Das war der Rosenmontagszug in Köln: Motto der Karnevalssession 2019 steht fest!

Das Motto der Karnevalssession 2019 steht fest!
Das Motto der Karnevalssession 2019 steht fest!

Das Motto der Karnevalssession 2019 wurde von Zugleiter Alexander Dieper am Ende vom Kölner Rosenmontagzug enthüllt. Nach dem eigentlichen Highlight im Zoch – dem Kölner Dreigestirn – folgte noch ein weiterer Wagen mit der Nummer 68. Unter einem großen roten Vorhang wurde des kommende Sessionsmotto bis zum Schluss geheimgehalten. Kurz hinter der Severinstorburg wurde dieses dann bekanntgegeben. Es lautet: „Uns Sproch es Heimat“ und löst damit das diesjährige Sessionsmotto „Mer Kölsche danze us der Reih“ ab. CityNEWS fasst zusammen was sonst noch im Rosenmontagszug 2018 passierte.

Das Karnevals-Motto 2019: Uns Sproch es Heimat

Das Karnevals-Motto 2019: Uns Sproch es Heimat copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Das Karnevals-Motto 2019: Uns Sproch es Heimat
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Mit dem Motto rückt die kölsche Sprache in den Fokus vieler karnevalistischer Aktivitäten – so etwa beim Rosenmontagszug, aber auch bei Sitzungen, in Liedtexten oder im Kinder- und Jugendkarneval. Insbesondere dürfen sich die Jecken schon heute auf die Redner auf den Kölner Karnevalsbühnen freuen, die das Motto mit Leben füllen werden. „Sprache ist die Basis für das Miteinander in jeder Gesellschaft. Sie stiftet Identität und Gemeinschaftsgefühl. Gerade die kölsche Sprache lässt Sprecher und Zuhörer enger zusammenrücken“, so Christoph Kuckelkorn, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval. „Gleichzeitig ist das Sessionsmotto eine Einladung an all jene, die kein Kölsch sprechen, unsere Sprache und damit auch unsere Lebensart besser  kennen zu lernen.“

Nach dem Zoch ist vor dem Zoch! Kaum war der Prinz Michael II. durch die Severinstorburg in den Rosenmontagszug gestartet, schon verkündete Zugleiter Alexander Dieper das Motto für die Session 2019. „Man muss gar nicht viel Kölsch können, um in Köln das warme Gefühl von Heimat zu spüren“, weiß Alexander Dieper. „Wer am Rand des Rosenmontagszuges steht und laut ‚Kamelle’ ruft, wird schnell das kölsche Lebensgefühl erleben. Die offene und direkte Art der Kölschen, die sich in der Sprache besonders intensiv zeigt, lässt auch Fremde schnell bei uns heimisch werden – und sei es nur für einige wunderbare Momente in der Karnevalszeit.“

Kölsche Sprache ist ein wichtiges Stück Heimat

Kölsche Sprache ist ein wichtiges Stück Heimat copyright: Hans-Georg Plümer / pixelio.de
Kölsche Sprache ist ein wichtiges Stück Heimat
copyright: Hans-Georg Plümer / pixelio.de

Hinter dem Motto steckt auch die Aufforderung, die kölsche Sprache besser kennen zu lernen. Das gilt gleichermaßen für Kölner, die im Alltag vielleicht eher Hochdeutsch sprechen, wie für Menschen, die nicht in Köln geboren sind. „Worte wie Alaaf, Kamelle und Fastelovend sind schnell gelernt“, erklärt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. „Egal ob bei einer Sitzung oder im Straßenkarneval – wer sich ein bisschen auf die kölsche Sprache einlässt, wird sofort spüren, warum sie für die Menschen in Köln ein so wichtiges Stück Heimat bedeutet.“

Die Stadt Köln ist für über eine Million Menschen der Ort, an dem sie leben, arbeiten und nicht zuletzt auch Karneval feiern. Sie stammen aus über 180 Ländern und jeder von ihnen verbindet mit Heimat und Muttersprache etwas anderes. Dennoch sehen viele von ihnen ihre Heimat längst in Köln, und Sprache ist ein wichtiger Teil dieser kölschen Lebensart.

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Zahlreiche Besucher beim Rosenmontagszug 2018

Zahlreiche Besucher beim Rosenmontagszug 2018 copyright: Festkomitee Kölner Karneval
Zahlreiche Besucher beim Rosenmontagszug 2018
copyright: Festkomitee Kölner Karneval

Hunderttausende Jecken tummelten sich seit 10 Uhr am Straßenrand und bestaunten die unzähligen Fußgruppen, Karnevalsgesellschaften und zahlreichen Motto- und Persiflagewagen im Rosenmontagszug. Petrus bewies (zu mindestens am Start), dass er im Herzen ein Kölner ist. Bei teilweise strahlendem Sonnenschein schlängelten sich über 60 Gruppen vom Chlodwigplatz quer durch die Innenstadt der Rheinmetropole. Statt Schauer regnete es tonnenweise Kamelle und Strüßjer auf die Jecken. Am späten Nachmittag änderte sich allerdings die Wetterlage und so fielen sogar kleine Schneeflocken in der Domstadt.

Unfall mit Kutsche am Appellhofplatz

Unfall mit Pferdekutsche am Appellhofplatz copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Unfall mit Pferdekutsche am Appellhofplatz
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

UPDATE 19:45 UHR: Bei dem Vorfall mit einer Kutsche wurden insgesamt vier Personen verletzt, darunter der Kutscher (36). Die Rettungskräfte waren sofort vor Ort und konnten feststellen, dass keine der Verletzungen lebensbedrohlich war. Alle waren ansprechbar. Die Verletzten werden derzeit ärztlich versorgt, einige konnten bereits das Krankenhaus wieder verlassen.

Zugleiter Alexander Dieper machte sich auf dem Weg ins Krankenhaus, um sich genauer nach deren Befinden zu erkundigen. Die Pferde wurden tierärztlich versorgt, es wurden jedoch vor Ort keine Verletzungen festgestellt. Wegen des Vorfalls ermittelt die Polizei derzeit in alle Richtungen, auch ob möglicherweise eine Fremdeinwirkung vorliegt. Dazu wurde unter anderem die Kutsche sichergestellt.

Im Auflösebereich des Rosenmontagszuges hat sich zudem noch ein weiterer Unglücksfall ereignet. Ein Zugteilnehmer der Willi-Ostermann-Gesellschaft ist von einem der Festwagen gefallen. Er ist verletzt und wird nun ärztlich versorgt. Der Zug kann derzeit nicht an der Unfallstelle vorbei.

Was war passiert?

Bei dem Vorfall mit einer Kutsche wurden insgesamt vier Personen verletzt, darunter der Kutscher. copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Bei dem Vorfall mit einer Kutsche wurden insgesamt vier Personen verletzt, darunter der Kutscher.
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Ein trauriger Unfall überschattete den sonst sehr fröhlichen Rosenmontagszug. Im Bereich Appellhofplatz / Neven-Dumont-Straße ist es gegen 14:20 Uhr zu einem Unfall mit einer Kutsche der „Treuen Husaren“ gekommen. Dabei sind nach derzeitigem Stand mindestens drei Personen verletzt. Laut dem Kölner Stadt-Anzeiger sollen auch zwei Rettungskräfte von dem Unfall betroffen sein. Diese sind zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Pferde wurden ebenfalls medizinisch betreut und anschließend in Anhänger verladen und abtransportiert. Laut der Stadt Köln blieben die Tiere unverletzt.

Durch den Unfall ist es zu einer Verzögerung von rund 45 Minuten im Kölner Karnevalszug gekommen. Laut Medienberichten hat die Polizei Hinweise darauf, dass es zu dem Unfall durch Zuschauer gekommen sei, die Flaschen auf die Tiere geworfen hätten.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker bedauerte diesen Vorfall und wünscht den Verletzten eine schnelle Genesung. „Es ist tragisch, wenn so etwas passiert. Ich wünsche den Verletzten alles Gute und eine schnelle Genesung. Ich weiß, dass sowohl das Festkomitee als auch unsere Veterinäre gerade in diesem Jahr die Anforderungen an Reiter, Kutscher und Pferde noch einmal deutlich erhöht hatten.“

Tierärzte kontrollierten Pferde im Rosenmontagszug

Die Tierärzte haben beim heutigen Rosenmontagszug stichprobenartig rund 50 Blutproben von den Pferden entnommen. copyright: CityNEWS
Die Tierärzte haben beim heutigen Rosenmontagszug stichprobenartig rund 50 Blutproben von den Pferden entnommen.
copyright: CityNEWS

Nach den Vorfällen mit Kutschen und Pferden während der Rosenmontagszüge in Köln und Bonn im vergangenen Jahr und wegen des kritischen Blicks von Tierschützern auf die Umzüge, hat das für den Tierschutz zuständige Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln die Kontrollen der im Rosenmontagszug eingesetzten Pferde, Kutschen und Transportmittel erhöht. Dieses Jahr waren im Rosenmontagszug neun Tierärzte aus dem Sachgebiet Veterinärdienste des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes der Stadt Köln im Einsatz. In den vergangenen Jahren kontrollierten zwei bis vier Tierärzte die Pferde im Rosenmontagszug. Neben einer Inaugenscheinnahme der Pferde hinsichtlich ihres Allgemein- und Gesundheitszustandes wurden auch die eingesetzten Kutschen und die Transportmittel, mit denen die Pferde nach Köln gebracht werden, überprüft.

Die Tierärzte haben beim heutigen Rosenmontagszug stichprobenartig rund 50 Blutproben von den Pferden entnommen. Die Blutproben werden auf unerlaubt eingesetzte Beruhigungsmittel überprüft. Die Tierärzte des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes führten ihre Inspektionen an den verschiedenen Aufstellorten, während des Zuges und im Anschluss an den Umzug durch. Die Ergebnisse der Blutproben werden frühestens Ende dieser Woche erwartet.

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Beitrag wurde aktualisiert – Letztes Update am 14.02.2018 um 00:24 Uhr