Der e-Dampf im CityNEWS-Test: Pro und Contra der elektronischen Zigarette (e-Zigarette)

Der e-Dampf im Test: Pro und Contra der elektronischen Zigarette (e-Zigarette) / copyright: Gisela Peter / pixelio.de
Der e-Dampf im Test: Pro und Contra der elektronischen Zigarette (e-Zigarette)
copyright: Gisela Peter / pixelio.de

Bereits seit einigen Jahren gibt es die e-Zigarette frei im Handel zu kaufen. Anfangs war die elektronische Alternative zum Tabakglimmstegel ein echter Verkaufsschlager; vor allem weil sie als gesünder und schadstoffärmer gilt. Was steckt wirklich im e-Dampf? Ein Pro- und Contra-Beitrag hier bei CityNEWS!

Mal ehrlich: Raucher haben es schwer! Von der Gesellschaft nahezu ausgestoßen, sind sie dazu verdammt ihr Genuss- und sicherlich auch Suchtbedürfnis im Geheimen, aber auf jeden Fall alleine zu befriedigen. Längst schon nicht mehr ist das Rauchen in geschlossenen, öffentlichen Räumen gestattet und auch unter freiem Himmel gibt es immer mehr Einschränkungen; so versammeln öffentliche Parkanlagen Raucher zunehmend in so genannten Raucherpavillons. Wer im Restaurant nach dem Essen zum Espresso eine Zigarette rauchen möchte, muss bei Wind und Wetter vor die Tür. Statt des Genießens in sozialer Runde, wie das Rauchen noch vor zehn Jahren zelebriert wurde, sieht man Raucher meist alleine hastig ihrer Sucht nachkommen, begleitet höchstens von mitleidigen bis abwertenden Blicken Umherstehender.

Da präsentierte sich die Erfindung der e-Zigarette wie die langersehnte Rettung aller Raucher. Endlich wieder war es erlaubt in geschlossenen Räumen zu rauchen ohne von Nichtrauchern auf die gesundheitschädlichen Folgen hingewiesen zu werden.

Der e-Dampf gilt als deutlich weniger schädlich als der Tabakdampf einer herkömmlichen Zigarette. Sogar das Deutsche Zentrum für Krebsforschung räumt ein, dass der Konsum einer e-Zigarette weniger schädlich, ja sogar schonender für den Konsumenten und dessen Umgebung sei, als der Rauch einer normalen Zigarette.

Dennoch sollte der freie Verkauf verboten werden. Das Bundesverwaltungsgericht entschied dagegen, e-Zigaretten als Arzneimittel einzustufen und erlaubt daher einen weiteren freien Zugang der elektronischen Zigaretten.

Wie funktioniert die e-Zigarette?

Doch woher rührt die gesamte Kontroverse rund um den elektronischen Dampf? Wie funktioniert überhaupt eine e-Zigarette und wo liegen die Vorteile und wo die eventuell schädlichen Risiken der Nikotin Alternative?

Der größte Unterschied zwischen e- und Tabak-Zigarette besteht darin, dass die normale Zigarette den Tabak verbrennt, die e-Zigarette das Nikotin als Flüssigkeit verdampft. Die sogenannten Liquids können sowohl in mit Nikotin angereicherter Form gekauft werden, als auch nur mit Geschmacksstoffen versehen sein. Mithilfe einer kleinen Heizspirale im Körper der e-Zigarette wird das Liquid dann erhitzt. Der produzierte Dampf wird wie der verbrannte Rauch inhaliert.

Pro und Contra der elektronischen Zigarette

Der Dampf der e-Zigarette enthält deutlich weniger Schadstoffe als der Rauch des verbrannten Tabaks. Auch weil kein Teer freigesetzt wird, gilt die e-Zigarette als schonender für den Menschen. Manche Befürworter geben an, dass Krankheiten, wie Lungenkrebs, durch einen Umstieg auf e-Zigaretten reduziert werden können.

Zudem ist die Verdampfung geruchsneutral, der ansonsten unangenehme Rauchergeruch entfällt somit und die Umgebung wird durch das Rauchen einer e-Zigarette nicht belästigt. E-Zigaretten mit Nikotin befördern laut einigen Studien noch nicht einmal Nikotin in die Luft. Passivrauchen gibt es daher bei der e-Zigarette nicht.

Ein weiteres Argument für die e-Zigarette ist die soziale Komponente. In vielen öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen einer e-Zigarette erlaubt, so dass sich Raucher nicht mehr von der Gesellschaft absondern müssen.

Die elektronische Zigarette ist sowohl in ihrem Anschaffungspreis als auch in den weiteren Kosten im Vergleich zur Tabakzigarette erschwinglich und lohnt sich bereits nach wenigen Wochen.

Laut diverser Studien helfe die e-Zigarette sogar dabei gänzlich von der Nikotinsucht loszukommen, wenn man auf die nikotinfreien Liquids setzen würde. Dabei werden gewohnte Handlungsmuster durch die e-Zigarette nicht durchbrochen. Viele Raucher vermissen während der Zigarettenentwöhnung neben dem Nikotinentzug hauptsächlich die Tatsache, „nichts mehr in den Fingern zu haben“.

Gegner der e-Zigarette führen hauptsächlich das Argument möglicher Langzeitfolgen an. E-Zigaretten sind erst seit relativ kurzer Zeit im Handel und Langzeitfolgen könne man nicht abschätzen; Risiken sind also ungewiss.

Tatsächlich macht sich auch der Konsument der e-Zigarette durch das inhalierte Nikotin abhängig. Dabei sind die Gesundheitsrisiken des Nikotins bei der e-Zigarette die gleichen wie bei der Tabakform. Und auch die verschiedenen Aromen, die den Liquids hinzugefügt werden können Unverträglichkeitserscheinungen hervorrufen. Kritiker bemängeln zudem, dass gerade die Aromen, die es in vielen Sorten wie Apfel, Cola oder Kirsche gibt und an das Shisha-Prinzip angelehnt sind, besonders Jugendliche zum Konsum verleiten und damit den Weg zu einem frühen Suchteinstieg ebnen.

Ein Nachteil der e-Zigarette ist weiterhin die Stromabhängigkeit, denn sie muss regelmäßig aufgeladen werden. Raucher müssen daher eine Stromversorgung gewährleisten können.

Fazit: E-Zigaretten sind für Raucher eine weitaus weniger problematische Alternative zum gewohnten Tabak. Zur Zigarettenentwöhnung dienen sie allerdings nur bedingt.