Koelnmesse schließt das Jahr 2025 mit starkem Ergebnis ab

Die Koelnmesse wächst 2025 deutlich, baut ihr internationales Geschäft aus und stellt sich auf ein anspruchsvolles Jahr 2026 ein.
Die Koelnmesse wächst 2025 deutlich, baut ihr internationales Geschäft aus und stellt sich auf ein anspruchsvolles Jahr 2026 ein.
copyright: Koelnmesse GmbH / Hans Blossey

Die Koelnmesse blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einem vorläufigen Umsatz von rund 450 Millionen Euro konnte das Unternehmen das Vorjahresniveau von 365,8 Millionen Euro deutlich übertreffen. Auch das konsolidierte Konzernergebnis entwickelte sich positiv und lag mit rund 60 Millionen Euro erheblich über dem Wert von 21,3 Millionen Euro aus dem Jahr 2024. Damit setzt die Koelnmesse ihren wirtschaftlich stabilen Kurs der vergangenen Jahre fort. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem durch ein starkes Messe- und Kongressgeschäft am Standort Köln, spürbare Effizienzgewinne im laufenden Betrieb sowie den Ausbau internationaler Aktivitäten. Zugleich weist das Management darauf hin, dass der Blick nach vorn von zunehmenden Herausforderungen geprägt ist. Für 2026 erwartet das Unternehmen turnusbedingt ein schwierigeres Geschäftsjahr, weshalb mit der strategischen Agenda level35 frühzeitig Maßnahmen zur Stärkung von Stabilität und Widerstandsfähigkeit ergriffen wurden.

Anuga setzt internationales Ausrufezeichen

Anuga 2025: Rekordmesse mit mehr als 8.000 Ausstellern aus 110 Ländern und über 145.000 Fachbesuchenden aus mehr als 190 Nationen
Anuga 2025: Rekordmesse mit mehr als 8.000 Ausstellern aus 110 Ländern und über 145.000 Fachbesuchenden aus mehr als 190 Nationen
copyright: Koelnmesse GmbH / Oliver Wachenfeld

Insgesamt veranstaltete die Koelnmesse 2025 weltweit 79 Events, davon 57 in eigener Regie. Herausragend war dabei die Anuga, die als Weltleitmesse der Ernährungswirtschaft neue Maßstäbe setzte. Mehr als 8.000 Aussteller aus 110 Ländern und über 145.000 Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus mehr als 190 Nationen nutzten die vollständig belegten Kölner Messehallen mit rund 300.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Der hohe Internationalitätsgrad mit einem Auslandsanteil von 94 Prozent auf Aussteller- und 80 Prozent auf Besucherseite unterstrich die globale Bedeutung der Veranstaltung. In einem Jahr, das von geopolitischen Spannungen und protektionistischen Tendenzen geprägt war, wurde die Anuga damit zu einem sichtbaren Symbol für internationalen Austausch und branchenübergreifenden Dialog.

Internationales Geschäft gewinnt weiter an Gewicht

Geschäftsjahr 2025: Ausbau der internationalen Präsenz; Hallenimpression der ORGATEC TOKYO in Japan
Geschäftsjahr 2025: Ausbau der internationalen Präsenz; Hallenimpression der ORGATEC TOKYO in Japan
copyright: Koelnmesse GmbH / Jakob Studnar / fotostudnar

Die globale Präsenz der Koelnmesse wurde 2025 konsequent ausgebaut. Von den 79 Veranstaltungen fanden 38 im Ausland statt, ergänzt durch mehrere neue Formate in Asien, im Nahen Osten und in Europa. Diese Entwicklung ist Ausdruck einer langfristigen Strategie, die darauf abzielt, wichtige Wachstumsregionen stärker zu erschließen und internationale Messemarken weiterzuentwickeln. Um diesen Kurs organisatorisch zu untermauern, wurden die Strukturen in Asien neu aufgestellt. Mit der Ernennung eines Regional President Asia-Pacific werden die Aktivitäten in Ländern wie China, Japan, Indonesien oder Thailand enger verzahnt, zudem ist die Eröffnung einer weiteren Tochtergesellschaft in Indonesien geplant. Parallel dazu richtet die Koelnmesse ihren Vertrieb in der MENA-Region neu aus und setzt künftig auf ein Netzwerk lokaler Auslandshandelskammern, um Marktkenntnis und Kundennähe weiter zu vertiefen.

Kongressgeschäft und Gastmessen mit positiver Dynamik

Geschäftsjahr 2025: Mit dem 2024 eröffneten Event- und Kongresszentrum Confex sorgte die Koelnmesse für weltweite Resonanz
Geschäftsjahr 2025: Mit dem 2024 eröffneten Event- und Kongresszentrum Confex sorgte die Koelnmesse für weltweite Resonanz
copyright: Koelncongress GmbH / Ludolf Dahmen

Auch das Kongressgeschäft entwickelte sich im Berichtsjahr sehr erfreulich. Das Conference- und Exhibition-Center Confex erreichte bereits im ersten Jahr eine hohe Auslastung und verfügt über Buchungen bis 2030 sowie erste Reservierungen bis 2032. Besonders im medizinischen Bereich zeigte sich eine starke Nachfrage, da mehrere Kongresse ihre ursprünglich erwarteten Teilnehmerzahlen deutlich übertrafen. Diese Entwicklung bestätigt die Attraktivität des Standorts Köln für wissenschaftliche und verbandliche Großveranstaltungen. Gleichzeitig verzeichneten die Koelnmesse und ihre Tochtergesellschaft Koelncongress einen spürbaren Zuwachs bei Gastmessen und Corporate Events. Die enge Zusammenarbeit mit internationalen Veranstaltern wie RX wird weiter ausgebaut, was sich unter anderem in der langfristigen Ansiedlung der PSI, Europas führender Messe für Werbeartikel, ab 2027 in Köln widerspiegelt.

Blick nach vorn: 2026 bleibt anspruchsvoll

Gastmessen in Köln – Nachfrage steigt deutlich. FIBO 2025, die weltweit führende Messe für Gesundheit, Fitness und Wellness
Gastmessen in Köln – Nachfrage steigt deutlich. FIBO 2025, die weltweit führende Messe für Gesundheit, Fitness und Wellness
copyright: Koelnmesse GmbH / Fibo

Für das Jahr 2026 rechnet die Koelnmesse mit einem herausfordernden Umfeld. Die konjunkturelle Lage in Deutschland bleibt angespannt, insbesondere der Mittelstand steht unter Druck, und steigende Kosten sowie globale Unsicherheiten beeinflussen Investitionsentscheidungen weltweit. Vor diesem Hintergrund setzt das Unternehmen verstärkt auf internationale Kooperationen. Geplant sind 43 Auslandsveranstaltungen, darunter mehrere Premieren, die das globale Portfolio weiter ergänzen und neue Impulse setzen sollen.

Deutscher Pavillon auf der Expo Osaka überzeugt Millionenpublikum

Expo 2025 in Osaka: Koelnmesse organisierte bereits zum vierten Mal in diesem Jahrtausend den Deutschen Pavillon
Expo 2025 in Osaka: Koelnmesse organisierte bereits zum vierten Mal in diesem Jahrtausend den Deutschen Pavillon
copyright: Koelnmesse GmbH / Jakob Studnar / fotostudnar

Ein besonderes internationales Projekt war 2025 der Betrieb des deutschen Pavillons auf der Expo in Osaka im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Unter dem Motto “Wa! Germany” zog der Pavillon innerhalb von 184 Tagen über drei Millionen Besucherinnen und Besucher an. Die Präsentation wurde vom Bureau International des Expositions sowohl mit dem Sustainability Award als auch mit dem Silber-Award für Themenentwicklung ausgezeichnet. Für die Koelnmesse war der Auftritt nicht nur ein Imageträger, sondern auch ein Impulsgeber für die weitere Zusammenarbeit mit japanischen Partnern.

Nachhaltigkeit rückt weiter in den Fokus der Koelnmesse

Grüner Strom vom Hallendach: Seit 2024 betreibt die Koelnmesse die größte innerstädtische Photovoltaik-Anlage Kölns, mit 20.000 Quadratmetern Gesamtfläche und einer jährlichen Kapazität von drei Millionen Kilowattstunden.
Grüner Strom vom Hallendach: Seit 2024 betreibt die Koelnmesse die größte innerstädtische Photovoltaik-Anlage Kölns, mit 20.000 Quadratmetern Gesamtfläche und einer jährlichen Kapazität von drei Millionen Kilowattstunden.
copyright: Koelnmesse GmbH / Ludolf Dahmen

Neben wirtschaftlichen Zielen treibt die Koelnmesse ihre Klimastrategie konsequent voran. Ziel ist eine klimaneutrale Energieversorgung bis 2030. Im Jahr 2025 wurde die Photovoltaikfläche auf dem Messegelände auf rund 20.000 Quadratmeter erweitert. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für den vollständigen Umstieg auf fossilfreie Erdwärme. Nach erfolgreichen Erkundungen und Probebohrungen befindet sich das Projekt nun in der Umsetzungsphase, wobei Infrastruktur und Wärmepumpen schrittweise realisiert werden.

Neue Verwaltungszentrale als Investition in den Standort

Planung beschlossen: neues Multifunktionsgebäude am ICE-Bahnhof
Planung beschlossen: neues Multifunktionsgebäude am ICE-Bahnhof
copyright: Koelnmesse GmbH / HPP Architekten

Ein weiterer Meilenstein ist die Entscheidung für den Neubau einer multifunktionalen Verwaltungszentrale. Der Aufsichtsrat gab im Herbst 2025 grünes Licht für die Planung des Projekts, das nach der Anuga 2027 direkt am ICE-Bahnhof Köln Messe/Deutz entstehen soll. Der Neubau wird Büroflächen mit Eventlogistik und gastronomischer Infrastruktur verbinden und aus Eigenmitteln finanziert. Mit einem Investitionsvolumen von rund 193 Millionen Euro versteht die Koelnmesse dieses Projekt als langfristige Investition in die Qualität und Zukunftsfähigkeit des Standorts Köln.