Souvenirs, Souvenirs – Eine Revue der Wirtschaftswunder-Jahre in der Kölner Philharmonie

Der Deutz-Chor Köln präsentiert in der Kölner Philharmomnie eine Zeitreise in die 50er- und 60er-Jahre. / copyright: Deutz-Chor Köln/ Reinhold Schaefer
Der Deutz-Chor Köln präsentiert in der Kölner Philharmomnie eine Zeitreise in die 50er- und 60er-Jahre.
copyright: Deutz-Chor Köln/ Reinhold Schaefer

Die Philharmoniekonzerte des Deutz-Chor Köln führen diesmal musikalisch durch die 50er und 60er Jahre, durch die Jahre des Wirtschaftswunders. Eine Revue mit Schlagern und Songs, mit dem Sound dieser Jahre, vielen noch heute „im Ohr“, lässt der Deutz-Chor Köln diese Zeit noch einmal aufleben.

Zu hören sein werden
unter anderem: „Souvenirs, Souvenirs“ und der „Kriminaltango“, „Quando quando
quando“, „Nimm mich mit, Kapitän …“, die berühmte „Zuckerpuppe aus der
Bauchtanztruppe“ und der Schlager von dem Jungen, der bald wiederkommt. Ein
musikalischer Leckerbissen also.

What a Wonderful
World – Schlager und Chansons
in Wirtschaftswunderzeiten

Ob die Zeiten und die Welt wirklich so „wundervoll“ waren,
wie sie der Song von George David Weiß und Bob Thiele beschreibt? – Es gäbe
zumindest auch einige kritische Anmerkungen dazu zu machen. Liedermacher,
Schlagersänger und Songwriter (und ihr Publikum) der 50iger und 60iger Jahre in
der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts jedenfalls sahen sie so – und haben für
diese Jahre eine sehr eigene Musik geschrieben, gespielt und gesungen.

Es ging uns „gold“ (Kempowski) in der noch jungen
Bundesrepublik Deutschland. Ludwig Erhard „erfand“ die Soziale Marktwirtschaft,
die Schaufenster und Läden waren voller Waren, Waren, die man sich plötzlich
leisten konnte. Die Motorisierung nahm zu – und hat damit nicht unerheblich zur
sogenannten „Reisewelle“ beigetragen. Italien war ohnehin das Land der
Sehnsucht – und nun auch die Insel Mallorca und die ganze Welt. Es herrschte
also ein durchweg positives Lebensgefühl.

Ein Lebensgefühl, das in der Musik – in Schlagern und
Chansons – seinen Ausdruck fand. Und so entstand so etwas wie ein besonderer „Sound“ dieser Jahre, der dieses Gefühl beschrieb. Eine Musik, der sogenannten
leichten Muse, dem Unterhaltungsgenre zuzuordnen war – und die vom Publikum mit
Begeisterung nicht nur gehört, sondern auch gersungen wurde. What a Wonderful
World!

Namen wir Hans Albers, Freddy Quinn, Caterina Valente, und
Angelina Monti, Bill Ramsey und Chris Howland, Conny und Peter Kraus, Adamo und
Peggy March – um nur einige zu nennen – bestimmten die Szene. Karl Berbuer
gehört eben so in diese Reihe wie Gerhard Jussenhoven. Ihre Namen waren in
aller Munde, ihre Schlager und Chansons waren auf allen Radiokanälen zu hören,
ihre Auftritte füllten die Säle. Ihre Texte sprachen von der Sehnsucht nach der
Ferne – wie die Seemannslieder von Hans Albers und Freddy Quinn,  von Wein, Weib und Gesang.  Ganz Paris träumte von der Liebe, Tulpen aus
Amsterdam wurden verschenkt, rote Rosen sollte es regnen, die Mimi ging ohne
Krimi nicht ins Bett, die Zuckerpuppe aus der Bautanztruppe hatte ihren großen
Auftritt, und und und …

So schön, so schön war die Zeit … Es war einmal? Nein, im
kollektiven Gedächtnis sind viele dieser Songs erhalten geblieben. Und vielfach
werden sie heute wieder mit einem leicht nostalgisch gefärbten Timbre gesungen.
Mit Lust und Freude und immer auch ein wenig Sehnsucht.

Und so fühlen wir uns fur kurze Zeit wieder zurückversetzt
in die Teenager-Jahre der Bundesrepublik Deutschlands. Wir lauschen den nach
wie vor mitreißenden Melodien, hören den „Sound der Zeit“. Heinz Walter Florin
und der Deutz-Chor Köln werden auf vergnügliche Weise in einem Konzert daran erinnern. In einem musikalischen „Zeitdokument“,  in dem die 50iger und
60iger Jahre des letzten Jahrhunderts noch einmal musikalisch aufleben werden,
in dem viele dieser Schlager und Chansons – interpretiert von großartigen
Sängerinnen und Sängern – zu hören sein werden.

Auch dank prominenter und bekannter Interpreten. Bill
Ramsey, Christiane Florin, Angelina Monti, Freddy Albers, Claudia Engels,
Nicole Mühle werden authentisch den musikalischen „Zeitgeist“ stimmungsvoll und
vergnüglich repräsentieren.

Das Programm dieser musikalischen Revue in der Kölner
Philharmonie
hat Heinz Walter Florin zusammengestellt. Der Künstlerische Leiter
des Chores wird auch am Pult stehen und ein großartiges Ensemble leiten: mit
dem Deutz-Chor natürlich, mit den genannten Solisten und der Nordwestdeutschen
Philharmonie. Moderieren wird der vom WDR her bekannte Gisbert Baltes.

Die Konzerte finden statt am Samstag, 31. Mai
2014, 18:00 Uhr
und am Sonntag, 1. Juni
2014, 16:00 Uhr
(ausverkauft) in der Kölner Philharmonie, Bischofsgartenstraße 1, 50667 Köln.

Weitere Infos unter: www.koelner-philharmonie.de und www.deutz-chor.de

Karten für dieses Konzert können über KölnTicket (Tel.: 0221 – 2801) oder per Mail karten@deutz-chor.de und per Telefon 02203 – 816 25 (werktags
von 9-12 Uhr) bestellt werden. Wie immer gelten die Eintrittskarten auch als gültige
Fahrausweise im VRS-Gebiet.

Print Friendly