Kultur und Freizeit starten wieder in NRW: Ein Schritt zur neuen Normalität

Kultur und Freizeit starten wieder in NRW: Ein Schritt zur neuen Normalität copyright: Envato / BrianAJackson
Kultur und Freizeit starten wieder in NRW: Ein Schritt zur neuen Normalität
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Um das kulturelle Leben in NRW angesichts der Coronavirus-Krise schrittweise und verantwortungsvoll wieder ans Laufen zu bringen, hat die NRW-Landesregierung einen Stufenplan für die Öffnung und Lockerungen in den Bereichen Kultur und Freizeit erstellt. Der Zeitplan sieht vor, die Anti-Corona-Maßnahmen im Freizeit- und Kulturbereich in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise zu reduzieren – abhängig von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens.

“Die zurückliegenden Wochen haben auf schmerzliche Weise deutlich gemacht, wie sehr das persönliche kulturelle Erleben in unserem Alltag fehlt. Umso mehr freut es mich, dass die aktuelle Entwicklung jetzt eine behutsame Öffnung des kulturellen Lebens möglich macht. Bei aller Freude dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass der Schutz der Künstler, der Mitarbeiter der Einrichtungen sowie der Besucher weiterhin an erster Stelle stehen müssen. Ich bin aber absolut überzeugt, dass die Kultur in Nordrhein-Westfalen auch diese Herausforderung erfolgreich meistern wird”, so NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.

Corona-Stufenplan in NRW für die Bereiche Kultur und Freizeit

Corona-Stufenplan in NRW für die Bereiche Kultur und Freizeit
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Erste Lockerungen sind bereits umgesetzt worden. So dürfen z.B. die Museen, Ausstellungen und Musikschulen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen und teilweise weiteren Auflagen wieder öffnen, ebenso Bibliotheken und Archive. Auch Botanische Gärten, Zoos und Tierparks oder ähnliche Einrichtungen sind wieder geöffnet. In den folgenden Wochen und Monaten erfolgt dann eine schrittweise Lockerung und Öffnung für weitere Einrichtungenin den Bereichen von Kultur und Freizeit.

Ab Donnerstag, 7. Mai 2020

Ab Donnerstag, 7. Mai 2020, ist der Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport wieder erlaubt – sofern der Sport auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen oder im öffentlichen Raum stattfindet. Ein Abstand zwischen Personen von 1,5 Metern und die Einhaltung strikter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen müssen gewährleitstet sein. Dusch-, Wasch-, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstige Gemeinschaftsräume dürfen nicht genutzt werden. Zudem sind Zuschauerbesuche vorerst untersagt. Bei Kindern unter 12 Jahren ist jedoch das Betreten der Sportanlage durch jeweils eine erwachsene Begleitperson zulässig. Der Reitsport ist auch in geschlossenen Reitsportanlagen und Hallen zulässig.

Ab 7. Mai 2020 dürfen auch alle Spielplätze wieder öffnen, auf denen bestimmte Hygiene- und Schutzregelungen gelten.

Ab Montag, 11. Mai 2020

Zum Montag, 11. Mai 2020 sollen in einer nächsten Stufe auch kleinere Konzerte und andere öffentliche Aufführungen unter freiem Himmel ermöglicht werden. Bei Einhaltung strenger Regelungen, Mund-Nase-Bedeckung / Schutzmasken sowie einem mit der örtlichen Behörde abgestimmten Konzept sind solche Aufführungen grundsätzlich auch in Gebäuden zulässig. In Musikschulen sind ab 11. Mai 2020 neben Einzelunterricht auch Ensembles mit max. sechs Teilnehmern möglich. Ebenfalls wird der Probenbetrieb unter Schutzauflagen ermöglicht, für Chöre und Orchester gelten erweiterte Abstandsregeln.

Auch dürfen wieder Freizeitparks in NRW öffnen, Ausflugsschiffe (mit Hygienekonzept) betrieben werden oder Fahrrad- und Bootsverleihe ihre Dienste anbieten. Zudem dürfen ab 11. Mai 2020 wieder Fitnessstudios, Tanzschulen und Sporthallen sowie Kursräumen der Sportvereine unter strengen Abstands- und Hygieneauflagen wieder öffnen.

Ab Mittwoch, 20. Mai 2020

Freibäder dürfen ab Mittwoch, 20. Mai 2020 unter strengen Auflagen von Abstand und Hygiene öffnen – ausgenommen sind dabei aber reine Spaßbäder.

Ab Samstag, 30. Mai 2020

Eine weitere Stufe zur verantwortungsvollen Wiederaufnahme des kulturellen Lebens in NRW wird am Samstag, 30. Mai 2020, erfolgen. Ab diesem Datum soll den Kinos sowie kleineren Theatern, Opern und Konzerthäusern eine Wiedereröffnung ermöglicht werden, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Besuchern gewährleistet werden kann und die Einrichtungen ein Zutrittskonzept für den Einlass sowie das Verlassen der Häuser vorlegen können. Das von den Häusern vorzulegende Zutrittskonzept sieht u.a. vor, dass zwischen haushaltsfremden Besuchern jeweils zwei Sitzplätze freizuhalten sind und Vorkehrungen zum Schutz der im Bühnenbereich tätigen Personen getroffen werden. Zudem soll verstärkt Ordnungspersonal eingesetzt werden, um Menschenansammlungen im Warte- und Pausenbereich zu verhindern.

Ab dem 30. Mai 2020 sollen auch Thermen und Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Einrichtungen unter passgenauen Infektionsschutzkonzepten wieder öffnen können. Ebenso sollen Fachmessen und Fachkongresse mit Schutzkonzepten und unter Beschränkung der Besucher- und Teilnehmerzahlen wieder erlaubt sein.

Die Ausübung von Sportarten auch mit unvermeidbarem Körperkontakt und in geschlossenen Räumen ist ebenfalls ab 30. Mai 2020 wieder gestattet werden, ebenso der Betrieb von Hallenbädern. Sportliche Wettbewerbe im Kinder-, Jugend- und Amateurbereich sind ab diesem Datum wieder zulässig und die Nutzung von Umkleide- sowie Sanitäranlagen ist unter Auflagen gestattet.

Ab Dienstag, 1. September 2020

Bei den großen Theatern, Opern und Konzerthäusern, bei denen die Anpassung an die Bedingungen der Pandemie eine etwas längere Vorbereitungszeit erfordert, ist wie bei Großveranstaltungen eine Wiederaufnahme des regulären Aufführungsbetriebs zum Start der nächsten Spielzeit ab Dienstag, 1. September 2020, realistisch.

Ausgenommen von den Öffnungen bleiben bis auf Weiteres Bars, Clubs, Diskotheken und Bordellbetriebe.

Planungssicherheit für Kultur und Freizeit in NRW

Auf den Bühnen soll das kulturelle Leben zurückkehren.
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“Gerade die Theater haben in den vergangenen Wochen eine enorme Flexibilität und Kreativität gezeigt, wie sie bei einem künftigen Spielbetrieb den aktuellen Gegebenheiten Rechnung tragen wollen – etwa mit neuen, auf die Corona-Bedingungen angepassten Spielplänen oder kreativen Konzepten zur Einhaltung der Abstandsregeln. Daher freut es mich besonders, dass sie in der kommenden Woche wieder mit den Proben beginnen können und hoffentlich schon bald wieder erste Stücke für ihre Zuschauer auf die Bühne bringen können”, sagt Ministerin Pfeiffer-Poensgen zu den Plänen.

“Bei den großen Häusern mit ihren zahlreichen Mitarbeitern und dem aufwändigen Probenbetrieb ist diese Umstellung naturgemäß nicht so schnell umsetzbar, weshalb sie ihren Spielbetrieb mit Beginn der kommenden Spielzeit aufnehmen werden. Damit haben auch sie Planungssicherheit für die nächste Zeit und können mit der gebotenen Sorgfalt die Spielpläne, Inszenierungen sowie das Besucher- und Hygienemanagement auf die aktuellen Vorgaben anpassen”, so die Kulturministerin.

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