Das war die Weiberfastnacht 2017 in Köln – Bilanzen von Polizei, Feuerwehr und Stadt Köln zum Straßenkarneval-Auftakt

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Das war die Weiberfastnacht 2017 in Köln – Bilanzen von Polizei, Feuerwehr und Stadt Köln zum Straßenkarneval-Auftakt
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Trotz Alarmstufe Rot der Wetterdienste feierten zehntausende Jecken Weiberfastnacht in Köln. Ob in der Kölner Altstadt am Alter Markt oder Heumarkt, in der Severinstraße, am Tanzbrunnen, auf der Zülpicher Straße oder in den Veedeln. CityNEWS hielt Sie mit unserem Live-Ticker über die Geschehen rund um Weiberfastnacht in Köln auf den aktuellen Stand der Dinge!

CityNEWS-Live-Ticker zu Weiberfastnacht 2017 in Köln

Karnevalsfreitag, 24.02.2017

17:55 Uhr: Umfangreiche Straßensperrungen und Umleitungen für den Verkehr an den kommenden Karnevalstagen angekündigt

Die Stadt Köln und die Polizei haben für die kommenden Karnevalstage (Karnevalssonntag und Rosenmontag) umfangreiche Straßensperrungen und Umleitungen angekündigt. Zudem gilt ein LKW-Verbot für große Teile der Kölner Innenstadt. Dies sind Sicherheitsmaßnahmen, um einen Anschlag wie er auf den Weihnachtsmarkt in Berlin geschehen ist zu unterbinden. CityNEWS hat für Sie hier alle Straßensperrungen und voraussichtlichen Störungen im Verkehr an Karneval zusammengefasst. Auch für den Kölner Rosenmontagszug 2017 wird es erweiterte Sicherheitsmaßnahmen geben und die Sicherheit als oberste Priorität gesehen.

17:30 Uhr: 1.112 Einsätze an Weiberfastnacht für die Kölner Feuerwehr und Rettungsdienste

An Weiberfastnacht in der Zeit von 7.00 Uhr bis 7.00 Uhr an Karnevalsfreitag wurde der Rettungsdienst der Stadt Köln 954 zu Einsätzen im Stadtgebiet gerufen. Dies sind 103 Einsätze mehr als im vergangenen Jahr. In Teilen ist diese Erhöhung der Tatsache geschuldet, dass die Unfallhilfsstellen wetterbedingt nicht in der gewohnten Größenordnung aufgebaut werden konnten. Dieses reduzierte Platzangebot führte zu den Spitzenzeiten zu einer verstärkten Anfahrt der Krankenhäuser um wieder Kapazitäten zu schaffen. Alle Hilfeersuchen konnten sofort und in gewohnter Qualität bedient werden.

Die Feuerwehr rückte in den vergangenen 24 Stunden zu 70 Einsätzen aus, das sind fünf Einsätze mehr als im letzten Jahr. Zusätzlich zum erhöhten Einsatzaufkommen an Weiberfastnacht verursachte Sturmtief Thomas in der Zeit von 12.00 Uhr bis 03.00 Uhr insgesamt 103 wetterbedingte Einsätze. Zur Abarbeitung dieser Einsätze wurde die Freiwilligen Feuerwehr Köln zeitweise mit 26 Fahrzeugen und 156 Einsatzkräften aus 16 Löschgruppen zusätzlich in Dienst genommen.

Die Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes der Hilfsorganisationen in den Unfallhilfsstellen in der Altstadt und im Kartier Latäng leisteten in 269 Fällen Erste Hilfe. Im Laufe des Abends wurde der Patiententransportzug aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit 20 Einsatzkräften vorsorglich zur Unterstützung der Unfallhilfsstellen an der Zülpicher Straße aus dem Bereitstellungsraum beim Technischen Hilfswerk, Ortverband Köln Nord-West dorthin verlegt. Transporte waren durch diese Unterstützung nicht erforderlich. Lediglich die Versorgung und Betreuung von Verletzten und Betroffenen wurde unterstützt.

Die für den Bedarfsfall bereitgestellten Rettungsmittel in den anderen Patiententransportzügen waren für die Sicherstellung von rettungsdienstlichen Transportkapazitäten eine große Unterstützung, mussten aber nicht eingesetzt werden. Die Patiententransportzüge wurden von den Kreisen Viersen, Siegen-Wittgenstein, Mülheim an der Ruhr sowie der Stadt Bielefeld in zwei Schichten gestellt. Zur Sicherheit der Karnevalisten patrouillierten zusätzlich zwei Boote der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft auf Rhein. Eingreifen mussten sie jedoch nicht.

Weitere besondere Einsätze des Tages

Feuer in Karnevalskneipe

In Neuehrenfeld mussten gegen 19:30 Uhr am Donnerstagabend alle Karnevalsgäste die vollbesetzte Kneipe kurzzeitig verlassen. Das Kleinfeuer im Lichtschacht des Gebäudes konnte von den Einsatzkräften schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

Person unter Zug Nähe Mediapark

Um 21:39 Uhr wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Duisburg darüber unterrichtet, dass in Höhe Mediapark eine Person unter einen Zug geraten sei. Die ersten eintreffenden Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst konnten nur noch den Tod der Person feststellen.

Feuer mit Menschenrettung

Zu einem Feuer mit Menschenrettung in Heimersdorf wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte es im Erdgeschoss eines Einfamilienhauses. Da noch Personen im Gebäude vermisst wurden, gingen sofort zwie Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor und konnten kurze Zeit später drei Personen in Sicherheit bringen. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Lose Sicherheitsverschalung am Petrusbrunnen

Die Sicherheitsverschalung am Petrusbrunnen auf der Südseite des Doms musste durch Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr demontiert werden, da diese sich durch Sturmeinwirkung gelöst hatte und weg zu fliegen drohte. Um eine Gefährdung für Passanten auszuschließen wurde die unmittelbare Umgebung durch Einsatzkräfte der Polizei und des Ordnungsamtes gesperrt. Die Arbeiten gestalteten sich sehr aufwendig, da aufgrund von starken Sturmböen nur Teil für Teil gelöst werden konnte.

16:45 Uhr: Einsatz der Polizei Köln an Weiberfastnacht in Köln und Leverkusen

Einsatz der Polizei Köln an Weiberfastnacht in Köln und Leverkusen - copyright: pixabay.com
Einsatz der Polizei Köln an Weiberfastnacht in Köln und Leverkusen
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Rund 2.200 Polizisten haben am gestrigen Donnerstag (23. Februar 2017) in Köln und Leverkusen für die Sicherheit der Jecken gesorgt. Mit insgesamt 392 Platzverweisen (2016: 504) und 85 vorläufigen Festnahmen/Ingewahrsamnahmen (2016: 184) hatten die Einsatzkräfte in Köln und Leverkusen weniger zu tun als im Vorjahr.

Polizeipräsident Jürgen Mathies zeigte sich zufrieden mit den bislang bekannten Ergebnissen der Eröffnung des Straßenkarnevals. „Ich freue mich, dass viele Menschen in Köln und Leverkusen friedlich feiern konnten. Die meisten Karnevalisten haben auf gefährlich aussehende Waffen verzichtet und so dazu beigetragen, gefährliche Verwechselungen und Kontrollen zu vermeiden.“

"Viele haben sich bei den Polizisten bedankt und zum Ausdruck gebracht, dass sie die sichtbare Präsenz der Polizei befürworten", so Kölns Polizeipräsident Mathies. copyright: Polizei Köln (Archivbild)
„Viele haben sich bei den Polizisten bedankt und zum Ausdruck gebracht, dass sie die sichtbare Präsenz der Polizei befürworten“, so Kölns Polizeipräsident Mathies.
copyright: Polizei Köln (Archivbild)

Seit den frühen Morgenstunden hatten Einsatzkräfte der Polizei unter anderem Zugangsstraßen zu den Veranstaltungsflächen abgesperrt, um zu verhindern, dass potenzielle Tatfahrzeuge für die Menschen zur Gefahr werden können. „Viele haben sich bei den Polizisten bedankt und zum Ausdruck gebracht, dass sie die sichtbare Präsenz der Polizei befürworten“, so Mathies.

Wichtiger Zusatz zu den Bilanzen

In den Tagesbilanzen stellt die Polizei die Straftaten mit einem direkten und offensichtlichen Karnevalsbezug dar. Diese Kriminalitätszahlen können sich noch verändern. Die Auflistungen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei Köln eingehen beziehungsweise dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich ein Raub in einer Vernehmung als Diebstahl herausstellt. Eine abschließende Bewertung ist vielfach erst zu einem späteren Zeitpunkt nach weiteren Ermittlungen möglich.

15:45 Uhr: Brutaler Angriff an Weiberfastnacht im Kölner Hauptbahnhof: Polizei sucht Opfer einer Gewalttat

Brutaler Angriff im Kölner Hauptbahnhof: Bundespolizei sucht Opfer einer Gewalttat - copyright: pixabay.com
Brutaler Angriff im Kölner Hauptbahnhof: Bundespolizei sucht Opfer einer Gewalttat
copyright: pixabay.com

Weiberfastnacht wurde eine junge Frau Opfer einer Gewalttat: Ein bisher unbekannter Täter hat die Frau am Bahnsteig 8/9 nach einem Streit brutal zu Boden geschlagen und am Boden liegend getreten. Zeugen erstatteten bei der Bonner Bundespolizei Strafanzeige. Die Bundespolizei veranlasste daraufhin eine Videoauswertung, worauf der brutale Übergriff zu erkennen ist und sucht nunmehr nach dem Opfer, um weitere Ermittlungen gegen die Täter zu veranlassen.

Die junge Frau trug kein Kostüm. Sie war mit einer grün-braunen Hose sowie schwarzen Jacke bekleidet und in Begleitung von zwei Karnevalisten (Clowns). Sie trug schwarze Stiefel und hatte ihre mittelbraunen Haare hochgesteckt. Die Videoauswertung zeigt weiterhin vier Tatverdächtige, die um 14:32 Uhr in den Regionalexpress (RE 5) nach Koblenz steigen.

Polizei sucht Zeugen

Die Bundespolizei bittet in diesem Zusammenhang nun das Opfer und weitere Zeugen sich dringend mit der Bundespolizei in Verbindung zu setzen, damit weitere Schritte zur Identifizierung der vier Tatverdächtigen in die Wege geleitet werden können.

Die Bundespolizei bittet sich unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 – 68 88 00 0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

14:10 Uhr: Nach Weiberfastnacht zieht die Kölner Bundespolizei eine positive Einsatzbilanz

Nach Weiberfastnacht zieht die Kölner Bundespolizei eine positive Einsatzbilanz copyright: Bundespolizei
Nach Weiberfastnacht zieht die Kölner Bundespolizei eine positive Einsatzbilanz
copyright: Bundespolizei

Die An- und Abreise der „Karnevalsjecken“ nach und von Köln verlief weitestgehend störungsfrei. Das große Aufgebot an Einsatzkräften in den Bahnhöfen und Zügen hat für einen ruhigen Einsatzverlauf gesorgt.

In den Vormittagsstunden wurden vier bekannte Taschendiebe vorsorglich des Bahnhofes verwiesen, bevor sie aktiv werden konnten. Gegen 12 Uhr wurde nach einem Streit ein Mann festgenommen, der per Haftbefehl wegen Diebstahls zur Strafvollstreckung (212 Tage Freiheitsstrafe) von der Staatsanwaltschaft Köln gesucht wurde. In nachfolgenden Stunden kam es aufgrund des steigenden Alkoholkonsums zu fünf Körperverletzungsdelikten sowie vier gefährlichen Körperverletzungen. Weiterhin erstattete eine 19-Jährige Anzeige, weil sie nahe des Kölner Hauptbahnhofs unsittlich berührt wurde. Einsatzkräfte nahmen einen 27-jährigen Tatverdächtigen im Kölner Hauptbahnhof fest.

Insgesamt wurden 15 Diebstähle bei der Bundespolizei registriert. Eine Tatverdächtige, eine 24-jährige Bosnierin, wurde gegen 17:15 Uhr von zivilen Fahndern auf frischer Tat ertappt und vorläufig festgenommen.

Bundespolizei zufrieden mit dem Einsatzverlauf

Bundespolizei zufrieden mit dem Tagesverlauf - copyright: Bundespolizei
Bundespolizei zufrieden mit dem Tagesverlauf
copyright: Bundespolizei

In den Nachmittags- und Abendstunden brachten sich im Bahnhof Köln Süd viele „Jecke“ in lebensgefährliche Situationen, als sie unberechtigt eine Abkürzung über die Gleise nahmen. Hier wurden sofort Kräfte der Bundespolizei eingesetzt, damit die Feiernden von ihrem gefährlichen Unterfangen abgehalten wurden.

Gegen 21:40 Uhr ereignete sich ein Personenunfall zwischen Köln Hauptbahnhof und Köln West, bei dem ein 30-Jähriger zu Tode kam. Einsatzkräfte der Bundespolizei mussten den voll besetzten Zug mit Karnevalsjecken am Ausstieg auf freier Strecke hindern, um weitere Gefahren zu verhindern. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen am Unfallort konnte der Zug die Fahrt fortsetzen.

Weiterhin wurde eine geringe Anzahl von Strafanzeigen wegen unterlassener Hilfeleistung, Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen, Inverkehrbringen von Falschgeld, Verstöße gegen das Waffengesetz sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Die Einsatzkräfte nahmen vier Personen in Gewahrsam.

Insgesamt zieht der Leiter der Bundespolizeiinspektion Köln, Helmut Langenbach, eine positive Bilanz: „Der Spagat zwischen dem Wunsch der Jecken nach Spaß und Frohsinn einerseits und der Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit für alle andererseits ist zur Eröffnung des Straßenkarnevals gelungen! Das Einsatzkonzept und die eng abgestimmte Planung der Behörden sind aufgegangen.“

13:05 Uhr: 15 Autos in Köln mit Totalschaden durch Sturm

15 Autos in Köln mit Totalschaden durch Sturm - copyright: pixabay.com (Symbolbild)
15 Autos in Köln mit Totalschaden durch Sturm
copyright: pixabay.com (Symbolbild)

Der starke Sturm hat in der Nacht zu Freitag, 24. Februar 2017, einen Baum am Musical Dome auf eine Person stürzen lassen. Diese musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Außerdem verzeichnete das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen 15 Autos mit Totalschaden durch weitere entwurzelte Bäume. Ein Baum stürzte vom Botanischen Garten auf die Straße und beschädigte dort vier Fahrzeuge. Alle Straßen sind zurzeit geräumt, auch der Zugweg für den Schull- und Veedelszoch und Rosenmontagszug ist frei.

12:50 Uhr: Karnevalist bei Unfall mit Zug in Köln getötet

Karnevalist bei Unfall mit Zug in Köln getötet - copyright: pixabay.com (Symbolbild)
Karnevalsist bei Unfall mit Zug in Köln getötet
copyright: pixabay.com (Symbolbild)

Ein kostümierter Mann (30) ist am Weiberfastnacht-Abend (23.02.2017) von einer Bahn erfasst worden und tödlich verunglückt. Der 30-Jährige war nach Angaben der Bundespolizei im Gleisbereich zwischen Köln-West und Köln Hauptbahnhof unterwegs. Als ein Zug vorbeifuhr geriet er dabei in den Sog der Bahn. Für den Karnevalist kam leider jede Hilfe zu spät, teilte die Bundespolizei mit. Weil die Bahn nicht weiterfahren konnte, wollten viele Reisende den Zug verlassen. Aus Sicherheitsgründen setzte die Polizei daraufhin eine Hundertschaft ein, um die Fahrgäste aus Sicherheitsgründen daran zu hindern. Unter den Reisenden waren zahlreiche zum Teil angetrunkene Karnevalsjecken, die auf dem Rückweg in die Eifel waren, so der WDR. Der Zugverkehr auf der Strecke war für über eine Stunde gestört.

12:40 Uhr: Zahlreiche Einsätze auch für die Polizei im Rhein-Erft-Kreis an Weiberfastnacht

Zahlreiche Einsätze auch für die Polizei im Rhein-Erft-Kreis an Weiberfastnacht - copyright: Tim Reckmann / pixelio.de
Zahlreiche Einsätze auch für die Polizei im Rhein-Erft-Kreis an Weiberfastnacht
copyright: Tim Reckmann / pixelio.de

Bis in den frühen Abend blieb es allgemein ruhig, gesamt betrachtet verzeichnete die Polizei im Rhein-Erft-Kreis aber mehr Einsätze als im Vorjahr. Darin sind auch die durch das schlechte Wetter verursachten Einsätze enthalten. In über vierzig Fällen bestanden Gefahrenstellen durch Äste, Bäume, umgekippte Bäume, und so weiter. Bei drei Verkehrsunfällen, in denen das Wetter eine Rolle spielte, entstand Sachschaden. In einem Fall in Frechen wehte um 15:10 Uhr auf der Dr.-Tusch-Straße die Pkw-Tür eines Fahrers aus der Hand und schlug gegen einen vorbeifahrenden Bus. Die Polizeibeamten des Kreises wurden zu 16 Körperverletzungsdelikten (22 im Vorjahr) gerufen.

Deutlich angestiegen sind die Einsätze wegen „Randalierer“

Im Vorjahr kam es zu fünf Fällen, während die Polizei in diesem Jahr insgesamt 16 Fällen wahrnahm. Die Beamten konnten die Situationen meistens beruhigen. Bei einer Karnevalsfeier gegen 19 Uhr in Oberaußem beleidigte und attackierte eine 18-Jährige Frau Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. Als die hinzugerufenen Polizeibeamten eintrafen, richtete sich ihre Aggression gegen die Beamten. Diese nahmen die alkoholisierte Frau in Gewahrsam. Das versuchten ihre 18- und 20-jährigen Freundinnen zu verhindern und gingen ebenfalls auf die Beamten los. Die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, sowie Polizeibeamte wurden dabei leicht verletzt. Alle drei Frauen nahm die Polizei zur Verhinderung weiterer Straftaten in Gewahrsam. Ein Arzt entnahm ihnen Blutproben, die Polizeibeamten leiteten Strafverfahren ein.

Verkehrskontrollen und Unfälle wegen Alkohol und Betäubunsmittel

In der vergangenen Nacht kam es zu zwei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinwirkung: In Pulheim fuhr ein 21-jähriger Pulheimer mit seinem Fahrrad um 02:15 Uhr auf der Venloer Straße. Er stürzte über einen hohen Bordstein. Die Beamten stellten bei ihm durch einem Alkoholtest einen Wert von 1,74 Promille fest. In Wesseling fuhr ein 30-Jähriger um 03:15 Uhr mit seinem Pkw auf dem Kronenweg in Richtung Konrad-Adenauer-Straße. Er stieß rechts gegen einen geparkten Pkw und schob diesen gegen zwei weitere Fahrzeuge. Die Beamten stellten mit einem Alkoholtest einen Wert von 1,28 Promille fest und seinen Führerschein sicher. Sein Fahrzeug ließen sie abschleppen. In beiden Fällen entnahm ein Arzt ihnen eine Blutprobe. Unter Alkohol- und Betäubungsmitteleinfluss traf die Polizei vier weitere Verkehrsteilnehmer, trotz der Ankündigung verstärkter Verkehrskontrollen an. Allen wurden durch einen Arzt Blutproben entnommen. Die Polizeibeamten stellten die Führerscheine sicher und leiteten Strafverfahren ein. Auch in den kommenden Tagen führt die Polizei weitere Verkehrskontrollen durch.

11:15: CityNEWS gibt „Erste Hilfe“-Tipps beim Kater – Worauf Sie beim Autofahren achten sollten – Es wird weiter gefeiert!

Es wurd weiter gefeiert! - copyright: CityNEWS / TomPe
Es wird weiter gefeiert!
copyright: CityNEWS / TomPe

Gerade zu Karneval darf der Alkohol bei den meisten nicht fehlen. Bei CityNEWS finden Sie wertvolle Tipps gegen den Kater, wenn Sie einmal zu tief ins Glas geschaut haben! Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich unbedingt an einige Spielregeln halten. Mit unserem kostenlosen Bußgeld- und Promille-Rechner können Sie überprüfen was ein Fehlverhalten kosten kann. Und wer jetzt erst richtig in Fahrt gekommen ist und weiter den Karneval in Köln feiern möchte sollte einen Blick in unseren jecken Terminkalender werfen! Verausgaben Sie sich aber nicht allzu sehr: Das große Highlight – der Rosenmontagszug 2017 in Köln – steht ja noch bevor.

00:50 Uhr: 5.000 Jecken mussten Zelt am Kölner Südstadion räumen: Veranstaltung wegen Sturm abgebrochen

5.000 Jecken mussten Zelt am Kölner Südstadion räumen: Veranstaltung wegen Sturm abgebrochen - copyright: CityNEWS / TomPe
5.000 Jecken mussten Zelt am Kölner Südstadion räumen: Veranstaltung wegen Sturm abgebrochen
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Der große VIVA COLONIA-Wieverfastelovends-Feier-Marathon musste gut zwei Stunden früher als geplant beendet werden. Die „Amtliche Unwetterwarnung“ war eindeutig: Ab Windstärke 10 geht es nicht mehr. Und da bereits gestern Abend heftige Windböen mit mehr als 110 km/h vorhergesagt waren, musste der „Krisenstab“, bestehend aus Polizei, Sanitätsdienst, Security, Stadt Köln und Veranstalter handeln und das große VIVA COLONIA-Zelt räumen.

Wie der Veranstalter auf seiner Facebook-Seite mitteilte, sei die Räumung „entspannt und ohne jegliche Hektik“ erfolgt. Rund 5.000 Gäste traten somit verfrüht den Heimweg an. Es gab „kein böses Wort – überall Verständnis für eine sehr schwere Entscheidung, die jedoch ausschließlich der Sicherheit unserer Gäste diente“, so die Veranstalter. „Danke an die verständnisvollen Besucher, die bei uns bis dahin wunderbar gefeiert hatten, danke an die Kölner Ordnungsbehörden, danke an den Sanitäts- und Sicherheitsdienst – sie alle haben Schlimmeres verhindert und dazu beigetragen, dass am Südstadion auch weiterhin unbeschwert Karneval gefeiert werden kann“.

Die weiteren Veranstaltungen sollen stattfinden

Der Veranstalter verspricht den Gäste, dass die noch übriggebliebenen Verzehrgutscheine im kommenden Jahr gültig sein und eingelöst werden können. Nähere Informationen sollen in der kommenden Woche auf der Homepage www.koelschfest.de und auf Facebook mitgeteilt werden. Bei Rückfragen kann man sich per E-Mail an das Veranstaltungs-Team wenden: koelschfest@3d-cologne.de

Am heutigen Freitag wollen die Veranstalter wie geplant ab 16 Uhr weitermachen, bevor es am Karnevalssamstag zum diesjährigen Sessions-Finale geht. Beide Veranstaltungen sind ausverkauft.


Weiberfastnacht, Donnerstag 23.02.2017

22:30 Uhr: Zweite Bilanz der Feuerwehr Köln – Deutlich mehr Einsätze als im Vorjahr

Zweite Bilanz der Feuerwehr Köln - copyright: pixabay.com
Zweite Bilanz der Feuerwehr Köln
copyright: pixabay.com

In der Zeit von 7 Uhr bis 20 Uhr wurden 590 Rettungsdiensteinsätze gemeldet. Dies sind deutlich mehr Einsätze als der Rettungsdienst im gleichen Zeitraum 2016 bewältigten musste. In diesem Zeitraum wurde in den Unfallhilfsstellen 211-mal (+35) Erste Hilfe geleistet. 61 (+30) Patienten transportierte der Rettungsdienst in Krankenhäuser. 49-mal rückte die Feuerwehr aus, das sind 11 Einsätze mehr als im letzten Jahr.

Seit 15 Uhr führt Sturmtief „Thomas“ zu derzeit mehr als 65 wetterbedingten Einsätzen – Tendenz steigend. Diese Einsätze werden hauptsächlich von ehrenamtlichen Einsatzkräften abgearbeitet. Derzeit sind 16 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln mit rund 130 Einsatzkräften und der Führungsdienst im Einsatz.

Besondere Einsätze des Tages

Reanimation einer Karnevalistin in der Innenstadt

Am Ostermannbrunnen am Ostermannplatz musste heute um 14:20 Uhr eine 33-jährigen Karnevalistin von den Sanitätsdienstkräften der Unfallhilfsstelle in der Bechergasse wiederbelebt werden. Alarmierte Einsatzkräfte des Rettungsdienstes der extra für die Karnevaltage eingerichteten Rettungswache in Deutz und der Feuerwache Innenstadt setzten die Reanimation fort und brachten die Frau ins Krankenhaus.

Feuer in der Zülpicher Straße

Gegen 14:30 Uhr bemerkten Besucher des Kwatier Latäng eine Rauchentwicklung aus einer Wohnung in der Zülpicher Straße. Da die Einsatzstelle außerhalb des für den Fahrzeugverkehr gesperrten Bereiches lag, konnten die Einsatzkräfte der Feuerwachen Lindenthal und Innenstadt die Einsatzstelle schnell erreichen. Der Bewohner der Wohnung löschte das Feuer noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte.

Ersthelfer kümmern sich um einen Autofahrer auf der Autobahn 3

Ebenfalls gegen 14:30 Uhr befindet sich ein Chirurg aus dem Klinikum Merheim in seinem Auto auf der linken Spur der Autobahn zwischen Dellbrück und Mülheim im Stau. Er sieht wie das Auto vor ihm rückwärts auf ihn zurollt. Als der Arzt das Auto rechts überholt, erkennt er, dass der Fahrer des anderen Fahrzeugs einen medizinischen Notfall erlitten hat. Er reagiert sofort, steigt aus, rennt zu dem rückwärts rollenden Auto und kann es mit der Handbremse anhalten.

Auch weitere Autofahrer halten an und ziehen gemeinsam den 59-jährigen aus seinem Fahrzeug. Auf der Autobahn beginnen die Ersthelfer mit den Wiederbelebungsmaßnahmen und alarmieren die Rettungskräfte. Von der nahegelegenen Feuer- und Rettungswache Mülheim werden Rettungswagen, Notarzt und ein Hilfeleistungslöschfahrzeug entsandt. Die Einsatzkräfte setzen die Wiederbelebungsmaßnahmen fort und bringen den Patienten in ein Krankenhaus.

Baum fällt durch Sturm auf Auto – Fahrer schwerverletzt

Ein durch den Sturm umgeknickter Baum ist gegen 18:50 Uhr auf der Rheinuferstraße auf ein Auto gestürzt. Der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der etwa 25 Meter hohe Baum, der noch zwei weitere Fahrzeuge beschädigte, wurde mit Unterstützung der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln beseitigt. Während des Einsatzes musste die Rheinuferstraße für den Verkehr gesperrt werden.

21:40 Uhr: Auftakt des Straßenkarnevals – Polizei Köln zieht erste Bilanz

Auftakt des Straßenkarnevals - Polizei Köln zieht erste Bilanz - copyright: CityNEWS / Thomas Pera (Symbolbild)
Auftakt des Straßenkarnevals – Polizei Köln zieht erste Bilanz
copyright: CityNEWS / Thomas Pera (Symbolbild)

Die Polizei war mit etwa 2.200 Einsatzkräften vor Ort und sorgte durch sichtbare Präsenz und niedrigschwelliges, konsequentes Einschreiten für Sicherheit. Straftäter und aggressive Betrunkene wurden frühzeitig aus dem Verkehr gezogen und mit Platzverweisen belegt.

  • In Leverkusen griff ein Mann einer jungen Frau in den Schritt, als diese von ihrem Freund auf den Schultern getragen wurde. Die Polizei hat hier ebenso Ermittlungen wegen sexueller Nötigung aufgenommen wie nach einem ähnlichen Fall auf der Kölner Ehrenstraße, wo einer Feiernden ebenfalls zwischen die Beine gegriffen wurde. Darüber hinaus wurden bislang vier weitere Sexualdelikte zur Anzeige gebracht.
  • Während ein Polizeisprecher auf dem Heumarkt ein Interview für einen Fernsehsender gab, richtete ein Verkleideter eine sogenannte Piratenpistole auf den Reporter. Einsatzkräfte entwaffneten den Mann und stellten fest, dass es sich um eine nicht funktionstüchtige Piratenpistole handelte. Nach einer Gefährderansprache wurde der Kölner wieder entlassen.
  • Durch die Videobeobachtung der Kölner Polizei wurde auf dem Bahnhofsvorplatz ein angetrunkener Karnevalstourist (35) aus Bayern festgestellt, der eine bayerische Polizeiuniform trug. Einsatzkräfte wurden entsandt und die Person kontrolliert. Die Beamten stellten die Hoheitszeichen an Hemd, Mantel und Mütze sicher und leiteten Ermittlungen wegen Amtsanmaßung ein.
  • Am Zülpicher Platz stellten die Beamten bei einem Feiernden (24) eine sogenannte „Anscheinswaffe“ sicher, die der polizeilichen Dienstpistole P 99 täuschend ähnlich nachgebildet war. Gegen den 24-Jährigen wurde eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz vorgelegt.
  • Im Zülpicher Viertel haben Einsatzkräfte am späten Nachmittag einen Mann (25) festgenommen, der in einem Imbiss mit einem gefälschten 50-Euro-Schein bezahlt hatte. Bei seiner Durchsuchung fanden die Beamten 72 weitere gefälschte Geldscheine. Den 25-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Inverkehrbringens von Falschgeld.

Aufgrund des hohen Besucherandrangs wurde die Zülpicher Straße für den Fahrzeug- und Straßenbahnverkehr gesperrt.

Festnahmen und Platzverweise im Kölner Stadtgebiet

Festnahmen und Platzverweise - copyright: pixabay.com
Festnahmen und Platzverweise
copyright: pixabay.com

Im Kölner Stadtgebiet wurden bislang 26 Personen (Leverkusen: 5) in Gewahrsam genommen und 139 (Leverkusen: 55) Platzverweise erteilt. Die eingesetzten Beamten fertigten insgesamt 92 (Leverkusen: 15) Strafanzeigen. Dabei wurden 47 (Leverkusen: 7) Körperverletzungen, 16 Sachbeschädigungen und neun Taschendiebstähle zur Anzeige gebracht. In sechs Fällen wurde Widerstand (Leverkusen: 1) geleistet. Ein Polizeibeamter wurde durch Widerstandshandlungen leicht verletzt.

19:30 Uhr: Bis 22 Uhr Windstärke 9 erwartet, danach ist sogar Windstärke 11 vorhergesagt

Dem Koordinierungsstab im Kölner Rathaus liegt die jüngste Wettervorhersage des amtlichen Wetterdienstes für das Kölner Stadtgebiet vor. Danach herrscht zur Zeit in Köln Windstärke 7, mit leicht steigender Tendenz. Bis 22 Uhr kann Windstärke 9 erreicht werden. Ab 22 Uhr kann die Windgeschwindigkeit bis auf Windstärke 10 ansteigen. Regen- und Gewitterschauer schließt der Wetterdienst nicht aus, schätzt allerdings die Wahrscheinlichkeit als „eher gering“ ein. Bis 24 Uhr wird mit einem Drehen der Windrichtung auf Nordwest gerechnet, dann sind Windstärken bis 11 möglich.

Auch die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, warnt vor schweren orkanartigen und stürmischen Böen zwischen 85 km/h und und in Schauernähe von bis zu 110 km/h. Bei der Berufsfeuerwehr Köln gehen mittlerweile erste Hilfeanforderungen wegen Sturmschäden ein.

Die Zülpicher Straße und das Zülpicher Viertel sind nach wie vor sehr gut besucht.

18:00 Uhr: Erste Bilanz der Feuerwehr und Rettungsdienste zur Weiberfastnacht in Köln

Erste Bilanz der Feuerwehr und Rettungsdienste in Köln - copyright: pixabay.com
Erste Bilanz der Feuerwehr und Rettungsdienste in Köln
copyright: pixabay.com

Wie jedes Jahr kamen viele Jecken an Weiberfastnacht in die Kölner Altstadt. Die hohe Anzahl der Besucher führte erfahrungsgemäß zu einem höheren Einsatzaufkommen im Rettungsdienst. Von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr wurden 285 Rettungsdiensteinsätze gemeldet. 2016 waren es im gleichen Zeitraum 233 Einsätze. Die Unfallhilfsstellen leisteten in diesem Zeitraum 99-mal Erste Hilfe. Die Feuerwehr rückte zu 30 Einsätzen aus; 2016 waren es 23 Einsätze.

Mit verstärktem Einsatzpersonal sorgen Feuerwehr und Rettungsdienst für die Sicherheit in Köln. Regulär hält der Rettungsdienst 41 Rettungswagen und acht Notarzteinsatzfahrzeuge vor. Die Feuerwehr und die Hilfsorganisationen ASB Köln, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe sowie Malteser Hilfsdienst besetzen an Weiberfastnacht 20 weitere Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge.

Die neun Unfallhilfsstellen des Sanitätsdienstes betreiben das Deutsche Rote Kreuz im Kwartier Latäng und die Johanniter Unfallhilfe in der Altstadt. Den Jan von Werth Umzug sicherten zwei zusätzliche mobile Unfallhilfsstellen ab. An den Unfallhilfsstellen können kleinere Verletzungen behandelt und bei ernsteren Notfällen Erste Hilfe geleistet werden. Hierdurch wird eine spürbare Entlastung des Rettungsdienstes erreicht.

Zusätzliche Rettungswache im Einsatz

Allein elf der zusätzlichen Rettungswagen und die zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sind am Charles de Gaulles-Platz in Deutz stationiert. Dort hat die Feuerwehr Köln eine zusätzliche Rettungswache in den Dienst genommen. Über die Deutzer Brücke können die Rettungsfahrzeuge schnell in die Altstadt gelangen. Damit keiner der Jecken im Rhein verloren geht, patrouilliert auf Höhe der Altstadt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mit zwei Rettungsbooten. In der Altstadt selbst setzt die Berufsfeuerwehr außerdem sechs Einsatzkräfte ein, die die Besucherströme beobachten und im Einsatzfall die Lage erkunden können. Bei den zahlreichen Veranstaltungen in Spiel- und Versammlungsstätten im Kölner Stadtgebiet sorgen 61 Feuerwehrleute zusätzlich für die Sicherheit der Feiernden.

Hohe Anzahl an Einsatzkräften

Hohe Anzahl an Einsatzkräften - copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Hohe Anzahl an Einsatzkräften
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Um im Bedarfsfall über weitere Transportkapazitäten zu verfügen, wurden über die Kölner Bezirksregierung drei Patiententransportzüge angefordert. Die Patiententransportzüge stehen mit 63 Einsatzkräften und 28 Fahrzeugen beim Technischen Hilfswerk, Ortsverein Nord-West an der Eupener Straße in Bereitschaft. Derzeit befinden sich dort Patiententransportzüge aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Viersen, sowie aus der Stadt Bielefeld in Bereitstellung. Der Bereitstellungsraum wird von 14 Helferinnen und Helfern des Technischen Hilfswerks geführt und betreut.

Um die vielen Einsätze koordinieren zu können, ist auch die Leitstelle personell verstärkt. Der Fernmeldedienst der Freiwilligen Feuerwehr Köln sorgt darüber hinaus dafür, dass alle beteiligten Einsatzkräfte miteinander kommunizieren können. Außerdem ist die Feuerwehr mit einem Verbindungsbeamten und einem Abschnittsleiter für die Altstadt im Koordinierungsgremium im Rathaus sowie bei der Polizei vertreten.

Insgesamt sind 340 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und der Berufsfeuerwehr im Dienst und damit etwa anderthalbmal so viele Einsatzkräfte als an einem normalen Donnerstag (226).

17:00 Uhr: Weiberfastnacht-Feierlichkeiten in Düsseldorf und Bonn abgebrochen

Schlechte Nachrichten aus Düsseldorf und Bonn. Dort wütet der Orkan. Das Düsseldorfer Festkomitee hat den Düsseldorfer Straßenkarneval für den heutigen Tag abgesagt. Auch Die Karnevalsfeier auf dem Bonner Münsterplatz wurde aufgrund des Wetters abgesagt. In Köln läuft der Straßenkarneval bislang aber unvermindert weiter – trotz heftiger Böen zwischendurch.

16:50 Uhr: Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln zieht Zwischenbilanz zu Weiberfastnacht

Wie in den vergangenen Jahren musste der Ordnungsdienst auch gegen das Urinieren in der Öffentlichkeit vorgehen. - copyright: Dieter Poschmann / pixelio.de
Wie in den vergangenen Jahren musste der Ordnungsdienst auch gegen das Urinieren in der Öffentlichkeit vorgehen.
copyright: Dieter Poschmann / pixelio.de

Zum Auftakt des Straßenkarnevals am Donnerstag, 23. Februar 2017, ist der Ordnungs- und Verkehrsdienst der Stadt Köln seit 5:45 Uhr mit allen zur Verfügung stehenden Kräften bei wechselhaftem Wetter im Dienst. Über den Tag und die Nacht verteilt sind insgesamt 208 Mitarbeiter des Ordnungsamtes (Vorjahr 147) auf Kölner Straßen und Plätzen und im Koordinierungsstab im Einsatz. Bis zu 250 externe Sicherheitskräfte (238) überwachen die Einhaltung der Glasverbots-Regelungen an den Kontrollstellen der Verbotszonen in der Altstadt und im Zülpicher Viertel.

Im Koordinierungsstab arbeiten seit 8 Uhr und ebenfalls bis weit in die Nacht unter der Leitung des Ordnungsamtes Vertreter aller beteiligten städtischen Dienststellen, der Feuerwehr, der Landes- und der Bundespolizei, der Hilfsorganisationen, der Kölner Verkehrsbetriebe, der Abfallwirtschaftsbetriebe, des Veranstalters, des Festkomittes und des beauftragten Sicherheitsunternehmens. Dieses Gremium bewertet die aktuelle Lage ständig neu, trifft erforderliche Entscheidungen und sorgt für eine rasche Umsetzung.

Sicherheitsgefühl der Feiernden stärken

Die mobilen Teams des Ordnungsdienstes sind in 4er und 6er Gruppen in der Altstadt und dem Zülpicher Viertel, rund um den Dom und im Rheingarten eingesetzt. In den Abendstunden wird der Einsatz aus Sicherheitsgründen nur noch in großen Teams ab sechs Einsatzkräften erfolgen. Die Teams sind präventiv unterwegs, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Feiernden zu stärken. Dabei fungieren sie auch als Ansprechpartner und Helfer. Gleichzeitig beobachten sie die Entwicklung des Geschehens und melden besondere Beobachtungen und Ereignisse unmittelbar an das Koordinierungsgremium. Außerdem überwachen sie den Verkauf und den Konsum von Alkohol und Zigaretten an und durch Jugendliche.

Auch die Ahndung von Wildpinklern steht auf der Agenda. Wildpinkeln wird in allen Fällen mit einem Bußgeld belegt. Dieses Bußgeld kann nicht mehr Bar an Ort und Stelle bezahlt werden sondern wird in einem schriftlichen Verfahren festgelegt. Der Mindestbetrag liegt bei 60 Euro.

Erfolgreiche Umsetzung der Aktion „Mehr Spaß ohne Glas“

Die Aktion „Mehr Spaß ohne Glas“ konnte erneut erfolgreich umgesetzt werden. Wetterbedingt waren die Besucherzahlen insbesondere in der Altstadt nicht annähernd so hoch, wie in den Vorjahren. Auf bewährte Art und Weise wurde an 24 Kontrollstellen in der Altstadt und 14 im Zülpicher Viertel dafür gesorgt, dass von den Jecken mitgebrachtes Glas in die bereitgestellten Container entsorgt wurde und gar nicht erst in die Feierbereiche gelangte. Wie schon in den Vorjahren war ein deutlicher Trend erkennbar, dass sich immer mehr Jecke gut informiert auf den Weg nach Köln machten und gar kein Glas mehr dabei hatten. In den Verbotszonen waren wegen des geringeren Besucheraufkommens und des durchgehend wechselhaften Wetters wenig Glas und Scherben zu sehen. Die Jecken feierten mehr im Trockenen und hatten sich scheinbar frühzeitig Plätze in Gaststätten und Restaurants gesichert.

In diesem Jahr haben sich bisher erfreulicherweise auch Kiosk-, Imbiss- und Einzelhandelsbetriebe strikt an die Spielregeln von „Mehr Spaß ohne Glas“ gehalten. Einen Gaststättenbetreiber erwartet ein Bußgeldverfahren wegen einer nicht genehmigten Sondernutzung (2). Drei aggressive Bettler erhielten einen Platzverweis bis zum Ende des Tages und ein Bußgeldverfahren.

Jugendliche und Wildpinkler im Visier der Ordnungskräfte

119 Jugendliche (236) wurden präventiv auf ihren Alkoholkonsum angesprochen. 2 Jugendliche (24) mussten ihre alkoholischen Getränke vor den Augen der Ordnungskräfte ausschütten. Ein Jugendlicher (Vorjahr 10) wurde beim verbotenen Rauchen erwischt und musste seinen Zigarettenvorrat vernichten.

Schließlich ist der Ordnungsdienst auch in diesem Jahr gegen das Urinieren in der Öffentlichkeit vorgegangen. 91 (Vorjahr 77) Männer und keine Frau (Vorjahr 10) wurden ertappt, als sie für ihre Notdurft nicht die bereitgestellten Toiletten nutzten. Unterstützung durch die Polizei wurde nicht benötigt (Vorjahr 6 Fälle). In zwei Fällen (6) konnte der Ordnungsdienst die Arbeit der Polizei unterstützen. Sechs hilflose Männer ( Vorjahr 7 und 5 Frauen) mussten dem Sanitätsdienst übergeben werden. Einsatzkräfte des Ordnungsdienstes wurden im Einsatz nicht verletzt (4).

Auch der Verkehrsdienst konnte wie in den Vorjahren erheblich zur Wahrung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung beitragen. So stellten die Einsatzkräfte sicher, dass Fahrzeuge keine Veranstaltungsflächen, Flucht- und Rettungswege oder den Weg des Umzugs des Reitercorps „Jan von Werth“ blockierten oder behinderten. Dabei mussten 24 Fahrzeuge (Vorjahr 18) abgeschleppt werden. Es wurden insgesamt 93 (71) „Knöllchen“ für Parkvergehen ausgestellt.

16:20 Uhr: Was steht die kommenden Tage an? Unser jecker Terminkalender

An diesen Events führt kein Weg vorbei, wenn man Karneval in Köln verbringt - copyright: Hans-Georg Plümer / pixelio.de
An diesen Events führt kein Weg vorbei, wenn man Karneval in Köln verbringt
copyright: Hans-Georg Plümer / pixelio.de

Die „heiße“ Phase des Kölner Karnevals ist eingeläutet. Wir haben bei CityNEWS für Sie die Highlights der jecken Tage zusammengestellt, ob Party, Sitzung oder d´r Zoch – in unserem jecken Terminkalender für die Karnevalstage werden Sie fündig.

15:27 Uhr: Weiterhin entspannte Lage in der Kölner Altstadt, Zülpicher Straße und in den Stadtteilen

In Köln wird nach wie vor fröhlich in der Altstadt und an der Zülpicher Straße sowie in den Kölner Veedeln gefeiert. Alle Hilfsorganisationen melden entspannte Verhältnisse. Die Einsatzzahlen  in diesem Bereich sind im Vergleich zum vergangenen Jahr bisher zurückgegangen oder in etwa gleichgeblieben. Vom angekündigten schlechten Wetter hat sich offenbar doch der ein oder andere abhalten lassen, in die Innenstadt zu fahren. Die Besucherzahlen am Alter Markt und Heumarkt liegen hinter denen des vergangenen Jahres, was angesichts der Wetterprognosen nicht verwundert. Aber alle Karnevalsveranstaltungen zur Eröffnung des Kölner Straßenkarnevals konnten wie geplant stattfinden. Beim Umzug von Jan von Werth in der Südstadt hat man lediglich auf den Einsatz der Pferde und Großfiguren verzichtet. Aktuell strömen immer noch weitere Jecke zur Zülpicher Straße, die zur Zeit bei 15.000 Feiernden liegt.

Während in der Innenstadt bisher die Hilfsorganisationen geringere Fallzahlen melden, liegen die Einsätze der Berufsfeuerwehr, die stadtweit unterwegs ist, knapp über denen des Voijahres.

Gegen 17 Uhr erwartet der Koordinierungsstab im Rathaus eine neue Wetterprognose für das Stadtgebiet Köln.

14:00 Uhr: Kneipen gut gefüllt

Nicht nur in den Feier-Hotspots wird die Eröffnung des Straßenkarnvals ordentlich gefeiert. Zahlreiche Kneipen und Bars sind gut gefüllt. Teilweise stellen die Wirte ihre Bestuhlung vor die Gaststätten, damit noch mehr Jecke mitfeiern können.

12:50 Uhr: Weiberfastnacht in Köln zieht tausende Jecken an 

Weiberfastnacht in Köln zieht tausende Jecken an  - copyright: CityNEWS / TomPe
Weiberfastnacht in Köln zieht tausende Jecken an
copyright: CityNEWS / TomPe

Entspannt, trocken und friedlich feiern die Kölner Jecken und Besucher in der Kölner Innenstadt. Die Altstadtveranstaltungen laufen ungehindert. Auf dem Alter Markt tummeln sich rund 4.500 und auf dem Heumarkt und 5.000 Jecke, das Zülpicher Viertel wird zunehmend angesteuert, 10.000 Feiernde zählten jetzt schon die Einsatzkräfte.

Die aktuelle Wetterprognose, die dem Koordinierungsstab vorliegt (Stand 12:05 Uhr) prognostiziert für Köln eine leichte Entspannung für den Nachmittag. Erst ab 15 oder 16 Uhr werden Windstärken  mit Böen zwischen 7 und 8 erwartet. Die Wahrscheinlichkeit für einsetzenden Regen- und einsetzendes Gewitter hat der Wetterdienst inzwischen etwas reduziert. Sollte es zu Regen und Gewitter kommen, sind Windstärken bon 9 bis 10 möglich.

Früher als prognostiziert wird heute Abend wieder mit Sturm erwartet. Zwischen 20 Uhr und 24 Uhr  wird Windböen mit Spitzen bis zu Windstärke 11 gerechnet.

12:25 Uhr: Kölner Karnevals-Feeling erleben!

Kölner Karnevals-Feeling erleben! - copyright: CityNEWS / Alex Weis
Kölner Karnevals-Feeling erleben!
copyright: CityNEWS / Alex Weis

Für alle die Zuhause, im Büro oder gerade nicht in Köln sind haben wir bei CityNEWS eine Video-Playlist mit 50 kölschen Lieder zum Karneval zusammengestellt! Damit könnt Ihr – wo auch immer Ihr gerade seid – einfach Mitfeiern, Mitschunkeln und Mitsingen.

11:34 Uhr: Trockenes Wetter und gute Stimmung in Köln

Mit noch trockenem Wetter, guter Stimmung und ohne Probleme hat in Köln der Straßenkarneval begonnen. Sowohl die Kölner Innenstadt mit dem Alter Markt und dem Heumarkt als auch die Bahnhöfe und das Zülpicher Viertel melden keinerlei Probleme. Die aktuellen Wetterprognosen gehen derzeit davon aus, dass erst ab circa 14 Uhr der Wind über dem Kölner Stadtgebiet deutlich zunimmt und mit Regen und eventuell Gewitter verbunden ist.

Der Koordinierungsstab im Kölner Rathaus beobachtet derzeit im Kontakt mit den Veranstaltern die aktuelle Wetterentwicklung und informiert laufend.

11:11 Uhr: Straßenkarneval in Köln offiziell eröffnet

Kölle Alaaf zosamme! Der Kölner Straßenkarneval ist offiziell eröffnet!

09:50 Uhr Sturmwarnung für Köln – Stadt schließt Friedhöfe, Lindenthaler Tierpark und Forstbotanischen Garten

Wegen eines schweren Sturms haben die Wetterdienste für Donnerstag, 23. Februar 2017, für Köln die Warnstufe „Rot“ herausgegeben. Verbreitet sind Windgeschwindigkeiten von 100 Kilometern pro Stunde zu erwarten, in Verbindung mit Schauern und Gewittern sogar orkanartige Böen um 110 Kilometer pro Stunde, das entspricht der Windstärke 11. Deshalb können unter Umständen Bäume umstürzen oder Äste abbrechen. Die Stadt Köln bittet daher die Bevölkerung, Waldgebiete, Parkanlagen und Alleen zu meiden. Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen schließt vorsorglich ab 11 Uhr die Friedhöfe und ab Mittag den Forstbotanischen Garten in Rodenkirchen und den Lindenthaler Tierpark.

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