Nachhaltigkeitsmanagement mit Plan – Tipps für Büros und Betriebsstellen

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Nachhaltigkeitsmanagement mit Plan - Tipps für Büros und Betriebsstellen
Nachhaltigkeitsmanagement mit Plan – Tipps für Büros und Betriebsstellen
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Köln kann Nachhaltigkeit. Das hat die Metropole oft bewiesen. Bewusstsein für zukunftsfähiges Wirtschaften schlägt sich im bewussten Verbraucherverhalten nieder. Gleichzeitig hat die Stadt Nachhaltigkeit zur Querschnittsaufgabe erklärt. Aber wie setzt man das Ziel im Büro sinnvoll um und welche Faktoren sollte man dabei beachten? Modernes Nachhaltigkeitsmanagement liefert die Antwort darauf.

Das Nachhaltigkeitsinteresse im Unternehmenskontext steigt

Seine hohe Priorität verdankt das Thema den unterschiedlichen Dingen, die heute auf Nachhaltigkeit drängen. Da sind zunächst die Klimaziele. Der Gesetzgeber hat sie mit Anforderungen verbunden, die Unternehmen verpflichten. Die Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der “Corporate Sustainability Reporting Directive” (CSRD) verpflichten Unternehmen zur Dokumentation. Auf der anderen Seite gibt es den gesellschaftlichen Druck. Die Verbraucher wünschen sich zukunftsfähige Unternehmen und Dienstleister.

In urbanen Räumen wie Köln kommt noch eine Besonderheit hinzu. Sie betrifft den Stadtraum. Die Verkehrssituation und die Arbeit in Gebäuden werfen zahlreiche Nachhaltigkeitsfragen auf. Wer in älteren Gebäuden arbeitet, muss Räume modernisieren. Es stellen sich Fragen nach umweltbewusster Energieversorgung und Logistik. Das Interesse an Nachhaltigkeit begründet sich auch durch deren Chancen. Wer sich neu aufstellt, spart langfristig Kosten. Er stärkt das Unternehmensimage und er tut etwas gegen den Fachkräftemangel. Gutes Nachhaltigkeitsmanagement bindet Mitarbeiter langfristig in einem guten Unternehmensumfeld.

Wie aus Programmatik ein konkretes Praxisprogramm wird

Grundlegend für das moderne Nachhaltigkeitsverständnis ist das Modell der drei Säulen. Demnach verbindet Nachhaltigkeit drei Ebenen: umweltbewusste Arbeitsprozesse, soziale Nachhaltigkeit und effektives Wirtschaften. Möglich wird eine solche Balance erst durch eine Umsetzung, die sich am konkreten Umfeld orientiert. Das Leitbild Nachhaltigkeit kann insofern kein pauschales Rezept sein. Unternehmen müssen spezifische Strategien entwickeln. Orientierung geben Unternehmensziele und die jeweiligen Prioritäten. Üblicherweise lohnt es sich, zunächst die Handlungsfelder zu identifizieren, die am wichtigsten sind. Dann können Prioritäten gesetzt und konkrete Schritte getan werden, mit denen die Unternehmensprozesse systematisch verbessert werden.

So bauen Büros die richtigen Strukturen auf

Professionelle Nachhaltigkeitsforscher hat sich ausführlich damit beschäftigt, wie man Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit einleitet. Empfohlen wird erstens der Aufbau interner Zuständigkeiten. Wichtig ist das, weil bei Querschnittsaufgaben oft einer die Zuständigkeit beim anderen sieht und Verantwortungen verschwimmen. Die Benennung von Nachhaltigkeitsbeauftragten wirkt dem entgegen. Zweitens sollte man die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit fördern. Übergreifende Lösungen und die Einbindung von Beschäftigten sind schließlich das Ziel.

Drittens empfiehlt sich der Einsatz digitaler Lösungen zur Steuerung von Nachhaltigkeitsprozessen. Eine davon ist das Haufe Sustainability Office. Digitale Systeme bieten in diesem Bereich klare Vorteile: Sie werten laufende Prozesse automatisch aus, unterstützen Mitarbeitende durch anschauliche Visualisierungen bei der Entwicklung neuer Ideen und sparen bei der Skalierung wertvolle Zeit. Außerdem ermöglicht es mit wenigen Mausklicks ein einwandfreies Reporting. Den bürokratischen Aufwand reduziert das erheblich.

Auswertung, Controlling und Optimierung

Messen allein verbessert noch keine Prozesse. Betriebe sollten sich konkrete Ziele setzen, die messbar sind und diese mit einem Zeitraum verknüpfen. In Fachkreisen spricht man von Key Performance Indicators (KPIs) für ökologische und soziale Ziele. Zu den Ergebnissen muss es ein ESG-Reporting geben. Damit ist eine Dokumentation gemeint, die im Hinblick auf Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Wirtschaft (Governance) Rechenschaft abliefert. Diese Dokumente müssen transparent verfügbar sein. Über kontinuierliche Anpassungen der Maßnahmen kann die Nachhaltigkeit langfristig verbessert werden. Die Berichte können im Idealfall einen solchen Entwicklungsprozess deutlich machen.

Keine Veränderung ohne Beteiligung

Nachhaltigkeitsmanagement zielt auf strukturelle Veränderungsprozesse ab. Wer diese erreichen will, muss die Menschen im Betrieb mitnehmen. Betriebe sollten deutlich machen, dass Nachhaltigkeit ein Teil der Unternehmenskultur ist. Sie sollten kommunizieren, dass Nachhaltigkeit eine soziale Seite hat und dass konkrete Verbesserungen für den Mitarbeiter herausspringen. Kommunizieren lässt sich das nicht von oben. Es braucht Beteiligungsprozesse, unterstützende Schulungen und Motivation. Es lohnt sich, Vorschläge der Mitarbeiter gezielt aufzugreifen. Dadurch wird deutlich, dass sie etwas verändern können. Außerdem kommen die besten Praxisvorschläge von Menschen aus der Betriebspraxis.

Gut umgesetztes Nachhaltigkeitsmanagement kann zum Baustein für eine positive Unternehmenskultur werden. Mit der richtigen digitalen Unterstützung reduziert sich der bürokratische Arbeit auf ein Minimum. Und die praktische Umsetzung wird in die Hände von Menschen gegeben, die die Strukturen vor Ort am besten kennen. Die regionale Vernetzung kann dabei zusätzliche Vorteile verschaffen. Tipps für die Praxis in Köln zum Beispiel, Chancen für die Zusammenarbeit und für Fördermöglichkeiten. Viele Kölner Betriebe verwenden mittlerweile gerne Zeit auf die Nachhaltigkeitsfrage. Sie wissen, dass sie damit in die Zukunft ihres Unternehmens investieren.