Fachkräftemangel in NRW: Weiter- und Fortbildung als Chance für beruflichen Wandel

Fachkräftemangel in NRW: Weiter- und Fortbildung als Chance für beruflichen Wandel copyright: pixabay.com
Fachkräftemangel in NRW: Weiter- und Fortbildung als Chance für beruflichen Wandel
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In Zeiten konjunkturellen Aufschwungs zeichnet sich eines ganz deutlich ab: der deutschlandweite Fachkräftemangel. Besonders schlimm trifft es Nordrhein-Westfalen. Dort mangelt es nicht nur an Bauarbeitern und Handwerkern, sondern auch besonders an Pflegern und IT-Kräften. Mit einer Weiter- oder Fortbildung könnte dieses sich immer weiter drehende Karussell zum Stillstand gebracht werden.

Die Situation in Nordrhein-Westfalen

Mit sinkenden Arbeitslosenzahlen zeichnet sich der Fachkräftemangel in NRW immer stärker ab.
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Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit sinkt die Arbeitslosenanzahl in Nordrhein-Westfalen konstant. So ist die Anzahl der Erwerbssuchenden vor Ort um insgesamt 53.181 zurückgegangen. Was eigentlich ein Grund zur Freude sein könnte, stellt jedoch viele Betriebe vor eine große Herausforderung. Mit sinkenden Arbeitslosenzahlen zeichnet sich der Fachkräftemangel in NRW immer stärker ab. Eine gute Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, ist eine Weiterbildungsmaßnahme z.B. in Köln zu absolvieren. Wichtig ist natürlich, sich branchenspezifisch weiterzubilden. So kommt für manche etwa eine Fortbildung zum Industriemeister infrage, während mit Fremdsprachen konfrontiertes Pflegepersonal besser daran tut, einen Sprachkurs zu absolvieren.

Das Absolvieren einer Qualifikation kann sich privat und beruflich lohnen. In Zeiten der immer weiter voranschreitender Digitalisierung ist es unabdingbar, sich entsprechend fortzubilden. Viele Arbeitsplätze werden umstrukturiert und verlagert. Wer da nicht mitzieht, bleibt schlimmstenfalls auf der Strecke.

Welche Fachkräfte fehlen in Nordrhein-Westfalen?

In NRW fehlt es besonders an Pflegekräften. copyright: pixabay.com
In NRW fehlt es besonders an Pflegekräften.
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Die Frage, welche Facharbeiter fehlen, ist immer ortsgebunden und regional. Was NRW anbelangt, so herrscht dort vor allem ein Mangel im handwerklichen Bereich. Aber auch Fachkräfte in Gesundheits- und Pflegeberufen, im Eisenbahnverkehr sowie im Informations- und Kommunikationsbereich sind rar gesät. Die Fachkräfte-Engpassanalyse in NRW der Bundesagentur für Arbeit zeigt ganz deutlich, dass hier Weiterbildungsbedarf herrscht.

Fachkräftemangel als Karrierechance erkennen

Fachkräftemangel als Karrierechance erkennen
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Was für Unternehmen besorgniserregend ist, können sich Arbeitnehmer zunutze machen. Wer engagiert ist und klug entscheidet, nutzt den Fachkräftemangel als Karrierechance. Durch eine berufsbegleitende Qualifizierung ist es möglich, vom einfachen Angestellten zu einer begehrten Fachkraft zu werden. Mit Hilfe einer Aufstiegsqualifizierung können beispielsweise ausgebildete Fachkräfte und Sachbearbeiter der Metall- und Elektrobranche oder aus dem kaufmännischen Bereich Karriere machen. Angestellte, die sich für eine Aufstiegsqualifizierung entscheiden, können so etwa freie Stellen als Techniker, Meister, Fach- oder Betriebswirt bekleiden und damit eine Führungsposition im mittleren Management einnehmen.

Beruflicher Aufstieg mit Maßnahmen zur Weiter- und Fortbildung

Beruflicher Aufstieg mit Maßnahmen zur Weiter- und Fortbildung
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Spricht sich der Arbeitgeber gegen eine Weiterbildungsförderung aus, können auch staatlich oder auf Bundesebene finanzierte Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Für ambitionierte Bedienstete, die einen Fortbildungsabschluss anstreben, gibt es das Aufstiegs-BAföG. Zusammengesetzt ist diese Weiterbildungsförderung aus einem Zuschuss sowie einem Darlehen.

Zur Zielgruppe gehören alle Altersklassen und Berufsbereiche. Somit können sowohl Arbeitnehmer als auch Berufsrückkehrer, Selbständige und Arbeitslose ein solches BAföG erhalten. Wichtig ist, dass eine Erstausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung vorliegt. Auch mit einem vergleichbaren Abschluss kann ein solcher Lehrgang gefördert werden. Konzipiert wurde das Aufstiegs-BAföG für alle beruflichen Aufstiegsfortbildungen, wie Handwerks- und Industriemeister, Fachkaufmänner, Techniker, Fachkrankenpfleger oder Fachwirte.

Überregionale Förderprogramme

Darüber hinaus gibt es in Nordrhein-Westfalen noch die Möglichkeit, einen Bildungsscheck in Höhe von 50 Prozent der Weiterbildungskosten zu erhalten. Der Maximalbetrag darf jedoch bei höchstens 500 Euro liegen. Unabhängig von den speziellen Förderungen für zukünftige Experten gibt es noch andere Weiterbildungsförderungen, wie etwa die Bildungsprämie, den Bildungsgutschein, WegEBau (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen) sowie IFlaS (Initiative zur Flankierung des Strukturwandels).