Lokale Wirtschaft
Ausbau des Eisenbahnknotens Köln muss Priorität haben!
Köln. Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, sich einer Resolution zum Ausbau des Eisenbahnknotens Köln anzuschließen. Darin fordert der Rat die Landesregierung NRW auf, den Ausbau bei der Bundesregierung mit Priorität als Maßnahme mit vordringlichem Bedarf für den 2015 neu aufzulegenden Bundesverkehrswegeplan zu beantragen.
Die Bundesregierung soll gebeten werden, die relevanten Maßnahmen des Güter- und Fernverkehrs im Knoten Köln im Rahmen des Anmeldeverfahrens positiv zu begleiten.
Der Eisenbahnknoten Köln ist einer der am stärksten frequentierten Knoten im deutschen Eisenbahnnetz. Unabhängig von einer Ausweitung des Angebots, wie etwa durch den Rhein-Ruhr-Express, stößt der Knoten schon jetzt an seine Kapazitätsgrenzen. In seiner derzeitigen, infrastrukturellen Ausstattung erfüllt er nicht mehr die gegenwärtigen verkehrswirtschaftlichen Anforderungen und muss perspektivisch auf Basis der prognostizierten Verkehrsentwicklungen auf Schiene und Straße ausgebaut werden. Schon jetzt weisen beispielsweise die Verbindungen von Köln nach Düsseldorf und von Köln nach Bonn bundesweit die höchsten Nachfragewerte im Personennahverkehr auf, können dieser Nachfrage aber aufgrund der mangelhaften infrastrukturellen Rahmenbedingungen nicht gerecht werden. Auch der Wirtschaftsstandort Köln und Region sieht sich wegen der fehlenden Kapazitäten zunehmend mit Behinderungen konfrontiert und verliert an Attraktivität.
Mit seinem Beschluss unterstützt der Rat der Stadt Köln die Forderung des Zweckverbands Nahverkehr Rheinland bezüglich des dringend notwendigen Ausbaus des Bahnknotens. Die Verbandsversammlung des Zweckverbands hatte in ihrer Sitzung im März 2012 eine entsprechende Resolution auf den Weg gebracht. Die Intention deckt sich mit der bereits vom Kölner Rat in der Sitzung im Februar 2012 beschlossenen Resolution "Für den Ausbau des Bahnknotens Köln".
Der neue Bundesverkehrswegeplan soll im Jahr 2015 vom Bundeskabinett beschlossen werden. Für den Plan wird bis Ende 2013 eine Prognose für das Zieljahr 2030 erstellt. Die Projektanmeldungen sind für die Jahre 2012/2013 vorgesehen.
(Redaktion/ Stadt Köln/ Ähzebär un Ko e.V.)
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