Unwetter: Sturm Friederike sorgt für viele Feuerwehreinsätze in Köln

Unwetter in Köln: Sturm Frederike sorgt für viele Feuerwehr- und Rettungseinsätze copyright: pixabay.com
Unwetter in Köln: Sturm Friederike sorgt für viele Feuerwehr- und Rettungseinsätze
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Letzte Aktualisierung am 18.01.2018 um 19:15 Uhr: Das angekündigte Sturmtief Friederike hält die Feuerwehr Köln und das Stadtgebiet in Atem. Die Feuerwehr Köln bittet alle Bürger der Stadt Köln die Warnungen zum Unwetter der Stadt Köln, der Feuerwehr Köln sowie des deutschen Wetterdienstes zu beherzigen. Die Bürger der Stadt Köln werden außerdem darum gebeten den Notruf 112 wirklich nur bei Notfällen zu wählen! So können die Notrufleitungen für „wirkliche“ Notfälle frei gehalten werden.

UPDATE: Der Deutsche Wetterdienst hat die Sturmwarnung für Köln aufgehoben.

Das angekündigte Unwetter Friederike flaut nach Angabe des Deutschen Wetterdienstes langsam ab, hält aber die Feuerwehr Köln weiterhin in Atem. Um 14:49 Uhr wurde vom Deutschen Wetterdienst die Unwetterwarnung für Köln aufgehoben. Die Stadt Köln und die Kölner Feuerwehr bitten die Bürger nach Möglichkeit aber weiter drinnen zu bleiben und die Warnhinweise zu befolgen. Meiden Sie weiterhin den Aufenthalt im Freien, insbesondere Wälder, Grünanlagen und Parks bergen ein enormes Risiko! Auch der Aufenthalt außerhalb der oben genannten Bereiche gilt aufgrund von Windbruch und umherfliegender Teile als sehr gefährlich. Es wurden bereits mehrere Menschen in Folge des Sturmtiefs verletzt.

Hier die vorläufige Bilanz zu Sturm Friederike in Köln

Aktuelle Lage in Köln

Bis 15:30 Uhr wurden 618 Sturmeinsätze aufgenommen und werden weiterhin gemäß den vorgeplanten Einsatzkonzepten abgearbeitet. Derzeit ist die Zahl der Notrufe und Meldungen noch erhöht, aber nicht mehr so stark wie in den vorherigen Stunden. Weiterhin erfolgt der Einsatz von Sichtern im Stadtgebiet. Diese fahren vor Ort an die Einsatzstelle um zu entschieden ob ein Einsatz der Feuerwehr notwendig wird. Im Bedarfsfall werden weitere Einsatzkräfte angefordert. Insgesamt werden beziehungsweise wurden von den aktuell 618 Sturmeinsätzen 108 Einsätze mit mittlerer Priorität und 16 Einsätze mit hoher Priorität bearbeitet. Die Einsatzstellen verteilen sich weiterhin über das gesamte Stadtgebiet.

Die Feuerwehr Köln hat aktuell von der Freiwilligen Feuerwehr 46 Fahrzeuge und von der Berufsfeuerwehr 19 Fahrzeuge im Sturmeinsatz. Die übrigen Einsatzkräfte arbeiten die tagesaktuellen Lagen im Rettungsdienst sowie im Brandschutz ab. Die Verstärkung der
Leitstelle durch dienstfreies Personal als auch zusätzliche Mitarbeiter des Führungsdienstes hat sich bewährt. Hier waren 30 Einsatzkräfte zusätzlich im Dienst. Insgesamt sind rund 400 Einsatzkräfte mit der Sturmlage beschäftigt. Aktuell gibt es größere Einsatzstellen
noch am Rodderweg in Sürth und An der Kemperwiese in Dellbrück.

Auf der Militärringstraße im Stadtteil Longerich stürzte gegen 11:30 Uhr ein Baum auf einen fahrenden PKW. Der Fahrer des Fahrzeuges wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr befreit und durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus zur weiteren medizinischen Versorgung transportiert.

Die Feuerwehr Köln hat bereits gegen 10:30 Uhr Sonderalarm wegen Unwetter ausgelöst

Die Feuerwehr Köln hat bereits gegen 10:30 Uhr Sonderalarm ausgelöst copyright: pixabay.com
Die Feuerwehr Köln hat bereits gegen 10:30 Uhr Sonderalarm ausgelöst
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Unter anderem wurde Gesamtalarm für die Freiwillige Feuerwehr Köln ausgelöst. Hierdurch steht uns eine Vielzahl weiterer Einsatzkräfte zur Bewältigung der Lage im Stadtgebiet zur Verfügung. Die Leitstelle der Feuerwehr Köln ist im Rahmen des Sonderalarmes voll besetzt. Alle Notrufannahmeplätze sind durch Leitstellenbeamte besetzt und bedienen die Notrufleitungen.

Bitte beachten Sie, dass aufgrund des enorm hohen Notrufaufkommens eine längere Wartezeit im Notruf entstehen kann. Bleiben Sie in der Leitung! Alle Notrufe werden chronologisch abgearbeitet.

Im Führungszentrum arbeitet ein Führungsstab zur rückwärtigen Führungsunterstützung. Die Sonderlage wird vorgeplant  nach bestehenden Einsatzkonzepten abgearbeitet. Einsätze werden nach Ihrer Wichtigkeit und den Inhalten des Notrufes priorisiert. Einsätze bei denen Gefahr für Leib und Leben besteht oder erhebliche Sachwerte gefährdet sind, werden mit höchster Priorität behandelt  und Einsatzkräfte umgehend zum Schadensort entsendet.

Diese Maßnahmen werden notwendig um die vorgehaltenen Ressourcen zielgerichtet, insbesondere bei Einsätzen einer hohen Priorität einzusetzen und den Grundschutz im Stadtgebiet aufrecht zu erhalten.

Zahlreiche Einschränkungen aus Sicherheitsgründen

Sturm Friederike richtet zahlreiche Schäden in Köln an. copyright: pixabay.com
Sturm Friederike richtet zahlreiche Schäden in Köln an.
copyright: pixabay.com

Aus Sicherheitsgründen wurde der Bahnverkehr in NRW bis zum 19.01.2018 komplett eingestellt, das Römisch-Germanische Museum, der Kölner Zoo, die Zoobrücke und zahlreiche Friedhöfe und Parkanlagen sind geschlossen. Auch die Plätze rund um den Kölner Dom sind als Sicherheitsmaßnahme gesperrt. Am Flughafen Köln Bonn kommt es zu Verspätungen. Die KVB kämpft ebenfalls mit den Auswirkungen vom Unwetter. Eine geplante Bombenentschärfung in Westhoven ist auf Freitag, 19.01.2018 verschoben worden. Dafür werden rund 370 Anwohner evakuiert werden müssen.

Meiden Sie weiterhin den Aufenthalt im Freien, insbesondere Wälder, Grünanlagen und Parks bergen ein enormes Risiko. Auch der Aufenthalt außerhalb der oben genannten Bereiche gilt aufgrund von Windbruch und umherfliegender Teile als sehr gefährlich. Durch den Sturm Es wurden bereits mehrere Menschen verletzt!

Hier die vorläufige Bilanz zu Sturm Friederike in Köln

Oberbürgermeisterin Henriette Reker dankt den Einsatzkräften

Oberbürgermeisterin Henriette Reker dankt den Einsatzkräften copyright: CityNEWS / Alex Weis
Oberbürgermeisterin Henriette Reker dankt den Einsatzkräften
copyright: CityNEWS / Alex Weis

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr und insbesondere auch den Kräften der Freiwilligen Feuerwehren stellvertretend für die Bürgerschaft den Dank der Stadt Köln übermitteln lassen. In den Dank hat sie auch ausdrücklich die Arbeitgeber der vielen Freiwilligen einbezogen, die die Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehren für diese wichtigen Aufgaben freistellen.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Auch der heutige Sturm hat wieder bewiesen, wie wertvoll die Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehren ist. Sie tragen nachdrücklich zur Entlastung ihrer hauptberuflichen Kollegen bei und engagieren sich nicht nur im Einsatzfall, sondern auch permanent in ihrer Freizeit. Mein Kompliment dafür. Und mein ausdrücklicher Dank gilt auch den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter im Einsatzfall auch unbürokratisch freistellen.“

Erst Anfang des Jahres hat Sturm Burglind für zahlreiche Schäden in Köln geführt. Dabei wurden zahlreiche Sportstätten, Gebäude und Parkanlagen beschädigt.

Letzte Aktualisierung: 18.01.2018 – 19:15 Uhr