Poldi geht nach Asien: Jetzt auf einmal doch – Lukas Podolski wechselt im Sommer nach Japan

Poldi geht nach Asien: Jetzt auf einmal doch - Lukas Podolski wechselt im Sommer nach Japan - copyright: CityNEWS / Alex Weis
Poldi geht nach Asien: Jetzt auf einmal doch – Lukas Podolski wechselt im Sommer nach Japan
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Der Wechsel von Lukas Podolski vom türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul in die J-League zu Vissel Kobe nach Japan ist perfekt. Der Ex-Nationalspieler soll im Sommer für den japanischen Erstligisten auflaufen. Nachdem der Wechsel nach Japan im Winter scheiterte, soll der Kult-Kölner nun doch im Sommer wechseln. Das berichten mehrere Medien, die sich auf die türkische Tageszeitung „HürrIyet“ berufen.

Viele Wechselgerüchte um Lukas Podolski im Winter

Bereits in den vor gut zwei Wochen abgelaufenen Transferperiode waren immer wieder Wechselgerüchte um den Weltmeister von 2014. Doch trotz vieler Verhandlungen kam ein Wechsel nicht zustande. Im Winter soll der japanische Erstligist gut 3,5 Millionen Euro Ablöse für den 129-maligen Nationalspieler geboten haben. Jetzt soll Lukas Podolski im Sommer für geschätzte 2,7 Millionen Euro verlassen können.

Der ehemalige Nationalspieler hatte bei Galatasaray Istanbul noch einen Vertrag bis 2018. Nach zwei Jahren verlässt Poldi den 20-fachen türkischen Meister, nachdem er im Sommer 2015 für 2,5 Millionen Euro von Arsenal London an den Bosporus wechselte. Aktuell befindet sich Podolskis Verein Galatasaray in einer sportlichen Krise. Der Tabellendritte der türkischen Süper Lig entließ erst kürzlich Trainer Jan Olde Riekerink, der sich zuletzt für einen Verbleib Podolskis bei Galatasaray eingesetzt haben soll. Möglicherweise hängt der Wechsel auch mit dem Abgang des Niederländers zusammen.

Ausklang einer erfolgreichen Karriere?

Podolskis neuer Arbeitgeber ab Sommer, Vissel Kobe, gehört zu den Spitzenteams der japanischen J-League. Der ehemalige deutsche Nationalspieler soll künftig bei den Japanern bis zu 5 Mio. Euro jährlich verdienen – ein gutes Gehalt zum Karriereausklang? Über die Länge des Vertrages gibt es bislang noch keine Informationen. Für Podolski wird Vissel Kobe die vierte Station im Ausland sein. Zuvor kickte er Arsenal London, Inter Mailand und aktuell noch für Galatasaray Istanbul. In Deutschland lief er lange für den 1.FC Köln und den Bayern München auf. Podolski gewann in der Vergangenheit viele Titel. Mit der Nationalmannschaft wurde er 2014 Weltmeister. Mit Bayern München, Arsenal London und Galatasaray gewann er jeweils die Landespokale, teilweise mehrfach.

Von Bergheim in die weite Welt

Von Bergheim in die Welt: Lukas Podolski - Von <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.flickr.com/people/7332125@N04">Ronnie Macdonald</a> from Chelmsford, United Kingdom - <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.flickr.com/photos/ronmacphotos/7810886094/">Lukas Podolski</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0" title="Creative Commons Attribution 2.0">CC BY 2.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20853189">Link</a></p>
Von Bergheim in die Welt: Lukas Podolski
Von Ronnie Macdonald from Chelmsford, United Kingdom – Lukas Podolski, CC BY 2.0, Link

Lukas Podolski begann seine Fußballkarriere 1991 bei Jugend 07 Bergheim und wechselte 1995 zur D-Jugend des 1. FC Köln. In der Saison 2003/04 spielte er mit 18 Jahren an den ersten acht Spieltagen noch in der A-Jugend-Bundesliga und erzielte dort acht Tore. Dann wurde er von Marcel Koller, Trainer des 1. FC Köln, eingeladen, mit den Profis zu trainieren. Am 11. November 2003 unterschrieb er seinen ersten Profivertrag und gab elf Tage später sein Profidebüt. Drei Spieltage später erzielte er beim 1:1 im Spiel gegen Hansa Rostock sein erstes Bundesligator.

In seiner Debütsaison beim 1. FC Köln erzielte Podolski in 19 Erstligaspielen 10 Tore, was seit dem 41-jährigen Bestehen der Bundesliga noch keinem 18-Jährigen gelungen war. Da er aber der einzige erfolgreiche Torjäger der Mannschaft war, stieg der 1. FC Köln mit 23 Punkten als Tabellenletzter ab. In der 2. Bundesliga wurde er im Jahr darauf mit 24 Toren in 30 Spielen Torschützenkönig. Der 1. FC Köln wurde Tabellenerster und stieg direkt wieder in die Bundesliga auf. In der Saison 2005/06 gelang Podolski erneut eine zweistellige Torausbeute, doch seine zwölf Saisontore reichten den Kölnern ein weiteres Mal nicht, die Spielklasse zu halten. Den erneuten Abstieg in die 2. Bundesliga nannte der Stürmer als Hauptgrund für seinen Weggang aus Köln.

Lukas Podolski – ein kölscher Jong

Poldi setzt sich immer wieder für karitative Zwecke ein. - Foto: Kliniken Köln.
Poldi setzt sich immer wieder für karitative Zwecke ein.
Foto: Kliniken Köln.

„Prinz“ Poldi fühlte sich aber immer mit seiner Heimat – der Domstadt am Rhein – eng verbunden und setzt sich hier für zahlreiche karitative Zwecke ein, wie zum Beispiel für das Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße oder mit seiner Lukas-Podolski-Stiftung. Immer wieder zieht es ihn nach Köln, wo er auch eine Wohnung im Rheinauhafen besitzt. Auch Kölner Unternehmen profitieren von seiner weiterhin lokalen Präsenz, so hat er beispielsweise einen Werbevertrag mit der PSD-Bank.

Lukas Podolski ist immer noch eng mit seiner Heimat verbunden, wie er auch in der Werbekampagne der PSD Bank zeigt. copyright: PSD Bank Köln / Ulrich Kaifer
Lukas Podolski ist immer noch eng mit seiner Heimat verbunden, wie er auch in der Werbekampagne der PSD Bank zeigt.
copyright: PSD Bank Köln / Ulrich Kaifer

2015 eröffnete er in der Kölner Altstadt seinen eignen Laden „Straßenkicker“. Sein letzter Coup gelang ihn im Dezember 2016 mit der Veröffentlichung der Köln-Hymne „Liebe deine Stadt“ zusammen mit dem Rapper Mo-Torres und der Band Cat Ballou. Der Song erreichte Platz 26 der deutschen Musikcharts erreichte. Ab diesem Sommer wird der 31-Jährige dann für den japanischen Erstligist Vissel Kobe auf Tore- und Titel-Jagd gehen.

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