Alle Infos zum Kölner Karneval für Insider, Imis und Anfänger

Alle Infos zum Karneval in Köln für Insider, Imis und Anfänger copyright: KölnTourismus GmbH
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Dieser Artikel wurde am 20.02.2019 aktualisiert: Jedes Jahr strömen Millionen Besucher zum Karneval nach Köln. Um als Nicht-Kölner am Fest des jecken Frohsinns teilzunehmen, braucht es nicht unbedingt eine “Karnevals-Anleitung”. Doch es ist sicherlich hilfreich, einige Spielregeln und Gebräuche zu kennen. Deswegen haben wir hier bei CityNEWS alle Infos zum Kölner Karneval für Insider, Imis und Anfänger!

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Prinz, Bauer und Jungfrau: Das Kölner Dreigestirn

Prinz, Bauer und Jungfrau: Das Kölner Dreigestirn copyright: Festkomitee Kölner Karneval / Costa Belibasakis
Prinz, Bauer und Jungfrau: Das Kölner Dreigestirn
copyright: Festkomitee Kölner Karneval / Costa Belibasakis

Der Prinz, der Bauer und die Jungfrau, die zusammen das Kölner Dreigestirn bilden, sind die offiziellen Regenten über das närrische Volk und repräsentatives, gesamtstädtisches Aushängeschild während einer Session des Kölner Karnevals. Das Dreigestirn wird auch als Trifolium (“Dreiblatt”, von lat. tres “drei” und folium “Blatt”, botanisch: Kleeblatt) bezeichnet. Die darstellenden Personen werden jährlich neu bestimmt.

Prinz Karneval

Prinz Karneval copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Prinz Karneval
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

“Seine Tollität”, Prinz Karneval, ist der höchste Repräsentant des Kölner Karnevals. Der Name löste im Verlauf des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung Held Carneval ab. Der Prinz oder Held ist seit 1823 die wichtigste Figur des Rosenmontagszugs. Bei der Proklamation (immer Anfang Januar) durch den Kölner Oberbürgermeister/in erhält er als Symbol die Pritsche, die er über sein närrisches Volk schwingt. Prinz Karneval fährt im Rosenmontagszug immer auf dem allerletzten Wagen, sozusagen als Höhepunkt des närrischen Lindwurms. Sein Wagen ist der prunkvollste und größte des Zuges.

Kölner Bauer

Kölner Bauer copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Kölner Bauer
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Der Bauer (kölsch: Buur), als “Seine Deftigkeit” angesprochen, symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln. Er steht insbesondere auch für die Befreiung Kölns aus der Macht der Erzbischöfe in der Schlacht von Worringen. So trägt er als Stadtbewahrer auch die Stadtschlüssel an seinem Gürtel, die er bei der Proklamation vom Kölner Oberbürgermeister verliehen bekommt. Des Weiteren trägt der Kölner Bauer einen Dreschflegel in der linken Hand. Auf seinem mächtigen Hut trägt er 125 Pfauenfedern, die die Unsterblichkeit der Stadt Köln darstellen sollen. Die Figur bezieht sich auf den Reichsstand Kölns in der Frühen Neuzeit und reicht weit in die Geschichte der Stadt zurück. In Bezug auf den Karneval setzte sich der Bauer wie die Jungfrau in den 1870er Jahren als fester Bestandteil durch.

Kölner Jungfrau

Kölner Jungfrau copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Kölner Jungfrau
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Die Jungfrau, “Ihre Lieblichkeit”, wird als beschützende Mutter Colonia im Kölner Dreigestirn immer von einem Mann dargestellt und wurde 1870 dem Kölner Bauern zur Seite gestellt. Aus diesem Grund fahren Bauer und Jungfrau an Rosenmontag immer gemeinsam auf einem prunkvollen Wagen. Um der weiblichen Rolle gerecht zu werden, ist ein Bart oder ein Schnäuzer nicht erlaubt.

Die Kölner Jungfrau trägt eine Krone, die wie ein Zinnenkranz aussieht (auch Mauerkrone genannt). Ihre Krone und ihre Jungfräulichkeit symbolisieren die Uneinnehmbarkeit der Stadt Köln, als diese noch von einer halbkreisförmigen Stadtmauer umschlossen war. Das römische Gewand der Jungfrau erinnert an die römische Kaiserin Agrippina die Jüngere, die gemäß den Annalen des Tacitus als die Gründerin der Stadt Köln gilt. Bei der Proklamation erhält die Kölner Jungfrau als Symbol einen silbernen Spiegel. Den Spiegel bekommt die Jungfrau erst seit 1993 bei der Proklamation überreicht, “damit sie ihre Schönheit und ihren Charme kontrollieren kann”. Das Symbol geht auf eine Idee von Oberbürgermeister Norbert Burger zurück, damit die Jungfrau nicht leer ausging, wenn der Prinz die Pritsche und der Bauer die Stadtschlüssel erhielten.

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Dieser Artikel wurde am 20.02.2019 aktualisiert.