Berufs- und Weiterbildungskollegs wichtig für Köln

Wie alle Schulformen müssen sich auch die Berufs- und Weiterbildungskollegs immer wieder neuen Anforderungen stellen, um ihren Bildungsauftrag zu erfüllen. / copyright: Robert Kneschke - Fotolia.com
Wie alle Schulformen müssen sich auch die Berufs- und Weiterbildungskollegs immer wieder neuen Anforderungen stellen, um ihren Bildungsauftrag zu erfüllen.
copyright: Robert Kneschke – Fotolia.com

Stärkung der sozialen Kompetenzen, mehr Transparenz im Bildungsangebot und ein vorausschauender Blick auf die Trend- und Branchenentwicklung”: Dies sind nur einige der Herausforderungen der schulischen und beruflichen Bildung an den kommunalen Berufs- und Weiterbildungskollegs in Köln.

Die
Tagung fand am 14. März 2013 im Rahmen einer Sondersitzung des Ausschusses für Schule und
Weiterbildung mit einem erweiterten Teilnehmerkreis aus Wirtschaft,
Wissenschaft, Verwaltung und Schulen statt.

Der Strukturwandel im
Beschäftigungssystem zeigt gerade in den letzten Jahren die Bedeutung
einer umfassenden schulischen und beruflichen Bildung und somit den
herausragenden Stellenwert der Berufs- und Weiterbildungskollegs in der
Bildungslandschaft.

Wie alle Schulformen müssen sich auch die
Berufs- und Weiterbildungskollegs immer wieder neuen Anforderungen
stellen, um ihren Bildungsauftrag zu erfüllen. Dabei handelt es sich bei
den Berufskollegs um komplexe Institutionen und wichtige Partner im
dualen Ausbildungssystem, die mannigfaltige Bildungsgänge im Vollzeit-
und Teilzeitbereich in sich vereinen. Die Weiterbildungskollegs wiederum
bieten als “Schulen der 2. Chance” Gelegenheit, schulische Abschlüsse
nachträglich zu erwerben. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur
Herstellung von Chancengleichheit im Bildungswesen.

Schulentwicklungsplanung im Dialog mit den Einrichtungen erstellen

Die Stadt Köln
hat sich zum Ziel gesetzt, eine differenzierte Schulentwicklungsplanung
für die kommunalen Berufs- und Weiterbildungskollegs im Dialog mit den
Schulen zu erarbeiten. Die Fachtagung, moderiert von der Kölner
Journalistin Anke Bruns
, bildete hierzu den öffentlichen Auftakt und
verdeutlichte aus dem Blickwinkel des Schulträgers, der
Bildungsinstitutionen, der Wirtschaft und nicht zuletzt der
Bildungsforschung die Komplexität der Themenstellung.

Rund 3.000
Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchen derzeit eines der insgesamt vier
Weiterbildungskollegs. Knapp 40.000 Schülerinnen und Schüler nutzen
derzeit ein Bildungsangebot an den 17 kommunalen Berufskollegs, um
entweder einen möglichst hochwertigen allgemeinen Schulabschluss zu
erwerben oder im dualen Bereich zu einem beruflichen Abschluss in einem
der rund 120 Berufsfelder zu gelangen. Dabei richtet sich das
Bildungsangebot nicht nur an Schülerinnen und Schüler, die in Köln
wohnen. Die Einpendlerquote liegt derzeit bei etwa 50 Prozent.

Bildungsdezernentin Dr. Agnes Klein: “Diese
Zahlen belegen die besondere Sogbindung der Metropole Köln und zeigen,
dass die Berufs- und Weiterbildungskollegs durch ihre engagierte Arbeit
nicht zuletzt zu einer Stärkung des Wirtschaftsstandortes Köln
beitragen. Mein Ziel ist es daher, die Berufs- und Weiterbildungskollegs
noch deutlicher als bisher in den Fokus der Öffentlichkeit zu stellen.
Die Wünsche an eine verbesserte personelle, sachliche und räumlichen
Ausstattung kann ich sehr gut nachvollziehen, müssen aber mit Blick auf
die mehr als angespannte Haushaltslage mit Augenmaß bewertet werden.”

Autor: Redaktion/ Stadt Köln/ ver.di