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AKTUALISIERT AM 11.05.2026 UM 15:50 UHR: In Köln-Lindenthal wurde am Freitag, 08.05.2026, bei Bauarbeiten eine amerikanische Weltkriegsbombe entdeckt. Die erfolgreiche Entschärfung des Zehn-Zentner-Blindgängers fand am Montag, den 11. Mai 2026, statt. Rund 4.100 Anwohner müssen wegen der Bombe ihre Häuser verlassen und wurden evakuiert, zudem blieben zahlreiche Schulen und Kitas geschlossen.
Erneuter Bombenfund: Der Blindgänger wurde bei Erdarbeiten im Bereich “Am Mönchshof” gefunden. Nach Einschätzungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) handelte es sich um eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe, die über einen Heckaufschlagzünder verfügt.
Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal entschärft

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Die Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal wurde durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf gegen 14:20 Uhr entschärft. Der Blindgänger wird nun abtransportiert.
Begonnen hatte der Einsatz Montagfrüh um 9 Uhr. Dass im Anschluss alles so schnell und reibungslos funktionierte, ist nicht nur den zahlreichen Kräften von Ordnungsamt (150), Feuerwehr und Hilfsorganisationen (163) sowie der Polizei zu verdanken. Vielmehr hat sich gezeigt, dass eine ausreichende Vorbereitungszeit für alle Beteiligten, vor allem aber für die Mitarbeiter des Krankenhauses St. Elisabeth und die Anwohner dazu beigetragen hat, dass am Morgen nur noch wenige Personen aus ihren Häusern geklingelt werden mussten. 51 der 4.446 Anwohner suchten für die Zeit der Evakuierung die Anlaufstelle in der Theodor-Heuss-Realschule in Sülz auf. Insgesamt brachten Hilfsorganisationen 95 Personen aus dem Gefahrenbereich. Die Mitarbeiter der Hilfsorganisationen kamen nicht nur aus Köln, sondern auch aus Düren, Aachen, dem Rheinisch-Bergischen Kreis, Rheinberg und dem Rhein-Sieg-Kreis.
Die Straßensperren werden sukzessive aufgehoben. Damit die Patienten schnell und sicher ins Krankenhaus zurückgebracht werden können, bleiben zwei Sperren zunächst bestehen:
- Prälat-van-Acken-Straße/Dürener Straße
- Werthmannstraße/Decksteiner Straße
Die KVB-Linien 7 und 136 können ihren üblichen Linienweg wieder aufnehmen.
Inhaltsverzeichnis
- Weltkriegsbombe in Köln-Lindenthal entschärft
- Evakuierungsradius und betroffene Anwohner
- Kitas und Schulen in Lindenthal blieben geschlossen
- Anlaufstelle und Hilfe für Betroffene
- Massive Einschränkungen im St. Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind
- Verkehrsbehinderungen und KVB-Einschränkungen
- Bombenfunde in Köln: Ein Erbe des Zweiten Weltkrieg
Evakuierungsradius und betroffene Anwohner

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Aufgrund der Größe des Blindgängers wurde ein Gefahrenbereich mit einem Radius von 500 Metern (hier Karte zum Download) rund um den Fundort der Bombe festgelegt. Das Ordnungsamt der Stadt Köln teilte mit, dass von den Evakuierungsmaßnahmen 4.446 Personen im Veedel betroffen waren. Diese mussten den Gefahrenbereich am Montagmorgen verlassen, damit die Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der Entschärfung beginnen konnten.
Kitas und Schulen in Lindenthal blieben geschlossen
Die Entschärfung der Bombe in Köln-Lindenthal hatte massive Auswirkungen auf den Bildungsalltag im Viertel. Da sich mehrere Bildungseinrichtungen innerhalb des Evakuierungsradius befanden, blieben alle Kitas und Schulen im Gefahrenbereich am Montag, den 11. Mai 2026, geschlossen.
Die Stadt Köln bat alle betroffenen Eltern, sich frühzeitig eine alternative Betreuung für ihre Kinder zu organisieren. Zu den betroffenen Schulen zählte unter anderem auch die Theodor-Heuss-Realschule in Sülz, allerdings aus einem anderen Grund: In ihren Räumlichkeiten war die zentrale Anlaufstelle für evakuierte Bürger eingerichtet.
Anlaufstelle und Hilfe für Betroffene
Für alle Anwohner, die während der Evakuierung nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, stellte die Stadt Köln eine Anlaufstelle zur Verfügung:
- Ort: Theodor-Heuss-Realschule, Euskirchener Straße 50, 50937 Köln-Sülz
- Öffnung: Montag, 11. Mai 2026, ab 09:00 Uhr
Da die Realschule als Evakuierungszentrum diente, fiel auch hier der reguläre Schulbetrieb am Montag aus.
Massive Einschränkungen im St. Elisabeth-Krankenhaus Hohenlind
Besonders kritisch war die Lage für das St. Elisabeth-Krankenhaus, das sich in unmittelbarer Nähe zum Fundort der Bombe befindet. Hier gelten für Montag und Dienstag folgende Sonderregelungen:
- Terminverschiebungen: Patientinnen und Patienten mit einem geplanten OP-Termin am Montag (11.05.2026) oder Dienstag (12.05.2026) werden vom Krankenhaus aktiv kontaktiert, um den Eingriff zu verschieben.
- Kein Klinikbetrieb am Montag: Am Montag finden im St. Elisabeth-Krankenhaus grundsätzlich keine geplanten Eingriffe oder Sprechstunden statt.
- Zufahrtssperren: Das Krankenhaus kann am Montag nur bis 8:45 Uhr angefahren werden. Danach sperrt die Stadt Köln alle Zufahrten. Eine Ausfahrt aus dem Gelände ist jedoch jederzeit möglich.
Verkehrsbehinderungen und KVB-Einschränkungen
Rund um den Fundort der Bombe in Köln-Lindenthal am Mönchshof kam es am Montag zu erheblichen Straßensperrungen. Die Kitschburger Straße musste zwischen Dürener Straße und Friedrich-Schmidt-Straße am Montag voll gesperrt werden, da die Feuerwehr hier Platz für die Krankentransporte brauchte (s. auch Evakuierung des St.-Elisabeth-Krankenhauses Hohenlind).
Von den Sperrungen war auch der öffentliche Nahverkehr mit Bussen und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) betroffen. Die KVB leiteten die Linien 7 und 136 um:
- Bus-Linie 136 wurde ab Haltestelle “Dürener Straße/Gürtel” über den Lindenthalgürtel, die Gleueler Straße und die Militärringstraße in Richtung Else-Lang-Straße umgeleitet und umgekehrt. Die Fahrten, die planmäßig nur bis zum St.-Elisabeth-Krankenhaus gefahren wären, endeten an der Endhaltestelle “Deckstein” der Linie 146.
- Bahn-Linie 7 verkehrte aus Richtung Porz kommend bis zur Haltestelle “Dürener Straße/Gürtel” auf dem normalen Linienweg und wurde dann nach Sülz zum Hermeskeiler Platz (Endhaltestelle “Sülz” der Linie 9) abgeleitet. Aus Richtung Frechen verkehrte die Linie 7 dann nur zwischen der Endhaltestelle “Frechen” und der Haltestelle “Stüttgenhof”.
Verkehrsteilnehmer wurden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.
Bombenfunde in Köln: Ein Erbe des Zweiten Weltkrieg
Bombenfunde sind in Köln keine Seltenheit – die Stadt gehört zu den am stärksten vom Zweiten Weltkrieg betroffenen Gebieten in Deutschland. Durch die intensiven Luftangriffe der Alliierten zwischen 1942 und 1945 liegen bis heute zahlreiche Blindgänger unentdeckt im Boden. Insbesondere bei Bauprojekten in dicht besiedelten Stadtteilen wie Lindenthal, Ehrenfeld oder Deutz werden immer wieder Kampfmittel gefunden. Jede Entdeckung stellt für die Stadt eine logistische Herausforderung dar: Evakuierungen, Straßensperrungen und großangelegte Sicherheitsmaßnahmen sind notwendig, um die Bevölkerung zu schützen. Köln verfügt deshalb über eingespielte Abläufe und arbeitet eng mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst zusammen, um solche Funde schnell und sicher zu entschärfen.
AKTUALISIERT AM 11.05.2026 UM 15:50 UHR
















































