Gesichtsfalten lassen sich nicht verhindern – aber hinauszögern

Irgendwann trifft es jeden. Die Haut, das grösste menschliche Organ, altert und bekommt das, was keiner haben möchte: Falten. Wann dieser Prozess einsetzt, ist von Mensch zu Mensch verschieden, sagt die Koelner Hautärztin Uta Schlossberger. 'Vieles liegt in den Genen, aber äussere Faktoren wie Pflege, Ernaehrung und Lebensfuehrung spielen durchaus eine Rolle.' / copyright: Techniker Krankenkasse / dapd
Irgendwann trifft es jeden. Die Haut, das grösste menschliche Organ, altert und bekommt das, was keiner haben möchte: Falten. Wann dieser Prozess einsetzt, ist von Mensch zu Mensch verschieden, sagt die Koelner Hautärztin Uta Schlossberger. ‘Vieles liegt in den Genen, aber äussere Faktoren wie Pflege, Ernaehrung und Lebensfuehrung spielen durchaus eine Rolle.’
copyright: Techniker Krankenkasse / dapd

Irgendwann trifft es jeden. Die Haut, das größte menschliche Organ, altert und bekommt das, was keiner haben möchte: Falten. Wann dieser Prozess einsetzt, ist von Mensch zu Mensch verschieden, sagt die Kölner Hautärztin Uta Schlossberger.

«Vieles liegt in den Genen, aber äußere Faktoren wie Pflege, Ernährung und Lebensführung spielen durchaus eine Rolle.»

Das Gesicht ist vor Wind und Wetter weniger abgeschirmt als alle anderen Teile des Körpers. Deshalb altert die Haut dort am schnellsten. Um die unwillkommenen Spuren der Reifung hinauszuzögern, empfiehlt die Sprecherin des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen vor allem Pflege. «Cremes mit einem hohen Feuchtigkeitsanteil und Lichtschutzfaktor sind das A und das O – die Marke ist eigentlich unwichtig.» Auch Feuchtigkeitsbinder wie Hyaluronsäure sollten in der Creme enthalten sein. Ab Mitte 40 ist zusätzlich ein höherer Fettanteil gefragt: «Die Talgdrüsen produzieren mit zunehmendem Alter immer weniger Fett, die Haut verliert an Elastizität.» Deshalb tue ihr eine feucht-milde Maske auch besser als ein kratziges Peeling.

Wer zu wenig trinkt, sieht alt aus

Feuchtigkeit kann und soll aber nicht nur von außen, sondern auch von innen kommen. Denn wenn dem Körper Wasser fehlt, zieht er es zuerst von der Haut ab, um so die Versorgung lebenswichtiger Organe zu sichern. Trinken heißt deshalb die Devise, mindestens eineinhalb bis zwei Liter pro Tag. Auch Dampfbäder sind eine gute Möglichkeit, der Haut Feuchtigkeit zuzuführen, sie sanft zu reinigen und die Durchblutung anzuregen.

Von Yoga- oder Gymnastikübungen für das Gesicht sollte man dagegen nicht allzu viel erwarten: «Bestenfalls regt das die Durchblutung an, aber das können Sie auch durch sanftes Massieren oder Abklopfen des Gesichts erreichen», sagt Schlossberger.

Die Haut regeneriert sich im Schlaf

Stark fallen der Hautärztin zufolge Umweltfaktoren wie Rauchen, Sonnenlicht oder Stress ins Gewicht. So verschließe das Nikotin, das in einer Zigarette stecke, im Körper zehn Minuten lang die sehr feinen Hautgefäße. «Die Haut ist dann unterversorgt, dagegen hilft Cremen und Trinken auch nicht mehr viel.» Dass intensive Sonnenbäder die Hautalterung beschleunigen und sogar krebserregend sein können, sei ebenfalls kein Geheimnis mehr. Unterschätzt werde aber oft der Faktor Schlaf. «Die Zellerneuerung und Auffrischung findet hauptsächlich im Schlaf statt», sagt die Expertin. «Deshalb sieht man es einem Menschen schnell an der Haut an, ob er ausgeruht ist oder nicht.»

Vitamine aus Möhren und Zitrusfrüchten helfen

Auch die Ernährung spiele eine Rolle für die Haut. Vor allem in gelbem und orangefarbenem Obst und Gemüse stecke Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln und damit die Regeneration der Haut fördern könne. Das vor allem in Zitrusfrüchten reichlich vorhandene Vitamin C wiederum sei wichtig für die Bildung von Kollagen, das die Haut elastisch und straff mache.

Autor: Redaktion / dapd / http://bvap.de