Lokale Wirtschaft
Clouth-Gelände wird zum modernen Wohnquartier
Köln. Kölns Dezernentin für Wirtschaft- und Liegenschaften, Ute Berg, hat am 25. Juni 2012 im Rahmen eines Festaktes symbolisch den Schlüssel für das Gelände der ehemaligen Clouth-Werke in Nippes an den Gesellschaftsvertreter der Modernen Stadt GmbH, Horst Leonhardt, übergeben.

Dezernentin Ute Berg und Dr. Mario Kramp mit dem Clouth-Firmenschild. Der historische Schriftzug der Clouth-Werke wurde in Form eines Firmenschildes an Dr. Mario Kramp, Leiter des Kölnischen Stadtmuseums, übergeben. Dort wird das Schild an dieses wichtige Stück Stadtgeschichte für Nippes und für ganz Köln erinnern.
"Seit meinem Amtsantritt im Februar 2011 habe ich gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit aller Energie daran gearbeitet, das Clouth-Gelände so vorzubereiten, dass jetzt die geplante Projektentwicklung starten kann. Wir haben den Spagat geschafft, so lange wie möglich temporäre Zwischennutzungen wie Filmaufnahmen zuzulassen und gleichzeitig auf den Punkt genau alle Mietverträge zu beenden. Und das Gelände ist entmietet. Notwendige Sanierungs- und Abbrucharbeiten wurden durchgeführt. Nippes wird ein neues, hochwertiges Wohngebiet bekommen, wie vom Rat der Stadt Köln ja schon lange beschlossen. Wir übergeben ein gut bestelltes Feld," so Berg.
"Mit der Übertragung des Clouth-Geländes an die Moderne Stadt ist der Weg nun frei für die Weiterentwicklung des Geländes," so Ortwin Gönner, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft.
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe sorgte der Kult-Imbiss "Die Wurstbraterei" aus der Kölner Tatort-Produktion für das leibliche Wohl der Gäste. Denn in den letzten Jahren fanden auf dem Clouth-Gelände zahlreiche Filmproduktionen statt. Die alten Hallen dienten als Drehort für Fernseh- und Filmproduktionen wie "Tatort", "Schimanski", "Wilsberg", "Marie Brandt", "SOKO Köln" und "Alarm für Cobra 11". Auch Regisseur Dieter Wedel drehte Teile seines Zweiteilers "Gier" auf dem Gelände.
1868 siedelte sich die Firma "Franz Clouth - Rheinische Gummiwarenfabrik" in Nippes an, die 1862 gegründet wurde. In den folgenden 100 Jahren hat sich das Unternehmen erweitert. In den 1960er-Jahren stellten mehr als 2.000 Menschen Gummiprodukte wie Förderbänder, Gummiwalzen und Kabel auf dem Gelände her. In den 1990er Jahren wurde die eigenständige Firma durch den Mutterkonzern abgewickelt. Die Firma "Clouth-Gummiwalzen" ist heute Bestandteil des Unternehmens Hilzinger-Thum und produziert am Standort Bergheim.
Während der Zwischennutzung haben unter anderem auch Künstlerinnen und Künstler auf dem Gelände gearbeitet, die alle ein Ersatzatelier finden konnten. Geplant ist, die Halle 10 zu erhalten und den Künstlerinnen und Künstlern unsaniert in Erbpacht zu überlassen. Die Künstlerinnen und Künstler selbst müssen das Gebäude auf eigene Kosten sanieren, um die Halle 10 als Ausstellungs- und Atelierhaus für das neue Stadtviertel zu sichern.
Die Perspektive ist, ein lebendiges Viertel mit rund 1.000 Wohneinheiten direkt am Park zu entwickeln: mit Einfamilienhäusern, gefördertem Wohnungsbau, Eigentumswohnungen und nicht störendem Gewerbe. Die Projektentwicklungsgesellschaft Moderne Stadt hat den Auftrag, im Kölner Stadtteil Nippes das neue Vorzeigeviertel entstehen zu lassen.
Die Kapitel Industrieproduktion und Zwischennutzung auf dem Gelände an der Niehler Straße sind abgeschlossen. Der historische Schriftzug der Clouth-Werke wurde in Form eines Firmenschildes an Dr. Mario Kramp, Leiter des Kölnischen Stadtmuseums, übergeben. Dort wird das Schild an dieses wichtige Stück Stadtgeschichte für Nippes und für ganz Köln erinnern.
(Redaktion/ Stadt Köln/ Ähzebär un Ko e.V.)
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