Alle Infos zum Kölner Karneval für Insider, Imis und Anfänger

Alle Infos zum Karneval in Köln für Insider, Imis und Anfänger copyright: KölnTourismus GmbH
Alle Infos zum Karneval in Köln für Insider, Imis und Anfänger
copyright: KölnTourismus GmbH

Dieser Artikel wurde am 20.02.2019 aktualisiert: Jedes Jahr strömen Millionen Besucher zum Karneval nach Köln. Um als Nicht-Kölner am Fest des jecken Frohsinns teilzunehmen, braucht es nicht unbedingt eine “Karnevals-Anleitung”. Doch es ist sicherlich hilfreich, einige Spielregeln und Gebräuche zu kennen. Deswegen haben wir hier bei CityNEWS alle Infos zum Kölner Karneval für Insider, Imis und Anfänger!

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Die Kölner Mentalität

Die Kölner Mentalität copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Die Kölner Mentalität
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Jedes Volk hat seine Eigenart, so auch die Rheinländer. Die Kölner sind ein Volk für sich. Als alte Römerstadt, die im Mittelalter zur größten Handelsmetropole Deutschlands wuchs, in die im Laufe der Jahrhunderte Kaufleute, Schiffer, Handwerker und Pilger strömten, beherbergt Köln eine Bevölkerung, in der die Eigenschaften vieler Völker zu einem glücklichen “Gemölsch” vereinigt sind. So erklärt sich das rheinische Naturell auch aus Toleranz gegenüber den Mitmenschen.

Außerdem ist Köln als bedeutende Kongress- und Messestadt im Umgang mit ausländischen Gästen vertraut. Die Kölner sind weltoffen, kommunikativ und schnell gut Freund. Man sagt den Kölnern auch eine gewisse Oberflächlichkeit nach, richtige Freundschaften brauchen, wie überall, etwas länger. Die Bevölkerung der Rheinmetropole teilt sich in Kölner und Kölsche. Kölner wohnen hier. Kölsche aber sind die, in deren Adern der Pulsschlag der Domstadt spürbar wird.

Kostümierung: Im Kölner Karneval in eine andere Rolle schlüpfen!

Kostümierung: In eine andere Rolle schlüpfen! copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Kostümierung: In eine andere Rolle schlüpfen!
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Der Kölner Karneval ist ein Fest der Verkleidung. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Je bunter, desto lieber, heißt das Motto. Karnevalskostüme müssen nicht ‚schön‘ sein. Wichtig ist es, guten Willen zu zeigen und dass man sich darin wohl fühlt. Der Kölner trägt ein Kostüm, mit dem er sich identifizieren kann. Er verkörpert gerne die Rolle, die er darstellt.

Für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen wie Bälle und Sitzungen genügen luftige Kostüme. Für den Straßenkarneval sollten die Kostüme wärmer sein, so dass man auch bei einem längeren Aufenthalt draußen nicht friert. Denn vom Wetter lässt sich der richtige “Jeck” nicht abhalten! Gäste, die in letzter Sekunde anreisen, können sich in vielen Geschäften der Innenstadt noch mit Masken, Kostümen und Schminke eindecken. Im Notfall genügt auch die einfache rote Pappnase.

Helau oder Alaaf?

Statt von “Fasching” spricht man in Köln von “Fastelovend” oder “Fasteleer”, was wiederum der Fastnacht entsprungen ist. “Helau” ruft man in Mainz und Düsseldorf und somit unter keinen Umständen in Köln! Der kölsche Hochruf lautet “Kölle Alaaf”, was soviel heißt wie: All ab (All-av), ein im Mittelalter nicht nur in der Narrenzeit gebräuchlicher Trinkspruch. Sinngemäß bedeutet es: “Köln allein”, “Köln über alles”, die denkbar kürzeste Liebeserklärung an die Domstadt.

Das Bützen

Das Bützen copyright: ddp/ Henning Kaiser
Das Bützen
copyright: ddp/ Henning Kaiser

Wenn Sie ein Karnevalsjeck im Überschwang der Gefühle “bützt”, sollte man nicht erschrecken. “Bützjer” sind Küsschen mit gespitzten Lippen und haben nichts mit einem echten Kuss zu tun. Das Bützje ist keine blöde Anmache, sondern im Karneval absolut wichtig und üblich. Im Allgemeinen scheinen die Menschen im karnevalistischen Freudentaumel leichter zueinander zu finden, denn so manche Beziehung und Freundschaft nimmt zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch ihren Anfang.

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Dieser Artikel wurde am 20.02.2019 aktualisiert.