30.05.2012  11:11 Uhr

Ratgeber
Blessuren schnell behandeln: So lassen sich Wunden unterwegs richtig versorgen

Köln. Klettern, Skaten, Badeferien - wer sich viel und gerne bewegt, trägt immer auch ein Verletzungsrisiko. Schnell ist bei einem Sturz das Knie aufgeschürft oder der Fuß an einem scharfen Stein geschnitten. Damit das Freizeitvergnügen nicht unter der Blessur leidet, ist es wichtig, die Verletzung adäquat zu versorgen.

Tritt nach einer Schnitt- oder Rissverletzung Blut aus der Wunde, sollte man - trotz des unschönen Anblicks - die Blutung nicht sofort stoppen. Denn der Körper versucht auf diese Weise, Schmutz und Bakterien loszuwerden, das Risiko einer Infektion sinkt. Wunden, die wenig bluten, sollten unter laufendem Wasser oder mit Hilfe eines Wundsprays von Schmutzpartikeln befreit werden.

Wundreinigung ist wichtig

Neben Kompressen, Mullbinden und Pflaster sollte die Outdoor-Apotheke auch eine Pinzette zur Entfernung von Splittern enthalten. Ein wichtiges Element der adäquaten Wundversorgung ist ein gutes Desinfektionsmittel, um Krankheitserreger am Eindringen und Vermehren zu hindern. So bietet der Inhaltsstoff Polyhexanid, enthalten zum Beispiel in "pharmaCUR" aus der Apotheke, ein breites Wirkspektrum gegen viele Bakterien, Viren und Pilze. Doch manchmal ist die Wundheilung ein störanfälliger Prozess. Für schlecht heilende Verletzungen oder Verbrennungen, die nach Tagen noch Beschwerden machen, eignet sich das spezielle Wundgel aus derselben Produktserie. Es schafft eine feuchte und keimarme Umgebung, welche die Heilung unterstützen und die Bildung von Narben reduzieren kann. Bei größeren Verletzungen sollte man immer zum Arzt gehen.

Vorsicht bei Hausmitteln

Nicht nur für kleine Fußballer wichtig: Für schlecht heilende Verletzungen eignet sich ein spezielles Wundgel., Copyright: PharmaCur/shutterstock/Andreas Gradin / djd
Nicht nur für kleine Fußballer wichtig: Für schlecht heilende Verletzungen eignet sich ein spezielles Wundgel.

Verbrennungswunden sollten vor der Versorgung unter fließend kaltes Wasser gehalten werden, bis kein Schmerz mehr spürbar ist. Angenehm ist es, auch das Verbandsmaterial vor dem Auflegen zu kühlen. Jedoch sollte niemals Eis auf die Verbrennung gelegt werden, da dies die Haut zusätzlich schädigen kann. Auf eine Behandlung mit zweifelhaften Hausmitteln wie Eiweiß bei Verbrennungen oder Zwiebeln bei offenen Wunden verzichten, da Infektionen auftreten können.

Die Haut - das größte Organ des Körpers

Die menschliche Haut bedeckt 1,5 bis zwei Quadratmeter und macht fast ein Sechstel des Körpergewichts aus. Dieser Schutzmantel stellt nicht nur eine Barriere gegen mechanische Einflüsse, Chemikalien, Hitze und Kälte, UV-Strahlen sowie gesundheitsschädliche Mikroorganismen dar, sondern ist auch notwendig, um das Flüssigkeitsgleichgewicht des Körpers aufrechtzuerhalten und über Druck-, Temperatur- und Schmerzrezeptoren Sinnesreize wahrzunehmen. Im Verletzungsfall muss das natürliche Gleichgewicht der Haut daher schnellstmöglich wiederhergestellt werden.


 

(Redaktion/ djd)

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