Die Kölner Bombe wurde erfolgreich entschärft

Banner_728x90_2016
Banner_728x90_2016
Banner_728x90_2016
Banner_728x90_2016
Symbolbild / copyright: schubalu/ pixelio.de
Symbolbild
copyright: schubalu/ pixelio.de

Die Kölner Bombe wurde um 18:38 Uhr entschärft. Die Rückkehr der Bewohner der Riehler Heimstätten geschah noch gestern Abend. Oberbürgermeister Jürgen Roters sprach an alle Mitarbeiter und Helfer große Anerkennung aus. 760 Kräfte waren im Einsatz.

Mit dem Einsatz von 630 Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr, Hilfsorganisationen und über 130 Ordnungskräften des federführenden Kölner Amtes für öffentlichen Ordnung ist gestern exakt um 18:18 Uhr eine der größten Evakuierungen in der Kölner Nachkriegsgeschichte erfolgreich abgeschlossen worden. Der Kampfmittelräumdienst des Landes Nordrhein-Westfalen konnte 20 Minuten später eine 20-Zentner Bombe aus dem 2. Weltkrieg entschärfen. Die Stadt Köln hatte den Bereich in einem Radius von circa einem Kilometer um den Fundort der Bombe an der Straße An der Schanz in Köln-Riehl abgesperrt.

Circa 6.000 Bewohner und Mitarbeiter der dort ansässigen Unternehmen mussten seit den Morgenstunden ihre Räume verlassen. Der Sperrbezirk erstreckte sich auch auf die rechte Rheinseite. Von der Evakuierung war ein großes Kölner Altenheim, das Seniorenzentrum Köln-Riehl der SBK, mit rund 1.400 Personen betroffen. Für die nicht gehfähigen Senioren und Rollstuhlfahrer wurden heute insgesamt 139 Liegendtransporte und 90 rollstuhlgerechte Transporte mit Unterstützung der Hilfsorganisationen durchgeführt. Die ersten Bewohner des Seniorenzentrums sind wieder in ihren Räumen angekommen. Peter Hartl, Einsatzleiter der Kölner Berufsfeuerwehr, rechnete noch mit einem Einsatz bis in die Nacht hinein, um alle Senioren wieder in die Räume an der Boltensternstraße in Riehl zurückzubringen.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und des Ordnungsamtes, die darüber hinaus weitere 54 Krankentransporte und 50 Spezialfahrten für Anwohner durchgeführt haben, durch die Kölner Hilfsorganisationen, das Technische Hilfswerk (THW) und Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehren, sowie Spezialkräfte unter anderem aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Die Kölner Polizei sicherte mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den gesperrten Bereich.

Die weiträumigen Verkehrssperrungen konnten unmittelbar nach der Entschärfung der amerikanischen Bombe um 18:38 Uhr aufgehoben werden. Zum schnelleren Rücktransport der tagsüber im so genannten „Staatenhaus“ in Deutz untergebrachten Senioren gab es noch Verkehrsbeschränkungen für die Boltensternstraße. Die ersten Anlieger der links- und rechtsrheinischen Sperrbereiche waren bereits wenige Minuten nach der Entschärfung wieder in ihren Wohnungen angekommen.

Insgesamt 190 Personen und auch einige Haustiere wurden tagsüber von der Stadt Köln in zwei Interimseinrichtungen sowohl im Linksrheinischen als auch Rechtsrheinischen versorgt. Der bereit für Besucher gesperrte Kölner Zoo wurde um 12 Uhr auch für die Mitarbeiter gesperrt.

Oberbürgermeister Jürgen Roters dankte am Abend allen Einsatzkräften und den Mitarbeitern der betroffenen Einrichtungen für ihren Einsatz, „der diesmal besonders schwierig war, weil es auch um ältere Menschen ging, die von dieser Evakuierung in besonderem Maße belastet waren. Allen Mitarbeitern und Helfern, gerade auch des SBK-Seniorenzentrums Riehl, gebührt dafür große Anerkennung.“

Autor: Redaktion / Stadt Köln / ARAG