Alle Infos und Tipps rund um den Maibaum und Tanz in den Mai

Alle Infos und Tipps rund um den Maibaum und Tanz in den Mai copyright: pixabay.com
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Der Wonnemonat Mai steht an! Passend dazu haben wir bei CityNEWS Tipps und Infos rund um den Maibaum und Tanz in den Mai. Wo bekommt man die buntgeschmückten Birken her? Was ist beim Aufstellen zu beachten? Und was hat es mit der Tradition eigentlich auf sich?

Der große Maibaum

Bei Maibäumen handelt es sich um meist große, hochstämmige, verzierte Bäume, die an zentralem Platz im Ort bei einer festlichen Veranstaltung aufgerichtet werden. copyright: pixabay.com
Bei Maibäumen handelt es sich um meist große, hochstämmige, verzierte Bäume, die an zentralem Platz im Ort bei einer festlichen Veranstaltung aufgerichtet werden.
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Bei Maibäumen handelt es sich um meist große, hochstämmige, verzierte Bäume, die an zentralem Platz im Ort bei einer festlichen Veranstaltung aufgerichtet werden. Besonders in Baden-Württemberg, Bayern und Österreich ist das feierliche Aufstellen eines Baumstammes auf dem Dorfplatz Tradition. Da es sich bei dieser Art Maibaum oft um wahre Riesen handelt, sind einige Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

So dürfen z.B. nur solche Personen mit Motorsägen oder Winden arbeiten, die in der Handhabung dieser Geräte unterwiesen und geübt sind. Für das Fällen, Bearbeiten (Entasten und Entrinden) und Transportieren eines Baumes sind nur entsprechende Fachkräfte wie Waldarbeiter oder ausgebildete Feuerwehrleute und Gemeindearbeiter einzusetzen. Bei all diesen Arbeiten müssen die einschlägigen Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz “Waldarbeit” der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV Regel 114-018) beachtet werden.

Bei dem Transport ist außerdem darauf zu achten, dass das verwendete Fahrzeug den Bestimmungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) entspricht und die Vorschriften der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) über die Ladung eingehalten werden.

Nur wenn das Aufstellen und Abbauen eines Maibaums direkt im Auftrag der Gemeinde geschieht, stehen die dabei beteiligten Personen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Die Gemeinde tritt in diesem Fall als Unternehmer auf, die Helfer werden arbeitnehmerähnlich tätig. Die Gemeinde ist damit nicht nur verantwortlich für die sichere Durchführung aller Arbeiten. Sie muss auch dafür sorgen, dass die einschlägigen Sicherheitsbestimmungen beachtet werden.

Der kleine Maibaum

In einigen Teilen Deutschlands ist es üblich, dass männliche Jugendliche am Haus ihrer Angebeteten einen Baum anbringen. - copyright: pixabay.com
In einigen Teilen Deutschlands ist es üblich, dass männliche Jugendliche am Haus ihrer Angebeteten einen Baum anbringen.
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Es gibt auch den Brauch, dass die unverheirateten Männer vor den Häusern aller unverheirateten Frauen kleinere Maibäume, sogenannte Maien (meistens Birken oder im Oberschwäbischen Tannen), als “Liebes – und Gunstbeweis” aufstellen. In einigen Teilen Deutschlands, zum Beispiel im Rheinland, im Bergischen Land, in Franken und in Schwaben, ist es üblich, dass männliche Jugendliche nur am Haus ihrer Angebeteten einen Baum anbringen. Im Allgemeinen sind dies vor allem mit buntem Krepppapier geschmückte Birken.

Vorsicht: Gesetz setzt dem liebestollen Treiben Grenzen!

Wann darf ein Maibaum selbst geschlagen werden? copyright: pixabay.com
Wann darf ein Maibaum selbst geschlagen werden?
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In § 39 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) ist seit 2010 bundesweit einheitlich festgelegt, dass Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September nicht abgeschnitten werden dürfen. Nur Bäume, die im Wald oder im eigenen Haus- oder Kleingarten stehen, sind von dem Verbot ausgenommen. Und wenn sich Vögel den Baum als Nistplatz ausgesucht haben, muss das Vorhaben ebenfalls zurückstehen. Denn nach § 39 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, “Lebensstätten wild lebender Tiere und Pflanzen ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören”.

Zudem sollte man laut den Experten von ARAG vorher abklären, ob es in der fraglichen Kommune eine Baumschutzsatzung gibt, die das Fällen verbietet bzw. eine Genehmigung dafür verlangt. Ist das der Fall, dürfen Bäume nur unter bestimmten Kriterien mit einer Erlaubnis gefällt werden.

Diese Kriterien sind:

  • Baumart: Unter die Baumschutzsatzung fallen je nach Bundesland verschiedene Baumarten
  • Baumgröße: Diese kann die jeweilige Naturschutzbehörde nach eigenem Ermessen festlegen; so erfasst die Baumschutzsatzung in manchen Bundesländern Bäume mit einem Stammumfang ab 60 Zentimetern, bei anderen wiederum erst ab 80 Zentimetern
  • Zeitpunkt zum Fällen: Hier gilt allgemein, dass der Schutz von Pflanzen und Tieren bzw. Vögeln innerhalb der Vegetationszeit und der Nist- bzw. Brutzeit Vorrang hat. Demnach darf ein Baum nur im Spätherbst und im Winter gefällt werden, doch die genauen Kalenderzeiten unterscheiden sich von Kommune zu Kommune. Nicht erlaubt ist das Baumfällen generell von Anfang März bis Ende September.

Der gekaufte Maibaum

Wer sein angebetetes Herzblatt unbedingt mit einem Maibaum beglücken will, sei hiermit gewarnt! Denn Birken-Diebstahl kann richtig teuer werden. So wurde in Bonn ein 22-Jähriger zu einer Geldstrafe verurteilt. Er wollte im Wald einen Maibaum schlagen und fand dort am Wegesrand ein bereits abgesägtes Exemplar. Beim Aufladen des Baumes wurde er allerdings von der Polizei erwischt und angezeigt. Das Diebesgut durfte der junge Mann zwar behalten, die dicke Rechnung kam aber am Schluss – 400 Euro Geldstrafe für den Liebesbeweis! Ob die Beschenkte das zu schätzen wusste ist allerdings nicht bekannt.

Sehr viel besser ist da die Möglichkeit Maibaum-Birken direkt zu kaufen. So hat beispielsweise das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft einige Maibaum-Verkaufsstellen eingerichtet. Die Bäume sind frisch geschlagen oder können selbst gefällt werden.

Dem Maibaum verwandt ist der Mittsommerbaum in Schweden. copyright: pixabay.com
Dem Maibaum verwandt ist der Mittsommerbaum in Schweden.
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Stadt Köln organisiert Maibaumverkauf

Auch in einer Metropole wie Köln ist die Tradition des Maibaum-Setzens nach wie vor lebendig. Zwar ist das “Organisieren” der Birken in der freien Natur vielleicht unterhaltsam oder auch spannend, aber leider verboten. Um verliebten Kölnern Konflikte mit dem Strafgesetzbuch und dem Landeswaldgesetz zu ersparen, hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen eine legale Möglichkeit zum Erwerb von Maibäumen geschaffen.

Zwei Unternehmen verkaufen am Montag, 30. April 2018, von 8 bis 21 Uhr an fünf Stellen im Kölner Stadtgebiet Birken. Der Preis liegt bei 7 Euro je angefangenem laufenden Meter. Ein 3 Meter hoher Baum kostet somit etwa 20 Euro. Zudem können zum Schmücken der Maibäume buntes, wasserfestes Krepppapier und Holzherzen incl. Beschriftung erworben werden.

Geschmückte Birken sind als Maibaum der perfekte Liebesbeweis.
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Verkaufsstellen im rechtsrheinischen Stadtgebiet:

  • Brück: Parkplatz Erkermühle am Rather Mauspfad
  • Dünnwald: Parkplatz Birkenweg

Verkaufsstellen im linksrheinischen Stadtgebiet:

  • Longerich: Parkplatz an der Neusser Landstraße / Einmündung Geestemünder Straße
  • Rodenkirchen: Parkplatz am Forstbotanischen Garten
  • Sülz: Parkplatz an der Gleueler Straße / Ecke Militärringstraße

Im Köln-Bonner Einzugsgebiet lohnt sich auch ein Blick auf www.maibaumaktion.de. Da kann man bereits geschmückte Bäume ordern und das vertrocknete Exemplar am Ende sogar wieder abholen lassen. Ein Rundum-Service also rund um den Maibaum!

Partys rund um Tanz in den Mai

Zum Tanz in den Mai wird auf Partys ordentlich abgefeiert! copyright: pixabay,com
Zum Tanz in den Mai wird auf Partys ordentlich abgefeiert!
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Ob man es nun “Tanz in den Mai” oder “Walpurgisnacht” nennt – der nächste Morgen ist frei! Nur noch wenige Arbeitnehmer und Gewerkschafter sind an diesem Tag der Arbeit auf den Beinen, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen. So hat sich der 30. April in den vergangenen Jahren zur ultimativen Partynacht des Jahres gewandelt.

Nicht nur in den Clubs und Discotheken tanzt man dem Wonnemonat entgegen. Auch in vielen “Off-Locations” ist ordentlich etwas los. Ob die lärmempfindlichen Nachbarn das lautstarke Treiben auch tief in der ersten Mainacht noch dulden müssen, ist eher fraglich. Denn nur wenn von offizieller Seite die Party als Brauch gilt (wie etwa Karneval und Silvester), darf es auch nach 22 Uhr lauter werden.