
copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Das Motto der Session 2027 im Kölner Karneval steht fest. Unter dem Leitgedanken “Morje es, wat do drus mähs!” stellt das Festkomitee Kölner Karneval die Zukunft in all ihren Facetten in den Mittelpunkt – und damit zugleich jede und jeden Einzelnen von uns. Die Botschaft ist eindeutig: Morgen ist das, was wir daraus machen. Statt zu klagen oder zu resignieren, ruft das Sessionsmotto 2027 dazu auf, selbst aktiv zu werden und Verantwortung zu übernehmen.
Verantwortung übernehmen in bewegten Zeiten
“Wir alle verzweifeln manchmal an den ganz großen Themen unserer Zeit: ob kriegerische Auseinandersetzungen, weltweite Krisen, steigende Inflation oder Rentenlücke”, erklärt Christoph Kuckelkorn, scheidender Präsident des Festkomitee Kölner Karneval am Rosenmontag 2026. “Dabei verliert man oft aus dem Blick, dass man selbst etwas tun kann.”
Gerade angesichts globaler Unsicherheiten will das Motto Mut machen. Denn Veränderung beginnt im Kleinen: im wertschätzenden Umgang miteinander, in alltäglicher Hilfsbereitschaft, im bewussten Energiesparen oder in nachhaltigem Handeln. Jeder Beitrag zählt. Jeder entscheidet mit, welchen Kurs wir einschlagen – und wie unser Morgen aussieht. Oder, wie es auf Kölsch so treffend heißt: Arsch huh und anpacken!
Motto 2027 ist ein klares Bekenntnis zur Demokratie
Der Appell, selbst aktiv zu werden, ist zugleich ein deutliches Statement gegen Gleichgültigkeit und gesellschaftliche Spaltung. Wer sich in digitalen Echokammern zurückzieht und mit einfachen Parolen zur Polarisierung beiträgt, verändert nichts zum Besseren.
“Nur, wer sich mit anderen austauscht und gemeinsam nach Lösungen sucht, wird am Ende erfolgreich sein – das nennt man Demokratie”, so Kuckelkorn weiter. In Zeiten weltweit erstarkender Autokraten ist es wichtiger denn je, das eigene Handlungspotenzial zu erkennen. Weder im Karneval noch in der Stadtgesellschaft oder darüber hinaus sind wir ohnmächtig. Im Gegenteil: Engagement wirkt – im Kleinen wie im Großen.
Vielfalt der Ideen für eine lebendige Zukunft
Das Sessionsmotto 2027 richtet sich bewusst an alle Jecken – unabhängig von Alter, Herkunft oder Engagement. Entsprechend vielfältig sollen auch die Initiativen sein, die daraus entstehen.
Vielleicht gründet eine Gruppe im Veedel ein Projekt zur nachhaltigen Wiederverwendung von Kostümen. Vielleicht entsteht an einer Schule eine Kölsch-AG, die Sprache und Liedgut pflegt und an kommende Generationen weitergibt. Die Möglichkeiten sind so bunt wie der Karneval selbst.
Auch das Festkomitee blickt nach vorn und hinterfragt die eigene Rolle. Mit dem wissenschaftlich begleiteten Zukunftsprojekt “Alaaf 2040” sollen die Schwerpunkte der karnevalistischen Arbeit von morgen definiert und weiterentwickelt werden.
Sessionsmotto ist kein naives Versprechen, sondern ein Auftrag
“Das Motto ist kein naives ‚Alles wird gut‘”, betont Kuckelkorn. “Im Gegenteil: Wenn nicht jeder mit anpackt, wird die Zukunft ganz sicher nicht rosarot.”
“Morje es, wat do drus mähs!” ist deshalb weniger ein Versprechen als vielmehr ein Auftrag – an die kölschen Jecken und an die gesamte Stadtgesellschaft. Mit Spannung darf erwartet werden, welche kleinen und großen Zukunftsprojekte in den kommenden Monaten entstehen werden – im Karneval ebenso wie in vielen anderen Bereichen des Lebens.
















































