Tourismus in NRW: Weiter steigende Übernachtungszahlen im Bundesland

Den Spitzenplatz unter den nordrhein-westfälischen Reisegebieten belegt abermals der Tourismus-Magnet Köln und der Rhein-Erft-Kreis. copyright: pixabay.com
Den Spitzenplatz unter den nordrhein-westfälischen Reisegebieten belegt abermals der Tourismus-Magnet Köln und der Rhein-Erft-Kreis.
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Urlaub in der Region liegt weiter im Trend! Die Zahl der Übernachtungen in Nordrhein-Westfalen sind im Zeitraum von Januar bis Juli abermals gestiegen – und das in fast allen Regionen des Bundeslandes. Neben den unangefochtenen Tourismus-Hochburgen Köln und dem Rhein-Erft-Kreis verzeichnet auch das nahegelegene Sauerland deutliche Zuwächse bei den Übernachtungen. Einblicke in aktuelle Tourismustrends und Statistiken.

Tourismus: Köln boomt, Sauerland holt kräftig auf

Winterberg konnte ein Plus von 10 Prozent für die Sommersaison verzeichnen. copyright: Ferienregion Winterberg
Winterberg konnte ein Plus von 10 Prozent für die Sommersaison verzeichnen.
copyright: Ferienregion Winterberg

Den Spitzenplatz unter den nordrhein-westfälischen Reisegebieten belegt abermals der Touristen-Magnet Köln und der Rhein-Erft-Kreis. Laut einer aktuellen Beherbergungsstatistik des Tourismus NRW e.V. konnte die Region in den Monaten Januar bis Juli bereits 4.327.782 Übernachtungen verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein sattes Plus von 10 Prozent. Dicht dahinter folgen die Naherholungsgebiete Sauerland (plus 6,3 Prozent) und Teutoburger Wald (plus 4,1 Prozent) mit jeweils fast 4 Millionen Übernachtungen. Winterberg konnte sogar ein Plus von 10 Prozent für die Sommersaison verzeichnen.

Tourismusdirektor von Winterberg Michael Beckmann: "Die weltweite Situation hat dafür gesorgt, dass sich die Menschen auf Urlaub im deutschen Mittelgebirgsraum rückbesinnen." copyright: Ferienwelt Winterberg
Tourismusdirektor von Winterberg Michael Beckmann: „Die weltweite Situation hat dafür gesorgt, dass sich die Menschen auf Urlaub im deutschen Mittelgebirgsraum rückbesinnen.“
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Dafür ist unter anderem die unsichere politische Lage in vielen klassischen Tourismusländern verantwortlich. Touristik-Chef Michael Beckmann erklärt gegenüber der Westfalenpost: „Die weltweite Situation hat dafür gesorgt, dass sich die Menschen auf Urlaub im deutschen Mittelgebirgsraum rückbesinnen.“ Beckmann beobachtet zudem einen Trend hin zu kürzeren Anreisezeiten. Die Akzeptanz von mehreren Stunden Autofahrt nimmt tendenziell ab. Laut Beckmann wollen Urlauber „ihr Ziel gerne in zwei Stunden erreicht haben“. Sicherlich ist dies ein Symptom unserer modernen Zeit, in der die Menschen berufsbedingt immer stärker unter Stress stehen; familiäre Verpflichtungen kommen noch hinzu. Das zeigt sich auch daran, dass die Buchungen immer kurzfristiger erfolgen. Laut Beckmann werde für die Sommermonate erst ab April verstärkt gebucht.

Starkes Wachstum bei Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienhäusern

Der Trend scheint hin zu individuelleren Unterkünften zu gehen. So stieg die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen mit Abstand am stärksten. copyright: pixabay.com
Der Trend scheint hin zu individuelleren Unterkünften zu gehen. So stieg die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen mit Abstand am stärksten.
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Nach wie vor übernachten die meisten Gäste in NRW in Hotels. Im Zeitraum bis Juli entfielen fast 13 Millionen Übernachtungen auf klassische Hotels und Gasthöfe, sie verzeichneten ein Plus von jeweils rund 7 Prozent. Doch der Trend scheint hin zu individuelleren Unterkünften zu gehen. So stieg die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen mit Abstand am stärksten, dicht gefolgt von Ferienhäusern und -wohnungen. Die Campingplätze verbuchten 13,8 Prozent mehr Übernachtungen, bei den Ferienhäusern waren es immerhin noch 8,3 Prozent. Zu diesem Trend trägt auch bei, dass sich Ferienhäuser und -wohnungen inzwischen über spezialisierte Webportale leichter finden und buchen lassen als früher, wo man umständlich Reisekataloge durchblättern und im Autoatlas Campingplätze recherchieren musste. Gleiches gilt für gemietete Campingfahrzeuge.

NRW auch im Ausland beliebt: Jeder vierte Besucher kommt aus den Niederlanden

Vor allem Niederländer scheinen ihren Urlaub gerne in NRW zu verbringen. Fast jeder Vierte der insgesamt drei Millionen Gäste aus dem Ausland kam aus den Niederlanden. Für die zahlreichen Übernachtungen von Gästen aus Osteuropa und China waren auch die vielfältigen und gut besuchten Messen in Köln und im restlichen Bundesland verantwortlich. Mit einer Steigerung von 37,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Übernachtungsgäste aus Russland am deutlichsten.