Live-Ticker: 65 Personen aus der Seilbahn in Köln erfolgreich befreit – Großeinsatz für Feuerwehr über dem Rhein beendet

Dramatische Höhenrettung von rund 100 Personen aus der Kölner Seilbahn - copyright: Kölner Verkehrs-Betriebe
Dramatische Höhenrettung von rund 100 Personen aus der Kölner Seilbahn
copyright: Kölner Verkehrs-Betriebe

UPDATE: 30.07.2017 – 21:45 Uhr: Aufatmen in Köln! Der Großeinsatz an der Kölner Seilbahn wurde am Abend erfolgreich beendet, alle Personen konnten aus den Gondeln gerettet werden. Zuvor waren spezielle Höhenretter der Berufsfeuerwehr Köln und zahlreiche Einsatzkräfte aus der Region im Einsatz, um 65 Passagiere aus den Gondeln der Kölner Seilbahn zu retten.

Am Nachmittag (gegen 15:30 Uhr) hatte sich eine Gondel bei der Einfahrt in die linksrheinische Bodenstation (Kölner Zoo) verkeilt. Daraufhin aktivierte sich ein automatischer Not-Stop für alle Gondeln. Betroffen waren insgesamt 32 Gondeln, die sich zum großen Teil über dem Rhein und der Zoobrücke befanden. Eine Aufhebung der Notabschaltung war laut den Kölner Verkehrs Betrieben (KVB), welche die Seilbahn betreiben, ausgeschlossen. CityNEWS informierte Sie hier mit einem aktuellen Live-Ticker über den Rettungseinsatz bei der Kölner Rheinseilbahn.

Aktueller Live-Ticker: Feuerwehr-Großeinsatz bei der Kölner Seilbahn erfolgreich beendet!

21:40 Uhr: Insgesamt 65 Personen, davon 20 Kinder und Jugendliche waren heute Nachmittag von einem Sicherheits-Stopp der Kölner Seilbahn betroffen, der alle 32 Gondeln sofort in ihrer Position über dem Ufer und dem Rhein stoppte. Kurz nach 20 Uhr konnte die Kölner Feuerwehr melden, dass alle Passagiere unverletzt und wohlbehalten das Ufer wieder erreicht hatten. Über 150 Einsatzkräfte und Höhenretter waren im Einsatz. Die Kräfte der Berufsfeuerwehr Köln wurden von 30 Kräften der Städte Düsseldorf, Dortmund und Aachen und aus dem Oberbergischen Kreis unterstützt, sowie der DLRG, der Freiwilligen Feuerwehr und Spezialisten der RWE. Ohne Verletzungen konnten alle Passagiere gerettet werden, lediglich ein Gondel-Mitfahrer klagte kurzzeitig über Kreislaufprobleme. 24 Gondeln, die sich aktuell über dem Rhein befanden, waren nur mit Höhenrettern erreichbar, acht Gondeln konnten noch mit Drehleitern vom Ufer aus erreicht werden.

Kölns OB Henriette Reker dankt den Rettungskräften

20:40 Uhr: Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte nach Abschluss der Rettungsaktion: „Ich danke der Kölner Feuerwehr für ihren großartigen Einsatz und den vielen Einsatzkräften auch aus der Region, die uns Kölner unterstützten. Damit war eine schnelle Rettung der Passagiere möglich. Meine Gedanken waren bei den Kindern und Erwachsenen, die über viele Stunden mutig und geduldig ausharren mussten.“

Einsatz beendet – Alle Passagiere erfolgreich befreit!

20:30 Uhr: Die Berufsfeuerwehr Köln hat den Abschluss der Höhenrettungs-Aktion an der Kölner Seilbahn vermeldet. Unterstützt von Kräften der Feuerwehren Aachen, dem Oberbergischen Kreis, Düsseldorf und Dortmund sowie der RWE Werksfeuerwehr gelang es deutlich früher als befürchtet, die 65 festsitzenden Passagiere wieder ans Ufer und auf den Boden zu bringen.

Weniger Passagiere betroffen als zuvor angenommen

20:20 Uhr: Von der Rettungsaktion bei der Kölner Seilbahn sind wohl weniger Fahrgäste betroffen als ursprünglich befürchtet. Die Rettungskräfte konnten lt. Medienberichten bisher 60 Passagiere aus 28 Kabinen in Sicherheit bringen. Anfangs waren die Einsatzkräfte von rund 100 Betroffenen ausgegangen, diese Zahl wurde nun entsprechend auf 65 nach unten korrigiert.

Allen Betroffenen geht es entsprechend gut

20:00 Uhr: Allen betroffenen Personen geht es den Umständen entsprechend gut. Diese werden durch Experten vor Ort betreut. Zwei Personen, darunter eine schwangere Frau, wurden leicht verletzt, sie hatten nach Angaben der Feuerwehr Kreislaufprobleme. Die Frau war aber nicht Passagier in einer Gondel, sondern nur Beobachterin der Geschehnisse vor Ort. Der leitende Notarzt Georg Grasmeyer betonte, dass zudem Kontakt zu den Passagieren in allen Gondeln besteht. Auch die Kölner Feuerwehr bestätigt, dass die Situation unter Kontrolle ist und alle bisher geretteten Personen wohlauf seien. Alle Betroffenen werden auch nach der Rettung psychologisch betreut werden.

Mehr als 150 Rettungskräfte sind im Einsatz

19:15 Uhr: Mit deutlich mehr als 150 Einsatzkräften und Höhenrettern aus Köln, Düsseldorf, Dortmund, Aachen und dem Oberbergischen Kreis sowie der RWE Werksfeuerwehr befreit die Kölner Berufsfeuerwehr aktuell die festsitzenden Passagiere der Kölner Seilbahn. Von rund 100 Passagieren konnten bereits 45 Personen wieder an das Ufer gebracht werden. Die Feuerwehr rechnet mit einem Einsatz bis weit in die Nachtstunden.

Einsatz an der Kölner Seilbahn kann bis in die Nacht dauern

18:15 Uhr: Es wurden bis zum jetzigen Zeitpunkt insgesamt 43 Menschen aus den Gondeln befreit. Nach verschiedenen Medien-Informationen sollen zuerst alle Betroffenen aus den Gondeln gerettet werden, die sich über dem Festland befinden. Dies soll bereits abgeschlossen sein und allen Personen soll es den Umständen entsprechend gut gehen. In einem zweiten Schritt werden die Höhenretter nun die Menschen befreien, deren Gondeln über dem Rhein feststecken. Dafür seilen die Höhenretter – die mit insgesamt drei Teams im Einsatz sind – die Fahrgäste auf Boote der Polizei Feuerwehr ab, die sich auf dem Rhein befinden. Die Einsatzkräfte wollen versuchen den Großeinsatz in Köln bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen zu haben. Der dramatische Einsatz könnte jedoch bis in die Nacht dauern.

Verkehr lahmgelegt – Zusätzliche Einsatzkräfte aus der Region helfen

17:50 Uhr: Die Passagiere werden nun im Laufe des Nachmittages und des frühen Abends gerettet. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden bereits 41 Personen von der Berufsfeuerwehr aus den Gondeln abgeseilt, bzw. in Ufernähe mit Drehleitern befreit worden.

Die betroffenen Personen werden von Höhenrettern auf Schiffe abgeseilt. Deshalb ist zur Zeit auch der Schiffsverkehr auf dem Rhein eingeschränkt. Auch ist rund um die Zoobrücke der Verkehr vorerst für die Rettungsmaßnahmen lahmgelegt. Zahlreiche Schaulustige tummeln sich am Rheinufer und beobachten die Rettung, stören aber die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit nicht. Zusätzliche Höhenretter aus den Städten Düsseldorf und Aachen unterstützen die Kölner Einsatzkräfte.

Henriette Reker fordert Aufklärung

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat die Kölner Verkehrs Betriebe aufgefordert, in der morgigen Sitzung des Hauptausschusses einen Bericht zu dem technischen Versagen abzugeben. Sie dankt schon jetzt den eingesetzten Kräften für ihren unermüdlichen Einsatz, so schnell wie möglich die Menschen aus den Gondeln zu befreien.

„Ich kann mich gut in die Lage der Betroffenen versetzen, die ja sicherlich mit einer gehörigen Portion Angst über dem Rhein schweben. Umso mehr gilt mein Dank den Einsatzkräften, die so schnell wie möglich für alle Betroffenen die Situation sicher bereinigen. Im Hauptausschuss morgen werden wir von der KVB einen detaillierten Bericht zu diesem – man muss leider sagen – erneuten Versagen verlangen“, so Kölns Oberbürgermeisterin.

Seilbahn-Geschäftsführer entschuldigt sich

Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger hat sich Thomas Miebach, Geschäftsführer der Kölner Seilbahn am Abend bei allen Betroffenen entschuldigt. Dabei betonte er, dass die Seilbahn über den Rhein nach wie vor eines der sichersten Verkehrsmittel in Köln sei. Was die Ursache für den Zwischenfall sei, könne man noch nicht genau sagen. „Man wisse bisher nur so viel, dass sich ein Hilfsseil um eine Kabine gewickelt und diese damit zum Entgleisen gebracht habe. Bei einer Windstärke von 60 Kilometern pro Stunde wäre der Betrieb der Seilbahn automatisch eingestellt worden. Aber so stark sei der Wind zu keiner Zeit gewesen.“

Höhenrettung aus der Kölner Seilbahn wurde erst vor kurzem geprobt

Die Feuerwehr der Stadt Köln führte erst am 20. Juli 2017 eine Bergeübung bei der Kölner Seilbahn durch. Konkret wurde an der Seilbahn-Stütze auf der linksrheinischen Seite in der Nähe der Station „Zoo“ geübt, wie Personen aus großer Höhe ohne vorhandene Aufstiegs- und Abstiegsbauten im Gefahr- und Katastrophenfall geborgen werden können. Die Übung fand nach Beendigung des normalen Fahrgastbetriebes statt. Zu diesem Zeitpunkt bestand kein spezieller Gefahrenhintergrund für die Bergeübung.