Raus aus dem grauen Herbst-Alltag: Die farbenfrohsten Orte der Welt!

Raus aus dem grauen Alltag: Die 12 farbenfrohsten Orte der Welt copyright: pixabay.com
Raus aus dem grauen Alltag: Die farbenfrohsten Orte der Welt
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Ob bunt wie ein Regenbogen oder einfach komplett in Pink oder Schlumpfblau. Diese farbenfrohsten Orte der Welt sagen dem tristen herbstlichen Einheitsgrau den Kampf an. Das Spiel mit der Farbe ist dabei aber viel mehr als nur ein dekorativer Anstrich. Wir haben hier zusammen mit Travelcircus für Sie die farbenprächtigsten Orte der Welt ausfindig gemacht. Tauchen Sie ab in eine bunte Welt und gehen Sie mit CityNEWS auf eine Weltreise mit Farbenrausch und Gute-Laune-Faktor inklusive! So kann man der Herbst-Tristesse gelassen begegnen.

Die der farbenfrohsten Orte der Welt

Júzcar, Spanien

Júzcar, Spanien copyright: pixabay.com
Júzcar, Spanien
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Júzcar ist wohl die einzige farbenfrohe Stadt der Welt, die aus keinem historischen Grund all ihre Häuser in ein sanftes Schlumpfblau getaucht hat. Doch wie kam es dann zu diesem “blauen Wunder”? Natürlich: durch Hollywood. Im Jahre 2011 suchte Sony nach einer Stadt, welche sich für den Film “Die Schlümpfe in 3D” als Schlumpfhausen eignen könnte. Sie fanden Júzcar.

Dann ging alles wie im Handumdrehen und zwölf Maler mit rund 4.000 Litern Farbe im Gepäck verwandelten Júzcar in ein blaues Dorf. Sony versprach, das Dorf nach dem Dreh wieder in den Urzustand zu versetzen. Doch der Ort entschied sich dazu “blau” zu bleiben. Man erhoffte sich, so eine Touristenattraktion zu werden – mit Erfolg! So erzielte Júzcar kurz nach dem Film einen richtigen Touristen-Boom. Von 300 Touristen jährlich kamen direkt nach dem Erscheinen des Films 80.000 Besucher aus der ganzen Welt, um die blaue Stadt zu bewundern.

Reisetipp: Eine Anreise unter der Woche ist hier empfehlenswert, denn am Wochenende ist nach wie vor Einiges los. Wenn Sie mit dem Auto anreisen, empfiehlt es sich aufgrund der engen und vollen Gassen, das Fahrzeug unbedingt auf einem Parkplatz vor der Einfahrt zum Ort abzustellen.

Burano (Insel), Italien

Burano (Insel), Italien copyright: pixabay.com
Burano (Insel), Italien
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Die venezianische Insel Burano ist vom Meer aus sehr leicht zu entdecken. Ahnen Sie schon, warum das so ist? Natürlich: wegen ihrer Farbe! Auf der wunderschönen Insel erscheinen die farbenfrohen Häuser heute wie damals vom Meer aus betrachtet wie ein Leuchtturm – oder eher wie ein Leuchtfeuer. Nach einer Überlieferung konnten die Fischer leichter ihr Zuhause finden, wenn Sie bei Nebel auf dem Weg nach Hause waren, aufgrund der unterschiedlichen Häuser-Wandfarben. Bis heute gibt es noch eine Vorschrift: Wenn Sie auf der Insel Ihr Haus bemalen möchten, müssen Sie vorher die Regierung fragen. Diese weist Ihrem Haus dann eine bestimmte Farbe zu.

Reisetipp: Die Insel Burano erreichen Sie von Venedig aus am schnellsten über den Anleger Fondamente Nove. Die Fahrzeit beträgt ca. 40 Minuten.

Jodhpur, Indien

Jodhpur, Indien copyright: pixabay.com
Jodhpur, Indien
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Jodhpur, bekannt als die “blaue Stadt”, ist die zweitgrößte Stadt Rajasthans im Nord-Westen Indiens. Ursprünglich deutete die Farbe eines Hauses hier auf die Kaste der Bewohner hin. Bei den Bewohnern dieser blauen Häuschen handelte es sich um die Kaste der Brahmanen. Heute beziehen aber auch Nicht-Brahmanen die blauen Häuser. Interessanter Fakt: Der blauen Farbe wird außerdem nachgesagt, Moskitos fern und das Haus kühl zu halten.

Reisetipp: Wie bei vielen Sehenswürdigkeiten in der Gegend wird auch bei einem Besuch des imposanten Mehrangarh Fort in Jodhpur eine Gebühr für den Fotoapparat verlangt. Da die Gebühr meist höher ist als der Eintritt, lohnt es sich, in einer Gruppe nur eine Kamera mitzunehmen.

St. John´s in Neufundland, Kanada

St. John´s in Neufundland, Kanada copyright: pixabay.com
St. John´s in Neufundland, Kanada
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Eines der beliebtesten Fotomotive der ältesten Stadt Nordamerikas, St. John´s, sind ihre bunten viktorianischen Häuser. Aufgrund der wilden Anordnung von roten, blauen, gelben und orangenen Häusern werden sie auch die “Jelly Bean Häuser” genannt. Die Farbgebung, welche der rückläufigen Entwicklung im Stadtzentrum entgegenwirken sollte, geht in die 70er Jahre zurück. Auch heute noch freuen sich Bewohner und Besucher über die kunterbunte Farbwelt vor Ort, welche die Stadt auch in grauen Wintertagen lebensfroh erscheinen lässt.

Reisetipp: Einen gigantischen Blick über die Stadt können Sie vom Signal Hill aus erhaschen. Entlang der Küste können Sie den Berg nach oben wandern, um an den verschiedensten Ecken eine traumhafte Aussicht zu genießen. Mit ein wenig Glück können Sie von hier aus auch Buckelwale und Papageientaucher beobachten.

Posen, Polen

Posen, Polen copyright: pixabay.com
Posen, Polen
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Im polnischen Posen ist wirklich jedes Haus der sogenannten Krämerhäuser neben dem Rathaus ein einzigartiges Kunstwerk. Kein Wunder, dass dieser Platz daher die meistbesuchteste touristische Attraktion der Stadt ist. In den charakteristischen Säulengängen der Wohnhäuser von den Händlern, in denen einst Fische, Seile, Wachskerzen und Salz verkauft wurden, findet sich heute unter anderem ein Museum für Musikinstrumente. Über drei Stockwerke können Sie dort allerlei Altertümliches und Exotisches entdecken.

Reisetipp: Ein Muss für jeden Besucher der Stadt ist das tägliche 12-Uhr-Spektakel am alten Markt vor dem Rathaus. Hier stoßen jeden Mittag zwei Ziegenböcke aufeinander. Vorher sollten Sie unbedingt die Legende nachlesen – sie ist sehr skurril.

Valpariso, Chile

Valparíso, Chile copyright: pixabay.com
Valparíso, Chile
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Die Stadt Valparaiso gehört bereits seit 2003 zum UNESCO Weltkulturerbe. Besucher sind vor allem von den farbenprächtigen Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert sowie vom historischen Stadtkern verzückt. So tauchen Touristen hier in eine kunterbunte Welt ein – und das nicht nur wegen der bunten Fassaden. Denn auch die Einwohner beeinflussen das Bild der Stadt durch ihre Straßenkunst. Valparaiso ist nämlich ein wahres Streetart-Mekka und Paradies für Fotografen.

Reisetipp: Auf den pittoresken Hügeln Alegre und Cerro Concepción finden sich im beliebten Künstler- und Studentenviertel zahlreiche einladende Cafés, Restaurants und Kneipen.

Jaipur, Indien

Jaipur, Indien copyright: pixabay.com
Jaipur, Indien
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Von der orangenen Stadt Nagpur bis zu Jodhpur in blau – Indiens Städte erstrahlen in vielen Farben. Doch Jaipur, eine in rosarot getauchte Stadt, ist etwas ganz Besonderes. Denn bis heute gibt es ein Gesetz, das sicherstellt, dass der Ort auch wirklich rosa bleibt. Die Farbgebung der Stadt geht in das 19. Jahrhundert zurück. Hier wurde die Stadt zu Ehren des Besuches des Prince of Wales, dem britischen Thronfolger, rosarot gefärbt. Die Begründung der Einwohner: Rosa sei die Farbe der Gastfreundschaft! Auch heute noch ein besonderer Anblick: “der Palast der Winde” – Hawa Mahal Palace.

Reisetipp: Besuchen Sie den prächtigen Palast Hawa Mahal, von dem aus Sie eine grandiose Aussicht auf den Stadtpalast und das rege Treiben haben. Doch seien Sie nicht enttäuscht: Hinter der beeindruckenden Fassade des Palastes befindet sich kein prächtiges Inneres. Hier gibt es lediglich einen Innenhof mit Aufgang aus Treppen und Rampen, die zu den Emporen führen.

Trondheim, Norwegen

Trondheim, Norwegen copyright: pixabay.com
Trondheim, Norwegen
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Eine bunte Häuserreihe und ihre perfekte Spiegelung im Wasser – dieses Bild der begehrten, bunten Speicherhäuser entlang des Flusses Nidelva können Sie in der drittgrößten Stadt Norwegens bestaunen. Sie erinnern noch heute an die Vergangenheit Trondheims. Damals war dieser Ort am Fluss ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für Schiffe. Bei Touristen heute besonders beliebt sind die Restaurants und Terrassen rund um die alten Schiffsdocks.

Reisetipp: Traditionell norwegisch und extra urig dinieren – das können Sie im Baklandet Skydsstation, in dem Touristen sich mit einer Fischsuppe, Sandwich, Käsekuchen und einem Glas Aquavit für die Sightseeing-Tour stärken können.

Willemstad, Curacao

Willemstad, Curacao copyright: pixabay.com
Willemstad, Curacao
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Seit 1997 zählt die Hauptstadt der karibischen Insel Curacao zum UNESCO Weltkulturerbe. Besonders die grellen Farben der bunten Hausfassaden am Ufer verleihen dieser Stadt einen einzigartigen Glanz. Einer Überlieferung nach kam die bunte Farbgebung der Häuser von dem damaligen Gouverneur der niederländischen Kolonie, welcher durch das Betrachten von weißer Farbe an starken Kopfschmerzen litt. Aufgrund dessen erließ er eine Verordnung, die alle Häuser bunt werden ließ. Heute ist der Ort mit den prächtigen, fast glänzend grellen Wandfarben ein wahres Juwel.

Reisetipp: Fahren Sie mit der Fähre (ca. alle 10 Minuten) vom Stadtteil Punda nach Otrabanda. Von hier aus können Sie die bunten Häuser am besten fotografieren und die berühmte “Königin Emma Brücke”, welche bei Nacht bunt beleuchtet wird, bestaunen.

Manarola, Cinque Terre, Italien

Manarola, Cinque Terre, Italien copyright: pixabay.com
Manarola, Cinque Terre, Italien
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Die italienische Riviera hält für Besucher so Einiges bereit – ob erstklassige Weine, glasklares Wasser oder malerische Landschaften. Doch der Ort Manarola ist nicht nur bekannt wegen des guten Rebensafts oder der Fischgerichte, sondern vor allem für seine bunte Häusergestaltung. Eingebettet in einen Felsen wirkt diese Stadt so künstlerisch als hätte ein Maler den ganzen Ort in Farbe getaucht. Doch Manarola ist in dieser Region nicht der einzige Touristenmagnet und schimmernde Juwel: Auch die Orte Vernazza, Corniglia, Monterosso und Riomaggiore verzaubern mit ihrem farbenfrohen Stadtbild. Interessanter Fakt: Auch die UNESCO hat diesen Schatz entdeckt und die Cinque Terre bereits 1997 in die Liste der Weltkulturerben aufgenommen.

Reisetipp: Brechen Sie zu einem Spaziergang an dem populären Liebespfad Via dell’ Amore von Riomaggiore nach Manarola entlang der Küste auf. Doch aufgepasst! Die Straße der Liebe ist mautpflichtig: Hier lohnt sich der Kauf der Cinque Terre Card, mit der Sie auch bestimmte Zugverbindungen nutzen können.

Guanajuato, Mexiko

Guanajuato, Mexiko copyright: pixabay.com
Guanajuato, Mexiko
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Guanajuato ist eine der schönsten Kolonialstädte Mexikos und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Durch die hügelige Anordnung können Sie auch innerhalb der Stadt ideal ein Panorama der bunten Fassaden betrachten. Von Pastellfarben bis hin zu Neonfarben gibt es hier keinen Farbton, der nicht bereits an einer Hausfassade zu finden ist. An manchen Ecken erscheint die Stadt, einstiges Silberzentrum Neuspaniens, heute wie damals so gepflegt und zurechtgemacht wie eine Filmkulisse.

Reisetipp: Um die beste Aussicht über die Stadt zu genießen, sollten Sie mit der Seilbahn hinauf zum Panorama-Aussichtspunkt fahren, auf dem auch das bekannte El-Pípila-Monument steht.

Positano, Italien

Positano, Italien copyright: pixabay.com
Positano, Italien
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Kann diese Schönheit Wirklichkeit sein? Ja! An der Amalfiküste liegt immer ein betörender Duft von Zitronenbäumen in der Luft, während die von malerischen Städtchen gesäumten Steilküsten eine spektakuläre Kulisse bilden. Vorzeigeort der romantischen Gegend ist die Gemeinde Positano. Sie bietet allein schon wegen ihrer glänzenden Kirchenkuppel aus gelben und grünen Kacheln, die zwischen den Würfelhäusern und dem steilen Felshang ganz besonders hervor sticht, einen einzigartigen Anblick. Mehr als beeindruckend sind auch die vielen bunten und meist gelb-orangenen Häuser. Da ist es nicht verwunderlich, dass diesem Küstennest nachgesagt wird, der romantischste Ort Italiens zu sein.

Reisetipp: Besuchen Sie die Santa Maria Assunta Kirche mit dem farbenfrohen Dach aus Majolika-Ziegeln. Wenn Sie in der bergigen Stadt vom Aufstieg an den vielen steilen Treppen erschöpft sind, lädt Positano wirklich zum Nichtstun ein: Denn hier können Sie zum Beispiel ganz entspannt vom Hotel “Il San Pietro” mit dem Aufzug an den Strand fahren.