Bezahlbarer Wohnraum in Deutschland noch möglich

Wohnraum in Köln: Stadtteile unterschiedliche teuer - copyright: pixabay.com
Wohnraum in Köln: Stadtteile unterschiedliche teuer
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Die Mietpreise steigen in den deutschen Metropolen weiterhin an. Egal ob für Studenten, Familien oder Singles – der Wohnraum wird insbesondere in Großstädten immer teurer. Besonders in Berlin, Frankfurt, München und auch Stuttgart ist laut Statistik eine deutlich steigende Tendenz der Neuvertragsmietpreise erkennbar. Die eingeführte Mietpreisbremse, die sich auf eben solche Neu- und Wiedervermietungen bezieht, scheint damit nicht bzw. nicht ausreichend zu greifen. Die Rheinmetropole Köln ist derzeit etwas weniger gefragt als andere Großstädte – und bleibt deshalb auch besser bezahlbar.

Statistik: Städte mit den höchsten Mietpreisen für Wohnungen in Deutschland im 1. Quartal 2017 (in Euro pro Quadratmeter) | StatistaMehr Statistiken finden Sie bei Statista

Wohnraum in Köln: Stadtteile unterschiedliche teuer

Doch auch in Köln sind unterschiedliche Mietpreis-Trends erkennbar, die je nach Stadtgebiet und Veedel variieren. Immer mehr Menschen zieht es nach Zollstock oder Lind, hier finden Mieter neben Stadtbahnanschlüssen auch die Nähe zum Flughafen, ohne aber Flugzeuglärm ertragen zu müssen. Dementsprechend ziehen Vermieter die Preise in diesen Wohngegenden an. Weiterhin scheint die rechte Seite des Rheins immer mehr im Kommen zu sein. Hier gibt es noch guten Wohnraum zu überaus fairen Konditionen. Besonders das einst verschriene Kalk bekommt ein immer besseres Image und punktet mit seiner zentralen Lage nebst guter Innenstadtanbindung und seinem multikulturellen Flair.

Alternative: Pendeln

Auch in Köln sind unterschiedliche Mietpreis-Trends erkennbar. - copyright: pixabay.com
Auch in Köln sind unterschiedliche Mietpreis-Trends erkennbar.
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Eine weitere Möglichkeiten, günstiger zur Miete zu wohnen, scheint für immer mehr Menschen darin zu bestehen, dass sie pendeln. Dabei nehmen immer mehr Leute eine weitere Wegstrecke zur Arbeit in Kauf, um bezahlbar und schön wohnen zu können. Wer beispielsweise in Köln arbeitet, die City-nahen Stadtteile wie Deutz, Zollstock oder auch Raderberg jedoch zu teuer findet, kann entweder an den Rand von Köln ausweichen – oder zum Beispiel in Wuppertal wohnen.

Die Stadt mit der berühmten Schwebebahn wird liebevoll auch „San Francisco Deutschlands“ genannt und überzeugt Zugezogene mit ruhigen und grünen Stadtteilen sowie einer optimalen Anbindung an die nahe liegenden Städte Köln, Düsseldorf und auch Dortmund. Wohnungssuchende finden hier vergleichsweise günstige Angebote, da die Nachfrage in der nordrhein-westfälischen Stadt geringer ist als in den größeren Metropolen. So bezahlt man entweder weniger Miete oder kann sich für gleiches Geld eine größere Wohnungen leisten und hat dank der guten Anbindung dennoch eine angemessene Work-Life-Balance ohne allzu lange Pendelstrecken.

Kaufen statt Mieten?

Die letzte Alternative, steigenden Mietpreisen zu entgehen, kann der Kauf von Wohneigentum sein. Fakt ist jedoch, dass sich nur wenige Deutsche die eigenen vier Wände leisten können und hohe Kaufpreise sowie niedrige Zinsen die Geldanlage Eigenheim unattraktiv machen. Da ist es in manchen Fällen günstiger, eine Mieterhöhung in Kauf zu nehmen. Wie hoch dürfen solche Erhöhungen sein und unter welchen Voraussetzungen sind sie erlaubt sind? Insgesamt gilt: Ein Blick über den Tellerrand hinaus kann echtes Geld sparen. Wer nicht unbedingt in nächster Nähe zu seiner Arbeit wohnen muss oder darauf verzichten kann, mitten in den angesagtesten Szenevierteln zu leben, bekommt mehr Wohnraum für weniger Geld.

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