Alle Infos zur Eröffnung der Karneval-Session in Köln am 11.11.2017

Sicherheit rund um den Kölner Karnevalsauftakt

Die Polizei und das Ordnungsamt kontrollieren vor Ort (Symbolbild) - copyright: pixabay.com
Die Polizei und das Ordnungsamt kontrollieren vor Ort (Symbolbild)
copyright: pixabay.com

Nicht nur die Taktzahlen von Bussen und Bahnen erhöhen sich, auch in Sachen Sicherheit wird aufgestockt. Insgesamt werden 96 eigene und zusätzlich 20 Mitarbeiter eines externen Dienstleisters über den gesamten Einsatztag am 11.11. dreischichtig eingesetzt. Dabei kristallisieren sich folgende Einsatzschwerpunkte heraus:

  • Dom/Hbf. (An- und Abreiseverkehr DB)
  • Neumarkt (zentraler Umsteigepunkt und bei Sperrung der Haltestelle Heumarkt Aus- und Einstiegshaltestelle für Fahrgäste aus der Altstadt)
  • Heumarkt (Hauptveranstaltungsort mit sehr hohem Fahrgast-/ Besucheraufkommen)

Im Vorfeld jeder Großveranstaltung lädt die Stadt Köln – gemeinsam mit dem Veranstalter – alle Ordnungspartner (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Ordnungsamt, KVB, weitere städtische Ämter etc.) zu Sicherheitsgesprächen ein, bei denen alle notwendigen Absprachen und Vereinbarungen getroffen und schriftlich fixiert werden. Am Veranstaltungstag selbst tagt im Rathaus eine Koordinierungsrunde mit den schon genannten Teilnehmern, in der die Lage zeitnah bewertet wird und ggfs. Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden.

Das Sicherheitspersonal wird über die Eisenbahnverkehrsunternehmen bestellt. Einsatzschwerpunkt ist natürlich der Kölner Hauptbahnhof – jeweils zur An- und Abreise der Narren. Im Rahmen der Kölner Sicherheitsrunde des Kölner Hauptbahnhofes (Organisiert durch DB Station und Service), die monatlich stattfindet und alle relevanten Großveranstaltungen und deren Konzepte abstimmt, werden der 11.11. und die Sicherheitsmaßnahmen mit relevanten Organisationen und Unternehmen besprochen. In diesem Zusammenhang informieren alle Beteiligten permanent über das Glasflaschenverbot im Straßenkarneval in Köln.

Reger Austausch in Sachen Sicherheit bei der Polizei

Reger Austausch in Sachen Sicherheit bei der Polizei copyright: Polizei Köln
Reger Austausch in Sachen Sicherheit bei der Polizei
copyright: Polizei Köln

Gefragt nach den Einsatzschwerpunkten, nennt Christoph Gilles von der Pressestelle der Kölner Polizei die folgenden Orte: “Einsatzschwerpunkte werden sich wie in den Vorjahren an den Örtlichkeiten Heumarkt / Altstadt; Zülpicher Viertel; Ringe zwischen Rudolfplatz und Kaiser-Wilhelm-Ring befinden. Diese Orte werden nach polizeilicher Erfahrung veranstaltungsbedingt von vielen Menschen aufgesucht. Daher ist auch dort mit dem größten Einsatzaufkommen zu rechnen”, erläutert Gilles.

Auch Christoph Gilles stellt noch einmal heraus, wie gut die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen koordiniert ist. “Es findet ein reger Austausch der Polizei mit der Stadt Köln und anderen zuständigen Institutionen wie Ordnungsamt, privaten Sicherheitsdiensten, KVB und Bahn statt. Auf diese Weise wollen wir einen reibungslosen Einsatzverlauf gewährleisten.”

Ein für den Veranstaltungstag verhängtes Lkw-Fahrverbot sowie eingerichtete Straßensperren werden zur Vermeidung der unkontrollierten Zufahrt eingerichtet. Ein angemessener Kräfteansatz der Polizei – uniformiert und zivil – soll ebenso zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger beitragen. Zum Kräfteansatz der Polizei kann aus einsatztaktischen Gründen keine Aussage gemacht werden.

Das Kölner Ordnungsamt macht Doppelschicht

Das Kölner Ordnungsamt macht Doppelschicht copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Das Kölner Ordnungsamt macht Doppelschicht
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Zum Sessionsbeginn sind 112 Außen- und 11 Innendienstkräfte des Ordnungsdienstes und 20 Verkehrsüberwachkräfte des Verkehrsdienstes im Einsatz. Auch werden 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gewerbeabteilung die Einhaltung des Flaschenverkaufsverbots durch Gewerbebetriebe, Einzelhandel und Gastronomie im Bereich Altstadt und Zülpicher Viertel kontrollieren.

Zusätzlich sind Sicherheitskräfte privater Sicherheitsunternehmen von der Stadt Köln mit der Sicherung von Straßensperren und der Überwachung des Glasverbots in der Altstadt und dem Zülpicher Viertel beauftragt. Aufgrund der Menge der dort feiernden Personen stehen diese Orte auch im Fokus des Einsatzes. Insgesamt sind 152 Mitarbeiter des Amtes für öffentliche Ordnung am 11.11. über den Tag im Schichtsystem im Einsatz. Der Dienst ist jeweils in eine Früh- und eine Spätschicht unterteilt.

Für den Veranstaltungsbereich in der Altstadt gibt es ein Sicherheitskonzept nach dem Orientierungsrahmen für die kommunale Planung, Genehmigung, Durchführung und Nachbereitung von Großveranstaltungen im Freien in NRW. Dieser ist vom Veranstalter mit der Genehmigungsbehörde und den Sicherheitsbehörden abzustimmen.

Über-Kopf-Kameras überwachen am 11.11. Heumarkt und Alter Markt

Kameras überwachen am 11.11. die Kölner Altstadt copyright: pixabay.com
Kameras überwachen am 11.11. die Kölner Altstadt
copyright: pixabay.com

Erstmals kommen am Heumarkt und am Alter Markt so genannte Über-Kopf-Kameras zum Einsatz. Damit soll die Dichte der Menschenmenge erfasst werden, um gegebenenfalls Zugänge zu sperren und eine Überfüllung der Plätze zu vermeiden. Erhöhte Präsenz der Sicherheitsbehörden, Straßensperrung, zusätzliche Toiletten und Ausleuchtung sowie ein Beratungsangebot für Mädchen und Frauen, die Opfer von sexuellen Übergriffen wurden, runden die Maßnahmen für einen fröhlichen und hoffentlich friedlichen jecken 5. Jahreszeit ab.

Für die Einsatzschwerpunkte, wo es keinen Veranstalter gibt, erstellt die Stadt ein mit den Sicherheitsbehörden abgestimmtes Maßnahmenpaket. Für alle übrigen Bereiche gibt es – wie an jedem anderen Tag auch – bestehende Kommunikationswege und abgegrenzte Zuständigkeiten. Am 11.11.2017 selbst gibt es im Rathaus einen interdisziplinären Koordinierungsstab, in dem alle wichtigen Informationen zusammenlaufen, bewertet werden und entsprechende Maßnahmen veranlasst werden.

Umfangreiches Glas- und Flaschenverbot in der Kölner Innenstadt

Umfangreiches Glas- und Flaschenverbot in der Kölner Innenstadt copyright: Stadt Köln
Umfangreiches Glas- und Flaschenverbot in der Kölner Innenstadt
copyright: Stadt Köln

Der “Elfte im Elften” ist einer der Karnevalstage, an denen in der Altstadt sowie im Bereich der Zülpicher Straße (Kwartier Latäng) ein absolutes Glasflaschenverbot herrscht. Die Sperrfrist an beiden Orten ist jeweils vom 11.11. ab 8 Uhr bis um 8 Uhr des Folgetages. Ganz unter dem Motto Mehr Spaß ohne Glas!

Die Verbotszone Altstadt erstreckt sich im Norden von der Hohenzollernbrücke bis zur KVB-Haltestelle “Heumarkt” und der Rampe zur Deutzer Brücke im Süden. Sie wird im Osten vom Rheinufer und im Westen von den Straßen Kleine Sandkaul, Quatermarkt (eingeschlossen), Unter Goldschmied, Am Hof, Kurt-Hackenberg-Platz und Am Domhof begrenzt.

Glasverbot wird streng kontrolliert

Die Verbotszone Zülpicher Viertel erstreckt sich im Norden von der Roonstraße und dem Zülpicher Platz bis hin zur Kyffhäuser Straße im Süden. Sie ist im Westen von der Meister-Gerhard-Straße sowie dem Rathenauplatz begrenzt und im Osten vom Barbarossaplatz, der Roonstraße, dem Zülpicher Platz und dem Hohenstaufenring.