Live-Ticker: Bombe in Köln-Kalk erfolgreich entschärft – Entwarnung: Alle Sperrungen und Evakuierung augehoben!

CityNEWS-Live-Ticker zum Fund der Bombe in Köln-Kalk! (Symbolbild) - copyright: pixabay.com
CityNEWS-Live-Ticker zum Fund der Bombe in Köln-Kalk! (Symbolbild)
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Letzte Aktualisierung 13.05.2017 – 00:33 Uhr: Bei Bauarbeiten wurde am Freitag, 12. Mai 2017, auf dem Grundstück an der Höfestraße 22 in Köln-Kalk ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handelte sich um eine Fünf-Zentner-Bombe englischer Bauart und verfügte über einen intakten Langzeitzünder. Die Bombe wurde in der Nacht durch den Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf erfolgreich ferngesteuert entschärft. Das Ordnungsamt der Stadt Köln, die Kölner Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, sicherten die Fundstelle des Blindgängers und nahmen eine umfangreiche Evakuierung vor. Der Evakuierungsradius wurde dabei mit 300 Metern rund um den Fundort festgelegt. Von den Maßnahmen waren etwa 8.000 Anwohner betroffen. Für sie wurde eine Anlaufstelle im Gymnasium Kantstraße (Kaiserin-Theophanu-Schule) eingerichtet. Hier im CityNEWS-Live-Ticker können Sie noch einmal den kompletten Ablauf und warum es zu Verzögerungen bei der Bombenentschärfung kam nachlesen.

Fundort der Bombe und Evakuierungs-Gebiet in Köln-Kalk

00:33 Uhr: Bombe in Köln-Kalk erfolgreich entchärft!

Bombe in Köln-Zollstock gefunden - Englische Fünf-Zentner-Bombe liegt an der Höfestraße 22 - copyright: pixelio.de / Thorben Wengert
Bombe in Köln-Zollstock gefunden – Englische Fünf-Zentner-Bombe liegt an der Höfestraße 22
copyright: pixelio.de / Thorben Wengert

Die am 12.05.2017 entdeckte Fünf-Zentner-Bombe in Köln-Kalk konnte durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst erfolgreich entschärft werden. Gegen Mitternacht meldeten die Sprengstoffexperten dem Ordnungsamt Entwarnung. Von der 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe geht keine Gefahr mehr aus. Sie wird nun verladen und in einem darauf spezialisierten Fachbetrieb zerlegt und entsorgt.

Alle Sperrungen von Straßen und Wegen im Gebiet rund um die Höfestraße werden nun so schnell wie möglich wieder aufgehoben. Die Anwohner können zurückkehren. Das Ordnungsamt organisiert Rücktransporte für kranke und gehbehinderte Personen, die bei der Rückkehr in ihre Wohnungen Hilfe benötigen. Die KVB wird schnellstmöglich wieder den normalen Linienverkehr aufnehmen.

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst war mit insgesamt 86 Kräften der Früh- und Spätschicht im Einsatz, die Polizei mit 45 Kräften, die Feuerwehr mit vier und die Hilfsdienste mit 75 Kräften. Im Aufenthaltsraum im Gymnasium Kantstraße haben sich 335 Anwohner aufgehalten. Sie wurden vom Ordnungsdienst und Kräften der Malteser und des DRK betreut und versorgt. Dort war auch ein Notarzt anwesend. Weitere 48 Menschen haben sich im Foyer des evangelischen Krankenhauses aufgehalten. Eine „Evakuierungs-Verweigerin“ muss mit einem Bußgeldverfahren rechnen.

00:10 Uhr: Bombenentschärfung in Köln-Kalk kann endlich beginnen!

Das Ordnungsamt der Stadt Köln hat dem Kampfmittelbeseitigungsdienst die Freigabe für den Beginn der Entschärfung der Fliegerbombe in Köln-Kalk erteilt. Zuvor wurde auch der zweite Rundgang des Ordnungsamtes durch das zu evakuierende Gebiet rund um die Höfestraße beendet. In den Wohnungen und auf den gesperrten Straßen halten sich nun keine Personen mehr auf.

Die Wohnung in der Peter-Stühlen-Straße wurde von der Polizei geöffnet. Dort befanden sich keine Kinder. Angetroffen wurde eine Frau, die sich zunächst weiter weigerte, die Wohnung zu verlassen. Sie konnte letztlich aber doch überzeugt werden, den Gefahrenbereich zu verlassen. In der Kalk-Mülheimer-Straße musste ein weiterer „Evakuierungs-Verweigerer“ mit Unterstützung der Polizei zum Verlassen seiner Wohnung bewegt werden.

Mittlerweile sind 102 Krankentransporte durchgeführt worden. Im Aufenthaltsraum im Gymnasium Kantstraße halten sich rund 330 Personen auf. Weitere 40 Personen sitzen im Foyer des Evangelischen Krankenhauses.

Die Sperrung des Luftraums über dem Bombenfundort gehört mittlerweile zur Routine und wird durch die Flugsicherung überwacht. Die Polizei hat den Evakuierungsbereich für den Verkehr gesperrt.

23:05 Uhr: Zweiter Klingelrundgang startet – Entschärfung wird vorbereitet

Das Ordnungsamt hat den ersten Rundgang durch das zu evakuierende Gebiet rund um die Höfestraße in Köln-Kalk beendet. Gegen 22:50 Uhr haben die Einsatzkräfte den zweiten „Klingelrundgang“ begonnen. Das heißt, alle Wohnhäuser und Lokale werden erneut aufgesucht, um festzustellen, ob sich tatsächlich niemand mehr dort aufhält. Dies geht erfahrungsgemäß wesentlich schneller als beim ersten Rundgang durch das Gebiet.

Die Absperrungen der kleineren Wohnstraßen sind bereits komplett eingerichtet. Der Ordnungs- und Verkehrsdienst, Polizei und Feuerwehr sind mit mehr als 100 Kräften im Einsatz.

Im Aufenthaltsraum im Gymnasium Kantstraße halten sich rund 180 Anwohner auf. Dort werden auch weitere 80 Personen aus dem Altenheim in der Vereinsstraße versorgt. Die Betreuung erfolgt durch Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe, die auch für warme Verpflegung und Getränke sorgen. Auch im Krankenhaus Kalk wurden Aufenthaltsplätze bereitgestellt. Der Ordnungsdienst ist dort ebenfalls im Einsatz. Insgesamt mussten mehr als 85 kranke oder gehbehinderte Menschen in sichere Unterkünfte gebracht werden: 40 aus dem Altenheim und weitere 47 aus ihren Wohnungen im übrigen Evakuierungsgebiet. Diese Transporte werden von der Feuerwehr und dem Ordnungsdienst organisiert und von den Hilfsdiensten durchgeführt.

22:55 Uhr: Zeitpunkt der Entschärfung weiter unklar

Der Zeitpunkt mit der ferngesteuerten Entschärfung der Fünf-Zentner Bombe begonnen werden kann, ist noch weiterhin unklar. Die Bombe soll mit einer so genannten Raketenklemme unschädlich gemacht werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst befestigt die Raketenklemme an dem Zünder mit einer Zwinge. An dieser Zwinge befinden sich zwei Rohre, welche jeweils eine Kartusche beherbergen. Die Kartuschen werden aus der Ferne gezündet und versetzen die Raketenklemme samt dem Zünder in eine sehr schnelle Drehung. Der Zünder wird dadurch schlagartig herausgedreht. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst weist schon jetzt darauf hin, dass es bei der Entschärfung der Fliegerbombe zu einem deutlich hörbaren Knallgeräusch kommen wird. Dieses Geräusch entsteht beim Start der Raketenklemme.

22:45 Uhr: Entschärfung verzögert sich!

Die Entschärfung der englischen Weltkriegs-Bombe an der Höfestraße in Köln-Kalk verzögert sich noch. In der Peter-Stühlen-Straße muss die Feuerwehr mit einer Drehleiter anrücken. Dort sind Kinder in einer Dachgeschosswohnung gesehen worden. Sie öffnen die Wohnungstüre nicht und reagieren nicht auf Klingelzeichen, Rufen und Lichtsignale.

Außerdem wurden in etlichen Wohnhäusern kranke oder gehbehinderte Menschen angetroffen, die von den Hilfsdiensten in sichere Unterkünfte gebracht werden müssen.

21:55 Uhr: Evakuierung läuft immer noch auf Hochtouren

Nach dem Bombenfund an der Höfestraße in Köln-Kalk dauert die Evakuierung des Sicherheitsbereichs von 300 Metern rund um den Fundort weiterhin an. Die Maßnahmen laufen seit etwa 18:30 Uhr auf Hochtouren. Ein Zeitpunkt wann die ferngesteuerte Entschärfung der Fünf-Zentner-Bombe mit intaktem Langzeitzünder beginnen kann, steht immer noch nicht fest.

20:30 Uhr: Ordnungsamt mit Großaufgebot im Einsatz

Der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln ist mit insgesamt 86 Mitarbeitern im Einsatz, um die Anwohner auf die anstehende Bombenentschärfung aufmerksam zu machen und aus dem Gefahrenbereich zu entfernen. Die Polizei Köln hat 20 Kräfte im Einsatz, die Kölner Feuerwehr weitere vier. Bei der Evakuierung arbeiten sich die Klingeltrupps vom Fundort des Blindgängers weiter nach außen vor.

19:25 Uhr: Evakuierung in Köln-Kalk hat begonnen

Das Ordnungsamt der Stadt Köln hat mit den Evakuierungen der Wohn- und Geschäftshäuser in Köln-Kalk begonnen. In einem Radius von rund 300 Metern rund um den Fundort an der Höfestraße müssen die Bewohner und Anlieger ihre Wohnungen und den Bereich verlassen.

Das Evakuierungsgebiet reicht

  • östlich der Vietorstraße Straße bis zur Kalk-Mülheimer-Straße,
  • südlich bis an die Kalker Hauptstraße heran,
  • westlich bis zur Buchforststraße und Steprathstraße und
  • nördlich bis zur Albermannstraße.

Die Kalker Hauptstraße bleibt offen. Das Krankenhaus Kalk muss nicht geräumt werden, das Altenheim an der Vereinsstraße nur teilweise. Betroffen sind rund 8.000 Anwohner. Für sie hat das Ordnungsamt eine Anlaufstelle im Gymnasium Kantstraße eingerichtet.

19:20 Uhr: KVB Verkehr eingeschränkt

Auf der KVB-Buslinie 159 kann es durch die Evakuierungsarbeiten zu Verzögerungen und Änderungen kommen. Durch die Bombenentschärfung fahren die Busse momentan nur in unregelmäßigen Zeitabständen. Außerdem findet aktuell kein Busverkehr an der betroffenen Stelle statt. Die Kölner Verkehrs-Betriebe bitten die Fahrgäste die Haltestelle Kalk Post oder die Busse in Richtung Haltestelle Herler Straße zu nutzen. Die Busse fahren zudem nicht den üblichen Linienweg. Die Haltestellen Remscheider Str., Steinmetzstr. und Kalk Kapelle in Richtung Schüttewerk können zur Zeit nicht angefahren werden! Die Busse erreichen Sie auf der Vietorstraße in Höhe der Köln Arcaden.

Dies ist bereits der zweite Bombenfund in dieser Woche. Bereits am Montag wurde in Köln-Zollstock eine Bombe erfolgreich entschärft. Im April wurden ebenfalls zwei Bomben in Köln-Ossendorf gefunden und unschädlich gemacht.

18:20 Uhr: Fliegerbombe in Köln-Kalk gefunden

Am Freitag, 12. Mai 2017, ist auf dem Grundstück an der Höfestraße 22 in Köln-Kalk eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Es handelt sich hierbei um eine englische Fünf-Zentner-Fliegerbombe mit intaktem Langzeitzünder. Der Kampfmittelbeseitigungsdienstes wird heute noch die Fliegerbombe entschärfen.

Evakuierunggebiet in Köln Kalk - copyright: Stadt Köln
Evakuierunggebiet in Köln Kalk
copyright: Stadt Köln
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