11.10.2011  11:42 Uhr

Rente
Auf- und Abstieg der Riester Rente – aktuelle Entwicklungen

Köln. Die Riester-Rente ist zehn Jahre alt geworden. Sie soll berufstätigen Arbeitnehmern die Möglichkeit geben, schon jetzt für das Alter vorzusorgen. Denn die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung fallen immer schmaler aus.

Denn die Versorgungslücke, also die Differenz zwischen gesetzlicher Rentenleistung und dem tatsächlichen finanziellen Bedarf im Alter wird immer größer. Die Altersarmut nimmt zu, da immer weniger junge Berufstätige, die Rentenlast für immer mehr ältere Mitbürger tragen müssen.

Neben einer privaten Rentenversicherung oder der Rürup-Rente, die vor allem für Selbstständige und Arbeitnehmer mit einer hohen steuerlichen Last geeignet ist, besteht die Möglichkeit eine Riester-Rente zu vereinbaren. Diese wird staatlich gefördert. So ist es möglich, staatliche Zuschüsse zu erhalten, wenn man mindestens 4 Prozent seines Bruttolohns jährlich anspart. Die Riester Rente bleibt aber sowohl in den Augen der Politiker als auch der Verbraucher hinter den Erwartungen zurück.

Welche Bilanz kann man jedoch nach zehn Jahren ziehen?

Für viele Bundesbürger ist die Riester-Rente noch immer viel zu bürokratisch und zu wenig transparent um attraktiv als Rentenversorgung zu sein. Vor allem Familien mit Kindern nutzen die Riester-Rente, da sie besonders von den staatlichen Zuschüssen profitieren können. Insgesamt ist das Potential aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Viele Verbraucher können zum Beispiel nicht einschätzen, wieviel ihrer Beiträge tatsächlich in die Rentenvorsorge fließt. Es wird daher derzeit geprüft, wie man diese Form der Vorsorge transparenter gestalten und ob man die Höhe der Provisionen gesetzlich begrenzen kann.

Information statt mehr Förderung

Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge ist häufig jedoch mangelnde Information Grund für die mangelnde Bereitschaft zu riestern. Es sei daher empfehlenswerter die Bevölkerung besser über die Riester-Rente zu informieren als höhere Zulagen ins Auge zu fassen. Dies spiegelt sich auch bei der Verteilung der Riester-Verträge abhängig vom Bildungsstand wieder. Während nur jeder Sechste (16 Prozent) mit Hauptschulabschluss riestert, sind es bei den Menschen mit Realschulabschluss oder (Fach-)Hochschulreife immerhin 22 bis 24 Prozent. Dies liegt aber auch daran, dass eher langfristig Besserverdienende riestern, während Menschen mit einem niedrigeren Bildungsabschluss häufig weniger verdienen und daher weniger bereit bzw. in der Lage sind in ihre Altersvorsorge zu investieren.

Auch müssten mögliche Riester-Sparer stärker darüber aufgeklärt werden, mit welchen Rentenleistungen sie zu rechnen hätten. Oft fehlen hier genaue Vorstellungen, so dass die Riester-Rente vorwiegend als monatliche Belastung wahrgenommen wird, statt als Vorsorgeleistung. Erst wenn die Menschen verstehen, wie sich auch die gesetzliche Rente entwickelt, können sie das Potential von Vorsorgemaßnahmen wie der Riester-Rente richtig einschätzen. Langfristig müsse die Riester-Rente aber auch an die Entwicklungen der Altersstruktur angepasst werden, um dauerhaft mit Produkten wie der privaten Rentenversicherung konkurrieren zu können.


 

(Redaktion)

  • Tags:
  • Riester
  • Rente
  • Rentenversicherung
  • Rentenlast
  • Verbraucher
  • Hauptschulabschluss
  • Altersvorsorge
  • Alter
  • Auge
  • Arbeitnehmer
  • Geld
  • Finanzen
  • Wirtschaft
  • Rücklage
  • CityNEWS
  • Köln
  • Sparen
  • Kinfer
  • Arbeit
  • Geber
  • Armut

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © tommySpixelio.de



 


Mehr zum Thema Wirtschaft & Recht:

 

Kommentar abgeben »


Kommentar abgeben:
Bei einer Antwort möchte ich per Email benachrichtigt werden an
      meine Emailadresse: (wird nicht veröffentlicht)
 
Artikel zum Thema
Suche
Newsletter
Der wöchentliche News-Überblick!
Newsletter
 
 

 
Verlosung
Interviews
Die neue Ausgabe der CityNEWS ist da!
Ausgeh-Tipp
Empfehlungen Wirtschaft & Recht
Fotoalbum

 
Neueste Artikel aus der Rubrik Lifestyle
Stadtgespräch
Jetzt gewinnen bei unseren Verlosungen
Service / Kontakt
CityNEWS-Redaktion:

Tel: 0221 - 47 43 923
info@citynews-koeln.de

Onlinewerbung / Bannerwerbung:
Alexander Weis
a.weis@citynews-koeln.de

Tel: 0221 - 47 43 924
Restaurant-Empfehlungen der Redaktion
 

Entdecken Sie CityNEWS Köln:

 
CityNEWS Köln - Das Kölner Lifestyle Magazin
Informationen aus Köln zu Lifestyle, Restaurants, Mode, Einrichten, Wohnen, Wellness, Gesundheit, Freizeit, Kunst, Kultur und Verlosungen.

© 2012 CityNEWS Verlag - Alexander und Eugen Weis GbR.  Alle Rechte vorbehalten.

RSS Feeds