So gesund ist Leinöl

Leinöl kann man pur oder mit weiterem neutralen pflanzlichen Öl gemischt z.B. für Obstsalate nehmen. copyright: pixabay.com
Leinöl kann man pur oder mit weiterem neutralen pflanzlichen Öl gemischt z.B. für Obstsalate nehmen.
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Immer mehr Menschen fühlen sich fitter in ihrem täglichen Leben. Dies kann mehrere Ursachen haben. Eine davon ist eine gesündere Ernährung. Mit zahlreichen vollwertigen Lebensmitteln ist es möglich, das eigene Wohlbefinden zu steigern. Eines davon ist das Leinöl.

Herkunft

Lein kommt aus dem Griechischen von dem Wort linos. Das ursprüngliche Zuhause der Leinpflanze ist in Syrien, Ägypten, dem Iran und der östlichen Türkei zu finden. Mittlerweise wird Lein selbst in Europa kultiviert. Das berühmteste Anbaugebiet in Deutschland ist seit 1924 die Lausitz.

Aussehen und Geschmack

Leinöl sieht aus wie Gold in flüssiger Form und fließt ziemlich dick vom Löffel. Es hat einen intensiv nussigen und herzhaften Geschmack, der ein bisschen an Heu erinnert.

Warum Leinöl so gesund ist

Bei gesunden und gutem Fett ist das Leinöl der Spitzenreiter. Es verfügt über so viel Alpha-Linolensäure, der ungesättigten Omega-3-Fettsäure, wie sonst kaum ein anderes pflanzliches Öl. Je nachdem, woher die Pflanze kommt, enthält kaltgepresstes Leinöl bis zu 70 Prozent dieser Fettsäure und steht damit bei weitem über Rapsöl mit etwa neun Prozent oder Lachs bei circa vier Prozent. Das ist deshalb so wichtig, da viele wissenschaftliche Untersuchungen beweisen: Alpha-Linolensäure fördert die Blutgerinnung, hemmt Entzündungen und erweitert die Blutgefäße. Sie wirkt als Regulator bei Blutfetten und Blutdruck und hat somit eine vorbeugende Wirkung gegen Thrombosen, Schlaganfall und Herzinfarkt. Wissenschaftler haben zudem herausgefunden, dass die im Leinöl enthaltene Alpha-Linolensäure in die Zellen eingebaut und teilweise zu weiteren wesentlichen Omega-3-Fettsäuren umgebildet wird.

Zahlreiche Ernährungsmediziner sind ebenfalls der Ansicht, dass die Fettsäure tatsächlich gegen Krebs eine vorbeugende Wirkung hat. Auch soll es sogar der Seele wohl tun: Einige Studien belegen, dass Leinöl beispielsweise Ängste oder Depressionen lindern kann. Kein Wunder, wenn man sich folgenden Tatsachen bewusst ist: Eine zu geringe Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren kann zur Beeinträchtigung des Denkvermögens führen. Auch Verhaltensänderungen und ein mangelndes Selbst, also ein Mangel an Emotionen und Gefühlen tritt möglicherweise auf.

Einkaufstipps

Leinöl ist auch aus einer Warmpressung bzw. als raffiniertes Leinöl erhältlich. Gesundheitlich und geschmacklich ist das kaltgepresste Leinöl jedoch besser. Besonders bei diesem pflanzlichen Öl rentiert es sich sehr, Ware aus biologischem Anbau zu bevorzugen. Es sollte prinzipiell kaltgepresstes Leinöl vorgezogen und stets kleine Mengen gekauft werden, weil Leinöl nicht lange haltbar ist und lediglich frisch total gut schmeckt.

Lagerung

Auch wenn das Leinöl durch den hohen Anteil von Alpha-Linolensäure lecker ist, führt es bedauerlicherweise ebenso dazu, dass dieses hochwertige Öl ziemlich rasch oxidiert. Das heißt, Leinöl wird schnell ranzig, wenn es mit Luft und Licht in Verbindung kommt. Dieses Öl sollte möglichst kurz aufbewahrt werden. Am besten, man lagert es kühl und dunkel, z. B. im Kühlschrank. Leinöl kann aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes ohne Probleme bei Temperaturen bis maximal Minus 20 Grad Celsius gelagert werden, ohne dass es hart wird. Sobald es einen ranzigen oder fischigen Geruch hat, sollte das Leinöl nicht mehr zum Verzehr verwendet werden. Jedoch ist es auch zum Wegwerfen zu schade. Denn mit diesem Öl kann noch Holz gepflegt werden.

Zubereitungstipps

Ein Klassiker ist auf jeden Fall die Kombination Pellkartoffel mit Leinöl und Quark. Es schmeckt nicht nur herrlich, sondern ist zudem sehr gesund. Denn die gesundheitlichen positiven Auswirkungen erhöhen sich zusammen mit pflanzlichen Proteinen sogar noch.

Leinöl kann man pur oder mit weiterem neutralen pflanzlichen Öl gemischt für ein Pesto oder für Gemüse- und Obstsalate nehmen. Dieses goldgelbe Öl eignet sich weder zum Kochen noch zum Braten, da es nie erhitzt werden sollte. Das Verfeinern von fertig gegarten Mahlzeiten wie Gemüse oder Suppen mit ein bis zwei Teelöffeln Leinöl ist jedoch ohne Probleme möglich und peppt selbst einfache Gerichte etwas auf. Damit ist dieses hochwertige Pflanzenöl nicht nur für Veganer hoch sehr wertvoll.

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