Sparda-Bank in Köln setzt Wachstumskurs trotz schwieriger Zeiten auch 2016 fort

Sparda-Bank in Köln setzt Wachstumskurs trotz schwieriger Zeiten auch 2016 fort - copyright: pixabay.com
Sparda-Bank in Köln setzt Wachstumskurs trotz schwieriger Zeiten auch 2016 fort
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Die Sparda-Bank in Köln hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 den Wachstumskurs fortgesetzt. Das Geschäftsvolumen wuchs um 21,7 Millionen Euro und stieg um 1,64 Prozent auf über 1,346 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen stiegen um 22,3 Millionen Euro auf 870 Millionen Euro. Ein Plus von 2,63 Prozent. Der Kreditbestand sank leicht um 547.000 Euro auf 476,5 Millionen Euro und blieb damit fast unverändert. Das seien „durchaus erfreuliche Zahlen in für Banken nach wie vor recht schwierigen Zeiten“, wie Stefan Mittmann, Regionalleiter der Kölner Sparda-Bank, analysiert.

Niedrigzinsphase „echte Katastrophe“ für Vermögensaufbau und Altersvorsorge

Das Zinsniveau bei Termingeldern und Sparguthaben blieb auch im vergangenen Jahr niedrig. Denn die Sparda-Bank verzeichnete eine positive Einlagenentwicklung. Die größten Zuwächse gab es für die Kölner Genossenschaftsbank bei den Sichteinlagen. Die Entwicklung bei den Termin- und Spareinlagen entwickelte sich hingegen rückläufig. „Für den Vermögensaufbau und die Konstruktion einer tragfähigen Altersvorsorge ist die schon so lang andauernde Niedrigzinsphase eine echte Katastrophe“, meint Mittmann. Aktuell solle man über einen Immobilienerwerb oder andere Formen aktiver Geldanlage nachdenken, rät Mittmann. Gute Alternativen bei der Zukunftssicherung waren im vergangenen Jahr Mischfonds und Fondssparpläne von Union Investment und Monega, berichtet die Genossenschaftsbank. Sie konnte Fondseinlagen und Wertpapiere in Höhe von 25,7 Millionen Euro verzeichnen.

Baufinanzierungvolumen auf Vorjahresniveau

Auch bei den Neuzusagen im Baufinanzierungsgeschäft verzeichnete die Kölner Sparda-Bank eine gute Entwicklung. „Immobilien liegen in der andauernden Niedrigzinsphase als Substanzwerte weiter im Trend“, bemerkt Mittmann. Im Jahr 2016 reichte die Bank über 76 Millionen Euro an neuen Immobilienfinanzierung aus. Dies waren meist umfassende Pakete aus Bau- und Modernisierungsdarlehen, Forwards oder Bausparangeboten. Mit 460 Millionen Euro blieb das Baufinanzierungsvolumen allerdings auf dem Niveau des Vorjahres. „Die Zeiten niedriger Zinsen nutzen Immobilieneigentümer auch, um Kredit möglichst schnell und variabel zurückzuzahlen“, erklärt Mittmann.

Kurswechsel bei Sparda-Bank nach deutlichem Rückgang bei Konsumentenkrediten

Wie bereits erwartet, verzeichnete man bei den Konsumentenkrediten einen deutlichen Rückgang. Das Gesamtvolumen belief sich auf 10,3 Millionen Euro. Ein Minus von 11,72 Prozent. Mittmann führt dies auf die niedrigen Sparzinsen und die Konkurrenz vieler weiter Anbieter zurück. Dies sei „einfach kein gutes Umfeld, um hier als einzelne Bank nachhaltig erfolgreich sein zu können“, klagt Mittmann. Um diesen Negativtrend zu stoppen hat die Bank einen Strategiewechsel eingeleitet und lässt seit Jahresbeginn das Geschäft mit Privatkrediten über die TeamBank AG, besser bekannt unter dem Marke easyCredit, abwickeln. „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit diesem neuen Partner aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, weil er unsere Werte teilt, weil die Konditionen fair sind und weil der Kreditabschluss auch wirklich easy ist“, so Mittmann.

Zuwachs bei Girokonten trotz höherer Gebühren

Trotz höherer Gebühren konnte die Genossenschaftsbank bei den Kunden- und Mitgliederzahlen im Geschäftsjahr 2016 eine Steigerung verbuchen. 1.435 Gironeukunden konnte das Geldinstitut gewinnen. Die Zahl der Gesamtkunden stieg damit auf 63.340. Ein Plus von 1,88 Prozent. „Ich freue mich besonders, dass wir trotz intensiven Diskussionen um die Einführung von vergleichsweise moderaten Gebühren viele Kölner überzeugen konnten“, bemerkt der Regionalleiter.

Seit April 2016 kostet die BankCard der Sparda-Bank jährlich 10 Euro. Eine Standardkreditkarte kostet nun 40 Euro im Jahr. Zuvor waren es 30 Euro. Mittmann betont aber, dass es bei der Sparda-Bank keine Kontoführungsgebühren wie bei den meisten anderen Banken gäbe. Die Bank biete außerdem mit ihren 36 Mitarbeitern in Köln, preiswerten Produkten und starken Partnern sowie einem modernen mobilen Online-Banking „einzigartige kostenlose Zusatzleistungen, die 2017 wieder deutlich mehr Menschen für Genossenschaft begeistern werden“, so Mittmann.