen und Gruppenmottos. Zahlreiche Musikgruppen sorgen zusätzlich für gute Stimmung. Längst finden sich neben Veedelsvereinen und Schulle auch Stammtische, Sportvereine und große Familien in diesem bunten durch viel Einfallsreichtum und Witz geprägten Umzug. Ein besonders schöner Brauch: Die durch eine Jury ermittelten besten Gruppen der Veedelszöch dürfen am Tag darauf beim Rosenmontagszug mitgehen.

Rosenmontag heißt es: “D’r Zoch kütt!”

Rosenmontag heißt es: "D’r Zoch kütt!" copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Rosenmontag heißt es: “D’r Zoch kütt!”
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Über eine Million Menschen drängen sich zum Kölner Rosenmontagszug in die Stadt, um den bunten Zug zu erleben. Das jährlich wechselnde Sessionsmotto zieht sich durch den gesamten Zug hindurch und ist immer wieder zu erkennen. Populäre und aktuelle Themen aus Politik, Sport, Wirtschaft aber auch Gesellschaft und Stadtleben werden anhand der Persiflagewagen parodiert.

Die Fest- und Prunkwagen repräsentieren den Stolz und Prunk des Kölner Karnevals und seiner zugehörigen Gesellschaften. Die Gesellschaften mit ihren bunt kostümierten Mitgliedern und Tanzgruppen, die Traditionskorps in ihren Uniformen mit den Kutschen und Prunkwagen, die stattlichen Reiterkorps, die vielen Kapellen und Spielmannszüge aus Deutschland und den Nachbarländern ziehen 3,5 Stunden an den Zuschauern vorbei und feiern sich und ihre Rheinmetropole. Das Kölner Dreigestirn – Prinz, Bauer und Jungfrau – zeigt sich zum letzten Mal in der Session seinem närrischen Volk. Wenn der Schrei tönt “Dr Prinz kütt”, ist der Schluss- und Höhepunkt des Zuges erreicht.

Eröffnet wird der Kölner Rosenmontagszug traditionell von den Blauen Funken (Kölner Funken-Artillerie von 1870 e.V. blau-weiß), die stolz verkünden: Mer han de Spetz (“Wir haben die Spitze”). Die letzten beiden Gruppen bilden immer die Ehren-Garde der Stadt Köln 1902 e.V., die vor dem Prunkwagen von Bauer und Jungfrau reitet, und die Prinzen-Garde Köln 1906 e.V., die den Prinzen begleitet.

Beste Sicht auf das bunte Treiben

Beste Sicht auf das bunte Treiben copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Beste Sicht auf das bunte Treiben
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Beim Platzeinnehmen am Zugrand ist die Reihenfolge des Eintreffens maßgebend. Durch Vordrängeln macht man sich nur unbeliebt. Die vorderste Reihe gehört natürlich den Kindern die lauthals die Zugteilnehmer mit “Kamelle”-Rufe auf sich aufmerksam machen. Und die Reihe dahinter passt auf alle Kinder auf. Denn trotz der “Wagenengel” ist der Sicherheitsabstand zu den großen Prunkwagen manchmal gefährlich gering.

Das typische Wurfmaterial besteht aus “Strüßjer” (Blumensträußchen) und “Kamelle” (Bonbons / Süßigkeiten). Aber auch Schokolade, Pralinen, Kölnisch-Wasser-Fläschchen und unzählige andere kleine Präsente werden in die Zuschauerreihen geworfen.

Tipp: Man sollte nicht in der Nähe des Kölner Doms stehen bleiben. Hier stauen sich die in letzter Minute mit dem Zug angereisten Besucher. Es gibt gemütlichere Stellen am rund 7 Kilometer langen Zugweg. Am Aufstellplatz am Chlodwigplatz beispielsweise kann man die Gruppen in aller Ruhe bestaunen.

Mehr als nur Kamelle und Strüßjer

Der Rosenmontagszug in Köln ist Deutschlands größter und ältester Umzug. copyright: KölnTourismus GmbH
Der Rosenmontagszug in Köln ist Deutschlands größter und ältester Umzug.
copyright: KölnTourismus GmbH

Wer aber glaubt, allein der Kölner Rosenmontagszug sei sehenswert, der hat sich geirrt. Am Rosenmontag sollten Besucher rechtzeitig anreisen, denn bevor sich der “Zoch” in Bewegung setzt, beginnt bereits das bunte Treiben. Gruppen von Narren ziehen in bunten Kostümen durch die Straßen; man singt Karnevals-Lieder, lacht und schunkelt sich warm. Nach dem Umzug verlagert sich die Fröhlichkeit in die Kneipen und die Stimmung ist nur dort richtig gut, wo es eng zugeht.

Mitmachen ist angesagt: Karneval ist keine intellektuelle Leistung, sondern kommt aus dem Bauch! Man kann sich auch einer der kostümierten Gruppen anschließen, die hinter einer dicken Trommel – der “decken Trumm”, dem Wahrzeichen des Karnevals – tanzend nach dem Motto durch die Straßen ziehen.

Karnevalsdienstag: Der Nubbel hat Schuld

Die Nubbelverbrennung wird traditionell am Karnevalsdienstag durchgeführt. copyright: pixabay.com
Die Nubbelverbrennung wird traditionell am Karnevalsdienstag durchgeführt.
copyright: pixabay.com

Am Dienstag stehen vor allem sehr viele Karnevalszüge in den verschiedenen Veedel an. Ehe der Alltag am Aschermittwoch zurückkehrt, als sei nie etwas gewesen, wird an vielen Stellen der Stadt der “Nubbel” verbrannt. Dies ist eine Strohpuppe als Sündenbock für alle Verfehlungen, die sich die Kölner im Karneval haben zuschulden kommen lassen. Die Fackelzüge in der Nacht vom Karnevalsdienstag auf den Aschermittwoch mit dem anschließenden Zeremoniell sind ein einmaliges Erlebnis. Eindrucksvolle Nubbelverbrennungen finden rund um die Agneskirche sowie in Nippes und in der Kölner Südstadt, im “Kwartier Latäng” und in der Kölner Altstadt statt.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei …

Die Karnevals-Lieder verstummen, die Pappnase wird verstaut - die Session ist am Aschermittwoch vorbei. copyright: pixabay.com
Die Karnevals-Lieder verstummen, die Pappnase wird verstaut – die Session ist am Aschermittwoch vorbei.
copyright: pixabay.com

Am Morgen des Aschermittwochs holen sich die Katholiken als Zeichen der Buße ihr Aschenkreuz in der Kirche. Abends wird die Session traditionell bei einem Fischessen in geselliger Runde beendet. Die wichtigste Regel im Kölner Karneval lautet: “Am Aschermittwoch ist alles vorbei!”. Die Session ist zu Ende, das Kölner Dreigestirn hat in der Nacht zuvor seine Insignien der Macht und seine Ornate (Amtskleidung) abgelegt. Nun beginnt die Fastenzeit vor dem Osterfest, die Karnevals-Lieder verstummen und die Pappnase hat Pause. Bis zum nächsten 11. im 11., wenn das Spielchen von vorne beginnt und man wieder Sessionseröffnung feiert.

Viele Kölner Karnevalsgesellschaften richten an Aschermittwoch oder den Tagen bis zum folgenden Wochenende ein Fischessen aus. Im Kreis der Gesellschaft wird die abgelaufene Session reflektiert, doch gefeiert wird dabei nicht mehr, es beginnt die ruhige Zeit.  Für das nicht-organisierte Jeckenvolk bieten viele Kneipen und Restaurants Fischessen an, bei dem man die Session ruhig ausklingen lassen kann.