Stolperfallen beim Immobilienkauf vermeiden

Stolperfallen beim Immobilienkauf vermeiden copyright: pixabay.com
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Zwar bietet der Neubau eines Hauses den Bauherren einen großen Freiraum in Bezug auf die Gestaltung, allerdings treibt dieser Luxus den Gesamtpreis auch deutlich nach oben. Vor allem in Regionen mit begrenzten Bauflächen wie in der Stadt Köln entscheiden sich daher immer mehr Menschen für den Kauf einer fertigen Immobilie. Doch was gibt es beim Immobilienkauf zu beachten und welche Stolperfallen existieren hier?

Warum ist der Kauf von fertigen Immobilien derzeit so beliebt?

Warum ist der Kauf von fertigen Immobilien derzeit so beliebt? copyright: pixabay.com
Warum ist der Kauf von fertigen Immobilien derzeit so beliebt?
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Ein Blick auf die Statistiken zeigt sehr deutlich, dass Neubauten aktuell sehr viel weniger gefragt sind als fertige Immobilien. So entfallen in Ballungsgebieten wie der Wirtschaftsregion Köln nur 30 Prozent aller Baufinanzierungen auf einen Neubau. Rund 40 Prozent der Finanzierungen dienen hingegen dem Kauf eines bestehenden Objekts. Ein wesentlicher Grund für die große Beliebtheit ist dabei der große Preisunterschied. Während ein neues Einfamilienhaus im Schnitt mit stolzen 230.000 Euro das Budget belastet, zahlen Käufer für ein vergleichbares Objekt auf dem Bestandsmarkt im Schnitt lediglich 148.000 Euro. Rechnerisch entspricht das immerhin einer Kostenersparnis von rund 55 Prozent.

Dass der Preisunterschied so groß ausfällt, liegt vor allem an den gestiegenen Grundstückspreisen und Baukosten. Weiterhin lassen sich Neubauten im Vergleich zu bestehenden Immobilien deutlich schwerer kalkulieren, was das Risiko einer Kostenexplosion erhöht. Ein weiteres Argument gegen den Neubau ist die Tatsache, dass ein Bauvorhaben in der Praxis wesentlich mehr Aufwand bedeutet, der nicht nur viel Zeit, sondern ebenfalls die Nerven in Anspruch nimmt. Wie hoch die Kosten im Endeffekt genau ausfallen, hängt stark von der Lage ab. So müssen Privatleute und große Unternehmen in Köln mit wesentlich höheren Kosten rechnen, als es in weniger gefragten Regionen der Fall ist.

Was gilt es beim Immobilienkauf zu beachten?

Eine detaillierte Finanzplanung ist unerlässlich. copyright: pixabay.com
Eine detaillierte Finanzplanung ist unerlässlich.
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Grundsätzlich steht und fällt der Erfolg eines Immobilienkaufs mit der Finanzierung. So ist ein Hauskauf immer auch mit enormen Ausgaben verbunden, die sich aus einer Reihe an Faktoren zusammensetzen. Neben dem Kaufpreis fallen hier unter anderem Notarkosten, Grunderwerbssteuer und Maklerprovisionen ins Gewicht. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, ist eine detaillierte Finanzplanung unerlässlich.

Vor allem die Höhe etwaiger Darlehenssummen ist in diesem Zusammenhang ein echter Stolperstein. Während zu hohe Summen eine hohe monatliche Belastung bedeuten, können zu geringe Darlehen teure Folgefinanzierungen nach sich ziehen. Auch die versteckten Kosten kommen für Käufer häufig einem Fallstrick gleich. So belegen einige Kreditinstitute Leistungen wie Kreditanpassungen und Co. mit saftigen Gebühren, die nicht selten Mehrkosten im drei- bis vierstelligen Bereich erzeugen.

Was gilt es beim Immobilienkauf zu beachten? copyright: pixabay.com
Was gilt es beim Immobilienkauf zu beachten?
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Eine weitere Gefahr geht beim Immobilienkauf von nicht erkannten Bauschäden aus. Wer hier bei der Objektauswahl nicht genau aufpasst, sieht sich früher oder später mit teuren Sanierungskosten konfrontiert. So sind viele Makler-Beschreibungen zwar schön geschrieben, allerdings entspricht ihr Inhalt nicht immer der Realität.

Käufer, die z. B. passende Immobilien in Köln oder Nordrhein-Westfalen suchen, sollten daher am besten auf einen Sachverständigen zurückgreifen. Auch das Abschließen von Versicherungen kann bei etwaigen Schäden für Entlastung sorgen. Weiterhin sollten Käufer Angaben zur Lage stets kritisch beäugen, da diese häufig sehr blumig formuliert werden. So kann zum Beispiel „verkehrsgünstige Lage“ bedeuten, dass die Immobilie direkt an einer lauten Hauptverkehrsstraße liegt. Die Formulierung „aufstrebender Stadtteil“ steht häufig stellvertretend für ein Viertel mitten in der Bauphase, sodass die Lärmbelastung hier entsprechend hoch ausfällt.

Wer auf der Suche nach seiner Traumimmobilie ist, sollte in jedem Fall viel Energie in die Planung investieren. Denn nur eine detaillierte Kalkulation stellt sicher, dass Käufer am Ende keine bösen Überraschungen erleben.