Pfandringe und Pfandlaternen sind zwei saubere Sachen für Köln
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„Wenn de Sonn schön schingk, weed et Wedder widder wärm…“ heißt es in einem Song der Bläck Fööss. Wir fahren mal fort: „…dann pack sich d’r Pap de Grill en dä Ärm…“ und haben den Text ein wenig umgedichtet. Fakt ist: Vorgebirgspark und Volksgarten, Hiroshima-Nagasaki-Park (das ist der am Aachener Weiher) und weitere Teile des Grüngürtels werden von grillenden Menschen geflutet.

Die haben natürlich Grillkohle im Gepäck, leckeres Grillgut und feine Salate und das ein oder andere Sixpack Bier. Zur Krönung noch Einweg-Pappteller und Plastikbesteck. Das Fleisch ist verzehrt, der Salat verkostet und das Bier getrunken. Die Leckereien nehmen unsere Griller gerne mit nach Hause. Umverpackungen und sonstige Abfälle bleiben jedoch zurück.

Der magische Ring um Abfallbehälter

Da kann die nächste Mülltonnenbox noch so nah stehen, seine Abfälle dort zu entsorgen ist für einige Zeitgenossen einfach unmöglich. Ein unsichtbarer magischer Ring scheint zu verhindern, dass sie an den Abfalleimer kommen. Einfacher ist es halt, alles stehen und liegen zu lassen – nach mir die Sintflut. Nun dieser Wunsch scheint von einer anderen magischen Stelle erhört worden zu sein, wie die ergiebigen Regengüsse, die jüngst in Köln und dem Rheinland niedergingen, beweisen.

Eine zweite Gruppe unter den Grillenden nutzt die öffentlichen Abfallbehälter ganz im Sinne des Erfinders. Sie hinterlassen ihren Grillplatz besenrein. Was zur Folge hat, dass die auf „normale“ Tage zugeschnittenen Mülltonnen ruckzuck voll sind. Um sie herum stehen dann die Plastiktüten mit Verpackungsmüll und Essensresten wie eine Installation von Beuys. Da kommen allenfalls die Kunstliebhaber auf ihre Kosten.

Pfandringe zieren die Abfalleimer

Die beste Idee für eine saubere Stadt und ansehnliche Parks: Den eigenen Müll wieder mit nach Hause nehmen und dort in den entsprechenden Abfalltonnen oder –Containern entsorgen. Sollten sie wenig Lust haben, etwa Pfandflaschen aus Glas wieder mit heim zu nehmen, können Sie diese auch in die so genannten Pfandringe stecken, die momentan einen ausgesuchten Teil der öffentlichen Abfalleimer zieren.

Ein guter Grund, der für die Pfandringe spricht: Menschen auf der Suche nach Leergut, welches ja bares Geld wert ist, müssen nicht mehr mit ihren bloßen Händen im Abfall herumstochern. Allerdings gibt es in Köln unterschiedliche Papierkorbtypen, die nicht alle für den Pfandring geeignet sind. An diesen Orten soll die so genannte „Pfandlaterne“ in die Bresche springen. Dabei handelt es sich um eine Kunststoffkonstruktion mit fünf schräg angebrachten Aufnahmefächern, Platz also für fünf Pfandflaschen oder -Dosen jeder Couleur. Jetzt hängt es von den Kriterien Sauberkeit, Wirtschaftlichkeit hinsichtlich der Anschaffungs- und Wartungskosten und nicht zuletzt der Akzeptanz der Kölnerinnen und Kölner ab, ob die Recycle-Systeme flächendeckend eingeführt werden.