Start-ups im Raum Köln erfolgreich führen – wie geht das?

Start-ups im Raum Köln erfolgreich führen – wie geht das? copyright: pixabay.com
Start-ups im Raum Köln erfolgreich führen – wie geht das?
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Junge Unternehmen nehmen bundesweit immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung zu. Einer der Vorreiter in Deutschland ist das Bundesland Nordrhein-Westfalen (14,4 %), in dem nach Berlin (16,8 %) die meisten Start-ups entstehen. Ökonomisch erfolgreiche Regionen sind bei der Standortwahl für neue Betriebe besonders beliebt. Dort ergeben sich vernetzte Geschäftsbeziehungen, von denen junge Firmen besonders profitieren können.

Durch diese Verdichtung von potenziellen Geschäftspartnern, Arbeitnehmern und Kunden ist ein Ballungsraum wie Köln beliebt für die Gründung eines Betriebs. Doch das Thema Networking ist nur eine Herausforderung, vor der Start-ups stehen. Eine weitere ist die Führung der Mitarbeiter. Wie kann ein Jungunternehmer dieses Thema angehen, dass er erstens erfolgreich ist und zweitens von qualifizierten Fachkräften als ansprechender Arbeitgeber gesehen wird? Der Raum Köln bietet Veranstaltungen, Weiterentwicklungs- und Förderungsmöglichkeiten an, die für Start-ups interessant sein dürften.

Was macht eine moderne Unternehmensführung aus?

Was macht eine moderne Unternehmensführung aus? copyright: pixabay.com
Was macht eine moderne Unternehmensführung aus?
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Im beruflichen Umfeld werden Mitarbeitern heute wesentlich mehr Freiräume geboten als früher – auf Start-ups trifft das besonders zu. Dabei geht es vor allem darum, dass man von potenziellen Arbeitnehmern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen wird (v.a. von qualifizierten Fachkräften). Wie kann eine moderne und weniger dominante Führungsstruktur aussehen?

  • Flache Hierarchien: Vorgesetzte schotten sich nicht ab und sind offen für die Anliegen der formal unter ihnen stehenden Kollegen. Gleichrangige Teams ersetzen einen typischen hierarchischen Aufbau.
  • Kurze Kommunikationswege: Zwischen den Teams ist ein Austausch leichter möglich, da sie sich auf einer Organisationseben befinden.
  • Mehr Verantwortung: Jeder Einzelne eines Teams ist für bestimmte Bereiche zuständig. Dadurch empfindet er Wertschätzung und arbeitet motivierter.
  • Gemeinsame Entscheidungsfindung: Über Entscheidungen wird zunehmend demokratischer abgestimmt
  • Mehr Flexibilität: Die Arbeitszeit und der Arbeitsort können im Zuge der Digitalisierung überwiegend frei gewählt werden.

Alles Neue ist nicht immer besser

das Thema Networking ist nur eine Herausforderung, vor der Start-ups stehen. copyright: pixabay.com
das Thema Networking ist nur eine Herausforderung, vor der Start-ups stehen.
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Natürlich muss ein Start-up nicht all diese Aspekte in seiner Führungsstruktur umsetzen, damit es als modern bezeichnet werden kann. Sie sollen zeigen, wo die größten Unterschiede zu archaisch organisierten Firmen bestehen. Das heißt allerdings nicht, dass alles Neue immer besser ist und alles andere per se schlecht. Im Idealfall ergänzen sich die Vorteile „alter“ (mit mehr Vorgaben) und „neuer“ (mit mehr Freiheiten und mehr Verantwortung für jeden) Führungsstile.

Doch als Start-up hat man hierbei keinen Vergleichswert. Gründer stehen vor der Herausforderung, dass sie nicht nur ihre Produkte (weiter)entwickeln müssen, sondern sich zeitgleich um die vielen organisatorischen Aufgaben kümmern, die bei jeder Firma anfallen (Marketing, Führung, Buchhaltung, Networking, etc.). Fortbildungen und Seminare können hierbei Abhilfe schaffen, um sich in relativ kurzer Zeit viel Know-how anzueignen.

Jungunternehmer können beispielsweise über ein Seminar im Bereich Mitarbeiterführung weiterbilden und von den Erfahrungen anderer profitieren – und von ihren Fehlern lernen. Sie können darauf aufbauend eine Strategie entwickeln, die genau zu ihrer Firma passt, und sich so weiterentwickeln.

Anlaufstellen für Führungskräfte von Start-ups in der Metropolregion Köln

Anlaufstellen für Führungskräfte von Start-ups in der Metropolregion Köln copyright: pixabay.com
Anlaufstellen für Führungskräfte von Start-ups in der Metropolregion Köln
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Führungskräfte von Start-ups sollten zudem Weiterbildungsangebote und Förderprogramme wahrnehmen und regelmäßig an branchenrelevanten Veranstaltungen teilnehmen, damit ihr Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt.

Für Start-ups und Gründer in Köln und der Rhein-Ruhr-Region können folgende Programme, Institutionen und Veranstaltungen für ihre Weiterentwicklung interessant sein:

  • Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Zusammenarbeit zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen durch das Projekt Digitale Wirtschaft Nordrhein-Westfalen (DWNRW). Dabei geht es vor allem um das Thema digitale Transformation. Davon profitieren neu gegründete Unternehmen besonders, denn sie agieren – nicht nur in Nordrhein-Westfalen – überwiegend in medien- und internetnahen Branchen. Die gute digitale Infrastruktur Kölns, macht die Domstadt zu einem interessanten Standort für internetaffine Firmen.
  • Wirtschaftlich erfolgreiche Regionen verfügen über ein breites Angebot an Dienstleistungen. Seminare und Fortbildungen finden häufiger in Ballungsgebieten statt, in denen viele Firmen ansässig sind.
  • In der Medienstadt Köln finden zahlreiche Messen statt (>> zum Kölner Messekalender). Sie sind für Gründer eine Möglichkeit, sich zu präsentieren. Ebenso gibt es zahlreiche Events, die sich explizit mit dem Thema „Gründung und Start-up“ beschäftigen, wie z.B. die StartupCon.

Durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen profitiert wiederum das zugehörige Bundesland und kann weiterhin Dienstleistungen zur Förderungen von Betrieben zur Verfügung stellen. So zieht die Region als Ganzes neue Betriebe (darunter auch Start-ups) durch das große lokale Dienstleistungsangebot an.