Bilanz der Kölner Polizei zur Eröffnung der Karnevalssession

Bilanz der Kölner Polizei zur Eröffnung der Karnevalssession copyright: CityNEWS / Thomas Pera
Bilanz der Kölner Polizei zur Eröffnung der Karnevalssession
copyright: CityNEWS / Thomas Pera

Selbst das Wetter kann die kölschen Karnevalisten nicht aufhalten. Und so verwunderte es auch nicht, dass trotz der nasskalten Witterung mehrere Zehntausend Jecken in bunter Kostümierung schon am Vormittag die Straßen und Plätze im Umfeld vom Kölner Dom und der Altstadt für sich eroberten. Große Menschenmassen, hoher Alkoholkonsum und aggressive Störenfriede führten zu vielen Einsätzen der Kölner Polizei , die auch in den Abendstunden noch alle Hände voll zun haben. Hier eine erste Bilanz zur Eröffnung des Karnevals am 11.11.2017.

Der Kölner Heumarkt war bereits am morgen gegen 10:30 Uhr voll mit Besuchern, so dass hier die zUgänge von den Sicherheits- und Einsatzkräften dicht gemacht wurden. Etwa eine halbe Stunde später war auch der Alter Markt voll ausgelastet. Der Veranstalter ließ aus diesem Grund keine weiteren Personen mehr auf die Platzflächen.

Eine Gewerbetreibende teilte der Polizei gegen 10:30 Uhr mit, dass ihr in der Johannisstraße abgestellter Getränkewagen aufgebrochen worden war. Unbekannte Täter hatten das vor dem „Wartesaal am Dom“ abgestellte Fahrzeug aufgebrochen und daraus 26 „Pittermännchen“ (Kölschfässer) gestohlen. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen eines besonders schweren Falls des Diebstahls aufgenommen.

Gegen 13:45 Uhr wurden zwei junge Frauen aus Kerpen (beide 23 Jahre) in der Straße „Am Domhof“ von einem Bierkrug am Kopf getroffen. Die beiden Kerpenerinnen wurden durch das Bierglas so schwer verletzt, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Nach ersten Ermittlungen der Polizei hatte ein Unbekannter den Krug von einer Brüstung in die Menschenmenge geworfen. Noch bevor Einsatzkräfte zugreifen konnten, war der Täter im Gedränge bereits untergetaucht. Die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung dauern an.

Zunehmender Alkohol führte zu immer mehr Polizeieinsätzen

Zunehmender Alkohol führte zu immer mehr Polizeieinsätzen copyright: pixabay.com
Zunehmender Alkohol führte zu immer mehr Polizeieinsätzen
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Mit zunehmendem Alkoholgenuss hatten auch die Einsatzkräfte der Polizei mehr zu tun. So mussten die Beamten immer wieder eingreifen, um Streitigkeiten zu schlichten, Pöbeleien zu unterbinden und Einzelpersonen zur Mäßigung und Ordnung zu ermahnen. In einigen Fällen reichten Platzverweise allerdings nicht mehr aus. Polizisten nahmen die zumeist alkoholisierten Störer in Gewahrsam. Eine genaue Zahl hierüber liegt noch nicht vor.

Gegen 15 Uhr sperrten Einsatzkräfte des Ordnungsamtes und der Polizei den Bereich rund um die Zülpicher Straße für weiter zuströmende Karnevalisten ab. Die Auslastung dieses Straßenzuges ließ aus Sicherheitsgründen keinen weiteren Einlass der Feiernden zu. Nachdem sich die Situation entspannt hatte, wurden die Sperrungen aber später wieder aufgehoben.

Messerstecherei in Köln-Mülheim

In Köln-Mülheim kam es zu einer Messerstecherei copyright: pixabay.com
In Köln-Mülheim kam es zu einer Messerstecherei
copyright: pixabay.com

Ohne jeden Grund hat ein Unbekannter nach derzeitigem Stand am 11. November 2017 in Köln-Mülheim mit einem Messer auf einen Mann (28 Jahre) eingestochen und ihn schwer verletzt. Der Täter flüchtete vom Tatort. Die Polizei bittet nun um Zeugenhinweise.

Nachdem sie ihre Fahrzeuge auf einem Parkplatz am Stadtpark Höhe Danzierstraße abgestellt hatten, war der 28-Jährige gegen 15:40 Uhr in Begleitung seiner beiden Brüder (31 und 32 Jahre) sowie vier weiteren Bekannten (34, 35, 39 und 44 Jahre) zu Fuß auf dem Weg in Richtung Wiener Platz. Kurz hinter dem rückseitigen Treppenaufgang des Bürgerhauses lief eine den Männern unbekannte Person von hinten kommend auf den 28-Jährigen zu. Unvermittelt rammte der Täter seinem Opfer ein Messer heftig in den Oberschenkel.

Seine Brüder versuchten, den Messerstecher festzuhalten. Unter Vorhalt des Messers bedrohte er jedoch die beiden und hielt sie von sich fern. Anschließend flüchtete der Täter in Richtung Mülheimer Stadtgarten.

Das Opfer verlor aufgrund des hohen Blutverlustes immer wieder das Bewusstsein. Nach einer notärztlichen Erstversorgung wurde er schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht inzwischen nicht mehr für das Opfer der Messerattacke.

Der etwa 30 Jahre alte Flüchtige hat ein arabisches Aussehen. Er ist etwa 1,80 Meter groß und hat schwarze Haare. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 55 unter der Rufnummer 0221 – 229 – 0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Am Abend verlagerte sich das Einsatzgebiet der Kölner Polizei von der Altstadt auf die Feiermeilen

Am Abend verlagerte sich das Einsatzgebiet der Kölner Polizei von der Altstadt auf die Feiermeilen copyright: CityNEWS / Thomas Pera (Symbolbild)
Am Abend verlagerte sich das Einsatzgebiet der Kölner Polizei von der Altstadt auf die Feiermeilen
copyright: CityNEWS / Thomas Pera (Symbolbild)

Ab 19 Uhr verließen viele erschöpfte Jecken die Kölner Altstadt und traten die Heimreise an. Gleichzeitig war ein deutlicher Anstieg von Feiernden im Bereich des Zülpicher Viertels und auf den Kölner Ringen zu verzeichnen.

Im Einsatzverlauf wurden bei den Uniformierten einige Strafanzeigen erstattet. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Körperverletzungs- und Beleidigungsdelikte, Taschendiebstähle und die Bezahlung mit Falschgeld. Zudem wurden mehrere Anzeigen wegen sexuellen Übergriffen erstattet. In allen Fällen dauern die Ermittlungen an und es liegen hierzu noch keine weiteren Details oder weitere Zahlen vor. Die Polizei war die Nacht weiterhin mit starken Kräften flächendeckend im Kölner Innenstadtbereich präsent und sorgte für Sicherheit. Gegen 3:30 Uhr war der Sondereinsatz nach einem einsatzreichen Tag beendet.

Bilder-Galerie zur Eröffnung des Karnevals in Köln


Dieser Beitrag wurde am 12.11.2017 um 14:15 Uh aktualisiert.