01.06.2010  11:45 Uhr

Eurovision Song Contest
Blitzpressekonferenz mit Lena im Studio von Stefan Raab. Lena: "Ich habe Bock auf mehr"

Köln. "Jetzt feiern wir erstmal. Wenn Pläne da sind, werden wir sie präsentieren", so Stefan Raab während der überraschend anberaumten Pressekonferenz in Köln. Eine etwas müde, aber glückliche Lena erzählte, dass es ein großes Glück gewesen sei, zu dieser "total blöden Castingshow" gegangen zu sein.

Sie sei superstolz auf dieses besondere Erlebnis und werde nie im Leben diese Zeit missen wollen. Auch habe sie noch nie im Leben soviel gearbeitet wie jetzt. Früher sei zur Schule gegangen, hätte sich hingelegt, dann die Hausaufgaben gemacht und wieder hingelegt. Und nun habe sie zum ersten Mal in ihrem Leben richtig gearbeitet.

Nach ihrem Abitur befragt, sagte sie: "Viele machen Abitur. Ich hatte viel Zeit und bin wahnsinnig schlau." Genaue Vorstellungen von einem Lieblingsduettpartner hat sie noch nicht. Stattdessen aber Lust auf Vieles. Es gab Bemerkungen wie: "Wir sind nicht der Papst, wie sind Lena." Auf die Frage, ob sie das Bundesverdienstkreuz erhalten wolle, meinte sie: "Lustig. Kann man machen, muss man aber nicht sein." Dazu Raab: "Politiker sind immer so langweilig. Sie sollen es besser schicken!"

Auf die Frage, ob sie denn nun ein Schlagerstar werden wolle, antwortete die an Schneewittchen erinnernde Lena: "Bitte nie ein Schlagerstar!" In ihrer speziellen Art wirkt sie schüchtern, sympathisch und bodenständig. Ihr Mentor Raab hat schon eine Idee für nächstes Jahr: Sie soll ihren eigenen Titel verteidigen. "Stellen Sie sich vor, Deutschland gewinnt die Fußball-WM, vier Jahre später findet hier die Weltmeisterschaft statt und unsere Nationalmannschaft sagt dann ´nö´ wir spielen nicht’. Das wäre doch unvorstellbar", meinte Raab.

Lena: 'Bitte nie ein Schlagerstar!', Copyright: Andrea Matzker/ CityNEWS
Lena: "Bitte nie ein Schlagerstar!"

"Es gibt keinen 365-Tage-Plan. Erstmal ein bisschen Schnucki", so Lena. Weder eine Tour durch Deutschland, noch durch Europa seien derzeit genau geplant. Einen WM-Song möchte Sie jedenfalls nicht veröffentlichen, denn sie hat keine Ahnung vom Fußball. "Lena kann auch über das Wasser gehen, wenn sie möchte", meinte Stefan Raab hierzu und zeigte sich vollkommen überzeugt von der Hannoveranerin.

Zum Austragungsort des kommenden Eurovision Song Contest hüllen sich die Verantwortlichen vorerst in Schweigen. Im Rennen sollen Berlin, Hamburg, Hannoverund Köln sein und ihr Interesse angemeldet haben. Der NDR wird nun gemeinsam mit der ARD und der EBU eine sorgfältige Prüfung vornehmen, erläuterte NDR Intendant Lutz Marmor. "Das ist eine Veranstaltung von großen Dimensionen, die auch mit erheblichen Kosten verbunden ist. Wir müssen nun professionelle Kriterien anlegen, um gut gerüstet zu sein", so Marmor.

Zum Schluss der Pressekonferenz sang Lena ihren Siegertitel "Satellite", a capella nur begleitet von Stefan Raab mit einer Gitarre.


 

(Andrea Matzker/ Redaktion)

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Bild Nr. 1, 2 © Andrea Matzker/ CityNEWS



 


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