OB-Kandidatin Henriette Reker bei Messer-Attentat schwer verletzt – Hier alle aktuellen Infos!

Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker (parteilos) wurde bei einem Attentat in Köln schwer verletzt. copyright: Alex Weis / CityNEWS
Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker (parteilos) wurde bei einem Attentat in Köln schwer verletzt.
copyright: Alex Weis / CityNEWS

Henriette Reker, unabhängige Oberbürgermeister-Kandidatin in Köln, wurde heute Morgen, Samstag, 17. Oktober 2015, um 9:05 Uhr, auf dem Wochenmarkt in Köln-Braunsfeld bei einem Messer-Attentat durch einen Messerstich in den Hals an der Luftröhre schwer verletzt. Hier bei CityNEWS erhalten Sie alle aktuellen Infos!

Der Täter wurde widerstandlos überwältigt und befindet sich in Polizeigewahrsam. Zur Stunde wird der Tatverdächtige im Kölner Präsidium vernommen. Laut Medienberichten soll der Täter aus Köln-Nippes stammen, ist Deutscher, 44 Jahre alt, alleinstehend, mehrere Jahre arbeitslos und soll sich im Vorfeld unauffällig verhalten haben. Er soll nach der Attacke mit dem Messer in der Hand stehengeblieben sein und auf die Polizei gewartet haben. Laut Polizei soll der Täter zwei Messer für seinen Angriff benutzt haben. Er ist polizeilich bisher noch nicht in Erscheinung getreten. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen, die Polizei Köln hat eine Mordkomission gebildet.

Die Spurensicherung fotografierte unterdessen den Tatort in Köln-Braunsfeld und sicherte Beweise. Außerdem wurden vor Ort und im Kölner Polizeipräsidium Zeugen vernommen.

Henriette Reker wurde auf Wahlkampfveranstaltung attackiert

Auf dem Wochenmarkt hatte die Kölner CDU einen Wahlkampfstand für die am Sonntag, 18. Oktober 2015, anstehende Oberbürgermeister-Wahl in Köln aufgebaut, der von Frau Reker besucht wurde. Henriette Reker hatte auf dem Wochenmarkt in Köln-Braunsfeld einen ihrer letzten Wahlkampf-Termine.

Zeugen berichten, dass Helfer nach dem Angriff versucht haben, den Täter mit den Sonnenschirmen der Partei zu überwältigen.

Der EXPRESS berichtet, dass der Kölner CDU-Chef Bernd Petelkau vor Ort gewesen sei als der Angreifer auf Reker und ihr Team losging. Er berichtet, dass der Täter vorher rief: “Ich rette Messias. Das ist alles falsch, was hier läuft, ich befreie Euch von solchen Leuten. Die Gesellschaft muss vor solchen Leuten geschützt werden.”Petelkau beim Nachrichtensender n-tv: “Das war eindeutig eine gezielte Tat!”

Laut Norbert Wagner (Leiter Direktion Kriminalität) hat ein Beamter der Bundespolizei bei dem Messerangriff auf Henriette Reker  eingegriffen und den Attentäter überwältigt. Der Bundespolizist sei privat vor Ort in Köln gewesen.

“Nach dem jetzigen Kenntnisstand war es die Tat eines Einzelnen. Die Ermittlungen nach dem Geistes- und Gesundheitszustand des Tatverdächtigen dauern an. Wir haben keine Kenntnisse zur Zeit ob der Tatverdächtige einer Partei oder einer Gruppierung angehört.”

Oberstaatsanwalt Ulf Willhuhn ergänzte: “Nach Zeugenaussagen und Aussagen des Tatverdächtigen spricht nach jetzigem Kenntnistand das Motiv nach einem fremdenfeindlichem Hintergrund. Wir stehen aber noch am Anfang unserer Ermittlungen”

Der EXPRESS berichtet, dass es offenbar beim Angriff auf Reker um das Thema “Flüchtlingspolitik” ging. Nach seiner Festnahme soll der Täter die Worte “Reker, Merkel, Flüchtlingsschwemme” gesagt haben.

Im Vorfeld keine Kenntnisse über Drohungen

Weiter zitiert der EXPRESS den Kölner FDP-Vorsitzenden Ralph Sterck: “Henriette Reker war auf dem Markt im Gespräch mit Bürgern und hat Rosen verschenkt. Der Täter trat auf Reker zu und fragte, ob er eine Rose haben könne. Reker zog für ihn eine Rose aus dem Strauß – in dem Moment zog der Täter das Messer und stach zu.”

Polizeipräsident Wolfang Albers: “Wir hatten im Vorfeld keine Kenntnisse über Drohungen oder ähnliches gegenüber Frau Reker. Wir hätten sonst selbstverständlich Maßnahmen ergriffen!”

Der WDR berichtet am Abend gegen 19 Uhr: “Köln gegen Rechts”, das Antifaschistische Aktionsbündnis, meldet gerade: Der Attentäter, der heute morgen die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker niedergestochen hat, soll nach Informationen antifaschistischer Gruppen einen organisiert rechtsradikalen Hintergrund haben. Bei ihm soll es sich um einen ehemaligen Akivisten der Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei (FAP) handeln. Er soll in den 90er Jahren an zahlreichen Naziaufmärschen teilgenommen haben und damals fest in der militanten Neonaziszene aus Bonn organisiert gewesen sein.

Die Polizei Köln gab am Sonntag (18.10.2015) bekannt:

Den Ermittlern liegt mittlerweile das Ergebnis der psychologischen Begutachtung des Festgenommenen vor. Hier ist in einer ersten Bewertung festgestellt worden, dass keine Anhaltspunkte für den Ausschluss der Schuldfähigkeit des Angreifers vorliegen. Somit wird der 44-Jährige noch heute (Sonntag, 18.10.2015) dem Haftrichter vorgeführt. Der Vorwurf lautet Verdacht des versuchten Mordes und gefährliche Körperverletzung in vier Fällen.

Bereits in seiner ersten Einlassung hat der Tatverdächtige Äußerungen von sich gegeben, die eine fremdenfeindliche Gesinnung vermuten lassen. Er selbst hat ohne nähere Einzelheiten angeben, sich in der Vergangenheit aktiv in der rechten Szene aufgehalten zu haben.

Diese Zeit reicht in die Neunzigerjahre zurück. In welcher Funktion und Intensität dies geschah, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Weitere Ergebnisse sind nicht vor Montag (19. Oktober 2015) zu erwarten

Oberbürgermeister Jürgen Roters reagierte bestürzt auf die neuesten Ermittlungsergebnisse: “Es ist für mich unfassbar, mit welcher Brutalität und aus welchen menschenverachtenden Motiven dieser Anschlag auf das Leben von Frau Henriette Reker und die anderen Betroffenen ausgeführt worden ist. Ich bin erleichtert, dass sich der Gesundheitszustand von Frau Reker und der anderen Verletzten inzwischen weiter stabilisiert hat und hoffe inständig, dass alle wieder völlig gesund werden.”

Henriette Reker wurde an Luftröhre schwer verletzt

Henriette Reker und die weiteren verletzen Personen befinden sich zur Zeit in der Uniklinik Köln. Laut Polizei soll Reker u. a. an der Luftröhre verletzt sein, aber sich mittlerweile außer Lebensgefahr befinden. 

“Henriette Reker hat die Operation gut überstanden und ihr Zustand sei stabil. Sie sei aber noch nicht über den Berg“, so Polizeipräsident Albers auf der Pressekonferenz am Nachmittag.

Am späten Samstagabend hat sich die Uniklinik Köln zum Gesundheitszustand von Henriette Reker geäußert: “Die Operation von Frau Reker ist sehr gut verlaufen. Wir haben keinen lebensbedrohlichen Zustand mehr“, so Prof. Dr. Bernd Böttiger, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Uniklinik Köln. “Wir halten zum jetzigen Stand und bei normalem Verlauf die vollständige Wiederherstellung der Gesundheit von Frau Reker für wahrscheinlich“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Bernd Hüttenbrink, Direktor der Klinik für Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde der Uniklinik Köln.

Bei dem Angriff wurden auch weitere Menschen verletzt,  einer davon schwer, zwei mittelschwer, eine Person leichtverletzt. Darunter nach ersten Informationen u. a. Pascal Siemens, Rekers persönlicher Referent, sowie Henriette Rekers Wahlhelferin Katja Hoyer (FDP). Sie soll eine Schnittwunde an der Wange erlitten haben. Auch eine weitere Politikerin, Anette von Waldow (FDP), erlitt bei der Attacke schwere Verletzungen. Sie wurde mit zwei Stichen in die Seite verletzt. Nach Angaben von CDU-Chef Petelkau soll auch die CDU-Ortsvorsitzende in Köln-Braunsfeld, Marliese Berthmann, einen Messerstich in den Unterleib bekommen haben.

Das Wahlkampf-Team von Henriette Reker hat sich mittlerweile über Twitter gemeldet: “Henriette Reker ist außer Lebensgefahr. Mehr Infos im Laufe des Tages. Verletztes Teammitglied Umständen entsprechend wohlauf.”

Am Rande der Pressekonferenz am Nachmittag sagte Wahlleiterin Gabriele Klug laut Kölner-Stadt Anzeiger: “Wie man hört, geht es der Kandidatin nach der Operation deutlich besser. Sie hat den Wunsch geäußert, morgen auf der Intensivstation ihre Stimme abzugeben. Wir werden versuchen, das zu ermöglichen.” Dies bestäigte später auch  Stadtsprecher Gregor Timmer.

Kölner OB-Wahl findet statt

Morgen soll in Köln ein neuer OB gewählt werden. Wahlleiterin Gabriele Klug hatte sich mit ihren Team beraten, ob die OB-Wahl am 18.10.2015 stattfinden kann. Mittlerweile gibt es eine öffentliche Bestätigung der Stadt Köln, dass die Oberbürgermeister-Wahl stattfinden wird! Eine Sprecherin der Stadt sagte, laut Wahlrecht könne eine Wahl nur beim Tod eines Kandidaten abgesagt werden.

Diese Entscheidung hat auch Wahlleiterin Gabriele C. Klug nach Prüfung der gesetzlichen Regelungen nach Paragraph 21 sowie Paragraph 46 b und c des Kommunalwahlgesetzes Nordrhein-Westfalen mitgeteilt.

Die Wahlleiterin appelliert an die Kölnerinnen und Kölner, trotz des schrecklichen Ereignisses von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Sie ermutigt alle wahlberechtigten Kölnerinnen und Kölner am morgigen Sonntag ihre Stimme abzugeben und so die politische Zukunft der Stadt Köln mitzugestalten.

Die Stadt Köln weist darauf hin, dass in den Stadtteilen Heimersdorf und Chorweiler Plakate aufgetaucht sind, auf denen von einer angeblichen Absage der Wahl die Rede ist. Die Stadt weist darauf hin, dass diese Angaben falsch sind und es sich dabei nicht um Mitteilungen der Stadt Köln handelt. Sie hat die Polizei eingeschaltet.

Die Parteien in Köln haben die Bürger aufgerufen, nun erst recht zur Wahl zu gehen. “Es sei umso wichtiger, dass die demokratischen Parteien zusammenstehen und die Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen,” betonte CDU-NRW-Parteichef Armin Laschet am Samstag bei einer Solidaritätsveranstaltung in der Kölner Schildergasse. Wer die Wahl am Sonntag gewinne, sei “zweitrangig”, so Laschet weiter.

Zeichen gegen das Attentat

Rund 200 Bürger versammelten sich zu einer Mahnwache vor dem Historischen Rathaus in Köln. Hier wurde eine symbolische Menschenkette gebildet und Kerzen angezündet. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sagte in einer Rede: “Wir stehen hier zusammen um ein Zeichen zu setzen gegen diese abscheuliche Tat. Wir sind in Gedanken bei unseren Freunden und hoffen, dass sie schnell wieder gesund werden.” An der Mahnwache nahmen u. a. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, OB-Kandidat Jochen Ott, NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, FDP-Chef Christian Lindner und der NRW-CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet teil. Die NRW-CDU twitterte: “Wir Demokraten setzen gemeinsam Zeichen gegen Gewalt und Extremismus”

Nach dem Anschlag auf Henriette Reker haben CDU, Grüne, FDP und Deine Freunde vereinbart, sich zusammen mit der SPD und der Linkspartei auf der Schildergasse (vor der Galeria Kaufhof) zu versammeln.

Hans Schwanitz und Marlis Bredehorst (beide Grünen): “Wir sind auch jetzt, einige Stunden nach dem Attentat, geschickt. Wir wünschen Henriette Reker und den anderen Verletzten alles Gute, wünschen ihnen, dass sie das Attentat in voller Gesundheit überstehen. Wir wollen das um 14:15 auf der Schildergasse zum Ausdruck bringen. Der Anschlag auf Henriette Reker ist ein Anschlag auf unsere Demokratie.”

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, dass der ursprünglich als “Siegesmarsch” geplante Umzug der Satire-Partei “Die Partei” mit ihrem OB-Kandidaten Mark Benecke zu einem Solidaritätsmarsch für die Opfer des Anschlags in Köln-Braunsfeld geworden sei. Die rund 50 “Partei-“Anhänger ziehen von Stadtteil Deutz über die Deutzer Brücke zum Kölner Dom. Dort will Mark Benecke reden.

Daten und Fakten zum Rettungseinsatz nach der Messer-Attacke

Um 9:04:54 Uhr meldete eine Frau über Notruf 112 einen Vorfall auf dem Wochenmarkt in Braunsfeld an der Aachener Straße. Sie sprach von einem Verletzten und einer Person mit einem Messer. Weitere Angaben wurden nicht gemacht. Deswegen wurde zunächst ein Rettungswagen, besetzt mit zwei erfahrenen Rettungsassistenten, von der nächstgelegenen Feuer- und Rettungswache Lindenthal, Gleueler Straße, alarmiert. Dieser Standort liegt Luftlinie rund zwei Kilometer von der Einsatzstelle entfernt. Das Fahrzeug traf um 09:11:29 Uhr ein, also sechs Minuten und 35 Sekunden nach Beginn der Notrufannahme. Der Rettungsdienstbedarfsplan für die Stadt Köln legt fest, dass in 90 Prozent der Fälle nach acht Minuten ein Rettungswagen vor Ort sein soll.

Aus weiteren Anrufen (auch von der Polizei) konkretisierte sich die Situation vor Ort. Deswegen wurde um 09:09:40 Uhr der nächstgelegene Notarzt von der Feuerwache Ehrenfeld alarmiert. Dieser Standort liegt Luftlinie 2,5 Kilometer von der Einsatzstelle entfernt. Der Notarzt traf mit einem Rettungsassistenten 9 Minuten und 55 Sekunden nach Beginn der Annahme des ersten Notrufes an der Einsatzstelle ein. Der Rettungsdienstbedarfsplan für die Stadt Köln legt fest, dass in 90 Prozent der Fälle nach zwölf Minuten ein Notarzt vor Ort sein soll.

Vor Ort wurden fünf Verletzte durch die Notärzte gesichtet und behandelt. Zwei schwerer verletzte Frauen wurden in Notarztbegleitung in Krankenhäuser der Maximalversorgung gebracht. Auch die drei leichter Verletzten kamen in Krankenhäuser. Augenzeugen wurden vor Ort betreut, unter anderem durch eine Notfallseelsorgerin. Der Einsatz war gegen 12 Uhr beendet.

Insgesamt waren fünf Ärzte, darunter der Leitende Notarzt und der Arzt des Rettungshubschraubers “Christoph Rheinland” im Einsatz. Zusätzlich informierte sich der Ärztliche Leiter des Kölner Rettungsdienstes vor Ort. Weiterhin waren sechs Rettungswagen und ein Großraumkrankentransportwagen vor Ort. Die Kräfte des Rettungsdienstes wurden durch eine Löschfahrzeugbesatzung und eine Notfallseelsorgerin unterstützt. Die Führung hatte der Einsatzführungsdienst der Berufsfeuerwehr Köln.

Aus Sicht der für den Rettungsdienst in der Stadt Köln verantwortlichen Berufsfeuerwehr ist festzustellen: Der Einsatz ist planmäßig verlaufen. Die im Rettungsdienstbedarfsplan festgeschriebenen Eintreffzeiten wurden nicht nur erreicht sondern sogar unterschritten.

Stimmen nach dem Attentat auf Henriette Reker

  • OB-Kandidat Jochen Ott (SPD) stellte nach Bekanntgabe der Attacke auf Henriette Reker sofort seinen Wahlkampf und jegliche Wahlwerbung auf verschiedenen Online-Portalen ein und postete auf Facebook:  “Gerade erfahre ich vom Attentat auf meine Mitbewerberin Henriette Reker. Ich bin zutiefst bestürzt und drücke ihr von Herzen die Daumen. Ab sofort werde ich meinen Wahlkampf unterbrechen, bis ich weitere Informationen über ihren Gesundheitszustand habe.”
  • Oberbürgermeister Jürgen Roters zu dem Attentat: “Ich bin tief erschüttert über das, was hier in Braunsfeld geschehen ist. Ich habe es nicht für vorstellbar gehalten, dass eine Politikerin, die im Wahlkampf auf die Menschen zugeht, Opfer eines solchen Anschlages wird. Meine Gedanken sind in erster Linie bei Frau Reker – ich bete, dass sie schnell gesund wird und die anstehende Operation gut übersteht.”

Im Laufe des Tages hat OB Roters folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

“Als ich die schreckliche Nachricht von dem Angriff heute Morgen erhalten habe, habe ich mir sofort ein Bild vor Ort gemacht. Eine solche Attacke im Herzen unserer Stadt, mitten im Leben auf einem Wochenmarkt, ist unfassbar. Den Menschen vor Ort konnte ich den tiefsitzenden Schock ansehen. Die gesamte Atmosphäre vor Ort hat mich tief bewegt und erschüttert.

Ein solches Attentat auf eine Oberbürgermeisterkandidatin am Tag vor der Wahl ist ein hinterhältiger Angriff auf ihre Person. Es ist aber auch ein Angriff auf das öffentliche Leben und auch ein Angriff auf die Demokratie.

Ich und meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Stadtvorstand sind sehr betroffen und wünschen Frau Reker und den anderen Verletzten eine schnelle und gute Genesung. Die Nachricht, dass der Gesundheitszustand von Frau Reker und der anderen Verletzten stabil ist, ist eine gewisse Erleichterung.

Unsere Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen und den Rettungskräften und allen Helfern. Ich danke allen, die vor Ort Hilfe geleistet haben. Unsere Demokratie lebt von dem direkten Kontakt zwischen den Kommunalpolitikern und den Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb dürfen wir trotz dieser heimtückischen Gewalttat nicht nachlassen, das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern zu suchen. Wir werden nicht einknicken.

Trotz des schrecklichen Ereignisses ermutige ich alle Bürgerinnen und Bürger, sich nicht einschüchtern zu lassen und morgen von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.”

  • NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) geht davon aus, der Anschlag auf Henriette Reker politisch motiviert war.Die Polizei setzt alles daran, die Hintergründe dieser Tat so schnell wie möglich aufzuklären”, sagte Jäger dem EXPRESS. “Die Ermittlungen der Kölner Polizei und des Landeskriminalamtes laufen mit Hochdruck. Auch der NRW-Verfassungsschutz ist mit eingebunden. Die ersten Anzeichen sprechen für eine politisch motivierte Tat.”
  • Wie der Kölner Stadt-Anzeige berichtet hat sich auch Erzbischof Rainer Maria Woelki zu den Angriff geäußert: “Der unfassbare Angriff auf die Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker bestürzt mich zutiefst. Ich wünsche ihr von Herzen rasche Genesung und schließe sie in mein Gebet ein. Es ist erschütternd, dass eine solch sinnlose Gewalttat den Wahlkampf überschattet.”
  • Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) reagierte schockiert auf Twitter auf das Attentat. “Das ist ein Angriff auf uns alle. Hoffe und bange mit den Verletzten.”
  • Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) verurteilte beim Kurznachrichtendienst Twitter die Messerattacke als “unfassbare, abscheuliche Tat” und seine “Gedanken sind bei den Verletzten”.
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich beim CDU-Landesvorsitzenden Armin Laschet nach dem Gesundheitszustand von Henriette Reker erkundigt und übermittelte ihre Genesungswünsche, wie eine Regierungssprecherin mitteilte. Dabei habe sich die Kanzlerin bestürzt gezeigt.
  • NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans äußerte sich laut ksta.de erschüttert: “Ich bin bestürzt. Es gibt Menschen, die sich des Wertes friedlichen Wettbewerbs in einer Demokratie nicht bewusst sind. Denen dürfen wir das Feld nicht überlassen. Auch einem verwirrten Kopf muss klar sein, dass Demokraten beim Schutz der Demokratie und beim Schutz von Leib und Leben zusammenstehen. Henriette Reker und den verletzten Begleiterinnen und Begleitern wünsche ich alles Gute.”
  • WDR-Intendant Tom Buhrow nimmt zum Anschlag auf Kölns OB-Kandidatin wie folgt Stellung: “Auch wir im WDR drücken Henriette Reker sowie den schwer verletzten ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern von ganzem Herzen alle Daumen für eine schnelle und vollständige Genesung! Ich bin schwer geschockt. Es ist unfassbar! Ich bin Henriette Reker oft begegnet und schätze ihre positive Lebenseinstellung auch in schwierigen Situationen. Die wird ihr jetzt hoffentlich auch sehr helfen.”
  • Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner erklärt zu der Messerattacke auf die Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker laut BILD: “Der Angriff auf Henriette Reker und ihr Wahlkampfteam hat uns schockiert. Eine feige und irrsinnige Tat, die letztlich allen gilt, die sich für die Demokratie engagieren. Wir sind in Gedanken bei unserer Kandidatin und allen Verletzten, denen wir baldige und vollständige Genesung wünschen.”
  • Die Kölner Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Parteivorsitzende der CDU Köln und Vorsitzende der Frauen Union Köln, Gisela Manderla sagte: “Ich bin bestürzt angesichts des heimtückischen Attentats auf unsere gemeinsame Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker. Ich hoffe inständig, dass es ihr und den weiteren verletzten Personen bald wieder besser geht und sie vollständig gesunden. In dieser schweren Zeit sind meine Gedanken bei den Verletzten und ihren Familien. Henriette Reker hat in den letzten Wochen und Monaten mit viel Courage, Engagement und Leidenschaft für ein besseres Köln gekämpft. Es ist unerträglich, dass Menschen, die sich für das Gemeinwohl und ein besseres Miteinander einsetzen, um ihr Leben und ihre körperliche Unversehrtheit fürchten müssen. Der hinterhältige Angriff auf Henriette Reker ist ein Anschlag auf unsere Demokratie und unser Gemeinwesen.”