Online ordern, in der Filiale kaufen: Waren werden im Web bestellt und im Laden "probiert"

Ein aktueller Trend geht dahin, Onlineshopping und das Einkaufserlebnis in einer 'echten' Innenstadtfiliale miteinander zu kombinieren. Zuhause wird bestellt - im Geschäft anprobiert. / copyright: Karstadt Warenhaus GmbH/thx / djd
Ein aktueller Trend geht dahin, Onlineshopping und das Einkaufserlebnis in einer ‘echten’ Innenstadtfiliale miteinander zu kombinieren. Zuhause wird bestellt – im Geschäft anprobiert.
copyright: Karstadt Warenhaus GmbH/thx / djd

Ob High Heels, Handtasche oder Minikleid: Wer heute einkaufen will, muss sich einfach nur an den Computer setzen, mit ein paar schnellen Klicks ist die Ware bestellt und wird nach Hause geliefert.

Die Zeitersparnis und die große Auswahl sind die wichtigsten Gründe, weshalb die Umsätze von Onlineanbietern – sei es bei Mode, Schuhen oder Accessoires – in den vergangenen Jahren außerordentlich stark gestiegen sind. Vor allem Frauen nutzen die Möglichkeit, Bekleidung über das Internet zu beziehen: Einer Bitkom-Umfrage zufolge shoppen doppelt so viele Frauen wie Männer im Netz.

Bis zu 50 Prozent Retourenquote im Online-Modehandel

Doch die Möglichkeit des Onlineshoppings hat auch ihre Tücken. Der Verbraucher kann zwar die Kleidung oder Schuhe in aller Ruhe zu Hause anprobieren. Er wird aber auch immer wieder Überraschungen und Enttäuschungen erleben – beispielsweise in Sachen Größe und Farbe. Die Folge: Bei vielen Onlineshops aus dem Modebereich beträgt die Retourenquote bis zu 50 Prozent. Auch wenn der Onlinehändler in aller Regel die Kosten für die Rücksendung übernimmt, ist diese für den Kunden doch immer mit einem gewissen Aufwand und oftmals mit dem Gang zur Paketannahmestelle verbunden. Und last, but not least haben auch Betrüger längst den Onlinehandel für sich entdeckt. Das oberste Gebot beim Onlineshopping lautet deswegen: Immer das Impressum auf eine ordentliche Anschrift hin kontrollieren. Das gilt vor allem beim Einkauf in kleinen Onlineboutiquen. Ein seriöser Onlineshop hat klar erkennbare Geschäftsbedingungen.

Kombination aus Onlineshop und stationärem Handel

Die Mühen mit Retouren und den Weg zur Paketannahmestelle sowie das Betrugsrisiko können sich Verbraucher inzwischen aber sparen. Der Trend geht dahin, Onlineshopping und den Komfort und das sinnliche Einkaufserlebnis in einer “echten” Innenstadtfiliale zu kombinieren. Einen solchen Service bietet jetzt beispielsweise auch Karstadt seinen Kunden an. Das Ganze nennt sich “Click & Collect“: Dabei können sich Kunden alle Produkte, die sie online unter karstadt.de und karstadtsports.de finden, versandkostenfrei in ihre jeweilige Wunschfiliale liefern lassen. Der Kunde spart nicht nur die Versandkosten, er kann außerdem die Ware direkt vor Ort anprobieren, ein passendes Accessoire dazu finden und sich beraten lassen. Alle Produkte in den Onlineshops sind entsprechend gekennzeichnet.

Teurer Auslandseinkauf

Ab 2013 ist in der EU kein Onlinehändler mehr verpflichtet, die Kosten für eine Rücksendung von Waren zu tragen. Bisher gab es diese Verpflichtung zumindest bei einem Bestellwert ab 40 Euro. Wer im EU-Ausland vermeintlich günstig einkauft, muss sich daher über die möglichen Folgekosten im Klaren sein. Will man etwa ein Top im Wert von 20 Euro nach Spanien zurückschicken, kann die Rücksendung schnell teurer als der eigentliche Kauf sein.

Autor: Redaktion/ djd / HDI Versicherung AG