Nachwuchs bei den Elefanten im Kölner Zoo: Marlar hat den kleinen Bullen Moma geboren – Hier die ersten Bilder!

Nachwuchs bei den Elefanten im Kölner Zoo: Marlar hat einen kleinen Bullen geboren! - copyright: Werner Scheurer
Nachwuchs bei den Elefanten im Kölner Zoo: Marlar hat einen kleinen Bullen geboren!
copyright: Werner Scheurer

Erneuter Nachwuchsbei den Elefanten im Kölner Zoo! Die Elefantenkuh Marlar hat einen kleinen Bullen zur Welt gebracht. Er durchstreift bereits gut sichtbar an der Seite der Mutter sein neues Revier in Köln-Riehl. Vater des Jungtiers ist der 1999 im Zoo von Singapur geborene „Sang Raja“. Er ist der jüngere der beiden im Zoo lebenden Zuchtbullen. Die elfjährige Mutter Marlar ist ein echter kölscher „Star“ in der Domstadt. Sie ist der erste Elefant, der am Rhein zur Welt gekommen ist. Viele Kölner wissen noch, wie zum Jahreswechsel 2005/2006 die ganze Stadt auf das Jungtier wartete. Am 30. März 2006 war es dann soweit und alle freuten sich.

Kölns jüngster Elefantenbulle ist wohlauf, gut durch die erste Nacht gekommen und heißt Moma!

Der kleine Elefant wurde auf den Namen Moma getauft. - copyright: Werner Scheuerer
Der kleine Elefant wurde auf den Namen Moma getauft.
copyright: Werner Scheuerer

Der kleine Elefantenbulle hat die erste Nacht gut überstanden und ist putzmunter. Erstaunlich sicher erkundet er auf seinen vier Beinchen bereits alle Ecken seines neuen Reviers. Marlars Sohn hört auf den Namen Moma und ist ab sofort Patenkind des gleichnamigen ARD-Morgenmagazins.

„Wir freuen uns sehr, dass der WDR mit dem ARD-Morgenmagazin die Patenschaft übernimmt. Es geht uns darum, bundesweit und kontinuierlich dafür zu sensibilisieren, dass Elefanten in freier Wildbahn massiv vom Aussterben bedroht sind. Gehen Wilderei und Lebensraumzerstörung so weiter wie heute, wird es in 25 Jahren keine wildlebenden Elefanten mehr geben“, sagt Kölns Zoodirektor und Elefantenkurator Professor Theo B. Pagel.

„Elefanten sind wie das ‚moma‘: Sie sind Frühaufsteher und Teamplayer, haben ein dickes Fell, aber viel Feingefühl. Und: Sie sind sehr neugierig, wie unsere Zuschauer. Der kleine ‚moma‘-Elefant wird für uns immer wieder Anlass bieten, nachhaltig über diese bedrohte Tierart zu berichten“, sagt Martin Hövel, Leiter des ARD-Morgenmagazins.  

Live-Stream zu den Elefanten im Kölner Zoo

Der kleine Elefant durchstreift bereits gut sichtbar an der Seite der Mutter sein neues Revier in Köln-Riehl. - copyright: Werner Scheurer
Der kleine Elefant durchstreift bereits gut sichtbar an der Seite der Mutter sein neues Revier in Köln-Riehl.
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Wie bei der Geburt von Marlar können die Kölner auch jetzt ganz nah dabei sein! Auf der komplett neu überarbeiteten Website des Kölner Zoos gibt es einen kostenlosen Live-Stream. Dieser bietet ganz besondere Einblicke in das Leben der Kölner Dickhäuter-Herde samt wuseligem Nachwuchs.

Die Geburt des Bullen erfolgte in der Nacht von Sonntag auf Montag inmitten des Gruppenverbands. Möglich ist dies, da die Tiere in der mit 20.000 Quadratmetern besonders großzügigen Kölner Elefantenparkanlage in ihrem natürlichen Sozialverband gehalten werden und die Elefantenkühe so in der Herde die Möglichkeit haben zu sehen, wie geboren wird und wie man Jungtiere aufzieht.

Mutter und Jungtier werden dadurch von den erfahrenen "Tanten" unterstützt. - copyright: Werner Scheurer
Mutter und Jungtier werden dadurch von den erfahrenen „Tanten“ unterstützt.
copyright: Werner Scheurer

Für Marlar war diese Unterstützung 2006 lebenswichtig. Denn bereits sechs Monate nach ihrer Geburt musste  „Khaing Lwin Htoo“, Marlars Mutter, aufgrund einer bei Elefanten nicht behandelbaren, schweren Blasenerkrankung von ihrem Leid erlöst und eingeschläfert werden. Dennoch gelang dem Kölner Zoo die Aufzucht der jungen Elefantendame zu einer prächtigen Kuh.

Zwei weitere Geburten bei den Elefanten in Köln noch dieses Jahr erwartet

Zwei weitere Kölner Elefantenkühe sind noch trächtig und werden 2017 gebären: „Kreeblamduan“ (34 Jahre) und „Tong Koon“ (30 Jahre). Bereits im Januar hatte zudem die 2007 ebenfalls im Zoo geborene „Maha Kumari“ einen kleinen Bullen geboren. Mit ihr  ging der Zoo erstmals in die zweite Zuchtgeneration und ist auf einem guten Weg zu einer gewachsenen Herde.

Elefantenkurator und Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel freut sich über den Nachwuchs (Archivbild) - copyright: Kölner Zoo
Elefantenkurator und Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel freut sich über den Nachwuchs (Archivbild)
copyright: Kölner Zoo

„Eine Herde mit so vielen Jungtieren ist außergewöhnlich. Es wird viel gespielt, viel unterstützt, viel kommuniziert. Unsere Besucher werden viel Spaß haben, das alles zu beobachten“, sagt Theo B. Pagel, der sich noch gut an Marlars Geburt erinnert: „Wir hielten wochenlang Nachtwache. So auch am 30. März 2006. Da sich immer noch nichts tat, fuhren der damalige Direktor Prof. Nogge und ich vom Elefantenpark aus auf die Morgenrunde. Wenige Minuten, nachdem wir die Elefanten verlassen hatten, kam Marlar zur Welt. Wir sind sehr stolz auf die Entwicklung von Marlar. Ihre Tanten waren ein vorbildlicher Mutterersatz. Marlar ist, auch wenn sie ein Teilwaisenkind war, eine sehr gute Mutter. Sie hat dies im Herdenverband gelernt“, so Elefantenkurator und Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel weiter.

Mittlerweile 15 Elefanten in Köln

Die Asiatischen Elefanten im Kölner Zoo werden im sogenannten geschützten Kontakt gehalten. - copyright: Werner Scheurer
Die Asiatischen Elefanten im Kölner Zoo werden im sogenannten geschützten Kontakt gehalten.
copyright: Werner Scheurer

Mit dieser Geburt ist Kölns Dickhäuterherde auf nun 15 Tiere angewachsen. Es ist schon die neunte Geburt im Kölner Zoo seit Eröffnung der neuen Elefantenparkanlage im Jahr 2004. Die Asiatischen Elefanten im Kölner Zoo werden im sogenannten geschützten Kontakt gehalten. Die Herde ist quasi außerhalb der Trainingszeiten rund 22 Stunden, also Tag und Nacht, zusammen. Marlars Jungtier wiegt rund 100 Kilogramm. Wie bei anderen „Elefanten-Säuglingen besteht sein Speiseplan ausschließlich aus Muttermilch, die er bei seiner Mutter säugt. Ein Jungtier trinkt etwa 10 Liter pro Tag, um groß und stark zu werden.

Mit dieser Geburt ist Kölns Dickhäuterherde auf nun 15 Tiere angewachsen. - copyright: Werner Scheurer
Mit dieser Geburt ist Kölns Dickhäuterherde auf nun 15 Tiere angewachsen.
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Der Elefantenpark ist geöffnet, die Elefanten dürfen die gesamte Anlage benutzen. Der Kölner Zoo hat täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

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